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TV - 3SAT/1109: Woche vom 15.12. bis 21.12.2018


3sat – 51. Programmwoche vom 15.12. bis 21.12.2018


Samstag, 15. Dezember 2018


06:05 San Sebastián – Kulinarik, Kunst und Tamborrada (15 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 4.6.2016)

San Sebastián ist die kulinarische Hauptstadt Europas. An keinem anderen Ort gibt es mehr Sterne-Restaurants. Wenn in San Sebastián gefeiert wird, dann wird laut getrommelt. "Tamborradas" heißen die Trommelumzüge. Anlässlich der Eröffnung zur Kulturhauptstadt 2016 trommelten mehrere Tausend Menschen am Strand der malerischen Muschelbucht gemeinsam die Europahymne. Parallel dazu fand eine Gedenkfeier für die Opfer der ETA statt. Donostía, so der baskische Name des Seebads San Sebastián, ist eine Stadt voller Widersprüche. "Achtung Tourist, merke dir eins: Du bist hier weder in Spanien noch in Frankreich, Du bist hier im Baskenland", das steht an einer Hauswand in der Altstadt. Zwar hat die ETA vor ein paar Jahren ihre Waffen offiziell niedergelegt, aber die Region leidet immer noch unter dem Konflikt. Jahrzehntelang machten San Sebastián und die umliegende Region immer wieder Schlagzeilen, mit Bombenanschlägen, gezielten Morden, vor allem auf Vertreter des spanischen Staates. In keiner Stadt wurden mehr Menschen von der ETA getötet als dort. Ein Teil der Bevölkerung will das alles vergessen, ein anderer die Erinnerung wachhalten.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 14.12.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 14.12.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturplatz (30 Min.) (HDTV)
Das Kulturmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen
(Erstsendung 12.12.2018)

Moderation: Eva Wannenmacher

Hinein ins pralle Leben: "Kulturplatz" greift auf, was die Menschen beschäftigt, welche Fragen sie sich stellen. Und zeigt, dass die Kultur Antworten gibt. "Kulturplatz" findet mitten im Leben statt: im Supermarkt, am Musikfestival, im Wald. Denn Kultur ist viel mehr als Musik, Literatur und Kunst. Kultur durchdringt unser Leben. Wo jemand nachzudenken beginnt, da entsteht Kultur. Diesem Credo ist "Kulturplatz" verpflichtet. Die Sendung will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick. "Kulturplatz" spürt Trends auf und präsentiert Neuentdeckungen.


09:35 Bilder aus Südtirol (25 Min.) (HDTV)
Erstausstrahlung

"Bilder aus Südtirol" ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.


10:00 Ein PS auf Schienen: Die Pferdeeisenbahn Gmunden – Linz – Budweis (30 Min.) (HDTV)
Film von: Klaus Huber
(Erstsendung 30.4.2005)

Die erste "Überland-Schienenbahn" Europas verband ab 1827 das böhmische Budweis mit den österreichischen Städten Linz und Gmunden im Salzkammergut: die Pferdeeisenbahn. Bauart, Arbeitsorganisation und Verkehrsvolumen machten sie zur Vorläuferin des gesamten Eisenbahnwesens. Sowohl in Oberösterreich als auch in Südböhmen werden die zahlreichen Überreste dieser einzigartigen Bahn restauriert und gepflegt. Im Mühlviertel hat sich die originalgetreue Nachbildung zum beliebten Tourismus-Ziel entwickelt.


10:30 Wilde Wasser, steile Gipfel – Das steirische Ennstal (45 Min.) (HDTV)
Film von: Alfred Ninaus
(Erstsendung 6.2.2017)

Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Flora und Fauna verarmten. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. 1995 startete das EU-Projekt "Life". Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wie der Wachtelkönig, der Wanderfalke oder der Eisvogel wieder an. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.


11:15 Begnadet für das Schöne – Österreichs UNESCO-Weltkulturerbe (5 Min.) (HDTV)
Hallstatt-Dachstein Salzkammergut
Film von: Ronald Vaughan
(Erstsendung 20.7.2013)

Die Reihe stellt UNESCO-Weltkulturerbestätten in Österreich vor. Diese Folge führt in die Region Hallstatt Dachstein Salzkammergut.


11:20 Der Leihopa (50 Min.) (HDTV, mono, UT)
Oho, oho, wie sind die Zwerge froh
Fernsehserie
Österreich, 1985

Rollen und Darsteller:
Waldemar Herzog – Alfred Böhm
Franz – Hans Holt
Vater Kramer – Robert Hoffmann
Mutter Kramer – Lotte Ledl
Zauberer – Herbert Prikopa

Regie: Otto Anton Eder

Waldemar soll eine Kinderparty organisieren, während die Eltern der Großmutter beim Umzug helfen. Er plant ein Unterhaltungsprogramm, das von den kleinen Nervensägen zunichtegemacht wird. Sehnsüchtig wartet er schon auf seinen Freund Franz, der – trotz Gipsbeins – versprochen hat, Waldemar zu helfen. Franz, der Kinder nicht recht mag und nur halbherzig zugesagt hatte, hält für Waldemar und die Teilnehmer der Kinderparty eine Überraschung bereit.


12:10 Der Leihopa (50 Min.) (HDTV, mono, UT)
Das Rumpelstilzchen
Fernsehserie
Österreich, 1985

Rollen und Darsteller:
Waldemar Herzog – Alfred Böhm
Susanne – Susanne Eisenkolb
Alex – Serge Falck
Franz – Hans Holt
Susannes Vater – Bruno Dallansky

Regie: Otto Anton Eder

Waldemar erhält diesmal den Auftrag, auf die 16-jährige Susanne aufzupassen. Die sträubt sich gegen den "Babysitter" und will ihn mit einem Trick loswerden. In der Hoffnung auf eine sturmfreie Bude hat Susanne nämlich ihre Freunde zu einer heißen Party eingeladen. Waldemar fällt nur kurz auf den Schwindel rein und sorgt für ein turbulentes Wochenende.


13:00 ZIB (10 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:10 Notizen aus dem Ausland (5 Min.)

"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.


13:15 quer … durch die Woche mit Christoph Süß (45 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 13.12.2018)

Was läuft quer? Christoph Süß kommentiert in seiner Magazinsendung von Querköpfen für Querdenker die Nachrichten der Woche. In spannenden Reportagen, Gesprächen und Live-Schaltungen geht er den Ereignissen der Woche satirisch auf den Grund.


14:00 Kunst & Krempel (30 Min.) (HDTV, UT)
Familienschätze unter der Lupe
(Erstsendung 8.12.2018)

Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst & Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst & Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.


14:30 Meine Traumreise nach Lappland (30 Min.) (HDTV)
Mit Schlittenhunden am Polarkreis
Film von: Claas Vorhoff
(Erstsendung 13.1.2013)

Eins sein mit den Tieren und der Natur, Einsamkeit und Abenteuer, weit weg von Stress und Hektik des Alltags: Für viele ist eine Hundeschlittentour ein Traum. Doch der Traum hat auch Tücken. Eigensinnige Schlitten, sensible Hunde, eisige Kälte, körperliche Anstrengung und andere Unbill bringen manch einen an seine Grenzen. Vor allem muss der Teamgeist stimmen. Das gilt für Hunde wie für Menschen. Der Film begleitet vier Abenteurer durch Nordfinnland. Von Kilpisjärvi in der Nähe von Kittilä, geht es über den "Arctic Trail" bis an das Dreiländereck Schweden, Finnland, Norwegen. Das ist keine Anfängertour. Obwohl alle erst ein Mal auf einem Hundeschlitten gestanden haben, lassen sich Nicole, Anja, Falk und Volker, geführt von Musher Bernhard Klammer, auf dieses Wagnis ein. Auf dem Weg warten Herausforderungen wie Overflow – das heißt Eiswasser unter Schnee, in dem man stecken bleibt -, gefährliche Übergänge über Rentierzäune, steile Abfahrten und Zelten im Schneesturm: eine extreme Beanspruchungen für Mensch und Material. Die mentalen Herausforderungen sind fast noch größer als die körperlichen: Die Hunde sind äußerst feinfühlig. Stimmt die Einstellung des Mushers nicht, ist er müde, unkonzentriert oder gelangweilt, wirkt sich das sofort auf das Gespann aus. Am Ende haben aber alle eine der intensivsten, aber auch schönsten und interessantesten Wochen ihres Lebens verbracht und sind mit einem blauen Auge davongekommen.


15:00 Natur im Garten (30 Min.) (HDTV)
Folge 10 von 10
(Erstsendung 25.11.2018)

"Natur im Garten" ist ein österreichisches Magazin für Gartenliebhaber und Hobbygärtner. Wissen, was wirkt, und sehen, wie's geht: Unter diesem Motto führt Moderator und Gartenbuchautor Karl Ploberger durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung, Service und Information rund ums Thema "Garten". Außerdem stellt er besondere Gärten und ihre Besitzer vor.


15:30 Blühende Geheimnisse (20 Min.)
Frankreichs unentdeckte Gärten
Film von: Alexander von Sobeck
(Erstsendung 12.10.2012)

Der "Potager du Roi", der Gemüsegarten Ludwigs XIV., und das schwarze Périgord mit seiner Märchenlandschaft aus Buchsbäumen sind die Stationen einer Tour zu französischen Gärten und Parks. Bei dieser Entdeckungsreise kann man nicht nur die Liebe der Franzosen für die Gestaltung der Natur erleben, sondern auch einen Spaziergang durch die Jahrhunderte machen. Von den Rokokogärten im Schloss Villandry an der Loire bis zu dem Park von Jean-Jacques Rousseau wird deutlich, wie sich der Gartenbau von der strengen Symmetrie absolutistischer Herrscher zu den spielerischen Freiheiten moderner Parklandschaften entwickelt hat.


15:50 Der sechste Kontinent (85 Min.) (4:3, mono)
Spielfilm Großbritannien, 1976

Rollen und Darsteller:
Dr. Abner Perry – Peter Cushing
David Innes – Doug McClure
Prinzessin Dia – Caroline Munro
Ra – Cy Grant
Der schlaue Hoojah – Sean Lynch
Ghak – Godfrey James

Regie: Kevin Connor

Eine skurrile Wette im England des 19. Jahrhunderts: Wer überwindet schneller einen Berg: ein Reiter, der diesen umrundet, oder die Bohrrakete "Iron Mole", die sich einfach durch ihn "hindurchfrisst"? Unter dem großen Jubel der neugierigen Öffentlichkeit steigt der exzentrische Erfinder Doktor Abner Perry mit seinem wagemutigen Assistenten David Innes in die riesige stählerne Maschine. Doch die Bohrrakete kommt vom Kurs ab und dringt unkontrollierbar ins Innere der Erde ein. Mit der defekten Rakete stranden sie auf dem sechsten Kontinent, in dem geheimnisvollen Land Pellucidar: einer seltsamen Welt der frühen Erdgeschichte aus bizarrem Fels, riesigen Bäumen, Farnen und Fleisch fressenden Pflanzen. Herrscher über alle Geschöpfe sind hier die Mahars, bedrohliche Riesenvögel, die ihre Macht mit Gedankenlesen und Hypnose verteidigen. Die Menschen dagegen leben in Sklaverei und werden von den Sagoths, einer primitiven, halb menschlichen, halb tierischen Rasse, brutal unterjocht. Auch David und Dr. Perry geraten in die Gewalt der Sagoths und werden in das Innere einer Zitadelle verschleppt, wo die Menschensklaven gefangen gehalten werden. Dort lernt David die Sklavin Dia, eine rechtmäßige Prinzessin, kennen und fasst einen Plan. Mit vereinten Kräften gilt es, der Sklavenhölle zu entkommen.

Ein Science-Fiction-Roman aus dem "Pellucidar"-Zyklus des "Tarzan"-Erfinders Edgar Rice Burroughs bildete die Vorlage zu diesem Abenteuerfilm, der vor allem die Fans der "Godzilla"-Filme begeistern dürfte. Die fremdartige Urwelt und ihre Landschaft, Pflanzen und Ungeheuer wurden nämlich mit einer ähnlich naiven Pappmaché-Tricktechnik imaginiert, der auch die japanischen Monsterfilme ihren Charme und Kult-Charakter verdanken. Spannende Kämpfe, wilde Schlachten und eine Liebesgeschichte zwischen dem starken Helden und einer schönen Frau ergeben Kintopp in wohltuend altmodischer Machart. Produziert wurde "Der sechste Kontinent" von dem legendären Trash-Produzenten Samuel Z. Arkoff ("Das Geisterschloss"). Mit Doug McClure ("Die Leute von der Shiloh Ranch"), Ex-Bond-Girl Caroline Munro ("Der Spion, der mich liebte") und Hammer-Films-Horror-Ikone Peter Cushing ("Dracula") ist der Film hervorragend besetzt.


17:15 Robin und Marian (105 Min.) (HDTV)
Spielfilm USA, 1976

Rollen und Darsteller:
Robin Hood – Sean Connery
Sheriff von Nottingham – Robert Shaw
Little John – Nicol Williamson
König Richard – Richard Harris
Marian – Audrey Hepburn

Regie: Richard Lester

Der alternde Robin Hood kehrt nach England zurück. Dort kommt es zum letzten Kampf mit Robins altem Feind, dem Sheriff von Nottingham, der Lady Marian unter Arrest gestellt hat. Auch lange nach ihrem gemeinsamen Kreuzzug ist der alternde Robin Hood für König Richard Löwenherz noch immer ein treuer Kämpfer. Doch als ihn der König beauftragt, ein Schloss in Südfrankreich einzunehmen, in dem ein Schatz vermutet wird, weigert er sich, weil darin nur ein alter Mann und Frauen und Kinder leben. Der herrische und unmenschliche Richard befiehlt daraufhin, Robin zu töten. Robin und Little John werden in den Kerker geworfen. Richard Löwenherz wird durch einen Pfeil schwer verwundet. Bevor er stirbt, begnadigt er Robin und Little John, die nach England zurückkehren. Ihre alten Freunde leben im Sherwood Forest immer noch von Überfällen. Lady Marian ist Nonne geworden, und Robins alter Feind, der Sheriff von Nottingham, hat sie unter Arrest gestellt. Robin befreit sie gegen ihren Willen. Der Sheriff und Robin scharen ihre Männer um sich, einigen sich aber auf ein Duell.

Der Abenteuerfilm lebt vor allem von den überzeugenden darstellerischen Leistungen von Sean Connery und Audrey Hepburn. Regisseur Richard Lester unternimmt darin "eine ironische Revision des Mantel-und-Degen-Klassikers" (film-dienst).


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Tanzwelten (40 Min.) (HDTV)
Flamenco & Capoeira
Folge 1 von 2
Film von: Alexandra Hardorf, Lisa-Marie Schnell
Erstausstrahlung

Moderation: Annabelle Mandeng

Die zweiteilige Doku "Tanzwelten" geht der Seele des Tanzes auf den Grund: Sie begibt sich zu den Ursprüngen weltweit tradierter Tanzformen. In Teil eins geht es um Flamenco und Capoeira. Tanz fasziniert und fesselt das Auge. Doch Tanz ist viel mehr als nur ein visuelles Feuerwerk - es ist eine der ältesten Ausdrucksformen des Menschen. So erzählt jeder Stil auch Geschichten von der Kultur einer Region, von Menschen und ihren Leidenschaften. Viele Tänze entstanden dort, wo sich Menschen gegen Unterdrückung auflehnten. Was offenbaren diese Tanzformen über die Mentalität und die Kultur eines Landes? Welche gesellschaftlichen und politischen Themen spielen eine Rolle? Und welche Bedeutung hat Tanz auch heute noch für die Menschen? Flamenco begann einst mit Gesang und Klatschen, bevor erst später der Tanz hinzukam. Die Entstehung des Tanzes ist untrennbar mit der historischen, sozialen und kulturellen Entwicklung Andalusiens verbunden. Auf seinem Weg aus den kleinen Dörfern auf die großen Bühnen dieser Welt wird der Flamenco Symbol spanischer Lebensart. Capoeira ist als der brasilianische Kampftanz ebenso eng mit der Geschichte seines Landes verbunden. Der Tanz entstand in der Kolonialzeit und wurde von den aus Afrika verschleppten Sklaven praktiziert. In ihm vermischen sich Elemente afrikanischer Tänze und brasilianischer Kampfkunst. Heute unterscheiden sich die Formen Capoeira Regional und Capoeira Angola. Annabelle Mandeng macht sich für "Tanzwelten" auf den Weg nach Spanien und Brasilien, wo Flamenco und Capoeira entstanden sind. Dort trifft sie Menschen, die sich diesen Tänzen verschrieben haben. Außerdem tanzt die leidenschaftliche Tänzerin den Flamenco und Capoeira auch selbst, um diesen beiden Tanzstilen auf den Grund zu gehen und deren Seele am eigenen Leib zu erfahren.

Redaktionshinweis: Der zweite Teil der Reihe "Tanzwelten" beschäftigt sich mit Wiener Walzer und Swing und ist am Samstag, 22. Dezember, um 19.20 Uhr in 3sat zu sehen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Galakonzert – 100 Jahre The Cleveland Orchestra (75 Min.) (HDTV, Dolby Surround)
Franz Welser-Möst und Lang Lang
Erstausstrahlung

Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Mitwirkende: Lang Lang (Klavier)

Programm:
W. A. Mozart: "Klavierkonzert No. 24"
Richard Strauss: "Die Frau ohne Schatten" (Symhonic Fantasy)
Johann Strauss jr.: Walzer "Wiener Blut" (op. 354)
Maurice Ravel: "La Valse"

Seit 100 Jahren existiert das Cleveland Orchestra im US-Bundesstaat Ohio und gehört seit jeher zu den Top-Orchestern des Landes. 3sat zeigt das Jubiläumskonzert vom September 2018. Zu diesem Festkonzert hat der österreichische Chefdirigent Franz Welser-Möst den Klaviersuperstar Lang Lang eingeladen. Gemeinsam spielen sie das "Klavierkonzert Nr. 24" von Mozart. Außerdem spielen sie Werke von Richard Strauss, Johann Strauss jr. und Ravel.


21:30 Weinberg oder Schuhkarton? (60 Min.) (HDTV)
Die Suche nach der perfekten Akustik
Film von: Günter Atteln
Erstausstrahlung

Mitwirkende: Yasuhisa Toyota (Akustiker)
Martijn Vercammen (Akustiker)
Valery Gergiev
Daniel Barenboim
Anastasia Kobekina (Cellistin)

Wie schafft man einen Raum, dessen Klang Publikum und Musiker gleichermaßen begeistert? Einen Saal, der Architektur mit Klang verwebt – und damit selbst zum Instrument wird? Star-Akustiker feilen auf der Suche nach dem perfekten Sound mit Hightech am Raumklang von Konzertsälen in aller Welt. Sounddesign bestimmt auch unser Erleben im Alltag. In dem Film gewähren einige der besten Akustiker Einblick in ihre Hexenküche der "Klangwunder". Bei der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg wurde neben der spektakulären Architektur auch ihre herausragende Akustik gefeiert – und der japanische Akustiker Yasuhisa Toyota wurde zum Liebling der Medien. Von der "ZEIT" zum "Dr. Sound" geadelt, ist der sympathische Japaner einer der weltweit gesuchten Stars unter den Akustikern. Neben Yasuhisa Toyota zählt dazu vor allem auch Martijn Vercammen. In der im Oktober 2017 wiedereröffneten Berliner Staatsoper hat er Daniel Barenboims Herzenswunsch nach einer besseren Akustik des prachtvollen Gebäudes Wirklichkeit werden lassen. Filmemacher Günter Atteln lässt sich von den Raumakustikern in einigen der bedeutendsten Konzert- und Opernhäusern die Besonderheiten – und Probleme – dieser Räume erklären, besucht mit Valery Gergiev den Rohbau der neuen Philharmonie in Moskau und beobachtet die Maßnahmen zur Klang-Korrektur in der ehrwürdigen Mailänder Scala. Die Cellistin Anastasia Kobekina demonstriert, wie sich die unterschiedlichen Akustiken von Konzerträumen nicht nur auf den Klang ihres Instruments, sondern auch auf sie selbst und ihre Spielweise auswirken. Wie sehr uns Klangeindrücke nicht nur im Konzertsaal, sondern auch in alltäglichsten Situationen beeinflussen, zeigen Exkurse in das weite Feld des Produkt-Klangdesigns: vom "fetten" Sound einer schließenden Autotür und dem satten Klicken eines Blinkerhebels bis zum richtigen "Crunch" von Cornflakes und dem knackig klingenden Biss von Würstchen: Psychoakustik und Sounddesign bestimmen unser oft unterbewusstes Erleben – und unsere Emotionen.


22:30 Sherlock (90 Min.) (HDTV, AD, Dolby Surround, UT)
Sherlock
(Die Braut des Grauens (The Abominable Bride))
Spielfilm Großbritannien, 2015

Rollen und Darsteller:
Sherlock Holmes – Benedict Cumberbatch
Dr. John Watson – Martin Freeman
Mrs. Hudson – Una Stubbs
Detective Inspector Lestrade – Rupert Graves
Mycroft Holmes – Mark Gatiss
Jim Moriarty – Andrew Scott

Regie: Douglas Mackinnon

London, 1895: Natürlich glaubt Sherlock nicht an die haarsträubende Geschichte von Inspector Lestrade, dennoch findet er keine Erklärung für den mysteriösen Fall der Emelia Ricoletti. Sie soll sich am helllichten Tag selbst und in den Abendstunden dann als rachsüchtiger Geist ihren Mann erschossen haben. Monate später erinnern sich der Meisterdetektiv und sein Getreuer Watson an die rätselhaften Vorfälle, die seither für Schlagzeilen sorgen. Immer wieder werden Männer von einem Geist ermordet, der der toten Emelia gleicht. Durch Mycroft erhalten sie Kontakt zur besorgten Lady Carmichael. Wegen eines anonymen Drohbriefes fürchtet sie um das Leben ihres Mannes, des unbescholtenen Sir Eustace. Zusammen mit Watson macht sich Sherlock zum Anwesen der Carmichaels auf, wo die beiden selbst eine unheimliche Erscheinung sehen. An den Grenzen seiner deduktiven Methode ist Sherlock mehr als je zuvor auf die Fähigkeiten seines Verstandes angewiesen. Doch wie viele Geister kann er besiegen?

Die spannende Sonderfolge führt ins London des 19. Jahrhunderts, wo die weltbekannten "Sherlock Holmes"-Geschichten nach Sir Arthur Conan Doyle angesiedelt sind. Benedict Cumberbatch und Martin Freeman, ausgestattet mit Pfeife und Deerstalker, spielen genüsslich mit gängigen Holmes-und-Watson-Bildern, die der in der heutigen Zeit spielenden Erfolgsserie eine vollkommen neue Dimension geben. Das raffinierte Drehbuch von Mark Gatiss und Steven Moffat arbeitet gekonnt mit Anspielungen auf vorangegangene Fälle der TV-Serie und die literarischen Vorlagen. Grandiose Einfälle und ungewohnte Bilder machen den Film zu einem Erlebnis.


00:00 Maischberger (75 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 12.12.2018)

Sandra Maischberger diskutiert mit Gästen aktuelle Themen, die gesellschaftlich relevant sind, von Schönheitswahn bis Rassismus – journalistisch, kontrovers, informativ und unterhaltend. Die Bandbreite bei Maischberger reicht von Politik, Gesellschaft und Boulevard bis Sport. Ihre Gäste sind Prominente, Fachleute und Betroffene.


01:15 lebensArt (60 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 10.12.2018)

Martin Traxl und Clarissa Stadler präsentieren Inhalte, die nicht nur vom Kulturkalender, sondern auch von gesellschaftlichen und kulturpolitischen Entwicklungen bestimmt werden. Neue und andere Sichtweisen erleichtern den Zugang zu Literatur und Musik, Film und Theater, Architektur und bildender Kunst.


02:15 das aktuelle sportstudio (85 Min.) (HDTV)

Moderation: Jochen Breyer

"das aktuelle sportstudio" berichtet von den Spielen der 1. Bundesliga, zeigt Ausschnitte des Abendspiels als Free-TV-Premiere und den Sport des Tages. Nicht fehlen darf die Torwand. Hintergründig und informativ: Die Moderatoren talken mit Top-Sportlern, Newcomern und Weltstars, die sich auch an der Torwand beweisen müssen. Sechs Treffer hat noch keiner geschafft. In mehr als 50 Jahren nicht.


03:40 Los Angeles von oben (45 Min.)
Film von: Toby Beach
(Erstsendung 14.12.2018)

Es gibt nichts Schöneres, als einen Tag lang am Himmel über Los Angeles zu entdecken, was es braucht, um die zweitgrößte Metropole Amerikas rund um die Uhr in Betrieb zu halten. Faszinierende Luftaufnahmen zeigen die umtriebige Welt von Los Angeles aus ungewohnter Perspektive. Außerdem gibt der Film Einblicke in die Filmstudios und Themenparks Hollywoods und zeigt die imposanten Ölbohrtürme, die sich in Sichtweite der Küste verbergen. In Los Angeles ist es jedem möglich, sich wie ein Star zu fühlen. Das zeigt sich besonders an den Orten, wo die kalifornische Surf-Kultur ihren Anfang nahm, oder in einer der typischen Skaterbahnen, in der Skateboarden zu einem Extremsport wurde. Und natürlich am Muscle Beach in Santa Monica, wo in den 1970er-Jahren ein eisern trainierender Bodybuilder zu einer Hollywood-Legende wurde und den Fitness-Boom auslöste: Arnold Schwarzenegger.


04:25 San Francisco von oben (40 Min.)
Film von: Toby Beach
(Erstsendung 14.12.2018)

San Francisco ist berühmt für seine Golden Gate Bridge, das berüchtigte Inselgefängnis Alcatraz und für die aufstrebenden Hightech-Giganten, die seine Skyline dominieren. Es gibt keine bessere Zeit, um die atemberaubende Kulisse San Franciscos zu bewundern, als um 6.00 Uhr morgens: Dann, wenn das frühe Morgenlicht die glasüberdachten Türme der Skyline umhüllt und das Zusammenspiel von Wasser und den umgebenden Hügeln beleuchtet. Schon bewegen sich einige der frühesten Pendler der Stadt, und es wird nicht lange dauern, bis Tausende sich auf ihren Weg durch die Bucht machen. Ungewöhnliche Luftaufnahmen begleiten sie auf dem Weg zur Arbeit. Aber schon bevor die Sonne aufgeht, arbeiten im Norden, in einer der ältesten Industrieregionen der Bay Area, Arbeiter in den sanft gewellten Weinbergen von Napa Valley. Die Winzer dort zählen zu den größten und berühmtesten Produzenten von amerikanischem Wein.


05:05 – 05:55 Wunder der Erde (50 Min.)
Gebirge
Film von: Sorrel Wilby
(Erstsendung 14.12.2018)

Menschenfeindliche Wüsten, imposante Gebirgslandschaften, brodelnde Vulkane, Leben spendende Flüsse: "Wunder der Erde" stellt Landschaften der Superlative vor. Diesmal geht es um Gebirge. Die Gebirge unseres Planeten – eine Urlandschaft aus Felsen, Schnee und Eis. Heimat von Tieren und Pflanzen, die sich den extremen Lebensbedingungen angepasst haben, und Sehnsuchtsorte. Für viele Menschen ist das Gebirge sogar ein Sitz der Götter. Die steilen Sandsteinfelsen von Meteora in Griechenland sind beispielsweise seit einem Jahrtausend Rückzugsort von Einsiedlern und Mönchen, auch viele Gipfel des Himalaja werden als heilig verehrt. In den australischen Snowy Mountains banden sich bereits 1860 europäische Goldsucher Bretter unter die Füße und erfanden so das Skifahren, und in den neuseeländischen Südalpen entdeckte der Erstbesteiger des Mount Everest, Edmund Hillary, seine Begeisterung für die Berge.

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Sonntag, 16. Dezember 2018


05:55 Inseln im Strom – vergessenes Paradies im Ärmelkanal (20 Min.) (mono)
Film von: Alexander von Sobeck
(Erstsendung 5.5.2013)

Die Kanalinseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der "Inseln im Strom". Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden größeren genießen den zweifelhaften Ruf, Steueroasen zu sein, Sark ist eine unabhängige Baronie und Alderney nur noch die Heimat einiger Hummerfischer.


06:15 makro (30 Min.) (HDTV)
Die Vanille-Krise
Film von: Andreas Ewels, Norbert Porta
(Erstsendung 14.12.2018)

Vanille ist in vielen Produkten des täglichen Lebens zu finden. Doch auf dem Weltmarkt findet man kaum noch gute Qualität – der Markt ist leer gekauft, und die Preise explodieren. Die Preissteigerung bleibt nicht ohne Folgen in den Herkunftsländern und in Deutschland. Für Gewürzhändler wird sie zu einer echten Krise, denn sie können sie nicht einfach an die Kunden weitergeben. Noch vor fünf Jahren hat der Hamburger Kaufmann Christoph Hantke 35 Euro pro Kilogramm Vanille bezahlt. Nun liegt der Kilopreis auf dem internationalen Markt bei bis zu 700 Euro. Seine Vanille bezog Hantke bisher zu einem Großteil aus Madagaskar, da die bekannte Bourbon-Vanille besonders beliebt bei den deutschen Verbrauchern ist. Nun jedoch ist vernünftige Qualitäten zu fairen Preisen nicht mehr zu bekommen. Viele Großkonzerne kaufen die Vanille auf. Für kleinere Händler bleibt da nichts mehr übrig. Aus diesem Grund sucht Hantke neue Märkte. Im afrikanischen Uganda vermehren sich die Vanille-Farmen rasant. Das Land möchte am Boom und von den hohen Preisen profitieren. Für den Hamburger Kaufmann eine abenteuerliche Reise, bei der er spannende Kontakte knüpft und eine große preisliche Überraschung erlebt. Die hohen Preise für Vanille sorgen in manchen Ländern für Unruhe. Dafür werden sogar Verbrechen begangen. Bauern lynchen Diebe und Diebe töten Bauern. Auf Madagaskar gibt es zwischen Vanille und Gewalt seit Jahren eine enge Verbindung. Mittendrin: ein Journalist. Reporter Marino Rajaonina aus Madagaskar knattert mit seinem kleinen Motorrad über die schlammigen Wege in der Region Sambava. Seit mehr als zehn Jahren dokumentiert er die Gewalttaten, die rund um das Thema "Vanille" in seiner Heimat geschehen, und berichtet über die Preissteigerungen. Fast jeden Abend sitzen die Bauern der Region vor dem Radio und lauschen seinen aktuellen Meldungen, die er von seinen Motorradtouren mitbringt. Doch hat es einen Lynchmord an einem Vanilledieb gegeben, dann wissen sie es sowieso zuerst und rufen dann den Reporter. Der hat in seiner Fotosammlung Aufnahmen, die es in kein Familienalbum schaffen. Man sieht vermeintliche Diebe, die an Holzstangen durch das Dorf getragen werden, bevor sie mit Macheten getötet werden. Marino Rajaonina versteht die Bauern und sagt: "Mit solchen Taten wollen sie abschrecken." Doch das gelingt nur bedingt. Von Januar bis Juli 2017, so versichert der Reporter, gab es fast 90 solcher Morde in seiner Region. In anderen Gebieten soll es noch schlimmer sein. Fast jedes Dorf kann seine Geschichten erzählen, manchmal sind die Bewohner sogar stolz darauf. "Die Gewalt", so erklärt der einheimische Journalist, "kommt durch die soziale Spaltung der Gesellschaft." Einige Bauern werden durch die Vanille für ihre Verhältnisse extrem reich, viele in der Region profitieren davon aber nicht. Dabei weiß kaum ein Bauer, was aus ihrer wunderbaren Pflanze im Rest der Welt überhaupt gemacht wird. Die Dokumentation schaut hinter die Kulissen des Handels und zeigt, mit welchen Problemen der Vanillehandel zu kämpfen hat.


06:45 Tele-Akademie (45 Min.) (HDTV)
Prof. Dr. Michael Wink: Aggressives Verhalten in der Natur
(Erstsendung 9.12.2018)

Woher kommt Gewalt? Sind Menschen von Natur aus gewalttätig – oder eher friedlich? Dieser Frage geht Professor Dr. Michael Wink in seinem Vortrag der Reihe "Tele-Akademie" nach. Aggression und Gewalt sind bei Tieren weit verbreitet. Da der Homo sapiens als Teil des Tierreichs zu betrachten ist, hat er von Natur aus eine ausgeprägte Prädisposition zur Gewalt. Dennoch zeigen Statistiken einen Rückgang an tödlicher Gewalt. Weshalb? Neben kulturellen Einflüssen könnte eine Selektion von eher friedfertigen und kooperativen Männern durch die Auswahl der Frauen stattgefunden haben. Professor Dr. Michael Wink leitet seit 1999 die Abteilung Biologie am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Sternstunde Philosophie
09:05 Richard Sennett: und wo bleibt der Mensch? (60 Min.)
Gesprächsreihe
(Erstsendung: 25.11.2018)

In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt. "Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?


