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TV - ARTE/1085: Woche vom 22.09. bis 28.09.2018


arte – 39. Programmwoche vom 22.09. bis 28.09.2018


Samstag, 22. September 2018


05:15 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 29/09


05:40 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV)
Sokotra: Schatzinsel in Gefahr
Reportage Deutschland / Frankreich, 2009
Wiederholung vom 03.09.

Regie: Ines Possemeyer


06:30 Die Entdeckung der Riesensaurier (80 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2015
Wiederholung vom 08.09.

Regie: Charlotte Scott


07:50 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Die Florida Keys
An der Südspitze von Florida erstreckt sich die über 200 Kilometer lange Kette der Florida Keys mit ihren rund hundert Inseln und Inselchen. Sie sind von strahlend weißen Sandstränden gesäumt und von smaragdfarbenem Wasser umspielt. Verbunden werden sie durch den spektakulären Overseas Highway, der manchmal auch zu Protestzwecken dient …

(1): Das Bloody Miami des Schriftstellers Tom Wolfe
(2): Miami Beach – Art-Déco-Star
(3): Das absolute Muss: Die Florida Keys


08:30 Mit offenen Karten (10 Min.) (HDTV)
Rotes Meer – Kalter Krieg in warmen Gewässern
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11
Erstausstrahlung

Mit der Eröffnung des Suezkanals im Jahre 1869 wurde das Rote Meer zu einer Transitzone, zu einem Raum des wirtschaftlichen und kulturellen Austauschs zwischen Asien, Afrika und Europa. Als Drehscheibe des internationalen Handels gehört das Rote Meer zu den meistbefahrenen Routen für Tanker und Containerschiffe. Kein Wunder, dass es inzwischen höchstes geopolitisches Interesse weckt und diverse Staaten ihre Armeen an den Küsten stationieren.

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


08:40 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Schwerpunkt
Erstausstrahlung

Der Äquator – 40.000 Kilometer ist er lang und durchquert 14 Länder in Südamerika, Asien, Afrika und Ozeanien mit ganz unterschiedlichen Kulturen und einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Am 22. September 2018 lädt ARTE die Zuschauer zu einer fast zwölfstündigen Reise entlang dieses paradiesischen Gürtels rund um die Erde ein. Begleitend zum TV-Programm erleben die Zuschauer in der 360°-/Virtual- Reality-Dokureihe in der ARTE-APP "ARTE360 VR" faszinierende Welten indigener Völker entlang des Äquators.
Begleitend zum TV-Programm erleben die Zuschauer in der 360°-/Virtual- Reality-Dokureihe in der ARTE-APP "ARTE360 VR" faszinierende Welten indigener Völker entlang des Äquators. Sie können virtuell in deren Leben eintauchen und deren besondere Beziehung zur Äquatorlinie kennenlernen.


Äquator – Die Linie des Lebens
08:40 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Ohne Schatten
Folge 1 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Kevin McMahon

Der kleine Pazifik-Atoll Abaiang gehört zum Inselstaat Kiribati in unmittelbarer Äquatornähe und liegt mitten im Stillen Ozean, an der Datumsgrenze. Dort züchtet der Agrar-Experte Kaboua John Kokospalmen-Setzlinge für die Gemeinschaft. Er sagt, Kiribati sei ein Paradies. Allerdings ist es bedroht. In den vergangenen 25 Jahren stieg der Meeresspiegel stetig an. Den Inseln von Kiribati, die nur wenige Meter aus dem Meer ragen, droht die Überflutung. Die Bewohner der ehemals britischen Inseln leben vorwiegend in Selbstversorgung und erwirtschaften ihren Lebensunterhalt mit traditionellen Methoden. Das Wissen der Altvorderen schützt leider nicht vor den Folgen des Klimawandels. Ecuador wurde nach seiner Lage am Äquator benannt. Dort kämpft die indigene Andenbäuerin Magdalena Fueres darum, altes Wissen zu bewahren. Jedes Jahr zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche nimmt sie an der Prozession zum Fest Mushuk Nina teil. Es bedeutet "Neues Feuer" und feiert die Leben spendende Vereinigung von Sonne und Erde. Bereits vor der Zeit der Inkas wussten indigene Völker um die Besonderheit ihrer geografischen Lage. Daran erinnert der ecuadorianische Geograf Cristobal Cobo mit dem Monument einer riesigen Sonnenuhr. Besucher lernen unter anderem, wie genau der Stand der Sonne die Jahreszeiten entstehen lässt.

Hintergrundinfo:
"Ich reise gern, weil ich dabei lerne", sagt der Fotograf Babak Tafreshi, der auf São Tomé und Príncipe unterwegs ist. Er möchte das Verschwinden der Schatten zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche im Bild festhalten. Doch gerade im März sorgt die starke Sonneneinstrahlung für Wolken und Gewitter.


