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AUSSTELLUNG/4464: Bremerhaven - "360° POLARSTERN, eine virtuelle Forschungsexpedition", 16.05.2019-31.03.2020


Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte

"Neuer Blick auf einen alten Freund": AWI-Gründer begeistert von POLARSTERN-VR-Ausstellung


VR-Brille aufsetzen und Leinen los! Die Ausstellung "360° POLARSTERN - Eine virtuelle Forschungsexpedition" ist am 16. Mai vor mehr als 200 geladenen Gästen im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) eröffnet worden. Unter den begeisterten Gästen der Abendveranstaltung befand sich auch der inzwischen 90-jährige Gründer des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) Prof. Dr. Gotthilf Hempel, der den Bau der POLARSTERN einst maßgeblich vorangetrieben hatte.

"Ein neuer Blick auf einen alten Freund - so kam es mir vor, als ich die Brille aufsetzte", schrieb der Ehrenbürger Bremerhavens ins Gästebuch. Der Ausstellungsbesuch habe ihn an seinen ersten Aufenthalt auf dem Eisbrecher vor 37 Jahren erinnert. "Es fehlte nur der Geruch und das Schaben des Eises an der Bordwand. Herzlichen Dank für dieses Wiedersehen mit unserer "Polarstern".

Als "Ikone der Polarforschung" würdigte Museumsdirektorin Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner die POLARSTERN in ihrer Begrüßungsrede vor Mitgliedern des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseums und zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. "Für rund 100 Menschen pro Fahrt ist sie ein gewöhnlicher Arbeitsplatz. Für alle anderen: ein exklusiver Ort. Sie ist der Ort, wo Proben und Daten zu unserem globalen Klimasystem gewonnen werden. Der Ort, wo unter Extrembedingungen neues Wissen entsteht." Ziel der Ausstellung sei es, die Forschungsschifffahrt auf der POLARSTERN erlebbar zu machen.

Christoph Linne, Chefredakteur der Nordsee-Zeitung, moderierte anschließend eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Virtual Reality statt Vitrinen?" über Chancen und Grenzen digitaler Wissensvermittlung in Museen und Forschungseinrichtungen: Dank Nobelpreisträger Prof. Dr. Peter Lemke vom AWI, dem Bremerhavener Stadtrat Michael Frost, Playersjourney-Geschäftsführer Dr. Christian Stein und DSM-Direktorin Kleingärtner brachte die Runde Sichtweisen aus Forschung, Politik, IT und Museumspraxis zusammen.

In der Ausstellung, die bis zum 31. März 2020 läuft, befinden sich mehrere Virtual (VR) und Augmented Reality (AR) Stationen. Ein Modell der POLARSTERN wurde dazu eigens digitalisiert und ist in voller Größe im Raum zu erkunden. Kombiniert wird das virtuelle Erlebnis mit realen historischen Exponaten und Forschungsinstrumenten von Bord.

Im ersten Teil der virtuellen Forschungsexpedition erfahren die Besucherinnen und Besucher alles Wissenswerte über die POLARSTERN. Anhand eines digitalisierten Schiffsmodells, das über 3D-Brillen im Museumsraum erlebbar ist, werden Aufbau und Funktionen des Schiffs erläutert. Im zweiten Teil geht es dann virtuell an Bord. An vier Stationen erhalten die Gäste der Ausstellung mittels 360°-Filmaufnahmen einen hautnahen Einblick in das Fahren, Forschen und Leben. Zu sehen sind unter anderem Videos vom Maschinenraum, der Brücke, von verschiedenen Laboren oder dem berühmten Blauen Salon. Im dritten Teil der Expedition lädt die Polarlounge zum Verweilen ein. Hier bietet sich die Möglichkeit, ein Feedback zur Ausstellung zu geben sowie an verschiedenen Mitmach-Aktionen zur Polarforschung teilzunehmen.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter

www.dsm.museum/polarstern

360° POLARSTERN - Eine Ausstellung mit freundlicher Unterstützung von: Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
Förderverein Deutsches Schiffahrtsmuseum
Freie Hansestadt Bremen, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz
Nordsee-Zeitung
Playersjourney
Radio Bremen / Bremen Zwei
Seestadt Bremerhaven

Über das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte:
Die wechselvolle Beziehung zwischen Mensch und Meer zu erforschen und in Ausstellungen erlebbar zu machen - das hat sich das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) in Bremerhaven zur Aufgabe gemacht. Es ist eines von acht Leibniz-Forschungsmuseen in Deutschland. Mit seinen mehr als 80 Mitarbeitenden und Auszubildenden und rund 8000 Quadratmetern überdachter Ausstellungsfläche zählt es zu den größten maritimen Museen Europas. Zurzeit befindet sich das DSM im Wandel und verbindet eine Gebäudesanierung sowie den Bau eines Forschungsdepots mit einer umfassenden Neukonzeption aller Ausstellungs- und Forschungsbereiche. Während dieser bis 2021 andauernden Phase bleibt das Haus geöffnet - mit einem vielfältigen Programm, wechselnden Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Auch die mehr als 600 Jahre alte Bremer Kogge und die Museumsschiffe im Außenbereich können weiterhin besichtigt werden.

Forschungsprojekte am DSM werden durch namhafte nationale und internationale Förderprogramme unterstützt. Als attraktiver Arbeitsort für junge und berufserfahrene Talente in der maritimen Forschung unterhält das DSM vielfältige Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Unterstützung erfährt das Museum nicht zuletzt von den insgesamt rund 3000 Mitgliedern des "Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum e.V." Dieser sowie das "Kuratorium zur Förderung des Deutschen Schiffahrtsmuseums e.V." hatten einst die Eröffnung des Hauses im Jahr 1975 vorangetrieben und begleiten es nun auf seinem Zukunftskurs.

Für weitere Informationen:
https://dsm.museum/ueber-uns

Weitere Informationen unter:
https://youtu.be/x3Ohu_IYjn4

Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung unter:
http://idw-online.de/de/institution256

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Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft e. V. - idw - Pressemitteilung
Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, 19.05.2019
WWW: http://idw-online.de
E-Mail: service@idw-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 23. Mai 2019

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