10:05 lesenswert quartett (60 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 13.12.2018)

Moderation: Denis Scheck

Mitwirkende: Insa Wilke
Ijoma Mangold
Jürgen Kaube

Denis Scheck moderiert das traditionsreiche "lesenswert quartett". Dabei sind Ijoma Mangold, Literaturchef der "Zeit", und die Literaturkritikerin Insa Wilke. Gast ist Jürgen Kaube. Kaube, Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), trat 2015 die Nachfolge Frank Schirrmachers an und ist in dem vierköpfigen Herausgeberkreis zuständig für Feuilleton und Wissenschaft. Vier Bücher – vier Meinungen: Nicht immer sind die Quartett-Teilnehmer einig in ihrer Bewertung. Es gibt Lob und Tadel, mal lebhaft und impulsiv, mal sachlich und analytisch. Immer stehen die Bücher im Mittelpunkt, denn am Ende soll der Leser eine klare Vorstellung vom Inhalt haben und wissen, was ihn bei der Lektüre erwartet.


11:05 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit (15 Min.) (HDTV)
Grand Canyon, USA – Panorama der Erdgeschichte
Film von: Goggo Gensch
(Erstsendung 22.10.2000)

Es gibt tiefere und engere Schluchten, aber so grandios und ehrfurchtgebietend wie der Grand Canyon ist keine zweite. Ein Flug über den Rand des Canyons ist überwältigend. Im Nordwesten Arizonas gelegen, ist der Grand Canyon 1,8 Kilometer tief, 450 Kilometer lang und bis zu 30 Kilometer breit. Geologen schätzen, dass sich das Gebiet in den vergangenen 40 bis 50 Millionen Jahren herausgebildet hat. Für die europäischen Eroberer war der Canyon jahrhundertelang unbezwingbares Niemandsland. Erst 1869 erforschte Major John Wesley Powell auf einer legendären Befahrung des Colorado das Innere der großen Schlucht. Er gab ihr auch den Namen "Grand Canyon". Heute ist der Grand Canyon zusammen mit dem Empire State Building der am meisten besuchte Ort der Vereinigten Staaten. Fünf Millionen Menschen kommen jedes Jahr dorthin. "Treten Sie an den Rand des Grand Canyon, schauen Sie hinab, immer tiefer in seine erschreckenden Abgründe. Dann erfahren Sie ihre eigene, völlige Bedeutungslosigkeit": So die amerikanische Psychologin M. E. Hart über die Wirkung dieses Naturwunders. Für Simone de Beauvoir galt der Grand Canyon als "geheimnisvolles Inbild aller Landschaften".


11:20 Die große Literatour – John Steinbecks USA (55 Min.) (HDTV)
Film von: André Schäfer, Jascha Hannover
(Erstsendung 5.4.2017)

Im Jahr 1960 begibt sich der Literaturnobelpreisträger John Steinbeck auf eine elfwöchige Reise quer durch die USA und stößt kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt. Steinbecks ironische Beobachtungen und skurrile Begegnungen seines einzigartigen Reisebuchs visualisiert der Film – immer auch mit dem Blick auf die USA heute – zu einem unverstellten Blick auf das Innere Amerikas. Die Reihe "Die große Literatour" begibt sich auf die Spuren der spannendsten Reiseschriftsteller der Geschichte, folgt ihren Reisen und zeigt die Länder aus ihren Blickwinkeln. Eine literarische Zeitreise, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt "Die große Literatour – John Steinbecks USA" zum 50. Todestag des US-amerikanischen Schriftstellers am 20. Dezember.


12:15 Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten (45 Min.) (HDTV)
Film von: Norbert Busé
(Erstsendung 2.12.2017)

Am 21. Dezember 2017 wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Der Film schaut aus diesem Anlass noch einmal neu auf den Nobelpreisträger und engagierten Repräsentanten des 20. Jahrhunderts. Mithilfe von bisher unveröffentlichten Auszügen aus Kriegstagebüchern und Briefen Bölls geht der Film der Frage nach, was der große Mahner mit der Baskenkappe uns heute noch zu sagen hat. Dabei erlebt der Zuschauer einen erstaunlich modernen Dichter und Denker. Heinrich Böll, ein Mann von gestern? Jedenfalls ein Schriftsteller-Tycoon, der im Laufe seines Lebens schon mehrere Tode gestorben ist: den des Antifaschisten, Antimilitaristen und Antibourgeois. In der Erinnerung scheint er alt, grau und verstaubt. Kannte den Schriftsteller Böll Anfang der 1970er-Jahre laut einer Umfrage fast jeder Deutsche, ist er heute so gut wie vergessen. Schon lange sei er aus der Zeit gefallen, spötteln Kritiker, und in der Schule gehört er seit einiger Zeit nicht mehr zur Pflichtlektüre. "Bei zukünftigen Demonstrationen könnte er vielleicht wieder eine Rolle spielen", meint dagegen der Theaterregisseur Thomas Jonigk. "Seine Stimme bietet mir auch heute noch eine Orientierung", so Jonigk weiter. Seine Theaterfassung von Bölls "Ansichten eines Clowns" feierte Anfang 2017 große Erfolge in Köln. Haben die, die Heinrich Böll bereits zu Grabe trugen, vielleicht etwas Wichtiges übersehen? Die Dokumentation sucht in seinen Kriegstagebüchern nach Antworten. Die Dokumente wurden 2017 erstmals veröffentlicht – eine kleine Sensation. Heinrich Böll wollte sie zeitlebens unter Verschluss halten. Warum nur? Es reicht, nur ein paar Zeilen darin zu lesen, dann ereignet sich etwas, was Generationen zuvor fasziniert haben muss: Bölls einzigartige Sprache. Und sofort wird der am 16. Juli 1985 gestorbene Autor wieder aktuell: Wie übersteht man psychisch einen Krieg, wenn man ihn überlebt hat? In Anbetracht so vieler Kriege weltweit eine ganz wichtige Frage. Eine, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Die Tagebücher Heinrich Bölls aus den letzten beiden Jahren des Zweiten Weltkriegs zeigen, was den jungen Soldaten beschäftigte: "Ich habe Angst vor dem Leben und stelle fest, dass ich die Menschen hasse! 155 Tage Hölle." "Durch den Krieg wurde ich zum Verächter der Männlichkeit", gibt Böll später in einem Interview zu. Auch die 2001 veröffentlichten "Briefe aus dem Krieg" an seine Frau Annemarie dokumentieren eindrucksvoll, wie sehr aus einem naiven Mitläufer ein überzeugter Kriegsgegner wurde. "Neben Thomas Mann war der Nobelpreisträger Heinrich Böll der geistige Repräsentant des 20. Jahrhunderts", so sein Biograf Ralf Schnell. Bis heute steht er emblematisch für den "guten Deutschen", den "linken Protest" und den "politischen Dichter". Doch so einfach einem diese Zuschreibungen einfallen, bei genauerer Betrachtung verdecken sie den anderen Böll. Den, der sich in den Tagebüchern und den Briefen an seine Frau lange versteckt hielt und nur selten offen über seine Überzeugungen sprach. Man konnte es aber ahnen, aus welcher Quelle Böll schöpfte, wenn er sich mit Konrad Adenauer auseinandersetzte, dem politischen Protagonisten der jungen Bonner Republik – und eine Art Gegenfigur zu Böll. Dann zeigte sich nämlich sein tiefer christlicher Glaube. Bis heute stehen Böll und Adenauer für die verschiedenen Pole Deutschlands nach dem Krieg, für seine komplementären Vertreter, den "rechten und den linken Schuh der jungen Demokratie". Durch die 1950er-Jahre hindurch kämpft der christliche Pazifist Böll leidenschaftlich gegen Adenauers Wiederbewaffnung, Aufrüstung und das Konzept der atomaren Teilhabe. Unermüdlich stellt er sich gegen Militär und Krieg. "Wann gab es einen Fall gerechter Verteidigung? Wer will je herausfinden, wo Verteidigung anfängt oder Angriff aufhört?" In seinem Radio-Essay "Brief an einen jungen Katholiken" beklagt er 1958 eine Kirche, die den Moralbegriff nur als Sexualmoral verhandelt, anstatt mit ihm Gewalt und Soldatentum zu befragen. Damals war das ein Skandal, sodass der katholische Intendant des Süddeutschen Rundfunks den Beitrag kurz vor der Ausstrahlung aus dem Programm nahm. Und heute? Heinrich Böll sah die Rolle, die Künstler in der deutschen Gesellschaft einnehmen sollten, ganz klar: Die Kunst muss, frei von jeder kommerziellen Verwertbarkeit, in einem grenzfreien Raum, eine Gesellschaft infrage stellen dürfen. In seinen Widersprüchen, Ängsten und geglückten Formen kann Kunst zur Katharsis führen und frei machen, das eigene Leben besser zu beurteilen. "Die Kunst muss anarchisch sein", formulierte Böll in den 1970er-Jahren, "Anarchie ist der Wunsch nach Herrschaftslosigkeit und auch der Wunsch, selber nicht zu herrschen." Die Anarchie in der Kunst, die in der Sprache ihren Ausdruck findet, ist heute zumindest in Deutschland selbstverständliches Kulturgut, musste nach dem Krieg aber erst errungen werden. Das wird gerne übersehen. Auch, dass Böll einer der Ersten war, der unter großen persönlichen Opfern bereit war, für diese Freiheit zu kämpfen. Böll wollte nach dem Zweiten Weltkrieg einen christlichen Neustart, eine Gesellschaft mit menschlicherem Antlitz. Vieles, was uns heute selbstverständlich scheint, nahm mit ihm seinen Anfang. Zu den heute immer wieder aufkommenden Fragen zum Thema "Deutsche Leitkultur" hätte er sicher Streitbares beizutragen. Das zeigt, welche Relevanz er auch heute noch hat.


13:00 ZIB (5 Min.) (HDTV)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


Österreich-Bild
13:05 Adventmärkte in Kärnten – Auf der Suche nach dem Weihnachtsengerl (25 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Klaus Pertl
(Erstsendung 2.12.2018)

Oh Schreck: Die Adventzeit hat begonnen, und das kleine Weihnachtsengerl, ein Geschenk der Urgroßmutter, ist verschwunden! Die Suche führt zu den schönsten Kärntner Adventmärkten. Besucht werden die Christkindlmärkte von Klagenfurt, Villach, Velden, Pörtschach, dem Pyramidenkogel und Bad Kleinkirchheim. Außerdem steht der Katschberger Adventweg auf dem Programm. Der Film zeigt stimmungsvolle Bilder und hebt die Besonderheiten des jeweiligen Ortes hervor. In Villach zum Beispiel kommen das Christkind und die Engerln mit dem Drauschiff an, und beim Alpinen Thermen-Advent im winterlichen Bad Kleinkirchheim steht ein Christkindlpostamt. Velden, der Pyramidenkogel und Pörtschach werden mit dem Schiff verbunden. Und am tief verschneiten Katschberger Adventweg können in der Teddybärenwerkstatt sogar Weihnachtsengel repariert werden. Die Weihnachtsgeschichte um das verlorene Engerl wird vom Schauspieler Maximilian Achatz erzählt.


13:30 Fabergé – Magie aus Gold und Edelsteinen (60 Min.) (HDTV)
Film von: Patrick Mark
(Erstsendung 25.12.2015)

Die prachtvollen Fabergé-Eier sind ein Inbegriff höchster Goldschmiedekunst und ein Symbol für Luxus. Ihr Schöpfer war der russische Goldschmied und Juwelier Peter Carl Fabergé. Seine Schmuckstücke zeichneten sich durch kaum zu überbietende handwerkliche Raffinesse und Schönheit aus. Seine Kundschaft, wohlhabende Europäer und Russen - unter ihnen auch Kaiser Alexander III. -, ließ ihn bekannt und reich werden. Dann folgte der Abstieg. Die russische Revolution bedeutete das Ende für Fabergés Handwerkskunst. Er floh über Finnland zunächst nach Wiesbaden und starb 1920 am Genfer See. Die Firma wurde von seinen Söhnen übernommen – relativ erfolglos. 1989 gingen die Markenrechte an einen Großkonzern. Der Name Fabergé stand von da an für Düfte und Pflegeprodukte. 2007 übernahm ein amerikanischer Investor den Namen für exklusive Schmuckherstellung.


14:30 Don Camillo und Peppone (100 Min.) (HDTV, 4:3, s/w, mono, UT)
(Le petit monde de Don Camillo)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1952

Rollen und Darsteller:
Don Camillo – Fernandel
Peppone – Gino Cervi
Christina – Sylvie
Gina – Vera Talqui
Mariolino – Franco Interlenghi
Bischof – Charles Vissières
Filotti – Luciano Manara
Brusco – Armando Migliari

Regie: Julien Duvivier

In der Po-Ebene Norditaliens leben zwei Männer in einem Dorf in trauter Zwietracht: Hochwürden Don Camillo, der temperamentvolle Pfarrer mit den lockeren Fäusten, und sein nicht weniger streitbarer Erzfeind Peppone, Bürgermeister und Anführer der "Roten". Beide Männer verfolgen das gleiche Ziel – das Dorf und seine Bewohner glücklich zu machen. Nur sind ihre Vorstellungen vom Glück leider grundverschieden. Aber ihre Feindschaft, geboren aus weltanschaulichem Gegensatz, kennt auch die Freundschaft. Meist jedoch liegen Don Camillo und Peppone sich in den Haaren. Als Peppone und seine Mannen zum Beispiel nach ihrem Wahlsieg einen feierlichen Umzug veranstalten, eilt Don Camillo zum Glockenturm und übertönt mit seinem heftigen Geläut Peppones Festansprache. Der Kern seiner Rede dringt trotzdem durch: Peppone hat vor, ein prachtvolles "Haus des Volkes" zu errichten. Das passt Don Camillo gar nicht, denn der kämpft schon lange für einen Kindergarten, für dessen Bau ihm allerdings das nötige Kleingeld fehlt. Als Don Camillo jedoch herausbekommt, woher Peppones Geldsegen für das "Haus des Volkes" stammt, finden die beiden Männer schnell zu einer Einigung. Aber natürlich lässt der nächste Streit nicht lange auf sich warten. Als Peppone zum Streik der Landarbeiter aufruft, drohen auf dem Hof eines Großbauern Hunderte von Kühen zugrunde zu gehen. Des Nachts dringt Don Camillo schwer bewaffnet in die Stallungen ein - wo er auf Peppone trifft, der drohend seinen Karabiner schwingt. Auf ein kurzes Wortgefecht folgt die Einsicht. Und so sorgen die Streithähne gemeinsam für das Wohl der hungrigen Rindviecher. Auch bei anderen Gelegenheiten halten Don Camillo und Peppone zusammen. Wenn es etwa darum geht, ein junges Liebespaar vor dem Zorn seiner verfeindeten Familien zu schützen. Oder als ein altes, im Sterben liegendes Mütterchen den letzten Wunsch äußert, unter der Fahne der verhassten Monarchie zu Grabe getragen zu werden. Eines Tages aber geht Don Camillo zu weit: Vor den Augen des Bischofs zettelt er ausgerechnet bei der Einweihung des Kindergartens und des "Hauses des Volkes" eine zünftige Schlägerei an.

Der Komödienklassiker "Don Camillo und Peppone" war der Auftakt zu einer der erfolgreichsten Filmreihen der 1950er-Jahre. In dem bärbeißigen Gino Cervi (Peppone) als überzeugtem Kommunisten, fand Fernandel (Don Camillo) den idealen Gegenspieler.


16:10 Don Camillos Rückkehr (110 Min.) (HDTV, 4:3, s/w, mono, UT)
(Le retour de Don Camillo)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1953

Rollen und Darsteller:
Don Camillo – Fernandel
Peppone – Gino Cervi
Marchetti – Paolo Stoppa
Fr. Bottazzi – Leda Gloria
Bischof – Charles Vissières
Nero – Alexandre Rignault
Dr. Spiletti – Edouard Delmont
Beppo Bottazzi – Claudy Chapeland

Regie: Julien Duvivier

Der fidele Don Camillo ist von seinen Vorgesetzten strafversetzt worden. Als der Pfarrer in ein abgelegenes Bergdorf kommt, wird er nicht gerade feierlich empfangen: Der Jubel am Bahnhof gilt nicht ihm, sondern einer berühmten Radrennfahrerin. Für den Geistlichen hat niemand ein Wort übrig. Seine neue Haushälterin ist nicht gerade das, was man einen freundlichen Menschen nennt, und als Don Camillo am Sonntag seinen ersten Gottesdienst hält, predigt er vor leeren Bänken. Kurzum: Enttäuschung auf der ganzen Linie. In seinem Heimatort Brescello geht es dem Widersacher Peppone auch nicht viel besser: Der rauflustige Bürgermeister vermisst seinen Lieblingsfeind, denn Don Camillos Nachfolger taugt bestenfalls als Witzfigur. Ein Mann wie Peppone aber braucht einen ebenbürtigen Gegner. Also setzt er sich dafür ein, dass Hochwürden Don Camillo wieder in sein geliebtes Heimatdorf zurückkehren darf. Ein bisschen Eigennutz steckt allerdings schon hinter seiner Hilfsbereitschaft: Peppone möchte einen störrischen Großgrundbesitzer dazu überreden, für den geplanten Deichbau einen Teil seines Landes herzugeben – und da kann die Unterstützung eines kirchlichen Würdenträgers nicht schaden. Andererseits muss man es ja aber auch nicht übertreiben mit der Freundschaft zum Feind. Also heckt Peppone einen Plan aus, um Don Camillo eine enttäuschende Ankunft zu bereiten. Ein Boxkampf soll die Bürger Brescellos davon abhalten, dem Pfarrer am Bahnhof zuzujubeln. Wutentbrannt stürmt Don Camillo daraufhin das Gemeindehaus – und muss seinem Erzfeind zu Hilfe eilen, der im Ring gerade kräftig vermöbelt wird. Nach diesem turbulenten Wiedersehen geht das alte Spiel von Neuem los. Wie zwei große Lausbuben benehmen Don Camillo und Peppone sich. Bis der Tag kommt, an dem ein Hochwasser Brescello bedroht. In solchen Momenten der Gefahr können selbst Streithähne ihren Zwist vergessen und gemeinsam anpacken.

Julien Duvivier inszenierte "Don Camillos Rückkehr" als zweiten der populären "Don Camillo und Peppone"-Filme. Mit pointierten Dialogen, deftigem Humor und jeder Menge Charme glänzen wieder Starkomiker Fernandel und Gino Cervi in den Hauptrollen.

Redaktionshinweis: Am Sonntag, 23. Dezember, sind drei weitere "Don Camillo und Peppone"-Filme in 3sat zu sehen: um 13.45 Uhr "Die große Schlacht des Don Camillo", um 15.20 Uhr "Hochwürden Don Camillo" und um 17.15 Uhr "Genosse Don Camillo".


18:00 Buchzeit (60 Min.)
Erstausstrahlung

Moderation: Gert Scobel

Talkrunde über literarische Neuerscheinungen im Szenelokal Oosten im Frankfurter Osthafen Weihnachtszeit ist Lesezeit. Gert Scobel diskutiert mit den Literaturexpertinnen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher im Frankfurter Oosten über ausgewählte Neuerscheinungen. Lange Abende laden zum Lesen ein. Und mit dem richtigen Buch verschenkt man Gefühle von Romantik bis Spannung und im besten Falle auch Erkenntnisse. Doch wie soll man solche Bücher finden? Das "Buchzeit"-Team hat vorsortiert und präsentiert seine Favoriten. Eine Kleinstadt in Illinois. Die Pulitzerpreisträgerin Elizabeth Strout entwirft ganz normale Menschen, die dort ihr ganz normales Leben miteinander teilen. Und doch entwickelt sich in ihrem Roman "Alles ist möglich" der ganze Kosmos menschlicher Gefühle. Jon ist Staatssekretär in London und geschieden. Seine romantische Seite lebt er schreibend aus, als Autor von Liebesbriefen, die er im Auftrag von Frauen verfasst. So trifft er eines Tages auf Meg, die sich gerade von ihrer Sucht erholt. "Süßer Ernst" der britischen Autorin A. L. Kennedy ist ein Roman über das vibrierende London und die Möglichkeit der Liebe. Lion Feuchtwanger schrieb sein Leben lang Tagebuch. Sehr intime Texte, die nun veröffentlicht sind. Es sind Einblicke in "Ein möglichst intensives Leben", die dem Leser gewährt werden. "Das große Experiment" ist der erste Band mit Erzählungen des Amerikaners Jeffrey Eugenides. Der Autor, bekannt durch epische Romane, beweist sich in der kurzen Erzählform mit Geschichten über Menschen, die Probleme haben, meist Paarprobleme. Barbara Vinken ist Kulturwissenschaftlerin, Professorin für Romanistik und Autorin; Sandra Kegel ist Redakteurin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) für Literatur und literarisches Leben; Katrin Schumacher ist Literaturkritikerin und Redaktionsleiterin Literatur/Bühne/Film im MDR.


19:00 heute (10 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter (HDTV, UT)


NZZ Format
19:10 Tantra – durch Lust zur Erleuchtung? (30 Min.) (HDTV)
Film von: Basil Gelpke
(Erstsendung 23.11.2017)

Immer mehr Menschen suchen nach neuen Formen der Partnerschaft und einem besseren Sexleben. Tantra-Kurse liegen deshalb im Trend. "NZZ Format" geht der Begriffsverwirrung rund um Tantra nach. Ähnlich wie beim Yoga versteht man im Westen unter Tantra etwas anderes als im Herkunftsland. In Indien bezeichnet Tantra eine Vielzahl mystischer und esoterischer Praktiken – von der Selbstfindung bis hin zur schwarzen Magie.


19:40 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit (20 Min.) (HDTV)
Yosemite Park, USA – Jahreszeiten eines Naturwunders
Film von: Ralph Ströhle
(Erstsendung 8.12.2002)

"Ahwahnee", ein vor Staunen geöffneter Mund, diesen Namen hatten die Indianer ursprünglich dem Yosemite-Tal gegeben. Der Film stellt den Yosemite-Nationalpark im Lauf der vier Jahreszeiten vor. Der Yosemite-Nationalpark ist eines der am meisten besuchten Naturwunder der USA. Millionen von Touristen bestaunen jedes Jahr die Granitfelsen El Capitan oder Half Dome und vor allem die unzähligen Wasserfälle, die nach der Schneeschmelze im Frühjahr zu Tal stürzen. Vier große Wasserfälle haben den Park berühmt gemacht: der Yosemite-, Vernal-, Nevada-und der Bridalveil-Fall. "Yosemite" wurde 1864 vom amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln als "Public Preserve" dem Staat Kalifornien zugesprochen, 1890 zum Nationalpark erklärt und 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Für John Muir, den legendären amerikanischen Pionier, war das Tal in der Sierra Nevada Kaliforniens gar, "das glorreichste Wunder der Natur".


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Nuhr im Ersten (45 Min.) (HDTV, UT)
(Erstsendung 6.12.2018)

Dieter Nuhr und seine Gäste machen sich satirische Gedanken zum politischen Geschehen in Deutschland. Zu Gast sind diesmal: Ingo Appelt, Tobias Mann, Michael Mittermeier, Andreas Rebers und Torsten Sträter. Scharfzüngig und anspruchsvoll, bissig und hintergründig, unterhaltsam und witzig – Kabarett und Comedy treffen sich bei "Nuhr im Ersten – Der Satiregipfel".


21:00 Die Mathias Richling Show (45 Min.) (HDTV, Dolby Surround)
Erstausstrahlung

Mathias Richling, berühmt als "Mann der tausend Gesichter" und mit Recht gefürchtet von den Besitzern dieser Gesichter, ist der Star der "Mathias Richling Show". Sechs Mal im Jahr nimmt er sich in 3sat die aktuelle Promis aus Politik und Unterhaltung vor.


21:45 Loriots Pappa ante Portas (85 Min.) (HDTV, AD, Dolby Surround, UT)
Spielfilm Deutschland, 1991

Rollen und Darsteller:
Heinrich Lohse – Vicco von Bülow
Renate Lohse – Evelyn Hamann
Dieter Lohse – Gerrit Schmidt-Foß
Brigitte Mielke – Dagmar Biener
Gertrud Mielke – Ortrud Beginnen
Frau Kleinert – Inge Wolffberg
Kurt Kaminski – Hans-Günther Martens
Fabrikant Drögel – Hans-Helmut Müller
Hedwig – Irm Hermann
Hellmut – Hans Peter Korff

Regie: Vicco von Bülow

Heinrich Lohse, langjähriger Einkaufschef einer Röhrenfabrik, geht unfreiwillig in Frühpension. Doch der 60-Jährige fühlt sich noch zu jung, um nur auf der faulen Haut zu liegen. Zum Schrecken seiner Gattin Renate, die sich ohne den ordnungsliebenden Pedanten komfortabel eingerichtet hat, kündigt Heinrich an, sein in 37 Berufsjahren erworbenes Organisationstalent ganz dem Haushalt und der Familie zur Verfügung zu stellen. Mit dem Ergebnis, dass er palettenweise Senf einkauft und der Putzfrau erklärt, wie sie das Haus effektiver reinigen könne. Außerdem lässt er sich von den erstbesten Hausierern Wurzelbürsten und Badezusatz aufschwätzen – weil es günstige Rabatte gibt. Renate erträgt die Schrullen ihres Mannes zunächst mit Engelsgeduld und hofft, dass Heinrich sich nur an die neue Situation gewöhnen müsse. Doch als Heinrich mangels Beschäftigung mit zum Kaffeekränzchen kommt und sie beim gemütlichen Einkaufsbummel ungeduldig zur Eile drängt, hängt alsbald der Haussegen schief. Auf der Suche nach Freiräumen nimmt Renate einen Job in einer Bonbonfabrik an. Heinrich dämmert, dass er etwas falsch gemacht hat, und will seine Frau besänftigen. Um sie zu überraschen, vermietet er das Haus an eine Filmproduktion – und treibt Renate damit an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.

Mit seinen unnachahmlichen Karikaturen und Fernseh-Sketchen schrieb der vielseitige Komiker und Cartoonist Vicco von Bülow alias Loriot deutsche Humorgeschichte. Sein unvergleichlicher Witz, subtil und populär zugleich, funktioniert auch im Spielfilm: Nach dem großen Erfolg "Ödipussi" realisierte er mit "Loriots Pappa ante Portas" seinen zweiten, nicht minder erfolgreichen Kinofilm. Die bissige Persiflage auf Rentner und Vorruheständler lockte hierzulande 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos. Neben Loriot, der in mehreren Rollen brilliert – unter anderem in einer köstlichen Parodie auf den Autor Peter Handke -, überzeugt seine langjährige Sketch-Partnerin Evelyn Hamann.


23:10 Polizeiruf 110 (70 Min.) (4:3, mono, UT)
Unsichtbare Fährten
Fernsehfilm Deutsche Demokratische Republik, 1989

Rollen und Darsteller:
Klaus Tetzlaw – Peter Reinhardt
Oberleutnant Zimmermann – Lutz Riemann
Oberleutnant Grawe – Andreas Schmidt-Schaller
Kommissar – Willi Sohrade
Kerstin Tetzlaw – Constanze Roeder

Regie: Hans Werner
Drehbuch: Horst Ansorge

Klaus Tetzlaw ist Polizist und Abschnittsbevollmächtigter. Sein Schäferhund Olf soll nun zum Diensthund ausgebildet werden. Sohn Bernd will sich jedoch nicht von dem Hund trennen. Deshalb versteckt er den Hund eines Nachts in Opa Schmidts Schuppen. Opa Schmidt wiederum glaubt, ein Fuchs wolle sich an seinen Hühnern vergreifen – und geht mit dem Luftgewehr los. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass Olf nicht angeschossen wird. So kann er seine Laufbahn als Spürhund der Polizei doch noch antreten. Nach ausgiebigem Training kommt er sowohl einem Einbrecher auf die Spur als auch einem vermissten Mädchen. Als Klaus Tetzlaw selbst in Lebensgefahr gerät, rettet Olf ihm das Leben.


00:20 M – Eine Stadt sucht einen Mörder (110 Min.) (HDTV, s/w, mono, UT)
Spielfilm Deutschland, 1931

Rollen und Darsteller:
Hans Beckert, der Mörder – Peter Lorre
Der Schränker – Gustaf Gründgens
Inspektor Karl Lohmann – Otto Wernicke
Taschendieb – Paul Kemp
Bauernfänger – Theo Lingen

Regie: Fritz Lang

Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung. Seine permanenten Razzien in einschlägigen Etablissements führen nicht zum Erfolg, schrecken aber die Berufsverbrecher auf, die ihre Gaunereien wegen des großen Polizeiaufgebots nicht mehr ungestört durchführen können. Der "Schränker", ein einflussreicher, wegen mehrfachen Totschlags gesuchter Ganove, setzt sich mit den führenden Köpfen verschiedener Verbrecherorganisationen zusammen und schlägt vor, dass die Unterwelt die Angelegenheit selbst in die Hand nimmt. Die Organisation der Bettler überzieht die Stadt daraufhin mit einem lückenlosen Spitzelnetz, in dem der Kindermörder sich verfängt, nachdem ein blinder Bettler ihn am Pfeifen einer Melodie wiedererkennt. Nun tritt der inzwischen von der Polizei als Hans Beckert identifizierte Serientäter vor das Tribunal der Unterwelt und versucht verzweifelt zu erklären, er sei ein Getriebener, der hilflos einem Mordimpuls folge. Als die aufgebrachten Ganoven den Psychopathen lynchen wollen, erscheint die Polizei.

Fritz Langs erster Tonfilm zählt zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Durch präzise Alltagsbeobachtungen, klare Figurenzeichnungen und die filmisch virtuose Schilderung der Menschenhatz erzeugt der expressionistische Kriminalfilm bis zuletzt atemlose Spannung. Viel mehr als nur ein Porträt eines Psychopathen, schuf der Regisseur ein eindringliches Bild vom Deutschland der 1930er-Jahre – in Hinsicht auf die krisenhafte Zeit und das Aufkommen des Nationalsozialismus. Vom ursprünglichen Titel des Films "Mörder sind unter uns" musste 1931 auf Druck der Nazis abgelassen werden. Der am 5. Dezember 1890 in Wien geborene Fritz Lang hat mit Filmen wie "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" und "Metropolis" (1927) deutsche und internationale Filmgeschichte geschrieben. Er war einer der expressionistischen Regisseure, die das deutsche Kino der Weimarer Republik zum größten Konkurrenten Hollywoods machten. Der "Master of Darkness", wie er in den USA genannt wurde, inspirierte den Film Noir der 1940er- und 1950er-Jahre.


02:10 Traumrouten des Orients (40 Min.)
Von Isfahan nach Samarkand
Folge 1 von 3
Film von: Hajo Bergmann
(Erstsendung 27.9.2017)

Über 3000 Kilometer lang ist die Reise, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt. In dieser Folge geht es von Isfahan über Mesched nach Buchara bis nach Samarkand. In Isfahan begegnen die Reisenden einem jungen Mullah, sehen einem Miniaturmaler bei der Arbeit zu, und ein Teppichhändler beschreibt ihnen die Situation seines Gewerbes, des drittgrößten des Landes. In der Wüstenstadt Jasd gibt es noch die Türme des Schweigens, auf denen ehemals Feuerbestattungen durchgeführt wurden, und Tempel mit der ewigen Flamme Zarathustras. Früh am Morgen treffen sich heutzutage dort die Männer zum Souchane, einem traditionellen Muskeltraining, gepaart mit islamischen Gebetsformeln. Weiter geht es nach Kerman. Das Neujahrsfest Nouruz steht bevor, und jede Familie erwirbt Sofreh-e-Haft-Sin - sieben Symbole, darunter Knoblauch, Apfel, Weizenpudding und Essig, die zum Jahreswechsel in keinem Haushalt fehlen dürfen. Dann wird der Reiseweg abenteuerlich: Schneeberge, hohe Pässe, Salzwüsten und schließlich die Kaluten – einzigartige Formationen in der Wüste, die von Wind und Erosion gestaltet wurden. In der kaum besiedelten Wüste Lut zeigt sich das Leben eines Kamelzüchters und das der Frauen auf dem Land. Nach einem Besuch in Mesched, der heiligsten Stadt in Iran, geht es weiter in die Berge Usbekistans zum Neujahrsfest. Ein Sufi-Meister und Kräuterarzt weiht in die Geheimnisse seines Berufes und die religiösen Praktiken ein. Buchara und Samarkand, die Endpunkte dieser Reiseetappe, sind heute wieder wunderschöne Zentren des Orients und erinnern an die Blütezeiten der Seidenstraße. Die abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind.


