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AUSSTELLUNG/9723: Gartow - Sara-Lena Maierhofer, "Dear Clark", 12.07.-18.08.2019


Pressemitteilung von: Westwendischer Kunstverein

Sara-Lena Maierhofer "Dear Clark"

12.07.-18.08.
VERNISSAGE: 12.07.,20h


Mit dieser Ausstellung zeitgenössischer Fotografie setzt der WWK die mit Franziska Wicke (2015), Lukas Hoffmann (2016), Kamil Sobolewski (2017) und Jakob Ganslmeier (2018) begonnene Reihe von Fotoausstellungen fort, die vor allem die junge Fotografie im sozialen und gesellschaftlichen Kontext und in der Auseinandersetzung mit dem Medium an sich, fördert.

Sara-Lena Maierhofer ist eine der spannendsten Künstlerinnen der jungen deutschen und seit geraumer Zeit auch der internationalen Fotokunstszene. Ihre Serie »Dear Clark, Portait of a Con Man« wurde in zahlreichen renommierten Ausstellungshäusern gezeigt, mehrfach ausgezeichnet und passt - nach den journalistisch dokumentarischen Arbeiten von Ganslmeier in 2018 - mit ihrer »dokumentarischen Fiktion« inhaltlich und formal folgerichtig in unsere Reihe »Junge Fotografie«.

»Dear Clark, I am a German artist who has been following your case with quite some interest over the past two years. For the last couple of months I worked on a project that deals with changing identities and my work included research on your persona as well. ... I am looking for thoughts, not facts.«

So beginnt der Brief, den Maierhofer an Clark Rockefeller, eigentlich: Christian Gerhartsreiter, schreibt, der als Betrüger und Hochstapler in den USA einsitzt. Er antwortet nie. Sara-Lena Maierhofer: »Clark selbst erklärte nie sein Handeln oder seine Beweggründe. Dear Clark, ist eine praktische wie theoretische Studie zu der Figur des Hochstaplers. Sie besteht aus eigenen und gefundenen Fotografien und Dokumenten und versucht mithilfe unterschiedlicher Herangehensweisen den Hochstapler als Phänomen zu beschreiben. Die »Arbeit« des Hochstaplers funktioniert durch das Spannungsverhältnis zwischen Fakt und Fiktion - ähnlich wie auch das Medium Fotografie. Gefundene und erfundene Dokumente hängen neben Fotografien von echten und falschen Hochstaplern - Fakt und Fiktion verbinden sich. Das Porträt von ihm bleibt nur ein »Flackern«, eine Komposition aus Splittern und flüchtigen Momenten.«

Eine ungewöhnliche, fast filmische Herangehensweise an die Fotografie. Und der Betrachter bleibt gefordert, aus dem Konvolut an Bildern und sublimen Collagen - aus Facts und Fiction - sich ein eigenes »Bild« zu machen.

Andreas Gehrke, selbst Fotograf und der Verleger des Buches »Dear Clark,«: Sara-Lena Maierhofers Arbeit, die aus Fotografien, Videos und Objekten besteht, bewegt sich zwischen Erzählung und Dokumentation. Ausgangspunkt ihrer recherchebasierten Installationen sind oft ungewöhnliche Biografien und deren Verknüpfung mit gesellschaftlichen Phänomenen. Sie agiert als Ermittlerin, scannt das Leben anderer und verwendet Methoden der wissenschaftlichen Forschung und des Boulevardjournalismus, um eine Art Szenario zu erschaffen. Ihre Geschichten erzählt sie aus vielen Richtungen, wobei Wahrheit und Fiktion koexistieren und als bloße Facette des Verstehens ihrer Arbeit fungieren.«

Sara-Lena Maierhofer lebt und arbeitet in Berlin.

Westwendischer Kunstverein e.V.
Geschäftsführung
Hauptstraße 10
29471 Gartow
web: www.westwendischer-kunstverein.de

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Quelle:
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veröffentlicht im Schattenblick zum 12. Juli 2019

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