Äquator – Die Linie des Lebens
09:35 Äquator – Die Linie des Lebens (50 Min.)
Die Wiege des Lebens
Folge 2 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Christian Schidlowski

Im Naturschutzgebiet Ol Pejeta in Kenia leben, bewacht von schwer bewaffneten Wildhütern, die letzten Nördlichen Breitmaulnashörner. Während der Kampf gegen die Wilderer fast verloren scheint, läuft für die Wissenschaftler ein Wettlauf gegen die Zeit. Da die letzten Nashörner nicht mehr zeugungsfähig sind, soll ihre Art per künstlicher Befruchtung und mit Leihmüttern gerettet werden.
Auf den Malediven herrscht unter Wasser ein Massensterben: Die bunte Korallenwelt des Inselstaats ist großflächig verblichen. Der Grund ist El Niño, ein Wetterphänomen, das die Wassertemperatur dramatisch erhöht. Eine Gruppe von Tauchern und Umweltschützern, die "Coral Doctors", versucht, die Mikroorganismen zu retten.

Hintergrundinfo:
Ein Naturschutzgebiet der besonderen Art ist "Yasuni" in Ecuador, dem Staat, dem der Äquator seinen Namen gab. Dort gibt es mehr Pflanzenarten als in den USA und Kanada zusammen. Mit Hilfe von Kamerafallen können Wissenschaftler Tiere beobachten, vor allem sind sie Jaguaren auf der Spur, und ihnen gelingen faszinierende Aufnahmen.


Äquator – Die Linie des Lebens
10:25 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Träume am Breitengrad 0
Folge 3 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Hannah Prinzler

Die aktuelle Reiseetappe auf dem Breitengrad 0 führt zunächst nach Kolumbien. Zwischen Juni und Oktober machen Buckelwale vor der Küste des südamerikanischen Landes halt für die Paarung. Das Kamerateam begleitet die Walforscherin Natalia Gotero Acosta bei ihren Ausfahrten durch die Bucht von Nuquí, entdeckt mit ihr die faszinierenden Gesänge der Wale und erlebt ihre Freundschaft mit den Bewohnern der abgeschiedenen Küstenregion mitten im Dschungel.
Brazzaville, die Hauptstadt der Republik Kongo, ist die Heimat einer der überraschendsten Subkulturen Afrikas – der "société des personnes des ambiateurs et des personnes élégantes" kurz "SAPE" genannt. Das bedeutet in etwa "Gesellschaft der Nachtschwärmer und eleganten Personen". Mit großer Liebe fürs Detail folgen dort Männer ihrer Leidenschaft für die Haute Couture und das Dandytum. Der Film zeichnet ein Porträt einiger der exzentrischen Hauptdarsteller dieser einzigartigen kongolesischen Modebewegung.
Im Norden der indonesischen Insel Java hat Küstenerosion in den letzten Jahrzehnten mehrere Dörfer weggespült. Dort zeigt sich schon heute, welchen Gefahren die Menschen in den Inselstaaten am Äquator durch die Folgen des Klimawandels einmal ausgesetzt sind. Die Javanerin Pasijah lebt mit ihrer Familie in einem Haus, das seit der Überschwemmung mitten im Meer liegt. Vom einstigen Paradies ist dort nicht mehr viel übrig geblieben.


Äquator – Die Linie des Lebens
11:20 Äquator – Die Linie des Lebens (50 Min.)
Kraft der Traditionen
Folge 4 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Hannah Prinzler

Es gibt auch Menschen, die die Schätze der Äquatorregion für die Zukunft bewahren möchten. Auf Sumatra kämpfen mutige junge Frauen für das Überleben der letzten wilden Elefanten. In Singapur haucht eine Großfamilie der einzigartigen Kultur der Peranakan neues Leben ein. Und in São Tomé und Príncipe kreiert ein Italiener die vielleicht beste Schokolade der Welt.
Nur wenige Kilometer vom Äquator entfernt liegt der Tesso Nilo Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra. Die Mahout Yati Rosbiati ist dort Teil des Teams der "Flying Elefant Squad". Mit ihrer Arbeit trägt die Elefantenführerin dazu bei, die letzten wilden Elefanten Sumatras zu schützen. Deren Lebensraum ist durch die sich stetig ausbreitenden Palmöl-Plantagen extrem bedroht.
Der Inselstaat Singapur ist seit Jahrhunderten Heimat für Menschen unterschiedlicher Herkunft. Schon früh ließen sich dort Chinesen nieder, die lokale malaiische Frauen heirateten. Mit der Kolonialisierung kamen auch europäische Einflüsse dazu. Diese Mischung hat etwas ganz Eigenes hervorgebracht: die Peranakan-Kultur. Edmond Wong und seine Geschwister führen in dritter Generation ein Geschäft, in dem sie traditionelle Reisdumplings herstellen. Sie geben Einblick in ihre besonderen Traditionen und Bräuche.
In São Tomé und Príncipe wurden im 19. Jahrhundert die ersten Kakaopflanzen Afrikas angebaut. Aus den Bohnen dieser alten Sorten stellt der Italiener Claudio Corallo erlesene Schokolade her. Das Filmteam hat ihn auf seiner Suche nach dem perfekten Aroma begleitet und den Weg der Kakaobohne von der Plantage bis zur fertigen Schokoladentafel verfolgt.