02:50 Traumrouten des Orients (45 Min.)
Grand Trunk Road
Folge 2 von 3
Film von: Hajo Bergmann
(Erstsendung 4.6.2018)

Indien und Pakistan bilden einen geheimnisvollen Subkontinent. In der Kolonialzeit bauten die Briten eine Straße durch das gesamte Reich und nannten sie "Grand Trunk Road". Der legendäre Weg bildet auf über 2400 Kilometern eine pulsierende Lebensader. Von Kolkata über Benares am Ganges entlang nach Delhi führt die Route von Indien über die pakistanische Grenze nach Lahore und Peshawar. Der Route kommt eine besondere Bedeutung zu: Sie führt durch die verfeindeten Nachbarstaaten Indien und Pakistan, die kulturell immer zusammengehört haben. In Kolkata, dem Ausgangspunkt der Reiseetappe, tobt das religiöse Fest Durga Puja, ein farbenprächtiges Ereignis. Von dort aus führt die Grand Trunk Road weiter durch den Bundesstaat Bihar bis in die Stadt Bodhgaya. Dort soll Buddha unter dem Bodhibaum Erleuchtung erlangt haben. In Varanasi streift die historische Straße den heiligsten Ort Indiens. Für jeden Hindu ist es wichtig, einmal im Ganges ein rituelles Bad genommen zu haben und wenn möglich auch in Varanasi ins Nirwana einzugehen. Über Delhi geht die Reise bis zur Grenze nach Pakistan, wo allabendlich die Flaggenparade als martialische Show stattfindet. Für kurze Zeit öffnet sich die Grenze, und im Stechschritt zeigen historisch gekleidete Soldaten unter dem Jubel der Zuschauer ihre Gefährlichkeit. In der pakistanischen Stadt Lahore spielen Mädchen Fußball, und Journalistin Xari Jali erzählt vom Werk Rudyard Kiplings, der die Grand Trunk Road in seinem Roman "Kim" verewigte. Mit Eindrücken aus dem afghanischen Viertel von Peshawar, wo Lapislazuli bearbeitet und gehandelt wird, endet die Etappe. Die abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind. Über 3000 Kilometer lang ist die Reiseetappe, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt.


03:35 Traumrouten des Orients (45 Min.)
Pamir-Highway
Folge 3 von 3
Film von: Hajo Bergmann
(Erstsendung 5.6.2018)

Die Reise beginnt in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe und führt von dort den Fluss Pandsch entlang, durch den Wachan-Korridor und weiter bis in die kirgisische Hauptstadt Bischkek. Der Reiseweg wurde 1932 als Geschenk des Sowjetstaates an die entlegene Region fertiggestellt. Die Nähe zu Afghanistan und China gibt dem Pamir-Highway die Aura einer Abenteuerroute. In den Dörfern am Wegrand ähneln sich die Eindrücke: kleine Gehöfte mit Garten und wenigen Haustieren. Zu sehen sind nur Frauen und Kinder. Die Männer seien fort, heißt es überall, im Ausland zum Arbeiten. Die Berge sind höher als 7000 Meter und nach Marx, Engels oder dem Kommunismus benannt. So ehrte die Sowjetunion ihre höchsten Gipfel. Will man das Leben der Familien im Pamir kennenlernen, sollte man in "Homestays" übernachten. Pässe, die in über 4000 Metern Höhe liegen, sorgen für wechselnde Eindrücke und bezaubernde Stimmungen. Auf fast 5000 Metern leben Nomaden auf ihren Sommerweiden, wo sie aus der Milch von Yaks und Ziegen Käse herstellen. In Kirgistan ändert sich die Kultur. Steppenland mit Pferdeherden bestimmt dort das Bild. Am Yssykköl-See erleben die Besucher einen erstaunlichen Kulturpark: Der Pavillon über den Schriftsteller Tschingis Aitmatow zieht Menschen aus dem ganzen Land an. Der Park würdigt auch die Weltreligionen: Christliche, jüdische, islamische oder buddhistische Zeichen stehen dort für religiöse Toleranz. Die abenteuerliche Route durch das Pamir-Gebirge auf das Dach der Welt gehört zu den Reisewegen durch Zentralasien, die voller Geheimnisse und Überraschungen sind. Über 3000 Kilometer lang ist die Reiseetappe, die zu den legendärsten Metropolen des Orients führt.


04:20 Märchenhafter Oman (45 Min.) (HDTV)
Der Norden: Auf den Spuren Sindbads
Folge 1 von 2
Film von: Rosie Koch
(Erstsendung 22.3.2018)

Der erste Teil der Dokumentation nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die landschaftliche Vielfalt von Omans Norden. Ausgangspunkt der Reise ist die moderne Hauptstadt des Omans, Maskat. Der Name der Stadt bedeutet so viel wie "Ankerplatz" – eine treffende Bezeichnung für den Regierungssitz einer Seefahrernation. Von der Meeresküste führt die Route über die von Oasen gesäumten Wadis bis hin zu den alten Bergdörfern im rauen Hadschar-Gebirge. Einige Kilometer südlich von Maskat haben Arabische Wüstengazellen ein Refugium gefunden. Weiter im Süden führt ein alter Handelspfad durch ein tiefes Flusstal, das sogenannte Wadi Tiwi, weit hinein in die Gebirge und Wüsten des Landes. Nutzpflanzen aus aller Welt reisten mit den Händlern in die Oasengärten und wurden Teil der Terrassenbeete. Heute leben immer weniger Menschen in den Oasen, und immer weniger von ihnen kennen die mündlich überlieferten Geheimnisse der Bewirtschaftung der fruchtbaren Wasserstellen. Nur die wenigsten der malerischen Lehmdörfer an den steilen Hängen des Hadschar-Gebirges sind heute noch bewohnt. Ein Imker jedoch nutzt sein altes Haus für Bienenstöcke, ein ehemaliger Bewohner von Misfat Al Abriyeen betreibt ein kleines Hotel in seinem verlassenen Heimatdorf. In der nächsten großen Stadt, in Nizwa, findet auch heute noch jeden Freitag ein Ziegenmarkt statt. Wie auf dem Laufsteg werden die Tiere potenziellen Käufern präsentiert. Der Handel hat im Oman Geschichte. Die Stadt Sur war bereits im 6. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum für den Handel mit Ostafrika und ist heute die einzige Stadt im Mittleren Osten, in der noch Dhaus, traditionelle arabische Segelschiffe, gebaut werden. Westlich der Stadt, weiter landeinwärts, ist nur noch Wüste – die sogenannten Sharqiya Sands sind die Heimat der Beduinen. Auch wenn sie heute in klimatisierten Häusern wohnen und Geländelimousinen fahren, die Wüste hat für die "Herren der Kamele" nicht an Reiz verloren.


05:05 Märchenhafter Oman (45 Min.) (HDTV)
Der Süden: Entlang der Weihrauchstraße an die grüne Küste
Folge 2 von 2
Film von: Rosie Koch
(Erstsendung 23.3.2018)

Der zweite Teil der Dokumentation "Märchenhafter Oman" lädt zu einer Reise durch den Süden des Landes ein. Sie führt entlang der Weihrauchstraße bis hin zur grünen Küste. Die Route führt in das unendliche Wüstengebiet im Inneren des Omans, vorbei am Reservat der letzten Arabischen Oryxantilopen gen Süden, in die Provinz Dhofar, wo Weihrauchbäume wachsen und die Arabischen Leoparden beheimatet sind. Vom Oryxantilopen-Reservat im Herzen des Landes führt eine Straße durch die Wüste in den Süden des Landes. Genauer gesagt in die Provinz Dhofar, eine der wenigen Regionen der Welt, in der Weihrauchbäume wachsen. Noch heute leben dort Menschen davon, den Bäumen in mühevoller Arbeit ihr wertvolles Harz zu entlocken. Die Metropole von Omans Süden ist Salalah, eine moderne Stadt am Meer. Neben einer einzigartigen Unterwasserwelt und einem großen Fischreichtum ist Salalah auch berühmt für seine Obst- und Gemüseplantagen: Die Provinzhauptstadt nennt man daher auch den "Garten des Omans". Gemüse und Obst aus den Plantagen wird dort direkt entlang der Küstenstraße verkauft. Salalah ist aber auch Sitz einiger wichtiger Universitäten, an denen, wie überall sonst im Oman, mehr Frauen als Männer studieren. Im Hinterland von Salalah türmt sich das Dhofar-Gebirge auf. Es ist der Rückzugsort der letzten Arabischen Leoparden. Wenn im Sommer die Arabische Halbinsel in Gluthitze versinkt, suchen Tausende von Touristen aus den Golfstaaten im südlichen Oman Zuflucht. Denn von Juli bis September wird dieser Küstenstreifen von den Ausläufern des Monsuns, des Charifs, in dichten Nebel und Nieselregen getaucht. Die Vegetation scheint zu explodieren – es entsteht ein kühles, grünes Paradies inmitten eines Glutofens. "Zugereiste" ganz anderer Art finden sich in den Mangrovenhainen und Lagunen entlang der Südküste: Vögel kommen aus Afrika, aus Europa oder Indien, andere Arten wie die Rosaflamingos sind ständige Bewohner der Lagunen.


05:50 – 06:20 Marokko – Land der Träume (30 Min.)
Film von: Natalie Steger
(Erstsendung: 2.1.2015)

Marokko, zwischen Atlas und Atlantik gelegen, ist faszinierend. Die meisten Touristen zieht es in die vier Königsstädte Rabat, Fès, Marrakesch und Meknès, ans Meer und in die Wüste. Was aber verbirgt sich hinter den Kulissen des Königreiches? Was sind die Geheimnisse des Erfolges, welche Träume haben die Menschen? Natalie Steger und ihr Team stellen das orientalische "Land der Träume" vor. Sie besuchen Spielfilmdreharbeiten in der Wüste – im Hollywood Nordafrikas. Sie treffen Schlangenbeschwörer und Berberfrauen, die das teuerste Öl der Welt noch von Hand herstellen – das Arganöl. Sie wandeln auf den Spuren von Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in "Casablanca" und zeigen Weinanbau in einem muslimischen Land. Eine deutsche Hotelmanagerin verrät, warum Marrakesch auch Jahrzehnte nach den wilden Jahren mit Mick Jagger, Yves Saint Laurent, Jimi Hendrix noch immer für so viele eine Traumstadt ist.

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Montag, 17. Dezember 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 14.12.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 14.12.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 14.12.2018)

Moderation: Cécile Schortmann

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (35 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 14.12.2018)

Moderation: Alexandra Kröber

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


Österreich-Bild
10:20 Das größte Aquarium Österreichs – Das Wiener Haus des Meeres (25 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Susanne Riegler
(Erstsendung 16.9.2018)

Es begann 1958 mit einer kleinen Schaustellung von Fischen und "Niederen Tieren" in einem ehemaligen Flakturm. Heute ist es größte Aquarium Österreichs: das Haus des Meeres in Wien. In riesigen Becken tummelt sich die Fischwelt des Atlantiks – von Riffbarschen bis zum Hammerhai. Der Film zeichnet die Entwicklung vom Kriegsrelikt zum beliebten Zooturm nach. Über zehn Millionen Besucher konnten die etwa 10 000 Tiere schon bewundern.


Universum
10:45 Das Große Barriere-Riff (45 Min.) (HDTV, UT)
Paradies im Ozean
Folge 1 von 3
Film von: James Brickell
(Erstsendung 15.5.2012)

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

Es ist das bekannteste Korallenriff der Welt – und ein Naturparadies voller Geheimnisse: Das Große Barriere-Riff vor der Nordostküste Australiens ist eines der sieben Weltwunder der Natur. Mit einer Ausdehnung von 2200 Kilometern ist es selbst vom Weltall aus mit freiem Auge sichtbar. Die dreiteilige Reihe zeigt eine vielgestaltige, magische Welt voll pulsierender Aktivität. Im ersten Teil geht es um das "Paradies im Ozean". Korallenriffe wie das Große Barriere-Riff gehören zu den komplexesten Ökosystemen unseres Planeten. Wenige Millimeter kleine Korallen bilden den Lebensraum für Millionen Tiere und Pflanzen – alle ausgestattet mit speziellen Überlebenstechniken und in ungewöhnlichen Symbiosen anzutreffen. Dank modernster Makroaufnahmen sind Einblicke in diese atemberaubende Lebenswelt aus nächster Nähe möglich. Verblüffende Zeitrafferaufnahmen offenbaren, dass die scheinbaren reglosen Korallen sich in der Nacht in hyperaktive Kampfsterne verwandeln. Tag und Nacht, Ebbe und Flut – die Kamera von BBC-Regisseur James Brickell zeigt auf faszinierende Weise, welchen Einfluss die Gezeiten, der Sonnenstand und die Mondphasen auf das weitverzweigte System aus Korallenbänken und Inseln, die gemeinsam das Große Barriere-Riff bilden, haben. Wenn die Ebbe zweimal pro Tag große Teile der Riffgürtel freilegt, geraten sowohl die Korallentiere als auch viele andere Meeresbewohner in eine Extremsituation. Manche – wie etwa der Epaulettenhai – haben sich auf eindrucksvolle Weise an das ständig wechselnde Lebensumfeld angepasst. Dieser kleine Hai kann über Wasser auf festem Grund spazieren gehen und auf diese Weise in kleinen Wasserstellen jagen. Ebenfalls ein ausgeklügelter Jäger ist der Weißspitzenriffhai. Er ortet seine Opfer mittels elektrischer Impulse, die jede Muskelbewegung eines lebenden Tieres aussendet. Die nachtaktive Kegelschnecke wiederum macht ihre Langsamkeit mit einem hochwirksamen Nervengift wett, mit dem sie ihre Beute im Schlaf überrascht und diese dann bei lebendigem Leibe in einem Stück verschlingt. An die extremen Bedingungen der Gezeiten haben sich auch die Korallen selbst angepasst - mit einer speziellen Schleimschicht schützen sie sich bei Ebbe vor dem Austrocknen. Die Mondphasen steuern auch ein Ereignis, das nur ganz selten in bestimmten Frühsommernächten stattfinden kann – die Massenablaiche der Korallen, eines der größten Fortpflanzungsphänomene im ganzen Tierreich. Millionen kleiner Korallenlarven gehen mit der Strömung auf eine Reise mit unbekanntem Ziel. Die Korallen schaffen ferner das Fundament für eines der faszinierendsten Paradiese im Ozean – das Große Barriere-Riff.


Universum
11:30 Das Große Barriere-Riff (45 Min.) (HDTV, UT)
Vom Riff zum Regenwald
Folge 2 von 3
Film von: James Brickell
(Erstsendung 22.5.2012)

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

Das Große Barriere-Riff ist mit 3000 einzelnen Riffen und mehr als 600 Inseln nur Teil eines größeren Lebensraums an der Nordküste Australiens. Der Film stellt dieses Ökosystem vor. Es ist ein Gebiet, das von faszinierenden Gegensätzen geprägt ist – von Lagunen und Mangrovensümpfen, von Riffen und Regenwäldern. Eingebettet zwischen zwei extremen Lebensräumen, dem Korallenriff im Meer und dem tropischen Regenwald am Festland, liegt eine riesige Lagune. Über Jahrtausende hinweg entstanden, ist sie mehr als 100 Meter tief. Zwei Drittel des Lagunenbodens sind mit Sand bedeckt, eine Wüste unter Wasser. Hier überlebt nur, wer sich perfekt tarnen kann. Wie der Röhrenaal, der niemals sein solides Erdloch verlässt, Steinfische, die sich im Sand vergraben und auf Beute lauern, oder der Eingeweidefisch, der zum eigenen Schutz im Darm einer Seegurke haust. Die Lagune ist ein Ort ständiger Gefahr: Hammerhaie und Stachelrochen schweben wie Detektoren über den sandigen Böden. Sie orten die elektrischen Impulse von Herzschlag und Gehirnströmen der gut getarnten Meeresbewohner. Gelegentlich gleiten an der Wasseroberfläche auch Würfelquallen durch die Lagune. Das Nesselgift ihrer meterlangen Tentakel zählt zu den stärksten im ganzen Tierreich. An manchen Stellen haben sich Oasen im sandigen Lagunenboden gebildet. Hier sind Pflanzen und Weichkorallen für eine Formenvielfalt verantwortlich, die ausreichend Deckung für zahlreiche Jungfische bietet. Dank ausgedehnter Seegraswiesen können hier auch seltene Meerestiere wie Meeresschildkröten oder Dugongs überleben. Letztere werden etwa drei Meter lang und sind weitläufige Verwandte der Elefanten: Vor der australischen Küste befindet sich eines ihrer letzten Refugien. Der tropische Regenwald auf dem Festland hat eine Schlüsselfunktion für das vielfältige Ökosystem des Großen Barriere-Riffs. An durchschnittlich 120 Tagen im Jahr ergießen sich hier sintflutartige Regenfälle über das Land. Der dichte Wald hält die Wassermassen in Zaum und regelt die Zufuhr des Süßwassers in die Brackwasserzone, in jene Bereiche also, in denen es zu einer Durchmischung des süßen Flusswassers mit dem salzigen Meerwasser kommt. In den Mangrovengebieten an der Küste wiederum zersetzen Mikroorganismen das Sediment zu Schlamm. Dieser ist Nahrungsquelle für Wellhornschnecken oder Siedlerkrebse, deren Exkremente wiederum wertvolle Futterquelle für die Mikroorganismen im Meerwasser sind. Der Regenwald und die Mangroven, die Lagune und das Barriere-Riff: Sie alle fügen sich wie Puzzlesteine zu einer aufeinander abgestimmten Wirkungskette zusammen. Verändert sich eine Landschaftsform, beeinflusst dies alle Bereiche des komplexen Ökosystems.


Universum
12:15 Das Große Barriere-Riff (45 Min.) (HDTV, UT)
Grenzenloses Naturwunder
Folge 3 von 3
Film von: Richard Fitzpatrick
(Erstsendung 24.5.2012)

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

Diese Folge beleuchtet eine völlig neue Seite des Großen Barriere-Riffs: die beeindruckenden Wanderungen von Tieren, die das Riff zum Ziel für Fortpflanzung und Familiengründung haben. Direkt aus dem ewigen Eis der sturmumtosten Antarktis kommen zahlreiche Wal-Arten. Die Meeressäuger legen Tausende Kilometer in den Gewässern des Südpazifiks zurück, um sich in den warmen Regionen zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Mit ihren melodiösen Gesängen bringen Buckel- und Zwergwale eine völlig neue Klangkulisse in die Unterwasserwelt des Großen Barriere-Riffs. Das gigantische Riffsystem beherbergt auch eine der wichtigsten Brutstätten der Grünen Meeresschildkröte: Die Insel Raine Island ist Schauplatz eines atemberaubenden Ereignisses. Jahr für Jahr finden sich hier Tausende Grüne Meeresschildkröten ein. Die Schildkröten mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm schleppen sich bei Sonnenuntergang an Land und suchen nach dem idealen Platz für ihre Eiablage. Haben sie diesen Ort gefunden, graben sie in der Nacht ein 50 Zentimeter tiefes Loch. Meist ist es für die Schildkröten ein Wettlauf gegen die Zeit: Steht die Sonne einmal im Zenit, droht ihr Körper auszutrocknen, und im Meer lauern Tigerhaie, die extra hergekommen sind, um leichte Beute zu machen. Trotz der Gefahren beherbergt Raine Island die größten Tierkolonien. Jedes Fleckchen Erde wird zur Aufzucht genutzt – auch von insgesamt 84 Vogelarten, die hier ihre Nester bauen. Doch das empfindliche Gleichgewicht des Großen Barriere-Riffs ist bedroht. Große Naturkatastrophen können in wenigen Stunden alles zerstören, was über Jahrhunderte gewachsen ist. So begünstigt die Erderwärmung heftige Wirbelstürme mit orkanartigen Windgeschwindigkeiten. Sie fegen mit Geschwindigkeiten jenseits der 100 Stundenkilometer über Meer und Land hinweg – und vernichten dabei alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Auch unter Wasser entfaltet die globale Erwärmung ihre zerstörerische Kraft. Wird das Meerwasser zu warm, verlieren die Korallen ihre intensive Farbgebung – Korallenbleiche heißt diese Stressreaktion. Bleibt die Hitze zu lange bestehen, verlieren die Korallentiere nicht nur ihre Farbe, sondern sterben ganz ab. Es grenzt an ein Wunder, dass sich das Große Barriere-Riff trotz dieser negativen Begleitumstände noch immer ausdehnt. Zu verdanken ist das allein der unglaublichen Regenerationskraft des mehr als 2200 Kilometer langen Großen Barriere-Riffs.


13:00 ZIB (15 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:15 Geheimnisvoller Nebelwald (15 Min.)
Film von: Hans Giffhorn
(Erstsendung 23.4.2008)

Hans Giffhorn beobachtet in den Anden während eines Jahres das Heranwachsen von drei jungen Bären und beschreibt die Besonderheiten von Flora und Fauna der archaischen Wälder. Außerdem stellt er die Tsáchila vor, einen der wenigen kleinen Indianerstämme, die dem Wüten der spanischen Konquistadoren entkommen konnten.


13:30 Von Sibirien nach Japan (60 Min.)
Wildes Kamtschatka
Folge 1 von 2
(Erstsendung 6.4.2007)

Es ist eine Gegend voller wilder Natur, bizarrer Vulkane und Bewohner, die der Abgeschiedenheit ebenso trotzen wie dem Kalten Krieg, der dort nach wie vor herrscht: Kamtschatka. Grimme-Preisträger und langjähriger Asienkorrespondent Klaus Scherer hat diese Region bereist. Auf dem ersten Teilstück der 4000 Kilometer langen Route besucht er traditionelle Rentiernomaden in den Bergen und ein Tanzensemble sibirischer Ureinwohner. Zusammen mit hartgesottenen Hubschrauberpiloten wirft er einen Blick in die mächtigsten Vulkankrater des Kontinents. Im Militärhafen Petropawlowsk spricht Scherer mit dem Beichtvater der russischen Atom-U-Boot-Flotte.


14:30 Von Sibirien nach Japan (60 Min.)
Im Bann der Inseln
Folge 2 von 2
(Erstsendung 9.4.2007)

Im zweiten Teil reist Klaus Scherer vom Süden Kamtschatkas über die umstrittenen Kurileninseln nach Hokkaido, Nordjapan. Im Süden kann er Bären beim Lachsfang beobachten. Danach folgt er japanischen Spuren auf den verlassenen Nordkurilen um den majestätisch aus dem Meer ragenden Alaid Vulkan. Doch der ist nur eine Zwischenstation zum letzten Häuptling der Ainu-Ureinwohner auf Hokkaido. In der nebelverhangenen See der Inselkette gerät das Filmteam um Klaus Scherer in einen Taifun. Und im umstrittenen Grenzgebiet holt sie die traurige Realität ein: Zwischen den Inseln wird ein japanischer Krabbenfischer vom russischen Grenzschutz erschossen. "Auf keiner meiner Reisen ist mir so mulmig geworden wie auf dieser", sagt Klaus Scherer, "wir fühlten uns wie im toten Winkel der Welt."


15:30 Wildes Russland (45 Min.) (HDTV, UT)
Der Kaukasus
Folge 1 von 6
Film von: Tom Synnatzschke, Henry Mix
(Erstsendung 24.12.2008)

Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean. Die erste Folge führt den Zuschauer in den wilden Kaukasus. Zwischen Europa und Asien, eingezwängt zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer, ragen gewaltige Berggipfel über 5000 Meter hoch in den Himmel: der Kaukasus. Eine Welt voller Vielfalt und Gegensätze, wo Sandwüsten und eisige Gletscher aufeinandertreffen. In dieser nahezu unberührten Wildnis verwandeln Blumen, die man sonst nur aus unseren sorgfältig kultivierten Gärten kennt, die Gebirgshänge und Steppen in farbenfrohe Blütenmeere. Es ist ein Land, in dem Bären und Wisente leben, Luchse jagen und Geier auf der Suche nach Aas kreisen. Die vielfältigen Landschaften haben einen riesigen Artenreichtum hervorgebracht – hier sind im Laufe der Evolution Tierarten entstanden, denen man sonst nirgends begegnet. Geradezu außerirdisch mutet die Saiga-Antilope an, deren aufgeblähte, flexible Nase eher an einen Rüssel erinnert. Dem Langohrigel als echtem Wüstenbewohner erleichtern seine langen Beine das Fortkommen im Sand. Für viele bedrohte Arten ist die Region der letzte Zufluchtsort: Kaukasusgämsen und Ture erklimmen die schroffen Felsen, während Störe, urtümliche Wesen aus der Urzeit, die Tiefen des Kaspischen Meeres durchschwimmen. Doch dieses Paradies ist bedroht. Obwohl gut 3000 Quadratkilometer des Hochgebirgssystems streng geschützt sind, nimmt die Wilderei überall zu. Die einzigartige und kostbare Wildnis am Kaukasus muss um jeden Preis geschützt werden. "Wildes Russland" zeigt in HD-Qualität die einzigartigen Landschaften und Artenvielfalt des größten Staates der Erde.


16:15 Wildes Russland (45 Min.) (HDTV, UT)
Der Ural
Folge 2 von 6
Film von: Ivo Nörenberg, Oliver Goetzl
(Erstsendung 24.12.2008)

Geheimnisvolle Steinmonumente markieren die Grenze zwischen Europa und Asien: Auf einem Felsplateau des nördlichen Ural-Gebirges ragen die "Sieben starken Männer" bis zu 50 Meter in den Himmel. Den Einheimischen gilt "Manpupuner" als ein Ort, an dem sich die Geister versammeln. Die Ausläufer des Urals erstrecken sich von der Küste des Nordpolarmeers über 2000 Kilometer bis an die kasachische Grenze. Dichte Nadelwälder bedecken die Hänge und laufen sanft in der angrenzenden Steppenlandschaft aus. Hungrige Wölfe durchstreifen den Wald auf der Suche nach Beute, stets auf der Hut vor Bären. Die sind die unangefochtenen Herrscher im Wald. Die größte Wildnis Europas versorgt die Bären nicht nur mit Beutetieren, sondern auch mit Beeren und Honig. Um an den süßen Saft zu gelangen, müssen sie sich mit kämpferischen Bienen anlegen. Ein paar Stiche machen ihnen nichts aus, und so klettern sie geschickt auf die höchsten Bäume, um die von den Menschen der Region Baschkortostan aufgehängten Bienenkörbe herunterzureißen. Der Ural ist auch die Heimat von Elchen – die großen Tiere finden auch dann noch Nahrung, wenn Bären schon bis zum Bauch im Schnee versinken. Erstmalig wurde gefilmt, wie Gruppen von Elchen am Ende des Winters große Flüsse durchschwimmen, um in neue Nahrungsgründe zu gelangen. Hohle Baumstämme dienen dem Uralkauz als Bruthöhle, zumindest solange die Küken es darin noch aushalten. Mit acht Wochen sind sie zwar noch nicht flügge, erklettern aber schon umliegende Bäume. Die vielen Bäche des Urals bieten ideale Bedingungen für zwei andere Tierarten: Europäische Nerze sind geschickte Fischer und andernorts selten geworden. Der Desman, ein Verwandter des Maulwurfs, den es nur in Russland gibt, taucht lieber nach Schnecken. Seine lange Nase benutzt er dabei als Schnorchel. Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.

Redaktionshinweis: Die Folgen drei und vier der sechsteiligen Reihe "Wildes Russland" zeigt 3sat am Dienstag, 18. Dezember, ab 15.35 Uhr. Die Folgen fünf und sechs sind am Mittwoch, 19. Dezember, ab 15.30 Uhr in 3sat zu sehen.


17:00 Die Nordsee von oben (90 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Silke Schranz, Christian Wüstenberg
(Erstsendung 1.5.2016)

Der Film zeigt aus der Vogelperspektive, warum das Wattenmeer zum Weltnaturerbe der UNESCO wurde. Die Reise führt von der Ems in Ostfriesland bis nach Sylt in Nordfriesland. Die Schönheit der Landschaft präsentiert sich dabei vollkommen neu: Urlaubsparadiese wie Helgoland, Sylt und Föhr offenbaren von oben ihre spezifische Form. Gleichzeitig ist zu sehen, wie Wind und Wellen die Inselformationen einem stetigen Wandel unterwerfen. Der "Nationalpark Wattenmeer" steht als Weltnaturerbe der UNESCO nicht umsonst auf einer Stufe mit dem Grand Canyon, der Serengeti oder den Galápagos-Inseln. Die filmische Reise dokumentiert, wie unterschiedlich die Küsten, die Inseln und Halligen sind, überfliegt Städte wie Wilhelmshaven, Bremerhaven oder Hamburg und gewährt einen Blick auf kleine unbewohnte Inseln. Dabei beobachtet die Kamera auch Menschen, deren berufliche Tätigkeiten fast exotisch anmuten: einen Piloten, der die neusten Kinofilme mit seiner Cessna von Insel zu Insel fliegt, einen Krabbenfischer, der mit dem Hundeschlitten durchs Watt zu seinen Reusen fährt, und einen Postboten, der die Briefe und Pakete für die Hallig-Bewohner in einer Lore transportiert. Gelingen konnten die Aufnahmen dank modernster Kameratechnik: Die "Cineflex" kann selbst aus großer Höhe vollkommen wackelfrei zoomen und gestochen scharfe Bilder produzieren.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Reise zu neuen Horizonten (105 Min.)
Mit Alexander Gerst ins All
Film von: Luise Wagner
Erstausstrahlung

Alexander Gerst ist der erste deutsche Kommandant der Internationalen Raumstation ISS. Der Film begleitet das zweijährige Training und die aufregenden Monate der Mission "Horizons". Die aktuellen Experimente auf der ISS liefern Erkenntnisse, um weiter ins All vordringen zu können. Der Mond, und nach ihm der Mars, rücken für die Menschheit in greifbare Nähe. Doch wie können die Astronauten dorthin gelangen und wie dort überleben? Für Alexander Gerst ist es bereits der zweite Aufenthalt im All. 2014 schickte er von seiner Mission "Blue Dot" faszinierende Fotos aus dem All und dokumentierte die atemberaubende Schönheit unseres Heimatplaneten, aber auch dessen Verletzlichkeit. Die neue aktuelle Mission richtet den Blick in die Weiten des Alls hinaus. Bereits für 2020 ist die nächste bemannte Reise zum Mond geplant, und auch Alexander Gerst träumt davon, persönlich den Erdtrabanten betreten zu können. Beeinflusst wird sein Aufenthalt auf der ISS von einer unerwarteten Herausforderung: Nach dem Fehlstart einer Soyuz-Rakete am 11. Oktober 2018 ist die dreiköpfige Crew allein auf der Raumstation. Bis die Ursachen geklärt sind, ist offen, wann die nächste Besatzung starten und Alexander Gerst zurück auf die Erde fliegen kann. Wie er sich auf die Risiken einer Weltraummission vorbereitet und auch seine Angst besiegt, erzählt er in ruhigen Momenten am Rande seines Trainings bei der NASA in Houston und im russischen "Sternenstädtchen" Swjosdny Gorodok. Zusammen mit Raumfahrt-Experten, die ständig mit Alexander Gerst in Kontakt stehen, beleuchten die Filmemacher die Ausnahmesituation, in der die Astronauten sich befinden.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


Dokumentarfilmzeit
22:25 Eine Armlänge Welt (100 Min.)
Dokumentarfilm von: Susanne Bohlmann
Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Der taubblinde Sven will den 800 Kilometer langen Jakobsweg nach Santiago de Compostela meistern. Doch die Reise birgt Gefahren jenseits des körperlichen Handicaps. Sven Fiedler hat das Usher-Syndrom, eine Krankheit, bei der Hör- und Sehvermögen langsam schwinden und er immer mehr von seiner Umwelt isoliert wird. 2017 bricht er mit einem Team von Assistentinnen auf, begleitet von der Filmemacherin Susanne Bohlmann. Zwei Jahre lang plante Sven seine große Reise akribisch. Doch was zunächst als Heldenreise beginnt, entwickelt sich zu einer Tour de Force für alle Beteiligten. Sven bekommt Probleme mit den Knien, vor allem aber fühlt er sich von seinen Taubblindenassistentinnen (TBAs) im Stich gelassen. Ein Abbruch der Reise ist für ihn aber unvorstellbar. Schritt für Schritt bewältigen Sven und seine sich abwechselnden Helferinnen die 800 Kilometer lange Strecke durch Frankreich und Spanien. Längst zählen nicht mehr das gemeinsame Unterwegssein, sondern das bloße Vorankommen und der Kampf gegen einen fatalen Vertrauensverlust auf beiden Seiten. Manch verzweifelte Assistentin fährt mit dem Gefühl des Versagens und der absoluten Hilflosigkeit nach Hause. Sven wird erst wieder zu Hause in seinem kleinen Reich in Rottweil zu Ruhe und Ausgeglichenheit finden und über seinen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung reflektieren, den er sich in der Wirklichkeit der Reise trotz aller Unterstützung nicht erfüllen konnte. Susanne Bohlmann hatte mit der Reisegruppe verabredet, den Beginn und das Ende der Wanderung zu dokumentieren. Als sich jedoch gegen Ende des ersten Drehblocks die Konflikte zwischen Sven und seinen TBAs abzeichneten, entschied Bohlmann zu bleiben und ohne ihr Filmteam die Reise zu dokumentieren. Langsam verstand sie Svens Frustration und warum seine Begleiterinnen, die ihn zum Teil schon lange kannten, nicht mehr zu ihm durchdrangen, sondern er sich von ihnen verraten fühlte. Durch die Begleitung der Reise und des Konflikts gelingt Bohlmann, das Wesentliche der Situation Svens zu erfassen: seine Einsamkeit in einer von optischen und akustischen Reizen abgeschlossenen Innenwelt und die Gründe dafür, nicht genug vertrauen zu können. Susanne Bohlmann wurde 1978 in Osnabrück geboren und gründete 2004 nach einem Schauspiel- und Journalistik-Studium die Produktionsfirmen kreatiFILM & ConkerTreeFilm in Köln. Sie hat in zahlreichen Fiktion- und Doku-Produktionen sowohl Drehbuch, Regie als auch Schnitt übernommen. In "Eine Armlänge Welt" führt sie stellenweise auch die Kamera. 2018 konnte sie ebenfalls ihren ersten Feature-Dokumentarfilm "Pink Elephants" – über die Arbeit eines Schauspiel-Coaches aus Hollywood – in die Kinos bringen.


