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FILM/1730: ZDF - Der Fernsehfilm der Woche "Der gute Bulle – Friss oder stirb", am 25.05.2020 (ZDF)


Der gute Bulle – Friss oder stirb
Der Fernsehfilm der Woche
Montag, 25. Mai 2020, 20.15 Uhr

Inhalt:
– Stab, Besetzung, Inhalt
– Statements von Armin Rohde, Edin Hasanovic, Nele Kiper und Almila Bagriacik


Stab

Buch und Regie: Lars Becker
Kamera: Wedigo von Schultzendorff
Musik: Hinrich Dageför, Stefan Wulff
Schnitt: Sanjeev Hathiramani
Kostüme: Claudia González Espindola
Szenenbild: Anina Diener
Ton: Christian Wegner
Produktion: Network Movie, Köln
Produzenten: Bettina Wente, Wofgang Cimera
Redaktion: Daniel Blum
Länge: ca. 90 Minuten


Die Rollen und ihre Darsteller

Kriminalrat Fredo Schulz – Armin Rohde
Hauptkommissar Milan Filipovic – Edin Hasanovic
Hauptkommissarin Lola Karras – Nele Kiper
Dakota – Almila Bagriacik
Hassan Moussa – Murathan Muslu
Axel Gondorf – Sascha Alexander Geršak
Priscilla Gondorf – Nadeshda Brennicke
Pablo – Vincent Krüger
Haifa Moussa – Jasmin Shakeri
Simon Kowalski – Michael Maertens
Therapeutin Madeleine – Nina Kunzendorf
und andere


Inhalt

Berlin wird mit Drogen überschwemmt. Alles ist zu haben, überall, zu jeder Zeit. Die Polizei ist mehr oder weniger hilflos bei dem Versuch, den Drogenhandel in der Stadt einzudämmen. 150 Drogentote im Jahr, Tendenz steigend. Und da es um viel Geld geht, ist es auch brutal. Wenn dann plötzlich Tote gefunden werden, die keine Nadel im Arm oder einen Drogencocktail im Blut, stattdessen aber eine Kugel im Kopf haben, dann muss die Polizei durchgreifen.

Berlin, Neukölln. Im Morgengrauen betreten Axel Gondorf und Hassan Moussa einen Sozialblock, um einem zugedröhnten Straßendealer einen Besuch abzustatten. Der hat aber scheinbar keine Angst vor den beiden Schlägern, im Gegenteil: Er sagt ihnen, dass er Polizist, ein verdeckter Ermittler, sei. Ein großer Fehler. Moussa verliert die Nerven, zieht plötzlich eine Pistole und erschießt ihn.

Da es bereits der dritte verdeckte Ermittler im Drogendezernat ist, der innerhalb kurzer Zeit getötet wurde, ist die Sache besonders brisant und LKA Chef Simon Kowalski setzt seinen besten Mann auf den Job: Fredo Schulz einen ausgebufften, sechzigjährigen Polizeirat am Ende seiner Karriere. Der "gute Bulle" mit Ecken und Kanten, Witwer, Ex-Alkoholiker, mit viel Insiderwissen und besten Kontakten. Kowalski erklärt Schulz die Situation und damit ist klar, dass sie in den eigenen Reihen ein Leck haben müssen – einen korrupten Beamten mitten im Drogendezernat. Dabei kennt bei der Polizei jeder jeden, man muss einander vertrauen können. Die einzige Chance, die sie haben, ist es, einen verdeckten Ermittler von außerhalb einzuschleusen. Und so wenden sich Schulz und sein Team an Drogendealerin Dakota. Sie kennt sich bestens in der Szene aus und soll den Spitzel spielen. Zurzeit sitzt sie aber noch im Frauenknast und ist zudem wenig begeistert von der Idee. Vor die Wahl gestellt, ihre kleine Tochter sehen zu können oder nicht, lässt sie sich auf den Deal ein. Schnell wird klar, dass es ein sehr riskantes Unterfangen wird, Kindsvater Pablo ist drogensüchtig und sie wird auf Moussa angesetzt – und der ist gefährlich, wie jeder weiß.

*

Statements von Armin Rohde, Edin Hasanovic, Nele Kiper und Almila Bagriacik

Armin Rohde (Rolle: Kriminalrat Fredo Schulz)

... über seine Rolle Fredo:
"Fredo ist ein gebrochener Charakter, ein trockener Alkoholiker. Er hat seine Frau und sein Kind bei einem Flugzeugabsturz tragisch verloren. Er verzeiht sich nie, dass er nicht bei seiner Familie, sondern besoffen auf dem Revier war. Nach außen hin ist er tough, aber eigentlich kann er nur schlecht mit den ganzen Morden und Toten in seinen Job umgehen. Das geht ihm alles viel zu nah... Umso wichtiger ist sein Partner Milan für ihn."