37 Grad
00:05 Die Pfandjäger (25 Min.) (AD, UT) (VPS: 23:45)
Warum Menschen Flaschen sammeln
Film von: Nadja Kölling
(Erstsendung 11.12.2018)

In den letzten Jahren hat sich das Flaschensammeln zu einem gesellschaftlichen Phänomen entwickelt: Warum wühlen Menschen für ein paar Cent in Mülleimern? "37°" begleitet drei Pfandjäger. Burkhard (79), Nicole (57) und Bruno (70) bessern mit dem Pfand nicht nur ihre schmale Haushaltskasse auf. Sie schätzen am Flaschensammeln auch die Bewegung, die sozialen Kontakte und die feste Tagesstruktur. Alle drei sind Flaschensammler aus Überzeugung. Burkhard aus Hannover ist ein klassischer "Lebenskünstler": Er hat als Bildhauer gearbeitet, einen Flohmarkt organisiert, war Musiker. Seit fast zwölf Jahren – seit er eine kleine Rente bezieht – sammelt Burkhard nachts am "Café Glocksee" die Pfandflaschen des Partyvolks. Mit seinem Einkaufswagen steht Burkhard im Hof und unterhält sich mit den jungen Leuten. Inzwischen ist er dort zu einer Art Kultfigur geworden. Das Flaschensammeln hilft Burkhard, seinen Tag zu strukturieren: "Jetzt ist Flaschensammel-Zeit, dann Flaschenwegbring-Zeit, so hat man immer was zu tun. Und so ist man im Leben drin, ich könnte mir nicht vorstellen, im Altersheim am Stadtrand darauf zu warten, dass das Essen kommt." Burkhard lebt allein, seine sozialen Kontakte finden hauptsächlich im Umfeld des Cafés statt. 2017 hatte Burkhard einen Herzinfarkt, seitdem braucht er mehr Ruhe und ist nicht mehr so fit: "Das Flaschensammeln bringt mich in Bewegung, raus aus dem Haus, unter Menschen. Das tut mir gut, sonst wird man immer schlaffer. Und dann verdiene ich auch noch ein bisschen was dabei." Aber wie lange wird Burkhard das noch gesundheitlich schaffen? Nicole stammt aus Düsseldorf. "Am Anfang hatte ich massive Hemmungen, in einen Mülleimer zu greifen. Aber wenn Sie nicht reingreifen, kriegen Sie nichts, da muss man drüber weg. Manche Leute gucken dann weg, andere gucken mitleidig, aber meistens wird man gar nicht gesehen – weil Armut unsichtbar macht." Seit 2011 ist die diplomierte Sozialarbeiterin aufgrund eines schweren Rückenleidens und eines Wirbelimplantates erwerbsunfähig. Sie kann keinem normalen Job mehr nachgehen, weil sie unter chronischen Schmerzen leidet. Und plötzlich blieben der alleinerziehenden Mutter nach Abzug ihrer Fixkosten nur noch knapp 100 Euro im Monat. So begann sie mit dem Pfandsammeln: "Ich kann nichts anderes machen, aber das ist eine ehrliche Arbeit. Ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen, ich prostituiere mich nicht. Wofür sollte ich mich schämen?" Nicole ist es gewohnt, zu kämpfen, sich durchzubeißen. Ihr Sohn ist längst ausgezogen, aber Flaschen sammelt Nicole noch immer. So oft es ihre Gesundheit zulässt, verlässt sie um 4:30 Uhr ihre Wohnung in "Arbeitskleidung" und sucht die Straßen ab, sie durchwühlt knapp 250 Mülleimer nach Leergut. "Ich will mir einmal im Monat eine Tasse Kaffee leisten, ohne überlegen zu müssen, was ich morgen zu Mittag esse." Bruno kommt an richtig guten Tagen auf einen Stundensatz von knapp fünf Euro. Acht Cent bringen Glasflaschen, 15 Cent Mehrwegflaschen und PET-Flaschen sogar 25 Cent: Edelpfand nennt er das. "Das ist schon hart – andererseits liegt da bares Geld auf der Straße, und das einfach liegen lassen? Kann ich auch nicht." Brunos Revier ist die Reeperbahn auf St. Pauli. Er sammelt, wenn die anderen feiern: von Mitternacht bis morgens früh. "Ich sammele, wenn es am ökonomischsten ist. Jetzt ist der meiste Krach, da kann ich eh nicht schlafen. Dann gehe ich halt spazieren, bleibe agil und verdiene dabei Geld." Die Konkurrenz unter Pfandsammlern ist groß, nicht selten kommt es zu "Revierkämpfen" untereinander. Und auch betrunkene Kiezbesucher gehen die Sammler oft aggressiv an. Bruno versucht, sich aus allem Ärger rauszuhalten. 2008 kam er aus dem Osten nach Hamburg, um hier einen Job zu finden. Trotz seiner drei Ausbildungen fand er nichts, für ihn ein herber Schlag. Mit dem Pfandgeld besserte er seine Haushaltskasse auf. Inzwischen ist er in Rente und lebt von 800 Euro im Monat. "Von dem Flaschengeld kann ich mir ab und zu ein Highlight gönnen, wie im Restaurant zu essen. Das tut der Seele gut, und danach geht es mir besser." Die Miete in Hamburg kann er sich nicht mehr leisten, daher muss er umziehen, in eine kleine Wohnung im sächsischen Görlitz. Dort will er neu anfangen. Der Film taucht ein in das Flaschensammler-Milieu und begleitet Burkhard, Nicole und Bruno ein halbes Jahr lang in ihrem Alltag.


00:30 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:00 Willkommen Österreich (55 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 00:45)
(Erstsendung 11.12.2018)

Österreichische Late-Night-Show, moderiert von Dirk Stermann und Christoph Grissemann. "Willkommen Österreich" präsentiert mit dem sprühenden Charme der Abgeklärtheit provokante Themen und schwarzen Humor – fernab von Political Correctness.


01:55 Adele: Live in New York City (40 Min.) (HDTV) (VPS: 01:35)
Radio City Music Hall, New York, USA, 2015

Regie: Beth McCarthy-Miller

Am 17. November 2015 tritt Adele in New Yorks Radio City Music Hall vor begeisterten Fans und Ehrengästen auf. Anlass ist ihr Comeback mit ihrem dritten Albums "25". Mit ihrer eindrucksvollen Bühnenpräsenz zieht Adele ihr Publikum nach mehrjähriger Pause mühelos in den Bann, präsentiert die aktuelle Single "Hello", Songs des neuen Albums wie "All I Ask" und "When We Were Young" und die Klassiker "Someone Like You" und "Skyfall".


02:35 Tina Turner: Rio '88 (45 Min.) (HDTV, 4:3) (VPS: 02:20)
Maracana Stadium, Rio de Janeiro, Brasilien, 1988

Am 16. Januar 1988 tritt Tina Turner in Rio im Rahmen der "Break Every Rule World Tour" auf. 180 000 Fans kommen zu dem inzwischen historischen Konzert mit einer Sängerin in Bestform. Von März 1987 bis Ende März 1988 absolviert Tina Turner die bestbesuchte Tournee aller Zeiten einer weiblichen Künstlerin und tritt vor vier Millionen Fans auf. Angekündigt als "Turners letzte Tour" spielt sie in 13 Ländern und will danach nur noch Filme drehen.


03:20 Foreigner: Live from New York (60 Min.) (HDTV) (VPS: 03:05)
Capitol Theatre, Port Chester, New York, USA, 2015

Im Februar 2015 geben Foreigner in New York ein Best-of-Konzert ihrer über 40-jährigen Karriere mit Hits wie "Juke Box Hero", "Cold as Ice", "Urgent" und "I Want to Know What Love Is". "Es ist aufregend, dass unser Auftritt in New York zeitgleich live in den USA übertragen wird", sagt Gründungsmitglied Mick Jones, der früher bei George Harrison, Peter Frampton und Spooky Tooth Gitarre gespielt hat und der letzte der Ur-Besetzung von 1976 ist.


04:20 Journey: Live in Manila (60 Min.) (HDTV) (VPS: 04:05)
Mall of Asia, Bay City, Manila, Philippinen, 2009

Am 14. März 2009 präsentieren Journey in Manila vor 30 000 Fans ihren neuen Sänger Arnel Pineda, den Gitarrist Neal Schon im Internet entdeckt hat – als Sänger einer Journey-Coverband. 2007 stehen Journey nach dem Abgang von Steve Augeri ohne Sänger da. Der philippinische Sänger Arnel Pineda ist nach Gregg Rolie, Robert Fleischmann, Steve Perry, Steve Augeri und Jeff Scott Soto der sechste Sänger des Quartetts, das 1973 in San Francisco gegründet wird.


05:20 – 06:20 Def Leppard: And there will be a next time (60 Min.) (HDTV) (VPS: 05:05)
DTE Energy Music Theatre, Detroit, USA, 2016

Am 17. Juli 2015 spielen Def Leppard in Detroit: Sänger Joe Elliott, die Gitarristen Vivian Campbell und Phil Collen, Bassist Rick Savage und Drummer Rick Allen präsentieren ihre großen Hits. Gegründet 1977 in England, schaffen Def Leppard 1983 mit dem Studioalbum "Pyromania" den internationalen Durchbruch und erhalten für den zehnfachen Platinverkauf des Albums in den USA den Diamond Award. Ihr viertes Album "Hysteria" (1987) übertrifft diesen Erfolg.

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Dienstag, 18. Dezember 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 17.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 17.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 17.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 17.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


10:15 ÄTNA – Höllenschlund im Mittelmeer (15 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Michael Petsch
(Erstsendung: 30.3.2018)

Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkane der Erde. Mit einer gewaltigen Höhe von über 3300 Metern dominiert er Sizilien. Es ist das Porträt eines der faszinierendsten Naturwunder Europas. Dieser Film dokumentiert mit eindrucksvollen Bildern von Eruptionen, welche Urkraft in den Tiefen des Ätna schlummert. Wissenschaftler erklären, welche Gefahren von ihm ausgehen. Einheimische zeigen, wie sie es gelernt haben, mit den Tücken von "Mama Ätna" zu leben. So liebevoll bezeichnen die Sizilianer den Vulkan, der sie ständig bedroht: "Wie eine brummelige Landmama", die ihre eigene Suppe kocht und "sich ungern in die Karten schauen lässt", fasst Dr. Boris Behncke den Charakter des Ätna zusammen. Er ist Deutscher, arbeitet seit rund 20 Jahren als Vulkanologe im INGV, der staatlichen italienischen Überwachungszentrale in Catania. Er hat unzählige Ausbrüche miterlebt und erzählt in diesem Film vom durchaus tückischen Charakter des Vulkans. Im März 2017 erlebte er die gefährlichste Situation seiner Laufbahn, als glühende Lavabrocken über einer Eisfläche plötzlich explodierten. Die Bilder der fliehenden Menschen, die in der Nähe waren, gingen durch die Nachrichten in aller Welt. Für Dr. Behncke indirekt auch ein Zeichen dafür, dass "Mama Ätna" ihren Charakter allmählich ändert: vom "gutmütigen" Vulkan zu einem eher explosiven Wesen. Fast jedes Jahr bricht er, respektive sie, einmal aus. Die Gefahren für die Anwohner halten sich zwar in Grenzen, seit der obere Teil des Ätna zum Nationalpark erklärt wurde, der nicht bebaut werden darf. Reißen jedoch Flanken in tieferen Regionen auf, gibt es fast nichts, was den Lavafluss stoppen kann. Winzerin Chiara Vigo erinnert sich daran, wie sie als Kind miterleben musste, dass ein Ausbruch im Norden bei Randazzo fast alle Weinberge der Familie vernichtete: eine Katastrophe, denn versichern kann man sich am Ätna bis heute nicht dagegen. Dass der Lavastrom einen Rest der Habe übrig ließ und "wie durch ein Wunder" urplötzlich die Richtung änderte, wie Chiara im Film erzählt, wird sie nie vergessen. Gemeinsam mit ihrem Mann Gianluca baut sie heute hier den "Nerello Mascalese" an, die typische rote Rebsorte der wenigen, etwa 130 Winzer am Ätna. Dass der Vulkan nicht nur nimmt, sondern auch gibt, weiß sie zu schätzen. Der fruchtbare und mineralreiche Vulkanboden ermöglicht den Anbau von Wein, Oliven, Pistazien und vielem, was die sizilianische Küche ausmacht. Wann aber Mama Ätna das nächste Mal ihren Höllenschlund öffnen wird, vermag niemand genau zu sagen. Die Vulkanologen am INGV können zwar jedes Zittern der Gasblasen im Inneren des Berges messen und mit der Häufigkeit der Intervalle auch vage Prognosen treffen, ob ein Ausbruch wahrscheinlich ist. "Aber das Einzige, was wir wirklich mit Sicherheit ausschließen können, ist, dass der Ätna morgen erlischt", konstatiert Dr. Behncke. So beobachtet er weiter jede Regung des Vulkans – nicht nur während seiner Schichtarbeit in der Überwachungsstation in Catania. Für seine Familie und sich hat er eine Wohnung gemietet – mit freiem Blick auf die Hauptkrater des Ätna.


10:30 Expedition Sternenhimmel (45 Min.) (VPS: 10:29)
Dem Universum ganz nah – Chile
Film von: Hannah Leonie Prinzler
(Erstsendung: 30.01.2018)


11:15 Reise zu neuen Horizonten (105 Min.)
Mit Alexander Gerst ins All
Film von: Luise Wagner
(Erstsendung 17.12.2018)

Alexander Gerst ist der erste deutsche Kommandant der Internationalen Raumstation ISS. Der Film begleitet das zweijährige Training und die aufregenden Monate der Mission "Horizons". Die aktuellen Experimente auf der ISS liefern Erkenntnisse, um weiter ins All vordringen zu können. Der Mond, und nach ihm der Mars, rücken für die Menschheit in greifbare Nähe. Doch wie können die Astronauten dorthin gelangen und wie dort überleben? Für Alexander Gerst ist es bereits der zweite Aufenthalt im All. 2014 schickte er von seiner Mission "Blue Dot" faszinierende Fotos aus dem All und dokumentierte die atemberaubende Schönheit unseres Heimatplaneten, aber auch dessen Verletzlichkeit. Die neue aktuelle Mission richtet den Blick in die Weiten des Alls hinaus. Bereits für 2020 ist die nächste bemannte Reise zum Mond geplant, und auch Alexander Gerst träumt davon, persönlich den Erdtrabanten betreten zu können. Beeinflusst wird sein Aufenthalt auf der ISS von einer unerwarteten Herausforderung: Nach dem Fehlstart einer Soyuz-Rakete am 11. Oktober 2018 ist die dreiköpfige Crew allein auf der Raumstation. Bis die Ursachen geklärt sind, ist offen, wann die nächste Besatzung starten und Alexander Gerst zurück auf die Erde fliegen kann. Wie er sich auf die Risiken einer Weltraummission vorbereitet und auch seine Angst besiegt, erzählt er in ruhigen Momenten am Rande seines Trainings bei der NASA in Houston und im russischen "Sternenstädtchen" Swjosdny Gorodok. Zusammen mit Raumfahrt-Experten, die ständig mit Alexander Gerst in Kontakt stehen, beleuchten die Filmemacher die Ausnahmesituation, in der die Astronauten sich befinden.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:20 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV)
Eisige Welten
Folge 1 von 5
Film von: Colin Collis
(Erstsendung 16.6.2017)

Von den Eiswüsten Nordeuropas über die waldreichen Mittelgebirge, den Feuchtgebieten des Donaudeltas bis zu den Halbwüsten der Iberischen Halbinsel – Europas Landschaften sind einzigartig. Der erste Teil der Reihe "Europa ungezähmt" widmet sich "eisigen Welten": Während auf dem Großteil des Kontinentes mildes Klima herrscht, müssen sich die nördlichen Regionen auf Temperaturen bis zu minus 40 Grad einstellen. Ein Härtetest für jede Form von Leben. Trotzdem findet sich eine enorme Vielfalt: vom weltgrößten Landraubtier, dem Eisbären, der die eisigen Polarregionen durchstreift, bis hin zum kleinsten Wiesel, das in den tief verschneiten Wäldern auf die Jagd geht. In dieser lebensfeindlichen, weiß umhüllten Welt überleben nur die Stärksten. Wer hier nicht perfekt angepasst ist, hat keine Chance.


14:05 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV)
Die großen Wälder
Folge 2 von 5
Film von: Poppy Riddle
(Erstsendung 16.6.2017)

Im zweiten Teil der Reihe geht es um die großen Wälder Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses. Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel. Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.

Redaktionshinweis: Die weiteren Folgen der fünfteiligen Reihe "Europa ungezähmt" zeigt 3sat am Mittwoch, 19. Dezember, um 13.25 Uhr, sowie am Donnerstag, 20., und Freitag, 21. Dezember, jeweils um 13.20 Uhr.


14:50 Nach der langen Nacht – Der Winter auf Spitzbergen (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Kai Schubert
(Erstsendung 4.1.2014)

Das Ende der Polarnacht ist eine besondere Zeit in der Arktis: geheimnisvoll, wenn die letzten Nordlichter am Himmel spuken. Jetzt beginnt alles neu, erwacht das Leben. Es ist die beste Zeit, um Eishöhlen unter Gletschern zu erforschen – oder um im Packeis Eisbären beim Liebesspiel zu beobachten: vom ersten Kuss bis zum Paarungsakt. Der Film zeigt einzigartige Bilder und spannende Geschichten aus der Kälte. Die hohe Arktis ist ein extremer Lebensraum – zu jeder Jahreszeit. Schnee und Eis, Sturm und Kälte bestimmen alles, sind verantwortlich für Bedingungen, die auf den ersten Blick absolut lebensfeindlich erscheinen. Dennoch existieren auch wenige Breitengrade südlich des Nordpols Fauna und Flora, die sich den harschen Voraussetzungen geradezu perfekt angepasst haben. Spitzbergen, eine etwa 1200 Kilometer unterhalb des Pols gelegene Inselgruppe, ist dafür ein exemplarisches Beispiel. "Nach der langen Nacht – Der Winter auf Spitzbergen" zeigt die hohe Arktis von einer ganz besonderen Seite: Bizarr und anmutig, wenn anfangs nur für Minuten mit der Sonne das Licht wiederkommt. Wild und unbändig, wenn Kälte und Sturm Spitzbergen im Griff haben.


15:35 Wildes Russland (45 Min.) (HDTV, UT)
Sibirien
Folge 3 von 6
Film von: Tobias Mennle
(Erstsendung 24.12.2008)

Eine riesige Wildnis im Herzen Russlands, wo die Kälte dominiert – das ist Sibirien. Jenseits des Urals gelegen, umfasst Sibirien rund zehn Prozent der gesamten Landmasse der Erde. Keine Frage, dass es sich um ein Land der Superlative handelt: riesige Temperaturschwankungen um etwa 80 Grad, die widerstandsfähigsten Tiere unseres Planeten und der tiefste und älteste See der Welt. Der harte Winter fordert Anpassung – der dichte Pelz des Zobels wurde ihm allerdings fast zum Verhängnis. Inzwischen liegen Pelze nicht mehr im Trend, und die einheimischen Raubtiere stellen dem Zobel häufiger nach als der Mensch. Sibirien ist die kälteste bewohnte Gegend der Erde, und man lebt meist in einfachen Verhältnissen. Die Männer züchten die berühmten jakutischen Pferde und halten große Rentierherden – ihre Haustiere kennen jedoch keinen Stall und keine Futterzeit, sondern sorgen in der Wildnis für sich selbst. Zugefrorene Flüsse dienen im Winter als Straßen, auf denen Rentierschlitten und Lastwagen gleichermaßen unterwegs sind. Der Baikalsee ist dann nicht nur der größte See der Welt, sondern auch ein riesiges Eishockeyfeld. Für die scheuen Baikalrobben bleibt immer noch genug Platz – auch wenn sie sich im Sommer um die wenigen Sonnenplätze auf den Felsen streiten. Den Filmemachern gelangen spektakuläre Unterwasseraufnahmen der einzigen Süßwasserrobbenart unseres Planeten. Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.


16:20 Wildes Russland (40 Min.) (HDTV, UT)
Der Ferne Osten
Folge 4 von 6
Film von: Henry Mix
(Erstsendung 24.12.2008)

Ussurien an der russischen Pazifikküste ist ein zerklüftetes Land aus Wasser und Eis mit sanften waldbedeckten Hängen und einer schroffen Küste. Der Herrscher dort ist der Amur-Tiger. Die gepunkteten Sika-Hirsche kommen aus dichtem Wald häufig an die Küste, um angespülte Algen zu fressen. Doch das Leben im Jagdrevier des Sibirischen Tigers ist nicht ganz ungefährlich. Sensationelle Aufnahmen zeigen erstmalig einen wilden Amur-Tiger am Strand. Junge Kragenbären verstecken sich lieber in den Baumwipfeln, sobald ein hungriger Tiger aufkreuzt. Doch der Amur-Tiger hat selbst gefährliche Feinde: Wilderer machen den Jäger zum Gejagten, und durch Rodung schrumpft sein Lebensraum unaufhaltsam. Das gleiche Schicksal teilt der Amur-Leopard. Schätzungsweise gibt es weltweit nur noch 40 Tiere. Der Amur-Leopard konnte bei der nächtlichen Jagd gefilmt werden. Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.


17:00 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Leben im Meer
Folge 1 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 8.7.2003)

Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Erkenntnis, dass alles Leben in den Ozeanen abhängig ist von einer ständigen Versorgung mit Nährstoffen. Deren Verteilung übernehmen die Meeresströmungen, indem sie nährstoffreiches Wasser an die Oberfläche treiben. Im Ostpazifik, wo Cocos und die Galapagosinseln wie isolierte Berggipfel aus dem Meer ragen, treffen die Meeresströmungen auf ein Unterwassergebirge, das sie die Hänge aufwärts zwingt. Diese planktonreichen Gewässer locken riesige Schwärme von Fischen an, diese wiederum Haie und andere Raubfische. Auch vor der Küste Südafrikas ziehen Millionen Sardinen mit den küstennahen Strömungen vom Kap nordwärts, dicht gefolgt von Kaptölpeln, Haien und Delfinen. Nährstoffe allein reichen jedoch nicht aus, um Leben gedeihen zu lassen. Auch die Sonne ist lebenswichtig. Die Rückkehr der Sonne im Frühjahr der nördlichen Hemisphäre lässt Millionen Heringe zum Laichen nach Alaska ziehen. Die Fische und ihr Laich stehen am Beginn einer langen Nahrungskette, die von Krabben über Vögel bis zu Eisbären reicht. Der Frühling in Alaska lässt auch die Grauwale aus ihren Fortpflanzungsgebieten in der Sea of Cortez ins Beringmeer zurückkehren. Die Weibchen mit Kälbern ziehen langsamer und sind verwundbarer als ihre Artgenossen. Sie werden oft von Gruppen von Orcas verfolgt, an deren Verhalten erkennbar wird, weshalb sie auch Killerwale genannt werden: Sie haben es auf die Grauwalkälber abgesehen. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. Die dabei entstandene Filmreihe enthüllt die Geheimisse der Ozeane.


17:45 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
In der Tiefsee
Folge 2 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 15.7.2003)

Die Tiefsee ist der unbekannteste aller marinen Lebensräume. Der Film unternimmt eine Reise von der Wasseroberfläche bis in die scheinbar lebensfeindliche Welt der Tiefseegräben. In tausend Metern Tiefe herrscht ewige Nacht, in der nur noch Tiere überleben können. Pflanzen, die Licht für die Photosynthese brauchen, können dort nicht mehr existieren. Aber gerade die ewige Dunkelheit ist der Lebensraum der bizarrsten Tierarten. Die Raubfische der Tiefsee haben gewaltige Zähne und riesige Mäuler. Es schwimmt so selten Fressbares an ihnen vorbei, dass sie fähig sein müssen, Beute jeglicher Größe zu überwältigen. Um Energie zu sparen, stehen sie wie geduldige Mäusefallen reglos im Wasser und warten auf Beute. Mit empfindlichen Fühlern und ihrem Seitenlinienorgan registrieren sie die kleinste Bewegung in der Finsternis. Biolumineszenz ist die einzige Lichtquelle in der Tiefsee. Laternenfische besitzen eine Reihe von Leuchtorganen, die der Kommunikation dienen. Potenzielle Beutetiere bedienen sich der Biolumineszenz, um Angreifer in die Flucht zu schlagen, während Anglerfische mit ihren Leuchtorganen regelrecht Beute ködern. Die mittlere Tiefe des Ozeanbodens liegt bei etwa 4000 Metern. Die meisten Tiere, die in dieser kalten Finsternis, in der immenser Wasserdruck herrscht, existieren, sind Aasfresser. Ihr ausgezeichneter Geruchssinn führt Tausende Schleimaale zu den Fisch- oder Walkadavern, die ab und zu von der Wasseroberfläche zum Meeresboden sinken. Oft tauchen sogar riesige Eishaie an solchen Fressplätzen auf. Alles Leben in der Tiefsee ist völlig unabhängig vom Sonnenlicht. In mehreren Tausend Metern Tiefe ist Vulkanismus die Lebensgrundlage. Entlang von Vulkanketten hat sich eine ganze Tiergemeinschaft darauf spezialisiert, ihre Energie aus heißen Tiefseequellen zu gewinnen. Hier steht Schwefelwasserstoff am Beginn der Nahrungskette, in die sich Muscheln und Krebstiere ebenso reihen wie Fische und Kraken. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt die dabei entstandene Reihe "Unser blauer Planet" die Geheimisse der Ozeane. Redaktionshinweis: Die weiteren Folgen der achtteiligen Reihe "Unser blauer Planet" zeigt 3sat an den kommenden Werktagen jeweils ab 17.00 Uhr als Doppelfolgen.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Das Wunder von Kärnten (90 Min.) (HDTV, UT)
Fernsehfilm Deutschland / Österreich, 2011

Rollen und Darsteller:
Dr. Markus Höchstmann – Ken Duken
Dr. Lydia Martischek – Julia Koschitz
Dr. Thomas Wenninger – Jürgen Maurer
Karin Breitner – Gerti Drassl
Georg Breitner – Gerhard Liebmann
Judith – Hilde Dalik
Max – Leon Baumgartner
Abgeordneter Plögauer – Bernhard Schir
Professor Lohmeyer – Erwin Steinhauer

Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Christoph Silber, Thorsten Wettcke

Der junge Wiener Kardiologe und Ultramarathonläufer Dr. Markus Höchstmann, dessen erster Job ihn 1998 ans Landeskrankenhaus Klagenfurt in Kärnten geführt hat, hat keinen leichten Stand. Seine in Wien zurückgebliebene Frau und seinen kleinen Sohn sieht er nur am Wochenende, die älteren Kollegen halten ihn wegen seines Pendelns in die Großstadt für arrogant. Dann wird er vor die größte Herausforderung seiner Laufbahn gestellt. Ausgerechnet am vierten Geburtstag seines Sohnes muss er in der Klinik bleiben. Sein Chef Professor Lohmeyer ist bei einer Konferenz in den USA, und Höchstmann übernimmt die stellvertretende Leitung der Chirurgie. Die spöttischen Kommentare des Kinderarztes Dr. Thomas Wenninger führen zu Spannungen, die auch Anästhesistin Lydia Martischek, Wenningers Ex-Freundin, registriert. Ein Notfall unterbricht ihre Streitigkeiten: Ein Rettungshubschrauber bringt ein dreijähriges Mädchen leblos und kalt in die Klinik. Kein Puls. Keine Atmung. Nichts. Körpertemperatur 18,4 Grad Celsius. Ein hoffnungsloser Fall, wie Wenninger befindet – die Kleine lag fast 30 Minuten unter Wasser. Eine vergleichbare Rettung ist noch nie gelungen. Nur ein Wunder kann jetzt noch helfen. Mit dem Mut der Verzweiflung und der zähen Ausdauer eines Marathonläufers versucht Dr. Höchstmann, das schier Unmögliche möglich zu machen: 15 Stunden lang kämpft er in dieser Nacht um das Leben seiner kleinen Patientin – zuerst gegen den Widerstand von Dr. Wenninger, schließlich aber mit dessen und Lydias Unterstützung.

Der Fernsehfilm "Das Wunder von Kärnten" nach einer wahren Begebenheit erzählt atmosphärisch intensiv und sehr emotional die Geschichte einer einzigen Nacht, die das Leben einer kleinen Gruppe von Menschen für immer veränderte.


21:45 kinokino (15 Min.) (HDTV)
Filmmagazin
Erstausstrahlung

Was läuft aktuell im Kino? Welches sind die neuesten Hits auf der Leinwand? "kinokino" stellt die wichtigsten Neustarts und Themen aus der Filmwelt vor. Das Magazin zeigt Porträts und Interviews mit Schauspielern und Regisseuren. Welche Filme lohnen sich? Welche sollte man lieber meiden? "kinokino" kritisiert die Tops und Flops und berichtet von den spannendsten Festivals.


22:00 ZIB 2 (25 Min.) (HDTV, UT)
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.


22:25 Tief durchatmen, die Familie kommt (90 Min.) (AD, UT)
Fernsehfilm Deutschland, 2015

Rollen und Darsteller:
Gundula – Andrea Sawatzki
Gerald – Axel Milberg
Ilse Schultze – Christine Schorn
Edgar Schultze – Günther Maria Halmer
Susanne Bundschuh – Judy Winter
Hans-Dieter "Hadi" Schultze – Stephan Grossmann
Rose Schultze – Eva Löbau
Herr Mussorkski – Uwe Ochsenknecht
Matz – Claudio Schulte
Ricarda – Amber Marie Bongard

Regie: Vivian Naefe
Drehbuch: Mathias Klaschka
Roman: Andrea Sawatzki

Wie jedes Jahr feiern Gerald und Gundula gemeinsam mit der ganzen Familie Weihnachten. Doch Heiligabend entwickelt sich zum Desaster, bei dem Gundula die Nerven verliert. Dass ihre Mutter und ihre Schwiegermutter die alten Geschichten aufwärmen würden und ihr Mann Gerald nicht mal in der Lage ist, den Christbaum aufzustellen, damit war nicht zu rechnen. Gerald hatte von Anfang an keine Lust auf Weihnachten mit der Familie. Gundulas religiöser Bruder Hadi und Gattin Rose gehen ihm notorisch auf die Nerven. Dass Heiligabend aber insgesamt so aus dem Ruder laufen würde, das hätte selbst Gundula nicht gedacht. Hadi und Rose werden vom Weihnachtsmann überfallen, die Tochter verweigert das Familienessen, Vater Edgar kämpft mit seiner leichten Alzheimer-Erkrankung, Mutter Ilse zankt sich mit Geralds Mutter Susanne – kurz, es ist eigentlich so wie jedes Jahr. Die einzige echte Überraschung ist, dass Gundulas handfeste Ehekrise angesichts dieses Weihnachtsdesasters nochmal deutlich an Schärfe zunimmt. Gundula und Gerald streiten sich. Und die Verwandtschaft reist ab, nur Papa Edgar darf bleiben. Fröhliche Weihnachten! Weihnachtskomödie nach dem gleichnamigen Roman von Andrea Sawatzki


ZDF-History
23:55 Kennedy gegen Callas – Das Duell der Diven (25 Min.) (40 Min.)
Film von: Philippe Kohly
(Erstsendung 9.12.2018)

Es war eines der größten Liebesdramen des 20. Jahrhunderts: Tankerkönig Onassis heiratet 1968 Jackie Kennedy und verlässt seine langjährige Geliebte, die Operndiva Maria Callas. Nach der Ermordung von Präsident Kennedy flieht "Jackie" in die Arme des Selfmade-Milliardärs, doch die Ehe scheitert. Und auch für Weltstar Maria Callas gibt es kein Happy End: Verlassen stirbt sie mit nur 53 Jahren an einem Herzinfarkt. Jackie Kennedy muss in ihrer Ehe mit dem US-Präsidenten Fehlgeburten und außereheliche Eskapaden ihres Mannes ertragen. Als nach "JFKs" Ermordung fünf Jahre später auch noch Kennedys jüngerer Bruder Robert einem Attentat zum Opfer fällt, verlässt die "Witwe der Nation" mit ihren beiden Kindern Amerika. An der Seite des Tankermoguls Onassis will sie Ruhe finden. Ein großzügiger Ehevertrag garantiert Jackie einen luxuriösen Lebensstil, Onassis genießt die Aufmerksamkeit an der Seite der damals berühmtesten Frau der Welt. Doch die Gegensätze zwischen der feinsinnigen ehemaligen First Lady und dem schwerreichen Unternehmer sind zu groß. Während seiner Ehe mit Jackie Kennedy sucht Onassis wieder Kontakt zu Maria Callas, die er in Paris in einer Luxuswohnung zurückgelassen hat. Dann kommen Schicksalsschläge: Onassis verliert seinen einzigen Sohn aus erster Ehe bei einem Flugzeugunglück, ein Jahr später stirbt Onassis' erste Frau an einer Überdosis Schlaftabletten. 1975 will der Milliardär die Trennung von der Präsidentengattin, doch sein Tod verhindert den Vollzug der Scheidung.

Reporter
Unschuldsvermutung
(Erstsendung 21.10.2018)

Der Schweizer Bernhard W. wurde von seiner Frau beschuldigt, er habe sie töten wollen. Für 814 Tage kam er in U- und Sicherheitshaft. Heute leidet er an Depressionen und ist traumatisiert. Er wurde erst entlassen, als er erstinstanzlich freigesprochen wurde. Am Anfang steht ein Vorfall vom 28. Januar 2015 im Haus des Ehepaars im Kanton Aargau. Die Aussagen dazu von Bernhard W. und seiner Frau gehen diametral auseinander. Sie sagt, W. habe sie mit einem Kissen im Schlafzimmer ersticken wollen. Anschließend habe er mit beiden Händen in einem 15-minütigen Kampf versucht, ihr Mund und Nase zuzuhalten. W. bestreitet die Tat. Er sagt, er sei aufgewacht, die Frau habe in Panik geschrien. Mit einem Messer in der Hand habe sie neben dem Bett gesessen. Er habe sie festgehalten. Einen Kampf habe es nie gegeben. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Rheinfelden steht später: Bernhard W. wird der versuchten vorsätzlichen Tötung beschuldigt. Er kommt ins Bezirksgefängnis Kulm, in Untersuchungshaft. Die Zeit hinter Gittern beschreibt W. als nicht enden wollenden Albtraum. Noch heute kämpft er mit den Folgen der langen Haft. Wer in Untersuchungshaft sitzt, für den gilt die Unschuldsvermutung. Trotzdem hieß Untersuchungshaft für Bernhard W., 23 Stunden pro Tag in der Zelle eingesperrt zu sein und eine Stunde Bewegung im verglasten, belüfteten Spazierhof. Die Reporter Roman Banholzer und Simon Christen berichten über einen Menschen, der die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekam – und im erstinstanzlichen Prozess vor dem Bezirksgericht Rheinfelden freigesprochen wurde. Heute steht er vor den Trümmern seiner einstigen Existenz und versucht, sich zurück ins Leben zu kämpfen. Sofern es beim Freispruch bleibt, wollen Ehefrau und Staatsanwaltschaft den Fall ans Obergericht weitergeben.


01:00 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:30 Natur im Garten (30 Min.) (HDTV)
Folge 10 von 10
(Erstsendung 25.11.2018)

"Natur im Garten" ist ein österreichisches Magazin für Gartenliebhaber und Hobbygärtner. Wissen, was wirkt, und sehen, wie's geht: Unter diesem Motto führt Moderator und Gartenbuchautor Karl Ploberger durch eine bunte Mischung aus Unterhaltung, Service und Information rund ums Thema "Garten". Außerdem stellt er besondere Gärten und ihre Besitzer vor.


02:00 Die geheimen Gärten von Venedig (45 Min.) (HDTV, UT)
Auf Entdeckungsreise mit Biogärtner Karl Ploberger
(Erstsendung 13.12.2015)

Venedig ist bekannt für seine Kanäle, seine Brücken, die engen Gassen und die vielen Sehenswürdigkeiten. Unbekannt hingegen sind die versteckten grünen Ecken. Karl Ploberger findet sie. Ein Venezianer muss sich mit 1,5 Quadratmeter öffentlichem Garten begnügen, was sehr wenig ist im Vergleich zu beispielsweise 40 Quadratmeter in London. Biogärtner Karl Ploberger macht sich auf die Suche nach diesen Gartenperlen. Sie sind hinter hohen Mauern vor neugierigen Blicken versteckt oder liegen am Rand der Kanäle und sind für Spaziergänger unerreichbar. Er führt die Zuschauer an die unbekannten, grünen Ecken Venedigs, von Palastgärten über Klostergärten bis hin zu kleinen Privatgärten und öffentlichen Parks. Außerdem besucht er die Friedhofsinsel sowie den Gemüsemarkt und genießt dabei den Charme der historischen Altstadt.


02:45 Exotische Gärten am Kap – Mit dem Biogärtner in Südafrika (40 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Marion Baumgartner
(Erstsendung 14.8.2016)

Gartenspezialist Karl Ploberger nimmt die Zuschauer mit auf eine einzigartige Reise in die Kap-Provinz in Südafrika. Das Land ist vor allem wegen seiner einzigartigen Pflanzenwelt bekannt. Ploberger besucht den berühmten Botanischen Garten "Kirstenbosch", zwei Weingüter, ein Sozialprojekt, eine Gemüse- und Obstplantage sowie das historische Garten-Denkmal "Old Nectar". Ein abwechslungsreicher Streifzug durch die südafrikanische Flora. Auf der einen Seite der Atlantische Ozean, auf der anderen Seite der Indische – ein Land, umspült von zwei Weltmeeren. Aber nicht nur deswegen ist Südafrika für Gartenfreunde so interessant, sondern vor allem auch wegen der einzigartigen Vegetation. Im südlichsten Land Afrikas findet Ploberger nicht nur die wild wachsende Pelargonie, die bei uns als Balkonblume sehr beliebt ist, sondern auch die Protea, auch bekannt als "Kap-Rose", die Nationalblume Südafrikas. "Fynbos" ist der wissenschaftliche Überbegriff für das vorherrschende Ökosystem, in dem neben den Proteen vor allem Erika und Seilgrasgewächse gedeihen. Viele dieser Pflanzen sind endemisch, sie wachsen also nur in diesem Teil der Erde. Die Gartenreise beginnt im berühmten Botanischen Garten "Kirstenbosch" mit einer der größten Sammlungen dort heimischer Arten. Eine der Pflanzen hat sogar einen Bezug zu Österreich – sie heißt "Weltwitschie" und wurde nach ihrem Entdecker, einem Kärntner Botaniker, benannt. An Wein kommt man in Südafrika nicht vorbei. Einige der Weingüter haben auch herrliche, üppig blühende Gärten. Ploberger stattet den Weingütern "Vergelegen" und "Rustenberg" einen Besuch ab. "The Old Nectar" wird ein Garten genannt, der die Auszeichnung "Nationales Historisches Denkmal" trägt. Im Sozialprojekt "Edith Stephens Park" werden auch Bildungsprogramme für die ärmere Bevölkerungsschicht angeboten. In den "Babylonstoren", einem wahren Paradies mit Obst, Gemüse und Kräutern, die hier streng biologisch gezogen werden, endet Plobergers Gartenreise. Ein bisschen Sightseeing darf natürlich auch nicht fehlen: Kapstadt und das Kap der Guten Hoffnung sind Pflicht auf jeder Südafrika-Reise.


03:25 Streifzug durch Istrien (15 Min.) (VPS: 03:24)
Pula
Film von: Thomas Knoglinger
(Erstsendung: 24.01.2018)


Österreich-Bild
03:40 Das größte Aquarium Österreichs – Das Wiener Haus des Meeres (30 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Susanne Riegler
(Erstsendung 16.9.2018)

Es begann 1958 mit einer kleinen Schaustellung von Fischen und "Niederen Tieren" in einem ehemaligen Flakturm. Heute ist es größte Aquarium Österreichs: das Haus des Meeres in Wien. In riesigen Becken tummelt sich die Fischwelt des Atlantiks – von Riffbarschen bis zum Hammerhai. Der Film zeichnet die Entwicklung vom Kriegsrelikt zum beliebten Zooturm nach. Über zehn Millionen Besucher konnten die etwa 10 000 Tiere schon bewundern.


Universum
04:10 Das Große Barriere-Riff (45 Min.) (HDTV, UT)
Paradies im Ozean
Folge 1 von 3
Film von: James Brickell
(Erstsendung 15.5.2012)

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

Es ist das bekannteste Korallenriff der Welt – und ein Naturparadies voller Geheimnisse: Das Große Barriere-Riff vor der Nordostküste Australiens ist eines der sieben Weltwunder der Natur. Mit einer Ausdehnung von 2200 Kilometern ist es selbst vom Weltall aus mit freiem Auge sichtbar. Die dreiteilige Reihe zeigt eine vielgestaltige, magische Welt voll pulsierender Aktivität. Im ersten Teil geht es um das "Paradies im Ozean". Korallenriffe wie das Große Barriere-Riff gehören zu den komplexesten Ökosystemen unseres Planeten. Wenige Millimeter kleine Korallen bilden den Lebensraum für Millionen Tiere und Pflanzen – alle ausgestattet mit speziellen Überlebenstechniken und in ungewöhnlichen Symbiosen anzutreffen. Dank modernster Makroaufnahmen sind Einblicke in diese atemberaubende Lebenswelt aus nächster Nähe möglich. Verblüffende Zeitrafferaufnahmen offenbaren, dass die scheinbaren reglosen Korallen sich in der Nacht in hyperaktive Kampfsterne verwandeln. Tag und Nacht, Ebbe und Flut – die Kamera von BBC-Regisseur James Brickell zeigt auf faszinierende Weise, welchen Einfluss die Gezeiten, der Sonnenstand und die Mondphasen auf das weitverzweigte System aus Korallenbänken und Inseln, die gemeinsam das Große Barriere-Riff bilden, haben. Wenn die Ebbe zweimal pro Tag große Teile der Riffgürtel freilegt, geraten sowohl die Korallentiere als auch viele andere Meeresbewohner in eine Extremsituation. Manche – wie etwa der Epaulettenhai – haben sich auf eindrucksvolle Weise an das ständig wechselnde Lebensumfeld angepasst. Dieser kleine Hai kann über Wasser auf festem Grund spazieren gehen und auf diese Weise in kleinen Wasserstellen jagen. Ebenfalls ein ausgeklügelter Jäger ist der Weißspitzenriffhai. Er ortet seine Opfer mittels elektrischer Impulse, die jede Muskelbewegung eines lebenden Tieres aussendet. Die nachtaktive Kegelschnecke wiederum macht ihre Langsamkeit mit einem hochwirksamen Nervengift wett, mit dem sie ihre Beute im Schlaf überrascht und diese dann bei lebendigem Leibe in einem Stück verschlingt. An die extremen Bedingungen der Gezeiten haben sich auch die Korallen selbst angepasst - mit einer speziellen Schleimschicht schützen sie sich bei Ebbe vor dem Austrocknen. Die Mondphasen steuern auch ein Ereignis, das nur ganz selten in bestimmten Frühsommernächten stattfinden kann – die Massenablaiche der Korallen, eines der größten Fortpflanzungsphänomene im ganzen Tierreich. Millionen kleiner Korallenlarven gehen mit der Strömung auf eine Reise mit unbekanntem Ziel. Die Korallen schaffen ferner das Fundament für eines der faszinierendsten Paradiese im Ozean – das Große Barriere-Riff.


Universum
04:55 Das Große Barriere-Riff (40 Min.) (HDTV, UT)
Vom Riff zum Regenwald
Folge 2 von 3
Film von: James Brickell
(Erstsendung 22.5.2012)

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

Das Große Barriere-Riff ist mit 3000 einzelnen Riffen und mehr als 600 Inseln nur Teil eines größeren Lebensraums an der Nordküste Australiens. Der Film stellt dieses Ökosystem vor. Es ist ein Gebiet, das von faszinierenden Gegensätzen geprägt ist – von Lagunen und Mangrovensümpfen, von Riffen und Regenwäldern. Eingebettet zwischen zwei extremen Lebensräumen, dem Korallenriff im Meer und dem tropischen Regenwald am Festland, liegt eine riesige Lagune. Über Jahrtausende hinweg entstanden, ist sie mehr als 100 Meter tief. Zwei Drittel des Lagunenbodens sind mit Sand bedeckt, eine Wüste unter Wasser. Hier überlebt nur, wer sich perfekt tarnen kann. Wie der Röhrenaal, der niemals sein solides Erdloch verlässt, Steinfische, die sich im Sand vergraben und auf Beute lauern, oder der Eingeweidefisch, der zum eigenen Schutz im Darm einer Seegurke haust. Die Lagune ist ein Ort ständiger Gefahr: Hammerhaie und Stachelrochen schweben wie Detektoren über den sandigen Böden. Sie orten die elektrischen Impulse von Herzschlag und Gehirnströmen der gut getarnten Meeresbewohner. Gelegentlich gleiten an der Wasseroberfläche auch Würfelquallen durch die Lagune. Das Nesselgift ihrer meterlangen Tentakel zählt zu den stärksten im ganzen Tierreich. An manchen Stellen haben sich Oasen im sandigen Lagunenboden gebildet. Hier sind Pflanzen und Weichkorallen für eine Formenvielfalt verantwortlich, die ausreichend Deckung für zahlreiche Jungfische bietet. Dank ausgedehnter Seegraswiesen können hier auch seltene Meerestiere wie Meeresschildkröten oder Dugongs überleben. Letztere werden etwa drei Meter lang und sind weitläufige Verwandte der Elefanten: Vor der australischen Küste befindet sich eines ihrer letzten Refugien. Der tropische Regenwald auf dem Festland hat eine Schlüsselfunktion für das vielfältige Ökosystem des Großen Barriere-Riffs. An durchschnittlich 120 Tagen im Jahr ergießen sich hier sintflutartige Regenfälle über das Land. Der dichte Wald hält die Wassermassen in Zaum und regelt die Zufuhr des Süßwassers in die Brackwasserzone, in jene Bereiche also, in denen es zu einer Durchmischung des süßen Flusswassers mit dem salzigen Meerwasser kommt. In den Mangrovengebieten an der Küste wiederum zersetzen Mikroorganismen das Sediment zu Schlamm. Dieser ist Nahrungsquelle für Wellhornschnecken oder Siedlerkrebse, deren Exkremente wiederum wertvolle Futterquelle für die Mikroorganismen im Meerwasser sind. Der Regenwald und die Mangroven, die Lagune und das Barriere-Riff: Sie alle fügen sich wie Puzzlesteine zu einer aufeinander abgestimmten Wirkungskette zusammen. Verändert sich eine Landschaftsform, beeinflusst dies alle Bereiche des komplexen Ökosystems.


Universum
05:35 – 06:20 Das Große Barriere-Riff (45 Min.) (HDTV, UT)
Grenzenloses Naturwunder
Folge 3 von 3
Film von: Richard Fitzpatrick
(Erstsendung 24.5.2012)

Deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr

Diese Folge beleuchtet eine völlig neue Seite des Großen Barriere-Riffs: die beeindruckenden Wanderungen von Tieren, die das Riff zum Ziel für Fortpflanzung und Familiengründung haben. Direkt aus dem ewigen Eis der sturmumtosten Antarktis kommen zahlreiche Wal-Arten. Die Meeressäuger legen Tausende Kilometer in den Gewässern des Südpazifiks zurück, um sich in den warmen Regionen zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen. Mit ihren melodiösen Gesängen bringen Buckel- und Zwergwale eine völlig neue Klangkulisse in die Unterwasserwelt des Großen Barriere-Riffs. Das gigantische Riffsystem beherbergt auch eine der wichtigsten Brutstätten der Grünen Meeresschildkröte: Die Insel Raine Island ist Schauplatz eines atemberaubenden Ereignisses. Jahr für Jahr finden sich hier Tausende Grüne Meeresschildkröten ein. Die Schildkröten mit einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm schleppen sich bei Sonnenuntergang an Land und suchen nach dem idealen Platz für ihre Eiablage. Haben sie diesen Ort gefunden, graben sie in der Nacht ein 50 Zentimeter tiefes Loch. Meist ist es für die Schildkröten ein Wettlauf gegen die Zeit: Steht die Sonne einmal im Zenit, droht ihr Körper auszutrocknen, und im Meer lauern Tigerhaie, die extra hergekommen sind, um leichte Beute zu machen. Trotz der Gefahren beherbergt Raine Island die größten Tierkolonien. Jedes Fleckchen Erde wird zur Aufzucht genutzt – auch von insgesamt 84 Vogelarten, die hier ihre Nester bauen. Doch das empfindliche Gleichgewicht des Großen Barriere-Riffs ist bedroht. Große Naturkatastrophen können in wenigen Stunden alles zerstören, was über Jahrhunderte gewachsen ist. So begünstigt die Erderwärmung heftige Wirbelstürme mit orkanartigen Windgeschwindigkeiten. Sie fegen mit Geschwindigkeiten jenseits der 100 Stundenkilometer über Meer und Land hinweg – und vernichten dabei alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Auch unter Wasser entfaltet die globale Erwärmung ihre zerstörerische Kraft. Wird das Meerwasser zu warm, verlieren die Korallen ihre intensive Farbgebung – Korallenbleiche heißt diese Stressreaktion. Bleibt die Hitze zu lange bestehen, verlieren die Korallentiere nicht nur ihre Farbe, sondern sterben ganz ab. Es grenzt an ein Wunder, dass sich das Große Barriere-Riff trotz dieser negativen Begleitumstände noch immer ausdehnt. Zu verdanken ist das allein der unglaublichen Regenerationskraft des mehr als 2200 Kilometer langen Großen Barriere-Riffs.

*

Mittwoch, 19. Dezember 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 18.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 18.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 18.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 18.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


10:15 Schweizer Hotelgeschichten (50 Min.) (HDTV)
Nobelherbergen für die Briten
Film von: Kristina Forbat, Anja Kindler
(Erstsendung 29.12.2017)

Die Reihe stellt Schweizer Grandhotels vor. In Teil eins geht es um das "Montreux Palace" und das "Monte Rosa": zwei Hotels, die von den Anfängen der Schweizer Tourismusgeschichte erzählen. Hinter ihren ehrwürdigen Gemäuern, in verstaubten Kellerräumen, in alten Büchern und Vitrinen, verbergen sich auch die Hinterlassenschaften von britischen Reisenden, die die Hotels und ihre Umgebung zu dem machten, was sie heute sind: touristische Sehnsuchtsorte. Die ersten Gäste im Hotel "Monte Rosa", der ältesten Herberge des hochalpinen Ferienorts Zermatt, waren Forscher, Literaten und Künstler auf der Erkundung einer ihnen noch völlig unbekannten Alpenlandschaft. Allen voran waren es Lords und Gentlemen von den britischen Inseln, die diese wilde Bergwelt entdeckten und ihre Kräfte an den Steilhängen maßen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Zermatt zum Zentrum des Bergsteigens, und das "Monte Rosa" wurde zum Basislager für die Eroberung des damals noch als unbezwingbar geltenden Matterhorns. Edward Whymper, der 1865 als Erster auf dem Gipfel des Viertausenders stand, war Stammgast des Hotels. Seither ziehen das traditionsreiche Haus und das kleine Bergdorf Zermatt Wintersportler, Bergsteiger und Wanderer aus aller Welt an. Heute kommt die einstige Herberge allen modernen Ansprüchen eines Luxushotels nach, ohne seinen ursprünglichen Charme verloren zu haben. Nicht nur die schwer zugänglichen Höhenlagen der Schweizer Bergwelt reizten die Engländer, auch der Genfer See war ein beliebtes Reiseziel der vornehmen Gesellschaft. So wurden dort bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts elegante Paläste errichtet, darunter das "Hotel du Cygne", der Vorgänger des heutigen "Montreux Palace" im mondänen Montreux. Der britische Dichter Lord Byron besuchte das benachbarte Wasserschloss "Château de Chillon", verewigte sich dort mit seinem Namen und widmete diesem das Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Byrons Gedicht wurde zum internationalen Kassenerfolg und machte das Schloss Chillon samt Montreux weltberühmt. Heute ist Montreux vor allem für Eines bekannt: das "Montreux Jazz Festival". Einige der Stammgäste, die ab den 1970er-Jahren das Hotel immer wieder aufsuchten – etwa Freddie Mercury – schrieben dort Musikgeschichte und sind am Ufer des Genfer Sees verewigt. Jahr für Jahr bereiten sich die Mitarbeiter des "Palace" auf das Festival vor, denn es ist DIE Herberge der Stars und Austragungsort zugleich. Ein herrlicher Ausnahmezustand für den Maître d'Hôtel und seine Kollegen, wenn binnen kürzester Zeit Hunderte VIP-Festivalbesucher verköstigt werden müssen. Dann müssen alle mit anpacken, samt der Hotelleitung. Zu später Stunde kann es in der hoteleigenen "Funky Claude's Bar" gut passieren, dass sich der eine oder andere Star unter das Volk mischt.


11:05 Schweizer Hotelgeschichten (50 Min.) (HDTV)
Schlösser der Belle Époque
Film von: Almut Faass, Kristina Forbat
(Erstsendung 29.12.2017)

Im zweiten Teil geht es um die Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils". Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit jeher als Treffpunkte der vornehmen, europäischen Gesellschaft. Ihre Architektur und ihre historischen Interieurs zeugen von der glanzvollen Ära der Belle Époque. Der wirtschaftliche Aufschwung, der Ausbau der Verkehrsnetze in der Schweiz und sinkende Transportkosten führten dazu, dass sich um die Jahrhundertwende immer mehr Menschen eine Auszeit in den Bergen gönnten. So wurden die Grandhotels zu bürgerlichen Palästen auf Zeit, in deren Gesellschaftsräumen und Lesesälen sich berühmte Denker und Literaten wie Thomas Mann, Hermann Hesse und Albert Einstein begegnen konnten. Auf der Suche nach Inspiration in der Abgeschiedenheit nächtigten sie damals auch im "Waldhaus Sils". In 1800 Metern über dem Meeresspiegel thront es strahlend weiß mit seinen Türmen und Zinnen wie eine Festung, umrahmt von den imposanten Dreitausendern Piz Corvatsch und Piz Lagrev im Oberengadin. Bis heute ist das Fünf-Sterne-Hotel ein Ort, an dem die Zeit ihr ganz eigenes Tempo hat – und dabei viel Raum gibt für kulturelles Schaffen. Seit seiner Gründung im Jahr 1908 ist das Haus in Familienbesitz. An einem persönlichen Umgang ohne Glamour-Attitüden halten auch die beiden jungen Direktoren Claudio und Patrick Dietrich fest. Gewisse Traditionen überdauerten alle fünf Generationen. So ist das tägliche, gemeinsame Mittagessen der Hoteliers-Familie ein festes Ritual. An den Jugendstillampen oder der ursprünglichen Einrichtung in den Fluren, Zimmern und Sälen rühren die Besitzer nur, wenn etwas repariert werden muss, möglichst originalgetreu. Jeden Morgen wird die "Magneta", eine Uhrenanlage aus der Gründungszeit, aufgezogen, die ein Dutzend Nebenuhren steuert. Auch ein "Welte-Mignon", das erste mechanische Reproduktionsklavier, wird seit vier Jahrzehnten liebevoll von Haustechniker Guido Schmidt gepflegt. Der hohe Anteil wiederkehrender Gäste schätzt den eigenwilligen Charakter der Hoteliers und die Spuren der Geschichte. Das "Waldhaus" war und ist "ein kleines Europa". Auch das "Grandhotel Giessbach" war bei den Reisenden überaus beliebt. Sie kamen vor allem, um den imposanten Giessbachwasserfall zu bestaunen, der direkt am Hotel 400 Meter in die Tiefe stürzt. Das "Grandhotel Giessbach" liegt im Berner Oberland, oberhalb des Brienzer Sees. Schon die Anreise hierher, mit dem Schiff über das gletscherblaue Wasser, ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit. Vom hoteleigenen Schiffsanleger bringt eine Bergbahn die Gäste die letzten 100 Meter hoch ins Hotel. Seit 1879 läuft sie – und ist damit die älteste touristisch betriebene Standseilbahn Europas. Im Hotel treffen die Reisenden dann meistens auf Slavka Lazic, Chefgouvernante des Grandhotels, seit 25 Jahren im Dienst und überall im Haus unterwegs. Doch dass es die 70 Zimmer und Suiten des historischen Grandhotels überhaupt noch gibt, ist nur einer ganz besonderen Initiative zu verdanken: Als das Grandhotel Ende der 1970er-Jahre durch einen modernen Neubau ersetzt werden sollte, gründete der streitbare Umweltschützer Franz Weber die Stiftung "Giessbach dem Schweizervolk" und sammelte drei Millionen Franken, um das Hotel zu retten. Vera Weber, seine Tochter, erinnert sich lebhaft, wie sich ihre Familie damals in die "Alte Dame" verliebte. Heute kämpft sie an der Spitze der Stiftung gemeinsam mit dem Vorstand um die finanzielle Basis des Hauses. Immer noch spenden besonders engagierte Dauergäste Erbstücke aus der Zeit der Belle Époque – oft wertvolle Antiquitäten aus Familienbesitz. So kann mancher Stammgast im Grandhotel in den eigenen Möbeln wohnen. Die zweite Folge der "Schweizer Hotelgeschichten" zeigt, wie es den Traditionshäusern gelingt, die Herausforderungen der neuen Zeit zu meistern ohne den ursprünglichen Geist zu verlieren. Eine faszinierende Entdeckungsreise in die Belle Époque.


11:55 Schweizer Hotelgeschichten (50 Min.) (HDTV)
Legenden am Berg
Film von: Almut Faass, Anja Kindler
(Erstsendung 29.12.2017)

"Bellevue des Alpes" und "Schatzalp" sind zwei legendäre Berghotels. Die dritte Folge erzählt von ihren Besitzern, ihren Gästen und der magischen Anziehungskraft der Alpen. Während Abenteurer und Alpinisten im "Bellevue" Kraft sammelten, um die berühmt-berüchtigte Eiger-Nordwand zu bezwingen, fuhr das feine Bürgertum nach Davos, um im Luxussanatorium Heilung an Körper und Seele zu finden. Das legendäre Berghotel "Bellevue des Alpes" auf der Kleinen Scheidegg im Berner Oberland steht wie kein anderes Haus für die teils waghalsigen Eroberungen der umliegenden Gipfel. Alle großen Bergsteiger des 20. Jahrhunderts quartierten sich im Grandhotel ein, um die Eiger-Nordwand zu bezwingen, die lange Zeit als schwerste Route der Alpen galt. Von der Hotelterrasse beobachteten Gäste und Weltpresse das Kräftemessen der Seilschaften in der Wand. Vermutlich würde das Hotel ohne die Zahnradbahnen, die sich über die Passhöhe hinauf zum Jungfraujoch kämpfen, nicht existieren. Heute bringen die Bergbahnen scharenweise Tagestouristen aus aller Welt auf die Aussichtsplattform in knapp 3400 Metern Höhe. Im geschichtsträchtigen "Bellevue des Alpes" geht es ruhiger und vornehmer zu. Andreas von Almen, der das Traditionshaus zusammen mit seiner Frau Silvia in fünfter Generation führt, hat alles darangesetzt, den authentischen Charakter des Grandhotels zu bewahren. Mit unermüdlichem Einsatz und viel Liebe zum Detail, ist es den von Almens gelungen, den Geist vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Lobby ist im viktorianischen Stil errichtet, Bar und Speisesaal atmen die Luft der 1920er-Jahre. In den Fluren und Salons baumeln historische Kronleuchter von den Decken, und originale Ohrensessel stehen auf knarrenden Parkettböden. Fernseher oder Spa-Bereich sucht man im Hotel vergebens – der Luxus im "Bellevue des Alpes" besteht bis heute einzig aus Badewanne, heißem Wasser und einem unvergleichlichen Blick auf die Eiger-Nordwand. Früher bestach das Hotel mit Annehmlichkeiten in hochalpiner Kulisse, heute ist es der Charme einer Zeitreise im Angesicht von Eiger, Mönch und Jungfrau, der die Gäste fasziniert. Auch in Davos waren es nicht zuletzt die Berge, die das feine Bürgertum in luftige Höhen lockte. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs traf sich im Luxussanatorium Schatzalp das Who-is-Who der europäischen Gesellschaft zur Liegekur in heilsamer Bergluft. 300 Meter hoch über Davos gelegen, war das um 1900 eröffnete Sanatorium von Anfang an mehr Hotel als Klinik für seine reichen und oft prominenten Gäste. Auch Katia Mann war 1912 Patientin in Davos. Sie schrieb ihrem Ehegatten Thomas Mann von ihren illustren und oft skurrilen Mitpatienten, die den Schriftsteller schließlich zu seinem weltberühmten Roman "Zauberberg" inspirierten. Und weil Thomas Mann einzig die Schatzalp namentlich in seinem Roman erwähnte, machte er das Haus unsterblich. Mit der Entdeckung des Antibiotikums Streptomyzin fanden die Liegekuren ein Ende, und so wurde das Luxussanatorium in den 1950er-Jahren endgültig zum Hotel umgebaut. Elegant streckt sich das Gebäude noch heute 100 Meter am Südhang entlang. Hier oben scheint die Sonne zwei Stunden länger als im Tal. Die Jugendstilfassade mit den großzügigen Balkonen ist schon ein wenig verblichen, doch noch immer besticht das Haus durch seine großzügigen Gesellschaftsräume und einen einmaligen botanischen Garten. Hier ist Klaus Oetjen Herr der größten Edelweißsammlung der Alpen. Sein Alpinum, aber auch das Haus selbst, ziehen noch immer Gäste aus aller Welt an. Für ein Luxushotel hat die Schatzalp vielleicht zu wenig Komfort. Doch die Reisenden, die hierherkommen, wollen vor allem eins: einmal im Leben die besondere Atmosphäre des "Zauberbergs" erleben, hoch über den Wolken von Davos. Und jedes Mal, wenn hier oben eine Hochzeit gefeiert wird, kehrt auch ein bisschen vom Glanz vergangener Tage ins Hotel zurück. Die Geschichte sei wichtig für das Haus, sagt Direktor Linder, weil sie nahezu in jedem Raum spürbar sei. Kein Wunder, dass hier oben auch immer wieder Dreharbeiten für Filme stattfinden. Wer die Schatzalp managt, sagt der Direktor, werde unweigerlich zu ihrem Denkmalpfleger, Ausstattungskünstler, Improvisator, Kunstkenner, Stilberater und Liebhaber. Der dritte Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" blickt vor der majestätischen Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau auf den Alltag des legendären "Bellevue des Alpes".


12:45 Unsere wilde Schweiz (15 Min.) (HDTV)
Der Aletschgletscher
Film von: Michael Gregor
(Erstsendung 25.4.2018)

Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.


13:00 ZIB (25 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:25 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV)
Meere, Seen und Flüsse
Folge 3 von 5
Film von: Poppy Riddle
(Erstsendung 16.6.2017)

Europa ist ein grüner und fruchtbarer Kontinent – dank seines gemäßigten Klimas und seines Wasserreichtums. Mit 2857 Kilometern Gesamtlänge ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. An der Donau in Ungarn ereignet sich regelmäßig ein ungewöhnliches Schauspiel: Die großen Theiß-Eintagsfliegen starten zum Hochzeitsflug, Millionen tanzen in der Abenddämmerung über dem Wasser, paaren sich, legen ihre Eier und sterben. Im Donaudelta leben verwilderte Pferde und eine seltene Spezies: der Goldschakal, dessen Lieblingsspeise Karpfen ist.


ZDF.reportage
14:10 Abenteuer Hurtigruten (30 Min.) (HDTV, UT)
Winterzauber am Polarkreis
Folge 1 von 2
Film von: Meike Materne
(Erstsendung: 7.1.2018)

Viele Passagiere meinen, es sei die schönste Schiffsreise der Welt. Tradition und Moderne, atemberaubende Winterlandschaften – die Hurtigruten. Eine Schiffsreise auf den Hurtigruten ist ein Erlebnis. Im Süden Norwegens beginnt das Abenteuer. Es geht entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis. 1893 wurde die Strecke von einem Postschiff erstmals befahren. Endlich gab es damals eine Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens. Aus der Transportroute von damals ist längst ein Touristenmagnet geworden. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt der Film. Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen, wird sie auch das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Die Mischung aus Lokalkolorit und Geschichte kann man am besten im Hafenviertel Bryggen kennenlernen. Das UNESCO-Weltkulturerbe und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die kommenden Tage an Bord der "MS Nordkapp" richtig ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Mit ihren Jugendstil-Türmen ist die Stadt schon aus der Ferne gut zu erkennen. Im Hafen werden Waren, Lebensmittel und Post aus- und wieder eingeladen, Arbeitsalltag für die Crew. Weiter geht es zur drittgrößten Stadt Norwegens, nach Trondheim. Es ist Zeit zum Verweilen. Der Wikinger und spätere König Olav Tryggvason gründete die altertümliche Stadt 997 nach Christus. Hier befindet sich die Kathedrale "Nidarosdom", die einzige Norwegens aus gotischer Zeit. Am vierten Tag wird der Polarkreis überquert und dieser Augenblick mit einer zünftigen Polarkreis-Zeremonie zelebriert. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere, vorbei an den kleinen, malerischen Fischerdörfern auf dem Weg zum Städtchen Bodø. Bei einer Winterwanderung außerhalb des Stadtzentrums von Bodø hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die 13 schneebedeckten Gipfel der Bergkette Borvasstindan.

Redaktionshinweis: Den zweiten Teil von "Abenteuer Hurtigruten" zeigt 3sat am Freitag, 21. Dezember, um 12.30 Uhr.