... über die Arbeit mit Edin Hasanovic als sein Kollege Milan:
"Edin ist ein entzückender Kollege mit einer unglaublichen Begabung, mit Humor und Timing. Jeder, der mit ihm arbeitet, kann sich glücklich schätzen."


Edin Hasanovic (Rolle: Hauptkommissar Milan Filipovic)

... zum Verhältnis zwischen Milan und Fredo:
"Das Verhältnis zwischen den beiden ist selbstverständlich. Es wird nicht sehr viel geredet und man weiß trotzdem um den anderen. Milan ist Fredos Rücken – und Fredo Milans Chef und manchmal väterlicher Freund."

... zu Milans Beziehung mit Dakota, der Dealerin, und ob das gut gehen kann:
"Gegensätze ziehen sich an, sagt man. Wenn die zwei Universen aber so unterschiedlich funktionieren, wird es schwierig einen gemeinsamen Weg zu finden, mit dem beide glücklich sind. Ohne zu viel verraten zu wollen, aber leicht wird es nicht."

... zu seinem Kollegen Armin Rohde:
"Ich schätze seine Spielfreude, die er auch nach vielen Jahren nicht verloren hat. Armin ist nicht berufsblind und nimmt andere Kollegen immer noch aufmerksam wahr. Er ist sich nie zu schade immer wieder zu sagen, wie toll er einen findet. Das sagt in meinen Augen viel über einen Menschen aus. Wie auch in unseren Rollen würde ich sagen: Ich bin Armins Rücken und er mein väterlicher Freund. (lacht) Unser Verhältnis besteht aus großem Respekt zueinander."

... zur Zusammenarbeit mit Regisseur Lars Becker:
"Wenn man sich seit Jahren und vielen gemeinsamen Filmen kennt, funktioniert die Kommunikation ziemlich gut. Manchmal ohne viele Worte. Ich weiß was ihm gefällt und was nicht. Er weiß, was ich kann, was nicht. Lars hat mir in der Vergangenheit, wie kein anderer Regisseur, das Vertrauen der unterschiedlichsten Rollen geschenkt. Vom ungebildeten Nazi, über den cleveren Gangster, bis zum loyalen Polizisten – durfte ich bei Lars alles spielen. Das ist ein Zeichen von Wertschätzung und Anerkennung für mich, die ich ihm im selben Maß zurückgeben kann. Er vertraut mir., ich ihm."


Nele Kiper (Rolle: Hauptkommissarin Lola Karras)

... über ihre Rolle Lola:
"Lola ist tough, voll berufstätig und alleinerziehend. Daraus ergibt sich für sie eine gewisse Dringlichkeit, auf den Punkt zu kommen. Sie lässt sich nichts vormachen. Ich bewundere Lolas Fähigkeit, sich emotional abzugrenzen und doch einfühlsam zu sein. Sie hat es nicht immer leicht, zwischen ihren raubeinigen Kollegen, aber sie lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen."


Almila Bagriacik (Rolle: Dakota)

... über ihre Rolle Dakota:
"Dakota befindet sich an einem Wendepunkt ihres Lebens. Sie bekommt die Möglichkeit aus dem Gefängnis rauszukommen und wieder mit Ihrer Tochter zu leben, doch ist der Preis, den sie dafür bezahlt, hoch und äußerst gefährlich."

... warum sich Dakota auf den riskanten Deal mit der Polizei einlässt:
"Weil es in ihrem Fall nur besser werden kann. Dakota glaubt nichts mehr verlieren zu können. Und wenn sie ihr Leben aufs Spiel setzen muss, um wieder in Freiheit mit ihrer Tochter zu leben, dann tut sie das."

.... über ihr Verhältnis zu Männern:
"Dakota ist nicht leicht zu bändigen, sie ist das perfekte Beispiel einer "Femme fatale", die am Ende entwaffnet wird. Sie kennt ihre Wirkung auf Männer, nur ist sie damit oft selbst überfordert. Vor allem wenn es um Milan geht fühlt sie sich verletzt und im Stich gelassen fühlt."  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
ZDF – Zweites Deutsches Fernsehen
Presse Special – Mai 2020
Copyrights by ZDF
Internet: www.zdf.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 23. Mai 2020

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