14:40 Expedition ins Eismeer (50 Min.) (HDTV)
Film von: Pia Grzesiak, Dirk Weiler
(Erstsendung 4.3.2017)

Die "Vagabond" ist ein außergewöhnliches Forschungsschiff. Mit nur 15 Metern Länge und einem geringen Tiefgang dringt sie in Regionen vor, die mit großen Schiffen nicht erreichbar sind. Auf dem kleinen Boot lebt der französische Kapitän Eric Brossier mit seiner Frau und seinen sechs und neun Jahre alten Töchtern. Im Winter lassen sie sich im Packeis bei Temperaturen unter minus 30 Grad einfrieren, im arktischen Sommer geht es auf Expedition. Wissenschaftler aus aller Welt schätzen das kleine, wendige Boot und chartern es für ihre Forschungsprojekte. Wie der Klimatologe Jochen Halfar, der sich für die Entwicklung des Meereises in den letzten 1000 Jahren interessiert. Er erhofft sich Einblicke in das Auf und Ab des Klimas während dieser Zeit, was wiederum wertvolle Rückschlüsse auf den heutigen Klimawandel erlaubt. Auf der "Vagabond" will er drei Wochen lang durch das Nordpolarmeer zwischen Grönland und Kanada reisen, durch eine der unwirtlichsten und gleichzeitig faszinierendsten Regionen der Erde. Taucher sollen am Meeresboden nach jahrhundertealten Korallenalgen suchen, aus deren Jahresringen Halfar die Dicke des Meereises rekonstruieren will. Ein Film-Team ist auf der abenteuerlichen Reise dabei, auf der sich das kleine Schiff durch das Treibeis der Nordwestpassage arbeitet, Stürmen trotzt und immer wieder die Route ändern muss, um den schlimmsten Wetterkapriolen auszuweichen. Wird es gelingen, trotz der widrigen Bedingungen genügend Korallenalgen zu sammeln? Die Forscher könnten damit ein einmaliges Klimaarchiv der Arktis schaffen.


15:30 Wildes Russland (45 Min.) (HDTV, UT)
Kamtschatka
Folge 5 von 6
Film von: Christian Baumeister
(Erstsendung 24.12.2008)

Auf der Halbinsel Kamtschatka treffen Feuer und Eis aufeinander. Feuer speiende Vulkane herrschen über Himmel und Erde. 20 verschiedene Klimazonen gehen ineinander über. Vulkanschlote rauchen neben Gletschern, meterhohe Schneewehen grenzen an kochend heiße Geysire. Im "Tal der Geysire" sind die heißen Wasserfontänen besonders konzentriert. Es wurde daher zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. In einem verheerenden Erdrutsch 2007 wurden jedoch viele von ihnen unter Schlammmassen begraben. Kamtschatka gehört zu den geothermisch aktivsten Gebieten der Welt, wie die zahlreichen Vulkankrater, Geysire und Fumarolen deutlich vor Augen führen. Trotz der launischen Natur ist die heimische Tierwelt einen gewissen Komfort gewöhnt: Bachstelzen finden "beheizte" Kinderstuben, und Bären lieben das Bad in den Thermalquellen. Das warme Wasser befreit sie von Flöhen, Zecken und anderen Parasiten. Überhaupt ist Kamtschatka ein Paradies für Bären: Im feuchten Sommer finden sie genug Kräuter und Beeren, und im Spätsommer stehen täglich 40 Kilogramm Lachs pro Bär auf dem Speiseplan. Auch der seltene Riesenseeadler ist hier heimisch und jagt im Herbst Lachse für seine Jungen. Im Meer finden Orcas und Pottwale Nahrung im Überfluss. Im Winter schlägt die Stunde der kleineren Raubtiere: Während die Bären Winterschlaf halten, konkurrieren Vielfraß und Rotfuchs um kleine Beutetiere und vor allem Aas. Die Adler belagern die wenigen offenen Wasserstellen und kämpfen untereinander um die wenigen Fische. Noch stehen sechs Monate kalter Winter bevor – im Land der Bären und Vulkane. Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.


16:15 Wildes Russland (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Arktis
Folge 6 von 6
Film von: Uwe Anders
(Erstsendung 23.2.2011)

Russland hat mehr arktische Gebiete als jedes andere Land der Erde. Die Eiswüsten und Tundren ziehen sich von der russisch-finnischen Grenze bis in den äußersten Nordosten der Beringstraße. Hier, nur einen Steinwurf von Alaska entfernt, liegt auch die Wrangel-Insel. Im Sommer sammeln sich dort die Eisbären, um auf die Ankunft der Walrosse zu warten. Nach mageren Wochen hoffen die größten Bären der Erde auf leichte Beute, aber die Walrosse sind wehrhaft. Im äußersten Westen der Arktis, im Weißen Meer, liegt die Kinderstube der Belugawale. Die "Geister der Meere" finden hier ideale Bedingungen, um ihre Jungen aufzuziehen. Einen härteren Start haben Schneekraniche in Tschukotka. Ihre Eltern legen am Ende des arktischen Winters ihre Eier und müssen sie immer warmhalten. Denn die eisige Luft kann die Brut innerhalb kürzester Zeit zerstören. Schneekraniche gibt es nur in Russland. Sie müssen sich vor den diebischen Polarfüchsen in Acht nehmen, die es sowohl auf ihre Eier als auch auf die Küken abgesehen haben. Im kurzen arktischen Sommer versuchen die Füchse, so viel Nahrung wie möglich für ihre Jungen zu finden. Denn eines ist sicher in der russischen Arktis: Nach wenigen Wochen des Überflusses regiert wieder der dunkle Winter. Die Reihe "Wildes Russland" zeigt die Natur des riesigen Landes zwischen Schwarzem Meer und Pazifischem Ozean in HD-Qualität. Fernab der Metropolen Moskau und St. Petersburg offenbart sich eine ursprüngliche Welt mit rauen Gipfeln und endloser Weite, ungezähmten Flüssen und einer unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt.


17:00 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Im offenen Meer
Folge 3 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 22.7.2003)

Tiefes Blau dehnt sich in alle Richtungen bis zum Horizont aus. Vom Meeresspiegel bis zum Grund sind es mancherorts unheimliche 10 000 Meter. Die filmische Reise führt ins offene Meer. Das offene Meer ist eine unermessliche Fläche zwischen sengender Sonne und kalter Finsternis. Wer dort überleben will, sollte groß und kräftig genug sein, um aus eigener Kraft überallhin gelangen zu können. Delfine etwa legen auf der Suche nach Beute Hunderte Kilometer zurück, Gestreifte Marline können den Geruch von Sardinen wahrnehmen und folgen ihnen kilometerweit, und über Wasser folgen Sturmtaucher den jagenden Fischen, die sie zu einem sicheren Fressplatz führen. Die Reise führt unter anderem in Korallenriffe. Wenn sich dort Drückerfische fortpflanzen, gelangen Millionen befruchteter Eier ins Wasser, die mit den Strömungen ins offene Meer treiben. Ihre Überlebenschance ist gering: Von einer Million Eier werden vielleicht zwei heranreifen. Noch bevor die Jungfische schlüpfen, verschwinden unzählige Eier im Schlund von Teufelsrochen, die mit weit aufgesperrten Mäulern durch die Ei-Wolken gleiten. Plankton kann nicht gegen die Strömung schwimmen, stattdessen treibt es mit den Wassermassen – manchmal ins Verderben. Immer wieder erheben sich Vulkane mehrere Tausend Meter hoch über den Meeresboden. Wenn die Strömung an die Flanken des Seeberges prallt, wird sie aufwärts gelenkt und mit ihr das Plankton. Dann brechen fette Zeiten für die Planktonfresser an, die sich an den Seebergen versammelt haben. Aber das Leben auf dem offenen Ozean ist nicht weniger gefährlich. Zahlreiche Tiere haben sich auf das Hochsee-Leben spezialisiert. Die Kammqualle etwa jagt Plankton an der Grenze von Wasser und Luft, darunter durchsieben riesige Sardinenschulen das Meer nach Nahrung, über Wasser lauern die Schnäbel von Sturmvögeln. Klein zu sein ist auf dem offenen Ozean von Nachteil. Daher zieht jede Art von Treibgut sowohl Plankton als auch Jungfische wie ein Magnet an, denn jeder Zufluchtsort vergrößert ihre Überlebenschancen. Junge Drückerfische wachsen unter dem Schutz von Treibholz heran, während Entenmuscheln sich auf dem driftenden Floß festsetzen und Plankton aus dem Wasser filtern. Oft halten sich Tausende Fische gleichzeitig unter dem Treibgut auf – zum Beispiel riesige Schwärme von Drachenköpfen. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt die dabei entstandene Reihe "Unser blauer Planet" die Geheimisse der Ozeane.


17:45 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Im Eismeer
Folge 4 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 29.7.2003)

Das Leben der Tierwelt an den Polarregionen ist geprägt von der unerbittlichen Umklammerung des Eises im Winter und einer kurzen Periode des Überflusses im Frühjahr und im Sommer. Aber der Überfluss dauert nur wenige Wochen, dann kehren Eis und Finsternis zurück. Ein-und Ausstiegslöcher sind für die Bewohner der Arktis lebenswichtig. Walrosse kehren jeden Winter an dieselben Stellen zurück, an denen sie sicheren Zugang zum Wasser finden. Alle Robben der Arktis müssen bei der Aufzucht ihrer Jungen die ständige Gegenwart von Eisbären fürchten. Die meisten Tiere verlassen die Antarktis im Winter. Nicht so die Kaiserpinguine. Bei denkbar schlechtestem Wetter beginnen sie, ihre Eier auszubrüten und die Jungen großzuziehen. Sobald die Frühjahrssonne durch das Eis dringt, beginnt sich an seiner Unterseite Plankton zu vermehren. Es zieht riesige Schwärme von Fischen an, denen Vögel, Narwale und Belugas folgen. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt die dabei entstandene Reihe "Unser blauer Planet" die Geheimisse der Ozeane.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Das Mädchen Rosemarie (125 Min.) (HDTV, Dolby Surround)
Spielfilm Deutschland, 1996

Rollen und Darsteller:
Rosemarie – Nina Hoss
Hartog – Heiner Lauterbach
Nadler – Til Schweiger
Fribert – Mathieu Carrière
Marga – Hannelore Elsner

Regie: Bernd Eichinger

Im Frankfurt der 1950er-Jahre ist Rosemarie Nitribitt auf der Suche nach dem großen Glück. - Remake des deutschen Klassikers nach dem authentischen Fall der Edelprostituierten Nitribitt. Die junge und attraktive Rosemarie erwartet mehr vom Leben, als in einer kleinen Wohnung zu hausen, Kinder zu hüten und jeden Pfennig umzudrehen. Sie will leben und lieben. Doch ihr Leben zwischen Intrigen und Leidenschaft endet tragisch. Mit grenzenloser Naivität und sich auf ihre Schönheit, Jugend und Entschlossenheit verlassend, ergreift Rosemarie jede Chance, ihrem Ziel näherzukommen. Sie glaubt, ihr Ziel erreicht zu haben, als sie in einer drittklassigen Bar, in der sie als Animierdame arbeitet, den reichen Konrad Hartog trifft. Hartog finanziert Rosemarie eine teure Wohnung und schickt ihr regelmäßig Geld. Bei einer Feier des exklusiven Industriellenclubs wird Rosemarie von den Mächtigen umschwärmt. Die Männer, die Rosemarie bald regelmäßig besuchen, werden mit einem Tonbandgerät ausspioniert. Als Rosemarie den Bogen überspannt, wird sie Opfer einer Tragödie.


22:20 Das Mädchen Irma la Douce (140 Min.) (HDTV, mono)
(Irma La Douce)
Spielfilm USA, 1963

Rollen und Darsteller:
Nestor Patou – Jack Lemmon
Irma la Douce – Shirley MacLaine
Moustache – Lou Jacobi
Hippolyte – Bruce Yarnell

Regie: Billy Wilder

Die attraktive Irma la Douce gehört zu den Schönen, die in der Pariser Rue Casanova dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Eines Tages taucht Nestor Patou, ein neuer Polizist auf, der entsetzt über die Zustände ist und sich spontan entschließt, in der Rue Casanova wieder Anstand und Sitte herzustellen. Seine eigenmächtige Razzia endet allerdings mit seiner sofortigen Entlassung, weil dem übereifrigen Nestor auch der eigene Chef ins Netz gegangen ist. Deprimiert kehrt Nestor in das Bistro zurück, in dem die Mädchen verkehren. Eine Prügelei mit Irmas "Beschützer" Hippolyte hat verblüffende Folgen: Die schöne Irma bietet dem verdutzten Nestor an, bei ihr an dessen Stelle zu arbeiten. Da Nestor sich längst in Irma verliebt hat, kommt er auf eine kühne Idee: Er verwandelt sich in den äußerst großzügigen "Lord X" und nimmt Irma das Versprechen ab, künftig keinen anderen Freier mehr zu empfangen, sondern nur noch zweimal wöchentlich mit seiner Lordschaft Patiencen zu legen. Um das finanzieren zu können, muss er allerdings frühmorgens heimlich in den Markthallen schuften. Als Nestor "Lord X" verschwinden lässt, führt das zu neuen Komplikationen.

Jack Lemmon und Shirley MacLaine in Billy Wilders berühmter romantischer Komödie. Billy Wilder ("Manche mögen's heiß") hat diese Komödie nach dem gleichnamigen Musical mit Gespür für Parodie und Komik inszeniert, sodass "Das Mädchen Irma la Douce" sofort weltweit zu einem Welterfolg wurde. Einen herausragenden Anteil daran haben die beiden ausgezeichneten Hauptdarsteller Shirley MacLaine und Jack Lemmon.


00:40 Alles für das Fest! (30 Min.) (HDTV)
Film von: Gordian Arneth
(Erstsendung 17.12.2016)

Weihnachten ist das Fest der Familie und der Nächstenliebe. Der Film begleitet Berliner und Brandenburger, die sich das zu Herzen nehmen. Gisela Liebsch aus Straupitz im Spreewald will die Herzen ihrer Nachbarn erfreuen und knipst – wie jedes Jahr – nach wochenlanger Vorbereitung ihren Vorgarten an: Hunderte Weihnachtsfiguren fangen an zu leuchten. Das sinnliche Spektakel zieht viele Besucher an. Eine ganz besondere Freude will auch Rainer Kahl seinen Mitarbeitern machen: Um für ein erfolgreiches Jahr "Danke" zu sagen, will er seinen Kollegen für die Betriebs-Weihnachtsfeier ein Festmahl zaubern. Doch in seinem Massivhäuser-Unternehmen weiß jeder: Der Chef kann nicht kochen. Deshalb besucht Rainer Kahl zuvor extra einen Weihnachtskochkurs. In Berlin-Friedenau bilden Flüchtlinge aus Eritrea einen neuen Teil der evangelischen Philippus-Nathanael Gemeinde. An den Adventsonntagen bereitet sich die junge christliche Gemeinde auf ganz eigene Weise auf Weihnachten vor: Morgens um sechs Uhr beginnt der vierstündige Gottesdienst. Frauen tragen weiße Gewänder, Trommelrhythmen und endlos erscheinende Gesänge lassen die Gläubigen in tranceähnliche Zustände gelangen.


01:10 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:40 ECO (25 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 17.12.2018)

Moderation: Reto Lipp

Das Wirtschaftsmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen wirft einen eigenständigen Blick auf das Wirtschaftsleben – mit Hintergrund-Berichten, Grafiken und Reportagen. "ECO" berichtet seit 2007 aus der Perspektive der Wirtschaft und bringt die Welt der Wirtschaft den Zuschauern näher. "ECO" fragt nach, "ECO" zeigt die Zusammenhänge, "ECO" erklärt die Gründe und die Hintergründe. Ob Marktschreier oder Manager, ob Bauer oder Banker, ob lokal oder global – "ECO" lebt Wirtschaft.


02:05 Panorama (25 Min.) (HDTV, UT)
Maschinen aus!
(Erstsendung 23.4.2017)

Moderation: Nina Horowitz

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: "Panorama" zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Diesmal geht es um Fabrikschließungen. Was sind die Auswirkungen, wenn eine Fabrik schließt? Was macht das mit dem Leben der Menschen, die dort gearbeitet haben? Darum geht es in zwei eindrucksvollen Reportagen, die "Panorama" diesmal zeigt. "Die Arbeitslosen von Wilhelmsburg" oder "Eine Kleinstadt zwischen Bangen und Hoffen" heißt die erste Geschichte. Peter Huemer hat sie 1974 für die Sendung "Teleobjektiv" gestaltet. Es ging um die menschlichen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, nachdem ein privater Gießereibetrieb zusperren musste und über Nacht mehr als 500 Menschen arbeitslos wurden. In der überschaubaren Kleinstadt Wilhelmsburg im Mostviertel herrschte danach natürlich Krisenstimmung. Heidi Lackner und Robert Gordon haben 2002 einen "Schauplatz" über die Schließung des Semperit-Reifenwerks in Traiskirchen gemacht. Ab dem 1. August standen in der Semperit nach über hundert Jahren die Maschinen still, weil der deutsche Mutterkonzern "Continental" die Produktion nach Rumänien verlegt hatte. Die Zukunft schaute für viele Semperitler nicht so gut aus, denn die meisten von ihnen waren Pendler, die in kleinen Dörfern gelebt haben, wo es weit und breit kaum Arbeitsplätze gab.


02:30 Schweizer Hotelgeschichten (55 Min.) (HDTV)
Nobelherbergen für die Briten
Folge 1 von 4
Film von: Kristina Forbat, Anja Kindler
(Erstsendung 29.12.2017)

Die Reihe stellt Schweizer Grandhotels vor. In Teil eins geht es um das "Montreux Palace" und das "Monte Rosa": zwei Hotels, die von den Anfängen der Schweizer Tourismusgeschichte erzählen. Hinter ihren ehrwürdigen Gemäuern, in verstaubten Kellerräumen, in alten Büchern und Vitrinen, verbergen sich auch die Hinterlassenschaften von britischen Reisenden, die die Hotels und ihre Umgebung zu dem machten, was sie heute sind: touristische Sehnsuchtsorte. Die ersten Gäste im Hotel "Monte Rosa", der ältesten Herberge des hochalpinen Ferienorts Zermatt, waren Forscher, Literaten und Künstler auf der Erkundung einer ihnen noch völlig unbekannten Alpenlandschaft. Allen voran waren es Lords und Gentlemen von den britischen Inseln, die diese wilde Bergwelt entdeckten und ihre Kräfte an den Steilhängen maßen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Zermatt zum Zentrum des Bergsteigens, und das "Monte Rosa" wurde zum Basislager für die Eroberung des damals noch als unbezwingbar geltenden Matterhorns. Edward Whymper, der 1865 als Erster auf dem Gipfel des Viertausenders stand, war Stammgast des Hotels. Seither ziehen das traditionsreiche Haus und das kleine Bergdorf Zermatt Wintersportler, Bergsteiger und Wanderer aus aller Welt an. Heute kommt die einstige Herberge allen modernen Ansprüchen eines Luxushotels nach, ohne seinen ursprünglichen Charme verloren zu haben. Nicht nur die schwer zugänglichen Höhenlagen der Schweizer Bergwelt reizten die Engländer, auch der Genfer See war ein beliebtes Reiseziel der vornehmen Gesellschaft. So wurden dort bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts elegante Paläste errichtet, darunter das "Hotel du Cygne", der Vorgänger des heutigen "Montreux Palace" im mondänen Montreux. Der britische Dichter Lord Byron besuchte das benachbarte Wasserschloss "Château de Chillon", verewigte sich dort mit seinem Namen und widmete diesem das Gedicht "Der Gefangene von Chillon". Byrons Gedicht wurde zum internationalen Kassenerfolg und machte das Schloss Chillon samt Montreux weltberühmt. Heute ist Montreux vor allem für Eines bekannt: das "Montreux Jazz Festival". Einige der Stammgäste, die ab den 1970er-Jahren das Hotel immer wieder aufsuchten – etwa Freddie Mercury – schrieben dort Musikgeschichte und sind am Ufer des Genfer Sees verewigt. Jahr für Jahr bereiten sich die Mitarbeiter des "Palace" auf das Festival vor, denn es ist DIE Herberge der Stars und Austragungsort zugleich. Ein herrlicher Ausnahmezustand für den Maître d'Hôtel und seine Kollegen, wenn binnen kürzester Zeit Hunderte VIP-Festivalbesucher verköstigt werden müssen. Dann müssen alle mit anpacken, samt der Hotelleitung. Zu später Stunde kann es in der hoteleigenen "Funky Claude's Bar" gut passieren, dass sich der eine oder andere Star unter das Volk mischt.


03:25 Schweizer Hotelgeschichten (50 Min.) (HDTV)
Schlösser der Belle Époque
Folge 2 von 4
Film von: Almut Faass, Kristina Forbat
(Erstsendung 29.12.2017)

Im zweiten Teil geht es um die Sehnsucht des Großbürgertums nach Erholung und Freizeit in den vornehmen Hotelpalästen um 1900. Im Fokus: das "Grandhotel Giessbach" und das "Waldhaus Sils". Eingebettet in die malerische Kulisse der Schweizer Bergwelt dienen sie seit jeher als Treffpunkte der vornehmen, europäischen Gesellschaft. Ihre Architektur und ihre historischen Interieurs zeugen von der glanzvollen Ära der Belle Époque. Der wirtschaftliche Aufschwung, der Ausbau der Verkehrsnetze in der Schweiz und sinkende Transportkosten führten dazu, dass sich um die Jahrhundertwende immer mehr Menschen eine Auszeit in den Bergen gönnten. So wurden die Grandhotels zu bürgerlichen Palästen auf Zeit, in deren Gesellschaftsräumen und Lesesälen sich berühmte Denker und Literaten wie Thomas Mann, Hermann Hesse und Albert Einstein begegnen konnten. Auf der Suche nach Inspiration in der Abgeschiedenheit nächtigten sie damals auch im "Waldhaus Sils". In 1800 Metern über dem Meeresspiegel thront es strahlend weiß mit seinen Türmen und Zinnen wie eine Festung, umrahmt von den imposanten Dreitausendern Piz Corvatsch und Piz Lagrev im Oberengadin. Bis heute ist das Fünf-Sterne-Hotel ein Ort, an dem die Zeit ihr ganz eigenes Tempo hat – und dabei viel Raum gibt für kulturelles Schaffen. Seit seiner Gründung im Jahr 1908 ist das Haus in Familienbesitz. An einem persönlichen Umgang ohne Glamour-Attitüden halten auch die beiden jungen Direktoren Claudio und Patrick Dietrich fest. Gewisse Traditionen überdauerten alle fünf Generationen. So ist das tägliche, gemeinsame Mittagessen der Hoteliers-Familie ein festes Ritual. An den Jugendstillampen oder der ursprünglichen Einrichtung in den Fluren, Zimmern und Sälen rühren die Besitzer nur, wenn etwas repariert werden muss, möglichst originalgetreu. Jeden Morgen wird die "Magneta", eine Uhrenanlage aus der Gründungszeit, aufgezogen, die ein Dutzend Nebenuhren steuert. Auch ein "Welte-Mignon", das erste mechanische Reproduktionsklavier, wird seit vier Jahrzehnten liebevoll von Haustechniker Guido Schmidt gepflegt. Der hohe Anteil wiederkehrender Gäste schätzt den eigenwilligen Charakter der Hoteliers und die Spuren der Geschichte. Das "Waldhaus" war und ist "ein kleines Europa". Auch das "Grandhotel Giessbach" war bei den Reisenden überaus beliebt. Sie kamen vor allem, um den imposanten Giessbachwasserfall zu bestaunen, der direkt am Hotel 400 Meter in die Tiefe stürzt. Das "Grandhotel Giessbach" liegt im Berner Oberland, oberhalb des Brienzer Sees. Schon die Anreise hierher, mit dem Schiff über das gletscherblaue Wasser, ist wie eine Reise in eine vergangene Zeit. Vom hoteleigenen Schiffsanleger bringt eine Bergbahn die Gäste die letzten 100 Meter hoch ins Hotel. Seit 1879 läuft sie – und ist damit die älteste touristisch betriebene Standseilbahn Europas. Im Hotel treffen die Reisenden dann meistens auf Slavka Lazic, Chefgouvernante des Grandhotels, seit 25 Jahren im Dienst und überall im Haus unterwegs. Doch dass es die 70 Zimmer und Suiten des historischen Grandhotels überhaupt noch gibt, ist nur einer ganz besonderen Initiative zu verdanken: Als das Grandhotel Ende der 1970er-Jahre durch einen modernen Neubau ersetzt werden sollte, gründete der streitbare Umweltschützer Franz Weber die Stiftung "Giessbach dem Schweizervolk" und sammelte drei Millionen Franken, um das Hotel zu retten. Vera Weber, seine Tochter, erinnert sich lebhaft, wie sich ihre Familie damals in die "Alte Dame" verliebte. Heute kämpft sie an der Spitze der Stiftung gemeinsam mit dem Vorstand um die finanzielle Basis des Hauses. Immer noch spenden besonders engagierte Dauergäste Erbstücke aus der Zeit der Belle Époque – oft wertvolle Antiquitäten aus Familienbesitz. So kann mancher Stammgast im Grandhotel in den eigenen Möbeln wohnen. Die zweite Folge der "Schweizer Hotelgeschichten" zeigt, wie es den Traditionshäusern gelingt, die Herausforderungen der neuen Zeit zu meistern ohne den ursprünglichen Geist zu verlieren. Eine faszinierende Entdeckungsreise in die Belle Époque.


04:15 Schweizer Hotelgeschichten (50 Min.) (HDTV)
Legenden am Berg
Folge 3 von 4
Film von: Almut Faass, Anja Kindler
(Erstsendung 29.12.2017)

"Bellevue des Alpes" und "Schatzalp" sind zwei legendäre Berghotels. Die dritte Folge erzählt von ihren Besitzern, ihren Gästen und der magischen Anziehungskraft der Alpen. Während Abenteurer und Alpinisten im "Bellevue" Kraft sammelten, um die berühmt-berüchtigte Eiger-Nordwand zu bezwingen, fuhr das feine Bürgertum nach Davos, um im Luxussanatorium Heilung an Körper und Seele zu finden. Das legendäre Berghotel "Bellevue des Alpes" auf der Kleinen Scheidegg im Berner Oberland steht wie kein anderes Haus für die teils waghalsigen Eroberungen der umliegenden Gipfel. Alle großen Bergsteiger des 20. Jahrhunderts quartierten sich im Grandhotel ein, um die Eiger-Nordwand zu bezwingen, die lange Zeit als schwerste Route der Alpen galt. Von der Hotelterrasse beobachteten Gäste und Weltpresse das Kräftemessen der Seilschaften in der Wand. Vermutlich würde das Hotel ohne die Zahnradbahnen, die sich über die Passhöhe hinauf zum Jungfraujoch kämpfen, nicht existieren. Heute bringen die Bergbahnen scharenweise Tagestouristen aus aller Welt auf die Aussichtsplattform in knapp 3400 Metern Höhe. Im geschichtsträchtigen "Bellevue des Alpes" geht es ruhiger und vornehmer zu. Andreas von Almen, der das Traditionshaus zusammen mit seiner Frau Silvia in fünfter Generation führt, hat alles darangesetzt, den authentischen Charakter des Grandhotels zu bewahren. Mit unermüdlichem Einsatz und viel Liebe zum Detail, ist es den von Almens gelungen, den Geist vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Lobby ist im viktorianischen Stil errichtet, Bar und Speisesaal atmen die Luft der 1920er-Jahre. In den Fluren und Salons baumeln historische Kronleuchter von den Decken, und originale Ohrensessel stehen auf knarrenden Parkettböden. Fernseher oder Spa-Bereich sucht man im Hotel vergebens – der Luxus im "Bellevue des Alpes" besteht bis heute einzig aus Badewanne, heißem Wasser und einem unvergleichlichen Blick auf die Eiger-Nordwand. Früher bestach das Hotel mit Annehmlichkeiten in hochalpiner Kulisse, heute ist es der Charme einer Zeitreise im Angesicht von Eiger, Mönch und Jungfrau, der die Gäste fasziniert. Auch in Davos waren es nicht zuletzt die Berge, die das feine Bürgertum in luftige Höhen lockte. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs traf sich im Luxussanatorium Schatzalp das Who-is-Who der europäischen Gesellschaft zur Liegekur in heilsamer Bergluft. 300 Meter hoch über Davos gelegen, war das um 1900 eröffnete Sanatorium von Anfang an mehr Hotel als Klinik für seine reichen und oft prominenten Gäste. Auch Katia Mann war 1912 Patientin in Davos. Sie schrieb ihrem Ehegatten Thomas Mann von ihren illustren und oft skurrilen Mitpatienten, die den Schriftsteller schließlich zu seinem weltberühmten Roman "Zauberberg" inspirierten. Und weil Thomas Mann einzig die Schatzalp namentlich in seinem Roman erwähnte, machte er das Haus unsterblich. Mit der Entdeckung des Antibiotikums Streptomyzin fanden die Liegekuren ein Ende, und so wurde das Luxussanatorium in den 1950er-Jahren endgültig zum Hotel umgebaut. Elegant streckt sich das Gebäude noch heute 100 Meter am Südhang entlang. Hier oben scheint die Sonne zwei Stunden länger als im Tal. Die Jugendstilfassade mit den großzügigen Balkonen ist schon ein wenig verblichen, doch noch immer besticht das Haus durch seine großzügigen Gesellschaftsräume und einen einmaligen botanischen Garten. Hier ist Klaus Oetjen Herr der größten Edelweißsammlung der Alpen. Sein Alpinum, aber auch das Haus selbst, ziehen noch immer Gäste aus aller Welt an. Für ein Luxushotel hat die Schatzalp vielleicht zu wenig Komfort. Doch die Reisenden, die hierherkommen, wollen vor allem eins: einmal im Leben die besondere Atmosphäre des "Zauberbergs" erleben, hoch über den Wolken von Davos. Und jedes Mal, wenn hier oben eine Hochzeit gefeiert wird, kehrt auch ein bisschen vom Glanz vergangener Tage ins Hotel zurück. Die Geschichte sei wichtig für das Haus, sagt Direktor Linder, weil sie nahezu in jedem Raum spürbar sei. Kein Wunder, dass hier oben auch immer wieder Dreharbeiten für Filme stattfinden. Wer die Schatzalp managt, sagt der Direktor, werde unweigerlich zu ihrem Denkmalpfleger, Ausstattungskünstler, Improvisator, Kunstkenner, Stilberater und Liebhaber. Der dritte Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" blickt vor der majestätischen Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau auf den Alltag des legendären "Bellevue des Alpes".


05:05 – 06:00 Schweizer Hotelgeschichten (55 Min.) (HDTV)
Stadtpalais mit Tradition
Folge 4 von 4
Film von: Almut Faass, Kristina Forbat
(Erstsendung 29.12.2017)

Die letzte Folge der Reihe stellt zwei weltberühmte Stadthotels vor: "The Dolder Grand" in Zürich und "Les Trois Rois" in Basel. Treffpunkte der High Society – damals wie heute. Städte pulsieren, wachsen, verändern sich – und mit ihnen die Hotels. In den traditionsreichen Häusern lässt sich erleben, wie sehr sich die modernen Lebens- und Reisegewohnheiten verändert haben. Zeitgemäße Ansprüche, denen die Grandhotels gerecht werden müssen. Das Fünf-Sterne-Hotel "Les Trois Rois" am Rhein in Basel ist eines der ältesten Grandhotels der Schweiz. 1681 wird es zum ersten Mal erwähnt. Schon Kaiser Napoleon aß hier zu Mittag. Theodor Herzl, der geistige Vater Israels, schlief hier, und auch Queen Elizabeth war schon zu Gast. Später mieteten die Rolling Stones eine ganze Etage und sprangen nach durchzechter Nacht von der wohl schönsten Hotelterrasse Basels in den Rhein. Im traditionsreichen "Les Trois Rois" trifft Geschichte auf Moderne, versteckt sich modernste Technik hinter kostbaren Antiquitäten. Wer die Schwellenangst überwindet und einen Tisch im kleinen Sterne-Restaurant des Hauses "Le Cheval Blanc" ergattert, wird von Chefkoch Peter Knogl bekocht – und manchmal auch persönlich begrüßt. Drei Sterne und 19 Gault-Millau-Punkte hat Knogl schon bekommen. Mehr geht nicht. Der eigentliche Luxus im "Les Trois Rois" aber ist die persönliche Zuwendung. Und so erscheint es mehr als passend, dass das Haus den wohl letzten Liftboy Europas beschäftigt - obwohl jeder Hotelgast sicher auch allein die goldglänzenden Knöpfe des Aufzugs drücken könnte. Chefconcierge Cristina Bally – die erste weibliche Concierge der Schweiz – ist bewusst, dass ihre Gäste immer selbständiger werden. Umso wichtiger sind die Wertschätzung und Anteilnahme, die sie ihnen entgegenbringt. Sie lässt die Zuschauer teilhaben an einem ausgefallenen Sonderwunsch eines prominenten Gastes. Ein besonderes Highlight des Hauses ist die Hotelterrasse direkt am Rhein. Hier treffen sich gleichermaßen Einheimische und internationale Gäste zum "Afternoon Tea". Und hier kann man auch einem traditionellen Laster frönen: dem Rauchen von Zigarren. Barchef Thomas Huhn ist ein ausgewiesener Zigarrenkenner und hat jede der 155 verschiedenen Sorten mindestens schon einmal probiert. Für Rockstars und andere, die es sich leisten können, liegt der wahre Luxus wohl darin, in einer pulsierenden Metropole Ruhe und viel Raum für sich vorzufinden. So werden auch in Zürich im Fünf-Sterne-City-Resort "The Dolder Grand" Träume wahr, noch bevor sie der Gast ausspricht. Nicht zuletzt dank Randy Hitti, dem jungen Leiter des Butler-Teams, der die geheimen Wünsche seiner Suiten-Gäste bereits vor ihrer Anreise erahnt und sie – oft gemeinsam mit Chef-Floristin Cristina Mathis – Wirklichkeit werden lässt. Oberhalb der Stadt Zürich, mitten im Grünen am Adlisberg, thront das von Sir Norman Foster renovierte Märchenschloss "The Dolder Grand". Nicht nur eine internationale Klientel zieht das durchdesignte Interieur des Hauses an: Manch anspruchsvoller Züricher genießt hier regelmäßig eine Spa-Behandlung oder ein Zwölf-Gänge-Menü in Heiko Nieders Sterneküche "The Restaurant". Absolute Diskretion und Intimität ist hier jedem gewiss. Von Anbeginn wollte der Schweizer Bauherr Heinrich Hürlimann, der 1899 das "Dolder Grand Hotel & Curhaus" eröffnete, einen Naherholungsort für die lokale Bevölkerung schaffen, zu dem diese per Seilbahn hinauf ins Grüne fahren konnte. Mit einem Golfplatz, später einem Wellenbad und einer eigenen Kunsteisbahn bewies das Hotel seinen Innovationsgeist. Traditionshäuser wie "The Dolder Grand" und "Les Trois Rois" haben es geschafft, sich der globalen Konkurrenz zu stellen und ihren Wurzeln treu zu bleiben. Im vierten und letzten Teil der Reihe "Schweizer Hotelgeschichten" stehen Butler, Köche, Concierges und Floristen im Mittelpunkt, die mit vielen anderen fleißigen Hände dafür sorgen, dass "ihr" Grandhotel am Puls der Zeit und der Aufenthalt für die Reisenden in besonderer Erinnerung bleibt.

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Donnerstag, 20. Dezember 2018


06:00 Unsere wilde Schweiz (20 Min.) (HDTV)
Der Aletschgletscher
Film von: Michael Gregor
(Erstsendung 25.4.2018)

Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna.


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 19.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 19.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 19.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 19.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


10:15 Winterreise durch Lappland (30 Min.) (HDTV, UT)
Finnland jenseits des Polarkreises
Film von: Claudia Buckenmaier
(Erstsendung 27.12.2008)

Lappland im Winter – das heißt viel Schnee und Dunkelheit, aber auch grandiose Natur, Einsamkeit und Nordlichter. Nicht zu vergessen ist die menschliche Wärme der Finnen. Man muss zusammenhalten, um der harschen Natur zu trotzen. Das geht besonders gut mit belebender Saunahitze. Claudia Buckenmaier und ihr Team begegnen in Lappland Menschen, die Winter und Kälte widerstehen und sich keinen schöneren Ort vorstellen können. Zum Beispiel dem Seemann in Kolari, der als Schiffskoch die ganze Welt bereist hat. Heute fährt er raus zum Eisfischen, weil er dort die Ruhe findet, nach der er sich sehnt. Im Norden gibt es keine Eile; nur im Süden rennen die Menschen von einem Ort zum anderen und wissen schon gar nicht mehr, warum, sagt er. Auch der Eis-Schnitzer von Enontekiö könnte sich mit seinen Eisfiguren Zeit lassen – so schnell schmilzt hier nichts. Auf dem Weg durch Lappland macht das Team Stopp bei einer einsamen Tankstelle in Pokka. Pokka ist ein Dorf mit acht "warmen" Häusern. So nennt man dort die Häuser, die bewohnt sind. Die nächste Tankstelle ist etwa 70 Kilometer entfernt. In Pokka ist es richtig kalt. Am kältesten war es Ende der 1990er-Jahre: minus 51,5 Grad Celsius. Hier haben sich Helena Lehtinen und ihr Freund Kari eingerichtet. Drinnen ein Sammelsurium ausgestopfter Tiere, draußen zwei uralte Zapfsäulen. Aber sie funktionieren. An manchen Tagen kommt noch nicht einmal ein Auto vorbei. Dann ist Zeit für andere Dinge. Helena ist Sami und unterweist Kinder, Freunde und Nachbarn in der Kunst der alten Sami-Handarbeiten. So, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat. Die 92-jährige Kirsti lebt in der Nähe auf einem alten Hof, in dem sie ein kleines Museum betreibt, um die Tradition der Sami lebendig zu halten. Vor allem Kindern will sie die Schönheit der alten Dinge zeigen – und so kleidet sie im hohen Alter noch Puppen in traditioneller Sami-Tracht ein. Auch für die Kinder in Lappland ist der Winter lang – aber sie haben einen Freund: den Bücherbus. Der Bücherbus fährt regelmäßig auch die entlegensten Gegenden an, um den Lesehunger der kleinen Finnen zu stillen. Wer sich einsam fühlt oder einfach nur Spaß haben will, geht zum Monotanssit – zum Nachmittagstee der finnischen Art. Tanztee in Skischuhen – das spart das lästige Umziehen. Zu typisch finnischer Musik tanzt man Standardtänze – fröhlich und auch immer etwas schwermütig. Die Skier braucht man auf dem Kukastunturi, auf dessen Hängen einer der letzten Urwälder Finnlands wächst. Der Forstarbeiter Veza Niva nimmt das Team mit auf den Berg. Die kleinen, uralten Bäume sind unter den Schneemassen kaum zu erkennen. Hier sagt die Größe nichts über das Alter aus. Nur wenige Bäume werden in dieser Witterung alt. In der Nähe des Kukastunturi liegt Äkäslompolo, eines der bekanntesten Langlaufgebiete in Finnland. Skifahren und Sauna gehören in Finnland zusammen. Für die Touristen lässt man sich gerne ab und zu Neues einfallen, zum Beispiel eine Saunagondel, in der man sich auf dem Weg zur hoch gelegenen Loipe schon einmal durchglühen lassen kann.


10:45 Tückische Giganten (45 Min.)
Eisbergforschung in Kanada
Film von: Karl Teuschl
(Erstsendung 4.1.2011)

Zwischen 20 000 und 40 000 Eisberge kalben die Gletscher Grönlands jedes Jahr. Rund ein Zehntel davon driftet mit dem Labradorstrom nach Süden und wird so zur Gefahr für die Schifffahrt. Der Film zeigt den Kampf der Menschen in Ostkanada gegen das Eis. Schauplätze sind die oft von Packeis eingeschlossenen Inseln an der Nordküste Neufundlands und die Fjorde Labradors, in denen die kalten Riesen aus der Arktis immer wieder auf Grund laufen. Bis heute weiß man wenig über das Verhalten der kalten Kolosse. Doch dieses Wissen ist nötig, da die Nordwestpassage zunehmend an Bedeutung gewinnt. Viele Wissenschaftler rechnen damit, dass der Weg durchs Eismeer im hohen Norden Kanadas ab 2030 oder 2050 während der Sommer weitgehend eisfrei und für die Handelsschifffahrt gut zu befahren sein wird. Doch das Tor zu diesem potenziell sehr lukrativen Seeweg bildet die "Iceberg Alley" vor Neufundland. Hier herrscht oft Nebel, und hier driften die meisten Eisberge. Das "Institute for Ocean Technology" in St. John's, Neufundland, betreibt Grundlagenforschung über Eis und Eisberge: Im fast 100 Meter langen "Ice Tank" des Institutes zum Beispiel werden Modelle von Rettungsbooten wie Containerschiffen unterschiedlichen Wellen- und Eisbedingungen ausgesetzt. Manchmal bringen die Wissenschaftler in der "Iceberg Alley" sogar große Eisbrecher der kanadischen Küstenwache zum Zusammenstoß mit Eisbergen. Denn nur unter Realbedingungen können sie feststellen, wie sich das Eis der Eisberge tatsächlich bei Kollisionen verhält – dass es sich zum Beispiel unter hohem Druck wie Brei verformt.


11:30 Norwegen – Leben am Hardangerfjord (45 Min.) (UT)
Film von: Claudia Buckenmaier
(Erstsendung 23.6.2011)

Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist "Anbaden" im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.


12:15 Island – Feuer im Herzen (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Susanne Sterzenbach
(Erstsendung 28.9.2014)

Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. "Was soll ich hier?", haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen – die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.


13:00 ZIB (20 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:20 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV)
Die Alpen
Folge 4 von 5
Film von: Sarah Titcombe
(Erstsendung 16.6.2017)

Mit Gipfeln und über 82 Viertausendern liegt der mächtige Gebirgszug der Alpen mitten in Europa. Ihre schwer zugänglichen Hochgebirgsregionen bilden einen weitgehend naturbelassenen Lebensraum. Oberhalb der Baumgrenze sind die Reviere der Murmeltiere. Sie legen große unterirdische Höhlensysteme an, die zum Schutz und Überwintern dienen. Dort können sie sich auch vor dem Steinadler in Sicherheit bringen, dessen Lieblingsspeise Murmeltiere sind. 1200 Adler-Paare haben sich in den Alpen wieder angesiedelt.


14:05 Sterne über dem Eis (90 Min.) (HDTV, Dolby Surround, UT)
Spielfilm Deutschland, 2009

Rollen und Darsteller:
Martin – Michael Fitz
Nina – Birge Schade
Kurt – Horst Sachtleben
Doreen – Franziska Schlattner
Julia – Vanessa Krüger
Karin – Barbara-Magdalena Ahren
Heinz – Oliver Törner
Gregor – Matthias Klimsa
Heike – Heike Fademrecht

Regie: Sigi Rothemund

Martin Schell, Professor für Meeresbiologie, und seine Assistentin Doreen sind ein Paar. Doreen wäre noch glücklicher, wenn Martin sie heiraten würde. Doch er ist ein eingefleischter Single. Außerdem denkt Martin nur noch an die bevorstehende Polarexpedition. Doreen begleitet ihn in der Hoffnung, dass während der Reise in die Arktis endlich das Eis bricht. Doch an Bord des Forschungsschiffes trifft Martin überraschend seine große Ex-Liebe Nina. Nina arbeitet als Journalistin für ein Wissenschaftsmagazin und berichtet über die Expedition. Seit Martin vor 15 Jahren die Trennung von Nina durch einen Seitensprung verschuldete, haben die beiden sich nicht mehr gesehen. Martin weiß bis heute nicht, dass Nina seinerzeit schwanger war. Zunächst hat es den Anschein, als ob die beiden sich nichts mehr zu sagen hätten. Doch Martins Vater Kurt, der sich als blinder Passagier an Bord schmuggelte, setzt alles daran, dass sein Sohn das Glück nicht noch einmal mit Füßen tritt. In diesem aufwendig inszenierten Liebesfilm entdecken Michael Fitz als Polarforscher und Birge Schade in der Rolle einer Journalistin und alleinerziehenden Mutter ihre große Liebe im ewigen Eis. Weiterhin zu sehen sind Franziska Schlattner und Vanessa Krüger. Schauspielveteran Horst Sachtleben setzt als blinder Passagier komische Akzente. Unterhaltungsspezialist Sigi Rothemund und sein bewährter Kameramann Dragan Rogulj, bekannt durch die Venedig-Krimis nach Donna Leon, filmten unter anderem vor der traumhaften Eismeer-Kulisse bei Spitzbergen.


15:35 Tango im Schnee (85 Min.) (HDTV, AD, UT)
Romanze
Fernsehfilm
Deutschland / Österreich, 2008

Rollen und Darsteller:
Ella Talbach – Ursela Monn
Manfred Talbach – Wolfgang Winkler
Franz Zeller – Peter Bongartz
Eckhard Zschocke – Bruno F. Apitz
Konstantin Pagl – Helmut Berger

Regie: Gabi Kubach
Drehbuch: Susanne Beck, Thomas Eifler

Ella hat ihr Leben ihren Töchtern, ihrem Mann Manfred und seiner politischen Karriere verschrieben. Nun steht ihr Geburtstag bevor, und ihre Enkelin Lili hat eine besondere Überraschung. Sie hat Franz Zeller eingeladen, Ellas große Liebe – und ehemaliger Tango-Partner. Denn Ella hatte damals eine Karriere als Tangosängerin angestrebt. Mit Franz. In Argentinien. 40 Jahre danach steht dieser verlorene Traum wieder im Raum – und Ella am Scheideweg.


17:00 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Im Wechsel der Jahreszeiten
Folge 5 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 5.8.2003)

In den Meeren der gemäßigten Breiten herrscht eine schier unendliche Vielfalt an Leben. Zu jeder Jahreszeit gibt es erstaunliche Aktivitäten im und am Wasser. Wenn im Hochwinter 15 Meter hohe Wellen gegen die Klippen des nordamerikanischen Kontinents prallen, verlassen viele Tiere die ungastlichen Küsten und überdauern den Winter in ruhigeren, tieferen Gewässern. Doch manche entscheiden sich auch dafür, zu bleiben. Im Januar drängen sich Tausende Kegelrobben an den sturmumtosten Stränden von Sable Island zusammen, rund 280 Kilometer vor der Küste Neuschottlands. Ebenso wie manche Fische, pflanzen sie sich dort zur kältesten Jahreszeit fort. Sie setzen sich den eisigen Winden aus, damit ihr neugeborener Nachwuchs von der Fülle an Nahrung im Frühjahr profitiert. Wenn die Tage wieder länger werden, vollzieht sich förmlich eine Explosion mikroskopisch kleinen Lebens – die Planktonblüte. Das Sonnenlicht ist die lebenswichtige Energiequelle für Milliarden Planktonpflanzen, die sich jedes Frühjahr und jeden Sommer im warmen Wasser der gemäßigten Breiten in unvorstellbaren Massen vermehren. Die Überfülle an Plankton lockt immense Schwärme zarter, durchscheinender Nesselquallen ebenso an wie Riesenhaie, die mit drei Tonnen Körpergewicht das Wasser durchpflügen. Wenn im Sommer das Sonnenlicht in die Tiefe dringt, streben vor der kalifornischen Küste Wälder aus Riesentang dem Licht entgegen. Mehr als 14 000 verschiedene Meeresalgen gedeihen in den Meeren der gemäßigten Breiten, doch am eindrucksvollsten ist der Riesentang. Er beeindruckt nicht nur mit seiner Länge, er ist auch die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Die Wälder aus Tang bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Im November streben mehr als 500 Millionen Tonnen erwachsene Atlantische Heringe ihren Überwinterungsgründen entgegen, den Fjorden Norwegens. Sie meiden die Winterstürme über dem offenen Ozean und lassen die Fjorde wie brodelnde Ströme aus Fisch erscheinen. Ihnen folgen kleine Gruppen von Schwertwalen, die die Heringsschwärme das ganze Jahr über begleiten. Auch die Schwertwale bleiben drei Monate lang in den norwegischen Gewässern, während sie sich mit Heringen vollstopfen. Doch selbst 500 hungrige Schwertwale haben nur wenig Einfluss auf die riesigen Heringsschwärme, die im Frühjahr scheinbar ohne Verluste wieder aufs offene Meer ziehen. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt die dabei entstandene Reihe "Unser blauer Planet" die Geheimisse der Ozeane.


17:45 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Im Korallenmeer
Folge 6 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 12.8.2003)

Korallenriffe sind mit ihrer unvergleichlichen Vielfalt an Farben, Formen und Arten die Regenwälder des Meeres. Umgeben von weiten ozeanischen Wüsten gleichen sie üppigen submarinen Oasen. Bei so viel Leben auf begrenztem Raum herrscht heftiger Wettbewerb zwischen Arten und Individuen. Aber der gewaltige Überlebensdruck hat auch eine Vielzahl von Allianzen entstehen lassen. Den Mittelpunkt dieser Folge bilden die eindrucksvollen Korallenformationen. Sie entstehen aus winzig kleinen Polypen, die nach der Korallenblüte im Wasser treiben und jede Möglichkeit nutzen, sich festzusetzen. Die Korallen besiedeln unseren Planeten seit rund 600 Millionen Jahren. Dank ihrer Bewaffnung mit Nesselkapseln haben sie nur wenige Feinde. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die Symbiose, die viele Arten mit einzelligen Algen eingehen. Jene Arten, die nicht in Symbiose mit Algen leben, filtern mit ihren gefiederten Tentakeln unablässig Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Trotz ihres Kalkskeletts sind die Korallen erstaunlich verwundbar: Drückerfische haben lange, spitze Zähne, die es ihnen erlauben, ganze Korallenäste vom Stock zu brechen. Ihre Vorliebe für Korallen teilen die Drückerfische mit den Papageifischen. Deren Zähne sind zu einem Schnabel verwachsen, mit dem sie die Korallen abschaben. Der gefürchtetste Korallenräuber ist jedoch kein Fisch, sondern ein mit giftigen Stacheln übersäter Seestern, der bis zu einem halben Meter im Durchmesser erreichen kann – die Dornenkrone. Sie stülpt ihren Magen über eine Kolonie und verdaut alles lebende Gewebe. In einer einzigen Nacht kann sie eine jahrzehntealte Kolonie vernichten. Der Wettbewerb um Lebensraum am Riff ist so intensiv, dass manche Tiere ihre Behausung erbittert verteidigen. Anemonenfische etwa leben zwischen den nesselnden Tentakeln der Anemonen. Ihre Körper sind von einer Schleimschicht überzogen und gegen das Anemonengift immun. Bei Gefahr suchen die Clownfische zwischen den Tentakeln Schutz, und auch die Anemone profitiert von ihren Bewohnern, die sie vor Fressfeinden schützen. Andere Tiere setzen auf artenübergreifende Zusammenarbeit: Manche Garnelen und Lippfische haben sich darauf spezialisiert, andere Tiere von Algen und Hautparasiten zu reinigen. Systematisch suchen die Putzer die Haut nach Pilzen und Bakterien ab. So wird der eine ungebetene Mitbewohner los, während der andere Nahrung erhält. Grund genug für Meeresschildkröten und sogar für die riesigen Mantas, am Riff Rast zu machen und sich reinigen zu lassen. Die wahre Vielfalt am Riff offenbart sich oft erst nach Einbruch der Dämmerung: Dann verlassen Heere von Seeigeln und Seesterne ihre Verstecke in den Riffspalten und weiden Algen und organische Abfälle ab, während Muränen und Weißspitzen-Riffhaie das Riff nach unvorsichtigen, schlafenden Fischen durchforsten. Korallenriffe locken sogar so manchen Meeresriesen an: Die Buckelwale ziehen Tausende Kilometer weit, um in den warmen Korallenmeeren ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Ku'damm 56 (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Folge 1 von 3
Fernsehspiel Deutschland, 2016

Rollen und Darsteller:
Monika Schöllack – Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack – Claudia Michelsen
Helga Schöllack / Helga von Boost – Maria Ehrich
Eva Schöllack – Emilia Schüle
Dr. Jürgen Fassbender – Heino Ferch
Fritz Assmann – Uwe Ochsenknecht
Joachim Franck – Sabin Tambrea
Freddy Donath – Trystan Pütter
Wolfgang von Boost – August Wittgenstein

Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Annette Hess

Berlin 1956. Die junge Monika Schöllack kämpft gegen ihre strenge Mutter Caterina und die Konventionen der Zeit. Die Kraft dafür bekommt sie durch ihre große Leidenschaft: den Rock 'n' Roll. Caterina Schöllack möchte Monika und ihre Schwestern Eva und Helga bestmöglich verheiraten. Doch Monika ist für Caterina ein hoffnungsloser Fall, bis sie die Idee hat, ihren Benimmschüler Joachim Franck als Begleitung von Monika zu Helgas Hochzeit einzuladen. Caterina sieht in Joachim Franck Monikas letzte Chance, einen angesehenen Mann zu heiraten und so auch den Ruf der Familie Schöllack zu wahren. Caterina selbst ist ehemalige Profitänzerin und hat mit ihrem Mann zahlreiche Wettbewerbe gewonnen. Nach der Karriere übernahmen sie dann die Tanzschule "Galant". Doch ihr Mann ist nie aus dem Krieg zurückgekehrt und wird seit 1944 vermisst. Seitdem musste sie sich allein um die Tanzschule und die Erziehung ihrer Töchter kümmern. Dabei setzt sie auf Tradition und konservative Werte, und der gute Ruf der Familie steht stets im Mittelpunkt. Als Caterina Monika schließlich Joachim Franck vorstellt, ist Monika fasziniert und abgestoßen zugleich von der arroganten Art des Fabrikantensohns. Als die beiden allein sind, eskaliert die Situation, und es kommt zu einem tief traumatischen Vorfall für Monika. Unterdessen scheinen Monikas Schwestern Helga und Eva dem Wunsch der Mutter Folge zu leisten. Helga heiratet den angehenden Staatsanwalt Wolfgang von Boost, und die forsche Eva, die als Krankenschwester in einer Nervenheilanstalt arbeitet, versucht derweil ihren Chef Prof. Fassbender um den Finger zu wickeln. Monika sucht jedoch weiter nach ihrem Platz im Leben. Hilfe erhält sie dabei von Fritz Assmann. Fritz ist ein Freund der Familie, der als Tanzlehrer für Caterina arbeitet und Gefühle für Caterina hegt. Er überzeugt Caterina, Monika ebenfalls als Tanzlehrerin einzustellen, denn sie hat das Talent ihrer Mutter geerbt. In der Tanzschule trifft Monika auf Freddy, der mit seiner Band für die musikalische Begleitung während der Tanzstunden sorgt. Er führt sie in die Welt des Rock 'n' Roll ein und weckt damit Monikas Lebensfreude. Doch auch Joachim Franck erscheint zu Monikas Entsetzen wieder auf der Bildfläche.


21:45 Ku'damm 56 (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Folge 2 von 3
Fernsehspiel Deutschland, 2016

Rollen und Darsteller:
Monika Schöllack – Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack – Claudia Michelsen
Helga von Boost – Maria Ehrich
Eva Schöllack – Emilia Schüle
Dr. Jürgen Fassbender – Heino Ferch
Fritz Assmann – Uwe Ochsenknecht
Joachim Franck – Sabin Tambrea
Freddy Donath – Trystan Pütter
Wolfgang von Boost – August Wittgenstein

Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Annette Hess

Monika taucht immer weiter in die Welt des Rock 'n' Roll ein, während ihre Mutter Caterina sie weiterhin mit Joachim Franck verheiraten möchte und eine Verabredung für Monika zusagt. Monika entdeckt zwar eine andere Seite an Joachim, macht ihm aber deutlich, dass sie ihn nicht mehr sehen möchte. Unterdessen muss Helga feststellen, dass die Ehe mit Wolfgang erhebliche Probleme mit sich bringt, und Eva kommt dem Mann einer Patientin näher. Bis vor Kurzem sah sich Eva noch als die neue Frau Professor Fassbender, doch die gefühlvolle und ehrliche Art von Rudi Hauer, dem Mann ihrer Patientin Christa Hauer, lassen sie zweifeln. Helga erkennt ihren Mann Wolfgang derweil nicht wieder. Er verlässt spätabends die Wohnung, lässt sich gehen und zeigt ihr gegenüber keine Nähe. Als sie ihn mit der Situation konfrontiert, wird er handgreiflich. Monika begegnet unterdessen vor der Tanzschule einem derangiert aussehenden Herrn. Dieser stellt sich als Simon Crohn vor und gibt an, seiner Familie hätte bis 1936 die Tanzschule "Galant" gehört. Monikas Neugier ist geweckt. Beruht die Aussage, die Tanzschule wäre seit Generationen im Besitz der Familie Schöllack, etwa auf einer Lüge? In Caterinas Schlafzimmer findet sie ein Foto, welches dies zu bestätigen scheint. Zudem nimmt Monika Freddys Angebot an, mit ihm in den Tanzclub "Mutter Brause" zu gehen. Dort eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt mit Haartollen, Lederjacken, Petticoats und jungen Menschen, die auf der Tanzfläche zu amerikanischem Rock 'n' Roll herumwirbeln. Monika lässt sich mitreißen und fühlt sich endlich frei. Schließlich erreicht sie die Nachricht, dass Joachim bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde.


23:15 Ku'damm 56 (100 Min.) (HDTV, AD, UT)
Folge 3 von 3
Fernsehspiel Deutschland, 2016

Rollen und Darsteller:
Monika Schöllack – Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack – Claudia Michelsen
Helga von Boost – Maria Ehrich
Eva Schöllack – Emilia Schüle
Dr. Jürgen Fassbender – Heino Ferch
Fritz Assmann – Uwe Ochsenknecht
Joachim Franck – Sabin Tambrea
Freddy Donath – Trystan Pütter
Wolfgang von Boost – August Wittgenstein

Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Annette Hess

Während sich Eva und Helga zwischen ihren Gefühlen und dem gesellschaftlichen Ansehen entscheiden müssen, emanzipiert Monika sich mithilfe des Rock 'n' Roll weiter von ihrer Mutter. Gegen den Willen von Caterina setzt sie sogar einen Rock-'n'-Roll-Kurs in der Tanzschule durch, der großen Erfolg hat. Da wird Monika schwanger. Caterina schlägt ihr einen Ausweg vor, bei dem Joachim Franck eine Rolle spielen soll. Doch Monika zögert. Joachim versucht ebenfalls, sein altes Leben hinter sich zu lassen, und zieht aus dem Haus seines Vaters aus. Unterschlupf findet er bei Sonja Lundi, die ihn ermutigt, um Monika zu kämpfen – und Joachim folgt ihrem Rat. Doch auch Freddy ist bereit, sein Leben für Monika zu ändern. Helga muss sich derweil mit der Homosexualität ihres Ehemanns Wolfgang auseinandersetzen und entscheiden, ob sie sich von ihm trennen und so die gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen soll. Währenddessen kämpft Rudi Hauer weiter um Eva, obwohl Caterina auf dem Abschlussball der Tanzschule die Verlobung von Eva und Prof. Fassbender verkünden möchte. Gleichzeitig stellt Fritz Assmann Caterina ein Ultimatum: Entweder sie bekennt sich öffentlich zu ihm, oder er wird die Tanzschule "Galant" und Caterina verlassen.

Redaktionshinweis: Am Freitag, 21. Dezember, ab 20.15 Uhr setzt 3sat den erfolgreichen Dreiteiler "Ku'damm 56` mit `Ku'damm 59" fort.


00:55 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:25 Rundschau (45 Min.) (HDTV)
(Erstsendung 19.12.2018)

Moderation: Sandro Brotz

Das Politmagazin aus der Schweiz liefert Hintergrundberichte und Recherchen über aktuelle Ereignisse und Brennpunkte im In- und Ausland. Die Reportagen und Magazinberichte sind nah am Geschehen, ohne je die kritisch-journalistische Distanz zu verlieren.


02:10 Unser blauer Planet (40 Min.) (UT)
Im Wechsel der Jahreszeiten
Folge 5 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 5.8.2003)

In den Meeren der gemäßigten Breiten herrscht eine schier unendliche Vielfalt an Leben. Zu jeder Jahreszeit gibt es erstaunliche Aktivitäten im und am Wasser. Wenn im Hochwinter 15 Meter hohe Wellen gegen die Klippen des nordamerikanischen Kontinents prallen, verlassen viele Tiere die ungastlichen Küsten und überdauern den Winter in ruhigeren, tieferen Gewässern. Doch manche entscheiden sich auch dafür, zu bleiben. Im Januar drängen sich Tausende Kegelrobben an den sturmumtosten Stränden von Sable Island zusammen, rund 280 Kilometer vor der Küste Neuschottlands. Ebenso wie manche Fische, pflanzen sie sich dort zur kältesten Jahreszeit fort. Sie setzen sich den eisigen Winden aus, damit ihr neugeborener Nachwuchs von der Fülle an Nahrung im Frühjahr profitiert. Wenn die Tage wieder länger werden, vollzieht sich förmlich eine Explosion mikroskopisch kleinen Lebens – die Planktonblüte. Das Sonnenlicht ist die lebenswichtige Energiequelle für Milliarden Planktonpflanzen, die sich jedes Frühjahr und jeden Sommer im warmen Wasser der gemäßigten Breiten in unvorstellbaren Massen vermehren. Die Überfülle an Plankton lockt immense Schwärme zarter, durchscheinender Nesselquallen ebenso an wie Riesenhaie, die mit drei Tonnen Körpergewicht das Wasser durchpflügen. Wenn im Sommer das Sonnenlicht in die Tiefe dringt, streben vor der kalifornischen Küste Wälder aus Riesentang dem Licht entgegen. Mehr als 14 000 verschiedene Meeresalgen gedeihen in den Meeren der gemäßigten Breiten, doch am eindrucksvollsten ist der Riesentang. Er beeindruckt nicht nur mit seiner Länge, er ist auch die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt. Die Wälder aus Tang bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Im November streben mehr als 500 Millionen Tonnen erwachsene Atlantische Heringe ihren Überwinterungsgründen entgegen, den Fjorden Norwegens. Sie meiden die Winterstürme über dem offenen Ozean und lassen die Fjorde wie brodelnde Ströme aus Fisch erscheinen. Ihnen folgen kleine Gruppen von Schwertwalen, die die Heringsschwärme das ganze Jahr über begleiten. Auch die Schwertwale bleiben drei Monate lang in den norwegischen Gewässern, während sie sich mit Heringen vollstopfen. Doch selbst 500 hungrige Schwertwale haben nur wenig Einfluss auf die riesigen Heringsschwärme, die im Frühjahr scheinbar ohne Verluste wieder aufs offene Meer ziehen. Der renommierte Naturfilmer Alastair Fothergill war fünf Jahre unterwegs, um die Weltmeere filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt die dabei entstandene Reihe "Unser blauer Planet" die Geheimisse der Ozeane.


02:50 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Im Korallenmeer
Folge 6 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 12.8.2003)

Korallenriffe sind mit ihrer unvergleichlichen Vielfalt an Farben, Formen und Arten die Regenwälder des Meeres. Umgeben von weiten ozeanischen Wüsten gleichen sie üppigen submarinen Oasen. Bei so viel Leben auf begrenztem Raum herrscht heftiger Wettbewerb zwischen Arten und Individuen. Aber der gewaltige Überlebensdruck hat auch eine Vielzahl von Allianzen entstehen lassen. Den Mittelpunkt dieser Folge bilden die eindrucksvollen Korallenformationen. Sie entstehen aus winzig kleinen Polypen, die nach der Korallenblüte im Wasser treiben und jede Möglichkeit nutzen, sich festzusetzen. Die Korallen besiedeln unseren Planeten seit rund 600 Millionen Jahren. Dank ihrer Bewaffnung mit Nesselkapseln haben sie nur wenige Feinde. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die Symbiose, die viele Arten mit einzelligen Algen eingehen. Jene Arten, die nicht in Symbiose mit Algen leben, filtern mit ihren gefiederten Tentakeln unablässig Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Trotz ihres Kalkskeletts sind die Korallen erstaunlich verwundbar: Drückerfische haben lange, spitze Zähne, die es ihnen erlauben, ganze Korallenäste vom Stock zu brechen. Ihre Vorliebe für Korallen teilen die Drückerfische mit den Papageifischen. Deren Zähne sind zu einem Schnabel verwachsen, mit dem sie die Korallen abschaben. Der gefürchtetste Korallenräuber ist jedoch kein Fisch, sondern ein mit giftigen Stacheln übersäter Seestern, der bis zu einem halben Meter im Durchmesser erreichen kann – die Dornenkrone. Sie stülpt ihren Magen über eine Kolonie und verdaut alles lebende Gewebe. In einer einzigen Nacht kann sie eine jahrzehntealte Kolonie vernichten. Der Wettbewerb um Lebensraum am Riff ist so intensiv, dass manche Tiere ihre Behausung erbittert verteidigen. Anemonenfische etwa leben zwischen den nesselnden Tentakeln der Anemonen. Ihre Körper sind von einer Schleimschicht überzogen und gegen das Anemonengift immun. Bei Gefahr suchen die Clownfische zwischen den Tentakeln Schutz, und auch die Anemone profitiert von ihren Bewohnern, die sie vor Fressfeinden schützen. Andere Tiere setzen auf artenübergreifende Zusammenarbeit: Manche Garnelen und Lippfische haben sich darauf spezialisiert, andere Tiere von Algen und Hautparasiten zu reinigen. Systematisch suchen die Putzer die Haut nach Pilzen und Bakterien ab. So wird der eine ungebetene Mitbewohner los, während der andere Nahrung erhält. Grund genug für Meeresschildkröten und sogar für die riesigen Mantas, am Riff Rast zu machen und sich reinigen zu lassen. Die wahre Vielfalt am Riff offenbart sich oft erst nach Einbruch der Dämmerung: Dann verlassen Heere von Seeigeln und Seesterne ihre Verstecke in den Riffspalten und weiden Algen und organische Abfälle ab, während Muränen und Weißspitzen-Riffhaie das Riff nach unvorsichtigen, schlafenden Fischen durchforsten. Korallenriffe locken sogar so manchen Meeresriesen an: Die Buckelwale ziehen Tausende Kilometer weit, um in den warmen Korallenmeeren ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen.


03:35 Tückische Giganten (45 Min.)
Eisbergforschung in Kanada
Film von: Karl Teuschl
(Erstsendung 4.1.2011)

Zwischen 20 000 und 40 000 Eisberge kalben die Gletscher Grönlands jedes Jahr. Rund ein Zehntel davon driftet mit dem Labradorstrom nach Süden und wird so zur Gefahr für die Schifffahrt. Der Film zeigt den Kampf der Menschen in Ostkanada gegen das Eis. Schauplätze sind die oft von Packeis eingeschlossenen Inseln an der Nordküste Neufundlands und die Fjorde Labradors, in denen die kalten Riesen aus der Arktis immer wieder auf Grund laufen. Bis heute weiß man wenig über das Verhalten der kalten Kolosse. Doch dieses Wissen ist nötig, da die Nordwestpassage zunehmend an Bedeutung gewinnt. Viele Wissenschaftler rechnen damit, dass der Weg durchs Eismeer im hohen Norden Kanadas ab 2030 oder 2050 während der Sommer weitgehend eisfrei und für die Handelsschifffahrt gut zu befahren sein wird. Doch das Tor zu diesem potenziell sehr lukrativen Seeweg bildet die "Iceberg Alley" vor Neufundland. Hier herrscht oft Nebel, und hier driften die meisten Eisberge. Das "Institute for Ocean Technology" in St. John's, Neufundland, betreibt Grundlagenforschung über Eis und Eisberge: Im fast 100 Meter langen "Ice Tank" des Institutes zum Beispiel werden Modelle von Rettungsbooten wie Containerschiffen unterschiedlichen Wellen- und Eisbedingungen ausgesetzt. Manchmal bringen die Wissenschaftler in der "Iceberg Alley" sogar große Eisbrecher der kanadischen Küstenwache zum Zusammenstoß mit Eisbergen. Denn nur unter Realbedingungen können sie feststellen, wie sich das Eis der Eisberge tatsächlich bei Kollisionen verhält – dass es sich zum Beispiel unter hohem Druck wie Brei verformt.


04:20 Island – Feuer im Herzen (45 Min.) (HDTV, UT)
Film von: Susanne Sterzenbach
(Erstsendung 28.9.2014)

Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. "Was soll ich hier?", haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen – die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.


05:05 Norwegen – Leben am Hardangerfjord (45 Min.) (UT)
Film von: Claudia Buckenmaier
(Erstsendung 23.6.2011)

Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist "Anbaden" im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.


05:50 Der Charme Andalusiens (20 Min.)
Film von: Natalie Steger
(Erstsendung 23.11.2015)

Andalusien – eine Region Spaniens, in der Traditionen noch gelebt werden. Hier ist alles vereint: andalusische Küche, Kultur, Glanz und Glamour. Andalusien gibt sich selbstbewusst. Tanz und Musik sind ein fester Bestandteil der Kultur. Flamenco-Schulen haben großen Zulauf, und gerade auch junge Leute fühlen sich vom traditionellen Stierkampf angezogen – Torero-Ausbildung inbegriffen. Der ehemalige Jet-Set-Treff Marbella ist in die Jahre gekommen. Promis kommen kaum mehr in die Stadt, dafür Neureiche – der Massentourismus hat Einzug gehalten. Er ist die Haupteinnahmequelle Andalusiens, eine Region, die auch ihre Schattenseiten hat. Dazu zählt eine hohe Arbeitslosenquote.


06:10 – 06:20 3satTextVision (10 Min.)

*

Freitag, 21. Dezember 2018


06:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 20.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


07:00 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 20.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


07:30 Alpenpanorama (90 Min.) (HDTV)

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


09:00 ZIB (5 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


09:05 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
(Erstsendung 20.12.2018)

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


09:45 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen
(Erstsendung 20.12.2018)

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


Terra X
10:15 Die Macht der Jahreszeiten (45 Min.) (HDTV, UT)
Herbst & Winter
Film von: Petra Thurn, Friedrich Steinhardt
(Erstsendung: 25.8.2013)

So wie die Schneeschmelze den Frühling ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben noch heute? Mit den sich färbenden Blättern beginnt in der Natur die größte Umbauaktion des Jahres: Gelb, Rot und Braun dominieren plötzlich das Landschaftsbild. Die Farben sind die Folge eines Notprogramms im Stoffwechsel der Pflanzen. Damit reagiert die Vegetation auf die abnehmende Tageslänge und die schwindende Lichtausbeute. Das Grün der Fotosynthese wird abgebaut. Übrig bleiben gelbe und braune Farbstoffe, die den typischen Look des Herbsts ausmachen. Aber das ist nur eine der vielen Facetten der dritten Jahreszeit. Eine andere ist die Landwirtschaft. Selbst im Herbst herrscht dort noch Hochbetrieb. Alle Hände werden gebraucht. Auch bei den Winzern wie Kilian Franzen und Angelina Lenz am Calmont an der Mosel, dem steilsten Weinberg Europas. Seit einigen Jahren fangen sie mit der Lese immer früher an. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Sie sorgt nicht nur für eine zeitigere Fruchtreife, sondern vor allem für neue Rebsorten, wie sie eigentlich nur in Italien oder Frankreich wachsen. Ein verlässlicher Indikator, dass sich der Sommer verabschiedet hat, ist der Zug der Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auf der Ostseehalbinsel Darß fallen sie zu Tausenden ein, um Rast zu machen und neue Nahrung aufzunehmen. Weiter westlich an den Küsten ziehen langsam aber sicher frische Winde auf. Manche wachsen zu Orkanen an und fegen über ganz Deutschland. Die höchste Windgeschwindigkeit mit 263 Stundenkilometern wurde am 24. November 1984 auf dem Brocken gemessen, Kyrill im Jahr 2007 tobte so heftig, dass er Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro verursachte. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach prophezeien, dass die Herbststürme in Zukunft an Stärke zunehmen werden.


ZDF.reportage
11:00 Abenteuer Hurtigruten (30 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 12:30)
Eine Reise ans Ende der Welt
Folge 2 von 2
Film von: Meike Materne
(Erstsendung: 14.1.2018)

Die Autoren sind mit der "MS Nordkapp" unterwegs auf den Hurtigruten – von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die "MS Nordkapp" nördlich des Polarkreises und steuert die "Hauptstadt der Arktis", Tromsø, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjøllefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und – mit etwas Glück – das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die "MS Nordkapp" wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.


11:30 Grand Tour der Schweiz (45 Min.) (HDTV)
Von Zürich ins Berner Oberland
Folge 1 von 3
Film von: Cristina Trebbi
(Erstsendung 30.9.2018)


12:15 Grand Tour der Schweiz (45 Min.) (HDTV)
Vom Jura bis ins Wallis
Folge 2 von 3
Film von: Cristina Trebbi, Anja Glücklich
(Erstsendung 30.9.2018)


13:00 ZIB (15 Min.) (HDTV, UT)

Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen. Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


13:15 Europa ungezähmt (45 Min.) (HDTV) (VPS: 13:20)
Der trockene Süden
Folge 5 von 5
Film von: Sarah Titcombe
(Erstsendung 16.6.2017)

Trockenheit und Hitze im Sommer, milde Winter mit geringen Niederschlägen: Im fünften Teil der Reihe "Europa ungezähmt" geht es um den "trockenen Süden". Auf der Iberischen Halbinsel wachsen einzigartige Wälder aus immergrünen Korkeichen und Steineichen – Lebensraum des Pardelluchses, einer extrem seltenen Raubkatze. Es gibt nur noch 150 Tiere dieser Art. Dank menschlicher Hilfe wird er vielleicht überleben. Die Extremadura ist für ihre großen Geier-Vorkommen bekannt. Die gefiederten Gesundheitspolizisten sind wahre Flugkünstler und kreisen in Höhen von bis zu 6000 Metern. Die wüstenhaften trockenen Regionen sind Heimat von Perleidechsen, Hornottern und Chamäleons, und an der rauen Atlantikküste Portugals haben sich Weißstörche eine ökologische Nische erobert.


14:00 Grand Tour der Schweiz (40 Min.) (HDTV)
Vom Tessin ins Appenzell
Folge 3 von 3
Film von: Cristina Trebbi
(Erstsendung 7.10.2018)


14:40 Auf dem Dach des Kaukasus (55 Min.) (HDTV)
Bergexpedition am Elbrus
Film von: Lisa Röösli, Eric Bergkraut
Erstausstrahlung


15:35 Weihnachten im Morgenland (85 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 14:05)
Familienkomödie
Fernsehfilm
Deutschland, 2009

Rollen und Darsteller:
Florian Droste – Walter Sittler
Milena Markowsky – Anica Dobra
Sandy – Anja Boche
Dennis – Jonas Laux
Marte – Renate Schroeter
Dorothee – Katrin Heller
Tobi – Jannis Michel
Raschid – Ulas Kilic

Regie: Martin Gies
Drehbuch: Marcus Hertneck

Florian Droste, Forstwirt im Sauerland, lebt ein Jahr nach dem Tod seiner Frau zurückgezogen in seinem Forsthaus und widmet sich nur noch "seinem" Wald und seiner Trauer. Seine stattlichen Tannen sind so begehrt, dass Scheich Sharif Al-Carim jedes Jahr zu Weihnachten den schönsten Tannenbaum für seine arabische Heimat ordert. In diesem Jahr erscheint Milena Makowsky, die Projektmanagerin des Scheichs, persönlich bei dem Forstwirt. Florian soll als ausgewiesener Experte mit ihr in das Scheichtum reisen, um einen Tannenwald in der Wüste anzubauen. Florian Droste macht Milena unmissverständlich klar, was er von dieser Schnapsidee hält, und lehnt das Angebot dankend ab. Nun naht wieder einmal Weihnachten. Weil Florians Familie samt Schwiegermutter und Schwägerin davon überzeugt ist, dass Florian unter Depressionen leidet, beschließt sie, das Weihnachtsfest bei ihm zu verbringen. Zudem würde die Familie Florian am liebsten mit seiner Schwägerin verkuppeln. Grund genug, nun doch kurz entschlossen mit Milena nach Dubai zu flüchten. Aber seine Familie spürt ihn auch dort auf. Die Tannenzucht stößt bald auf ernst zu nehmende Hindernisse, und auch im Privaten türmen sich die Komplikationen schon nach einigen Tagen zu einer drohenden Katastrophe auf. Weihnachten eben – und das mitten in der Wüste. Nur ein Unverzagter wie Florian kann das durchstehen.

"Weihnachten im Morgenland" ist eine charmante Weihnachtskomödie mit einer Paraderolle für Publikumsliebling Walter Sittler, der als knorriger Forstwirt in der Gluthitze Arabiens ein kleines Weihnachtswunder vollbringen soll.


17:00 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
Im Bann von Ebbe und Flut
Folge 7 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 19.8.2003)

Mehr noch als Tag und Nacht diktieren Ebbe und Flut den Lebensrhythmus der Gezeitenzone, und nirgendwo sonst offenbart sich die Kraft der Gezeiten stärker als an Flussmündungen. Die Flut bezwingt das Flusswasser, und das Meerwasser schießt in einer Flutwelle oft zig Kilometer stromaufwärts. Der Film zeigt eine sechs Meter hohe Flutwelle, die sich ihren Weg gegen den Lauf des Amazonas bahnt und selbst riesige Bäume an den Ufern mit sich reißt. Der Tidenhub, der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser, ist im offenen Ozean gering, doch in Buchten ist er deutlich spürbar. In der Bay of Fundy in Kanada etwa hebt und senkt sich der Meeresspiegel täglich um 16 Meter. Die Leben spendende Flut überschwemmt nicht nur Hunderte Quadratkilometer schlammigen Grunds, der Gezeitenstrom konzentriert auch dichte Planktonmassen vor der Küste, die ein Magnet für hungrige Mäuler sind. Jeden Sommer versammeln sich ungeheure Mengen von Meerestieren in der Bucht – Heringe, Delfine, Glatt- und Buckelwale drängen sich unter Wasser, Tölpel gesellen sich aus der Luft dazu. Wattflächen gehören zu den produktivsten Revieren des Meeres. Vor allem während der Ebbe finden sich Massen von Räubern ein und zwingen die Bewohner des Meeresbodens - Krabben, Schnecken, Muscheln, Würmer und viele andere -, im schlammigen Grund Schutz zu suchen, bis die Flut sie wieder erlöst. Waschbären und sogar Riesen wie Grizzlys pflügen den Strand um und befördern Muscheln, Krabben und andere Kleintiere zutage. Für manche aber bringt die Flut nicht Erlösung, sondern den Tod. Große Tümmler starten dann und wann einen außergewöhnlichen Jagdzug. Bei Ebbe sind Fische, die im Flachwassertümpeln geblieben sind, vor ihnen sicher, doch wenn der Meeresspiegel steigt, geraten sie in Reichweite der Delfine. Ein Tümmler hat dabei die Aufgabe, den Schlamm aufzuwühlen und die Fische den wartenden Artgenossen zuzutreiben. Die Teamarbeit der Delfine ist nicht nur erstaunlich – sie ist auch überaus effektiv. Sie können sich so lange vollfressen, bis die Ebbe ihnen den Zugang zum Flachwasser wieder versperrt. Eine Reihe von Tieren stimmt ihren Fortpflanzungszyklus auf die Mondphasen und den Stand der Gezeiten ab. In bestimmten Nächten entlassen Seesterne, Seeigel, Muscheln und andere ihre Eier und Samen in unvorstellbaren Mengen ins Wasser, um eine neue Generation zu zeugen. Der Einfluss der Gezeiten ist so groß, dass sie selbst an Land den Startschuss für eine riesige Wanderung geben. Auf der Weihnachtsinsel nördlich von Australien erfüllt sich der Wald mit Leben, wenn Millionen Rote Landkrabben sich aufmachen und zur Fortpflanzung Richtung Küste marschieren. An die nassen Klippen geklammert, warten sie oft tagelang, bis der Gezeitenstand perfekt dafür ist, ihre Eier in den offenen Ozean zu tragen. Dann, bei Nippflut, wenn der Wasserstand am niedrigsten ist, drängen sie sich im Flachwasser, schütteln ihre Eier in der Brandung ab und flüchten so schnell wie möglich wieder an Land. Denn – und das ist das außergewöhnlichste daran – schwimmen können die erwachsenen Tiere nicht. Sie ertrinken jährlich zu Tausenden in demselben Wasser, das ihre Larven erst leben lässt.


17:45 Unser blauer Planet (45 Min.) (UT)
An der Küste
Folge 8 von 8
Film von: Alastair Fothergill
(Erstsendung 26.8.2003)

Über Zigtausende Kilometer säumen Küsten die Weltmeere. Der schmale Streifen zwischen Land und Wasser ist auch die Grenze zwischen zwei Welten. Doch es ist alles andere als ein Niemandsland. Hier herrscht ständiges Kommen und Gehen. 95 Prozent aller Seevögel, die das ganze Jahr über auf dem offenen Meer jagen, kommen an Land, um sich in riesigen Kolonien zu paaren und zu brüten. Und diese ziehen Nesträuber von beiderseits der Küste an. Riesenseeadler und Skuas sind ebenso unermüdlich hinter den Eiern und Küken von Dreizehenmöwen her wie Polarfüchse und Bären. Nicht nur Schildkröten verlassen das Meer, um ihre Gelege im Schutz der Nacht im Sand zu vergraben. Auch so mancher Fisch tut es ihnen gleich: Lodden, die zu den Lachsfischen zählen, werfen sich an den Küsten Neufundlands an den Strand, um an die 10 000 Eier in Sandfurchen abzulegen. Die Eier bleiben am Boden haften, wo sie sich entwickeln werden. Die erwachsenen Tiere kehren nach dem Ablaichen ins Meer zurück. Nur wenige Arten, die die Küsten bevölkern, sind sesshaft. Eine Ausnahme bilden die Meerechsen der Galapagosinseln. Sie sind perfekt an das Leben in der Gischt angepasst. Ihre Hauptnahrung, Algen, finden sie im Meer. Während Wale ihren Nachwuchs im Meer zur Welt bringen und säugen, müssen Walrosse und andere Robben an Land gehen, um ihre Jungen zu gebären. In der Antarktis kehren die See-Elefanten jeden Frühling an die Küsten von South Georgia zurück. Wenn sich bis zu 10 000 See-Elefanten an einem einzigen Strand drängen, verwandeln sich abgelegene Meeresbuchten zeitweilig in Kampfarenen, in denen die Bullen versuchen, die Oberhand über ihre Rivalen zu gewinnen und ihren Harem unter Kontrolle zu halten. An den Stränden Patagoniens, der Kinderstube der Mähnenrobben, ereignet sich regelmäßig ein dramatisches Schauspiel. Hier sind die jungen Robben nur so lange vor jagenden Schwertwalen sicher, bis sie das trockene Land erstmals verlassen. Die jungen Mähnenrobben haben noch keine Erfahrung mit den Walen, die in ihrem Jagdverhalten zeigen, weshalb sie auch Killerwale genannt werden: Sie schießen aus der Deckung der Gischt auf die Jungtiere zu, wobei sie sogar riskieren, zu stranden. Haben die Wale eine Jungrobbe gefasst, ziehen sie ihre Beute ins tiefe Wasser, wo sie, während sie noch am Leben ist, mit ihr Katz und Maus spielen. Ein bizarres Geschehen, das sich auch die Wissenschaftler noch nicht erklären können, die die Dreharbeiten begleiteten. Doch die Jagdsaison der Schwertwale dauert nur kurz. Die Jungrobben lernen schnell und bleiben in sicherer Entfernung, die Attacken der Wale verlieren an Erfolg. Nach nur zwei Wochen ziehen sie weiter, und am Strand der Mähnenrobben kehrt wieder Ruhe ein. Sobald der Nachwuchs groß genug ist, leeren sich die Strände wieder. Wo sich noch vor Kurzem Robben und Seevögel in Kolonien drängten, herrscht nun Stille. Alles Leben aus dem Ozean kehrt zurück, woher es gekommen ist. Eine Wendung, die typisch ist für die Küsten der Ozeane: Nichts in diesem dynamischsten aller marinen Lebensräume bleibt lange unverändert.


18:30 nano (30 Min.) (HDTV)
Die Welt von morgen

Moderation: Ingolf Baur

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet werktäglich ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.


19:00 heute (20 Min.) (HDTV, UT)
Die Nachrichtensendung des ZDF.
3sat-Wetter


19:20 Kulturzeit (40 Min.) (HDTV)
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.


20:00 Tagesschau (15 Min.) (HDTV, UT)
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht


20:15 Ku'damm 59 (90 Min.) (AD, UT)
Nicki und Freddy machen Musik
Folge 1 von 3
Fernsehspiel Deutschland, 2018

Rollen und Darsteller:
Monika Schöllack – Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack – Claudia Michelsen
Helga von Boost – Maria Ehrich
Eva Fassbender – Emilia Schüle
Joachim Franck – Sabin Tambrea
Freddy Donath – Trystan Pütter
Wolfgang von Boost – August Wittgenstein
Kurt Moser – Ulrich Noethen
Ninette Rabe – Laura de Boer

Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Annette Hess

Berlin, 1957: Monika erreicht hochschwanger die Wohnung der Schöllacks. Sie hat ihre Bleibe verloren und möchte in ihrem alten Zuhause unterkommen. Doch Mutter Caterina weist sie ab. Als ledige Schwangere wird Monika auch im Krankenhaus kritisch beäugt. Als sie aus dem Delirium eines Kindbettfiebers erwacht, hat Caterina alles geregelt und Dorli bei Pflegeeltern untergebracht: Monikas Schwester Helga und deren Ehemann Wolfgang. Zwei Jahre später. Dorli ist der Kitt für die Ehe von Helga und Wolfgang, denn sie hilft, seine Homosexualität zu kaschieren. Monika darf ihre Tochter zwar regelmäßig besuchen, aber Helga verlangt, dass sie dem Kind gegenüber als "Tante" auftritt, und schränkt Monikas Besuchsrecht immer stärker ein. Doch Monika kämpft um ihre Tochter. Gleichzeitig nimmt Monikas und Freddys Karriere Fahrt auf. Auch Caterina hat daran ihren Anteil, schließlich vermarktet sie das Duo "Nicki und Freddy" erfolgreich als Managerin und verschafft ihnen eine Rolle in einem Heimatfilm. Dabei lernt Caterina den Regisseur Kurt Moser kennen, der einen bleibenden Eindruck bei ihr hinterlässt. Auch Monika muss sich ihren Gefühlen stellen, als Joachim Franck aus seinem Auslandsaufenthalt nach Berlin zurückkehrt und die beiden sich am Filmset begegnen. Monikas jüngere Schwester Eva ist hingegen unglücklich in ihrer Ehe mit Professor Fassbender. Fassbender ist nicht nur notorisch eifersüchtig – er lebt auch seine patriarchale Macht aus, wo er nur kann. Fortsetzung der Familiengeschichte


21:45 Ku'damm 59 (95 Min.) (AD, UT)
Der Skandal
Folge 2 von 3
Fernsehspiel Deutschland, 2018

Rollen und Darsteller:
Monika Schöllack – Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack – Claudia Michelsen
Helga von Boost – Maria Ehrich
Eva Fassbender – Emilia Schüle
Joachim Franck – Sabin Tambrea
Freddy Donath – Trystan Pütter
Wolfgang von Boost – August Wittgenstein
Kurt Moser – Ulrich Noethen
Ninette Rabe – Laura de Boer

Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Annette Hess

Monika und Joachim lieben sich noch immer, und Monika möchte ihr Leben mit ihm verbringen. Doch Joachim macht Monika ein Geständnis, das eine Beziehung der beiden verhindert. Verzweifelt stürzt sich Monika in ihre Filmkarriere – auch, damit ihre Tochter Dorli später einmal stolz auf sie ist. Doch schon bald spürt Monika, dass sie in der aufgesetzten Welt des Filmgeschäfts nicht glücklich werden kann, und sorgt für einen Skandal. Währenddessen werden Fassbenders Methoden, Eva seine Macht spüren zu lassen, immer sadistischer. Eva flieht aus ihrer Ehe und mietet mithilfe ihrer Schwester Monika eine eigene Wohnung an. Doch schnell merkt sie, wie eng die Grenzen sind, in denen sie sich als alleinlebende Frau bewegen kann. Helga hat inzwischen herausgefunden, dass sich Wolfgang ernsthaft in einen Kollegen verliebt hat. Als sie Zuflucht bei ihrer Mutter Caterina sucht, ist diese jedoch mit sich selbst beschäftigt, denn Kurt Moser hat sein wahres Gesicht gezeigt. Fortsetzung der Familiengeschichte


23:20 Ku'damm 59 (95 Min.) (AD, UT)
Im Urwald
Folge 3 von 3
Fernsehspiel Deutschland, 2018

Rollen und Darsteller:
Monika Schöllack – Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack – Claudia Michelsen
Helga von Boost – Maria Ehrich
Eva Fassbender – Emilia Schüle
Joachim Franck – Sabin Tambrea
Freddy Donath – Trystan Pütter
Wolfgang von Boost – August Wittgenstein
Kurt Moser – Ulrich Noethen
Ninette Rabe – Laura de Boer

Regie: Sven Bohse
Drehbuch: Annette Hess

Monika gründet mit Freddy eine Blues-Band und absolviert erfolgreich die ersten Auftritte. Da wird Eva plötzlich mit einer schlimmen Kopfverletzung bewusstlos in ihrer Wohnung aufgefunden. Doch nicht der eifersüchtige Fassbender wird festgenommen, sondern Joachim. Denn Eva ist sich sicher, dass Joachim in ihrer Wohnung war. Monika fragt sich, ob Joachim wirklich so eine Tat begehen könnte, und begibt sich auf die Suche nach einem Alibi. Dabei trifft sie auf Ninette und findet heraus, warum Ninette Joachim ein Alibi verweigert. Wird Monika Joachim helfen können? Helga steht indessen vor einem Scherbenhaufen. Wolfgang, der in seinem Kollegen Hans Liebknecht seine erste richtige Liebe gefunden hat, möchte sie verlassen – und das, obwohl sie ihm gerade ein gesundes Kind geboren hat. Helga kann und will seine Entscheidung nicht akzeptieren. Caterina trifft zudem nach Kurt Mosers skandalösem Verhalten eine konsequente Entscheidung. Fortsetzung der Familiengeschichte


00:55 10 vor 10 (30 Min.) (HDTV) (VPS: 21:50)
Nachrichtenmagazin

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


01:25 extra 3 Spezial (60 Min.) (HDTV)
Der Jahresrückblick
(Erstsendung 19.12.2018)

Bissig, frech und witzig zeigt Kabarettist Christian Ehring in der Satiresendung "extra 3" den politischen und gesellschaftlichen Irrsinn der Woche.


02:25 Simone Solga: Das gibt Ärger (45 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2018

Regie: Volker Weicker

Die Kanzlersouffleuse rechnet ab: Jahrelang war Simone Solga als kabarettistische Geheimwaffe der Bundesregierung unterwegs. Jetzt packt sie aus – und Berlin kann einpacken. Jetzt geht die Party richtig los. Simone Solga lässt alle Hemmungen fallen und rechnet endgültig mit ihrem Arbeitgeber ab, denn was Berlin da so treibt, stinkt ihr gewaltig. Plant die Kanzlersouffleuse den Ausstieg aus dem Kanzleramt? Berlin zittert. Klare Aussprache, schnelles Reaktionsvermögen, die Fähigkeit zur geschmeidigen Meinungsanpassung – alles kein Problem für die Souffleuse Simone Solga. Ost-Vergangenheit kein Hinderungsgrund, tadelloses Führungszeugnis. Einst noch als "politische Sackkarre" oder "machtgeile Flüstertüte" bezeichnet, wurde sie schließlich befördert zur "Pille" der Merkel, weil sie ganz Schlimmes verhütet. Jahrelang ging das gut. Den subtilen Humor der Kanzlerin ein wenig aufgepeppt, zog sie durch die Lande und verkündete auch die schlechtesten Nachrichten mit fröhlicher Unschuldsmiene. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Zum dritten Mal GroKo, zum vierten Mal Merkel? Das haut die stärkste Humor-Arbeiterin um. Sie kehrt Berlin den Rücken und zieht los, um auf der Bühne ein für alle Mal auszupacken. Wenn das keinen Ärger gibt! Simone Solga, Tochter eines Schauspieler-Ehepaares und selbst Absolventin der Theaterhochschule H. Otto Leipzig, hat mit der "Kanzlersouffleuse" seit Jahren eine einzigartige Rolle geschaffen. Als scheinbare Strippenzieherin im Kanzleramt blickt sie hinter die Kulissen der Macht, entlarvt die kleinen Unzulänglichkeiten und großen Unmöglichkeiten der Politik. Ebenso komisch wie kompromisslos, wunderbar böse und alles andere als politisch korrekt.


03:10 Bodo Wartke & Melanie Haupt: Antigone (45 Min.) (HDTV)
3sat-Zelt Mainz, September 2018

Regie: Volker Weicker

In der Neudichtung der antiken Tragödie "Antigone" erzählen Bodo Wartke und Melanie Haupt ihre Version der Geschichte von Ödipus' Tochter, die gegen alle Widerstände für ihre Ideale kämpft. Bodo Wartke und Melanie Haupt reimen sich durch die Antike und spielen in schneller Abfolge Klavier, die Ukulele, Mundharmonika und die Cajon. Mit allem Respekt und doch humorvoll nähern sie sich ihrer Antigone, ohne dem Theaterstück die Tragik zu nehmen. Die beiden teilen sich bis zu 20 Rollen, meist in rasanten Wechseln. Das Stück ist komplett gereimt, die Sprache modern, und es gibt zahlreiche popkulturelle Verweise zu entdecken. Bei "Antigone" muss man sich die Antike als Wortspielhölle vorstellen. Dort reimt sich Debakel auf Orakel, Rhodos auf Foddos und Teiresias auf Buenos Dias. Das ist Blödeln auf höchstem Niveau. Die Zuschauer blicken im Land der verfluchten Labdakiden bald so gut durch, dass es Bodo Wartke und Melanie Haupt sogar gelingt, kabarettistische Anspielungen auf Ossis, Wessis und Erdogan pointiert unterzubringen. "Antigone" ist die Fortsetzung von Bodo Wartkes Solo-Theaterstück "König Ödipus". Renommierte Theater, darunter das Hessische Staatstheater Wiesbaden und das Wolfgang Borchert Theater in Münster sowie zahlreiche, freie Theaterensembles und Schultheatergruppen nahmen auf Basis des Wartkeschen Textes eigene Inszenierungen in ihre Spielpläne auf.


03:55 Torsten Sträter: Als ich in meinem Alter war (45 Min.) (HDTV)
Mainzer unterhaus, Februar 2016

Regie: Peter Schönhofer

Ein Mann, eine Mütze und tausend gute Ideen: Torsten Sträter ist der König der satirischen Kurzgeschichte. Im Mainzer unterhaus erzählt er seine neuesten Geschichten. In seinem Buch "Als ich in meinem Alter war" geht es nicht nur um Altersfragen – es geht vor allem darum, wie schön das Leben sein kann, wenn man es nicht allzu ernst nimmt. Wer so cool ist, der muss auch im Hochsommer eine Wollmütze tragen: Torsten Sträter, der "Oldcomer" unter den Slam-Mastern. Erst jenseits der 40 fühlte er sich zum Poeten-Dasein berufen und räumt seither einen Preis nach dem anderen ab. Im Mainzer Forum-Theater unterhaus präsentiert er 45 Minuten lang Auszüge aus "Als ich in meinem Alter war" und surft mit gewohnt lakonischem Humor durch den Irrsinn des Alltags. Oder, wie Torsten Sträter selbst über sich schreibt: "45 Minuten Torsten Sträter, das heißt: seltsame Geschichten, willkürliche Übergänge, unpassende Pointen – ein toller Spaß für Groß und … nun: Groß. Alles unter dem Deckmantel von Kleinkunst und Kultur. Schlimm. Aber mit den besten Absichten. Und ja, ich schreibe meine Pressetexte selbst. Wenn ich's nicht mache, steht da sonst was von Kabarettpreisen, Erfolg und so. Lieber tiefstapeln. Ich freu mich. Torsten."


04:40 Pufpaffs Happy Hour (45 Min.) (HDTV)
Die Kabarett-Show mit Sebastian Pufpaff und Gästen
Kabarett-Show
Berliner Kulturbrauerei, Oktober 2018

Kabarett mit Risiken und Seitenstechen: Sebastian Pufpaff lädt wieder ein zur "Happy Hour" in die Berliner Kulturbrauerei. Ob bissige Satire oder Unfug auf hohem Niveau, ob Comedy, Musikkabarett, Poetry Slam - alles kann passieren, was Spaß macht und überrascht. Zu Gast bei Sebastian Pufpaff sind diesmal: Philip Simon, Özcan Cosar, Dota, Timo Wopp und Sarah Bosetti. Philip Simon, Satiriker, Philosoph, Meisenkundler. Dem Wahnsinn immer auf der Spur – sei es im politischen Hinterstübchen oder im menschlichen Oberstübchen. Özcan Cosar, Comedian, Kabarettist, Moderator, Schauspieler, Tänzer. Kaum zu glauben, wie häufig dieses Multitalent auf das Attribut "Deutschtürke" reduziert wird – Zeit, darüber zu sprechen. Dota, Berliner Liedermacherin, Stadtpiratin, Kleingeldprinzessin. Ihr Song handelt von einer Zufallsbegegnung im Bus, die eine ganz und gar unromantische Wendung nimmt. Timo Wopp, Highspeed-Kabarettist. Seine gedanklichen Pirouetten und Haken schlagenden Pointen fordern höchste Aufmerksamkeit. Dranbleiben lohnt sich! Sarah Bosetti, ehemalige Slam-Poetin, die längst auch Kabarettbühnen erobert. 2018 war sie solistisch beim 3satfestival zu Gast, nun beehrt sie auch einmal mehr die "Happy Hour".


05:25 – 06:20 Pufpaffs Happy Hour (55 Min.) (HDTV)
Die Kabarett-Show mit Sebastian Pufpaff und Gästen
Kabarett-Show
Berliner Kulturbrauerei, Oktober 2018

Kabarett mit Risiken und Seitenstechen: Sebastian Pufpaff lädt wieder ein zur "Happy Hour" in die Berliner Kulturbrauerei. Ob bissige Satire oder Unfug auf hohem Niveau, ob Comedy, Musikkabarett, Poetry Slam - alles kann passieren, was Spaß macht und überrascht. Zu Gast bei Sebastian Pufpaff sind: Michael Mittermeier, Katie Freudenschuss, Andreas Rebers, Christine Prayon und C. Heiland. Michael Mittermeier, der "Godfather of German Comedy". Seit Jahrzehnten auf der Bühne zu Hause und mit seinen Ideen noch lange nicht am Ende. Katie Freudenschuss, die nicht nur mit einem klangvollen Nachnamen, sondern auch mit einer grandiosen Stimme gesegnet ist. Aber Vorsicht: Damit stellt sie gerne gedankliche Fallen auf. Andreas Rebers, der Reverend. Oder ist es am Ende doch der Fliesenleger Günter König, der hier in zutiefst bürgerliche Träume verfällt? Christine Prayon, die heute tief in die Gefühlskiste greift. Sehr tief. Heute soll garantiert kein Auge trocken bleiben. C. Heiland, der Mann mit dem ominösen Omnichord. Wie sich das für die letzte Sendung des Jahres gehört, sorgt er heute für ein waschechtes Happy End.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
3sat – Programminformationen
51. Woche – 15.12. bis 21.12.2018
Satellitenfernsehen des deutschen Sprachraums (ZDF/ORF/SRF/ARD)
Postfach, 55100 Mainz
Tel.: 06131/70-64 79
E-Mail: presse@3sat.de
Internet: www.3sat.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Dezember 2018

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