Äquator – Die Linie des Lebens
12:10 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Drohende Gefahr
Folge 5 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Kevin McMahon

Der Artenreichtum zu Land und zu Wasser ist am Äquator größer als überall sonst auf der Erde. Die Leben spendende Kraft der Sonne und eine große Vielfalt von Lebensräumen haben besonders viele Arten hervorgebracht, die nur an ihrem angestammten Ort vorkommen.
Doch dieser Reichtum ist bedroht. Immer stärker greift der Mensch in die Naturräume ein. Manche, wie die äquatorialen Andengletscher, drohen vollständig zu verschwinden.
Im Loango-Nationalpark von Gabun erforscht die renommierte Zoologin Martha Robbins das Sozialverhalten Westlicher Flachlandgorillas. Buschfleisch-Jäger, Krankheiten und die Zerstörung von Lebensraum haben dafür gesorgt, dass die Art vom Aussterben bedroht ist. Martha Robbins möchte mit ihrer Forschung helfen, in Gabun hochwertigen Öko-Tourismus zu etablieren, dessen Erlöse dem Naturschutz zugutekommen sollen. Wer von Gabun in Westafrika auf die Galapagos-Inseln will, legt Richtung Westen entgegen der Erdrotation ein Viertel des Äquatorumfangs zurück. Der zu Ecuador gehörende Galapagos-Archipel, rund 1.000 Kilometer westlich vor dem südamerikanischen Festland im Pazifik gelegen, gilt als lebendiges Museum der Evolutionsgeschichte. Die Abgeschiedenheit und die äquatoriale Lage haben einen Artenreichtum hervorgebracht, der schon Charles Darwin beeindruckte. Seine Beobachtungen auf Galapagos trugen entscheidend dazu bei, das Prinzip der Evolution zu erkennen. Galapagos zieht immer mehr Naturliebhaber an. Welche Folgen hat das auf die Tierwelt der Vulkaninseln? Das erforschen Biologen am Beispiel der Darwin-Finken.
Der vergletscherte Gipfel des Vulkans Santa Isabel liegt etwas nördlich des Äquators in 4.950 Metern Höhe. Er ist einer von nur noch sechs Andengletschern auf kolumbianischem Gebiet. 1970 waren es noch 17. Akribisch dokumentiert Jorge Ceballos, Kolumbiens erster und wohl auch letzter Glaziologe, das Verschwinden des Eises. Seine Messdaten fließen in die weltweiten Klimaprognosen ein.


Äquator – Die Linie des Lebens
13:05 Äquator – Die Linie des Lebens (50 Min.)
Wettlauf gegen die Zeit
Folge 6 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Kevin McMahon

Der Äquator ist mehr als eine dünne Linie rund um den Erdball. Dieses Sonnenband liegt zu 80 Prozent über dem Meer und lässt viel Wasser verdunsten. Die warme Luft steigt auf und erzeugt einen Tiefdruck, der Luft von den Polen nachströmen lässt: die Passatwinde.
An Land lässt die immense Verdunstungsfeuchtigkeit die Regenwälder üppig wachsen. Während die Tropen überwiegend sehr warm sind, sorgt in hochgelegenen Gebieten der geringere Luftdruck für Kühlung.
Das dreimastige Segelschulschiff "Bark Europa" nimmt von Kanada kommend Kurs auf Brasilien. Für die Mannschaft des Großseglers gilt es, Hurrikans und Tropenstürmen auszuweichen und den Kalmengürtel zu passieren – eine berüchtigte Zone fast völliger Windstille am Äquator, bei Seeleuten auch als "die Doldrums" bekannt.
Der kleine Andenstaat Ecuador besitzt bezogen auf seine Fläche die weltweit höchste biologische Vielfalt. Auch der Kanton Piñas in der Provinz El Oro im Südwesten des Landes hat Anteil an diesem Reichtum. Seit mehr als zehn Jahren forsten Experten einer privaten Stiftung den Wald wieder auf und haben erreicht, dass sich die Population des El-Oro-Sittichs stabilisiert hat. Im Osten Afrikas, 150 Kilometer nordöstlich des Viktoria-Sees, liegt auf einer Hochebene über dem Rift Valley die kenianische Kleinstadt Iten. Der 42.000-Seelen-Ort ist für den Laufsport berühmt, denn er hat viele Weltmeister und Olympiasieger hervorgebracht. Einer der Väter des Erfolgs ist der irische Missionar Colm O'Connell. Er kam 1976 an die St. Patricks High School in Iten und entwickelte sich vom Geografielehrer zum Trainer für Mittel-und Langstreckenläufer. Obwohl längst pensioniert, trainiert O'Connell weiterhin jährlich 50 Lauftalente. Steigende Temperaturen verschlechtern inzwischen allerdings die Trainingsbedingungen.

Äquator – Die Linie des Lebens
13:55 Äquator – Die Linie des Lebens (50 Min.)
Mission der Retter
Folge 7 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Christian Schidlowski

Der Äquator – ein irdisches Paradies? An vielen Orten hat die Äquatorregion mit großen Problemen zu kämpfen. Nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch Menschen müssen um ihren Lebensraum fürchten.
Die aktuelle Folge über die Reise entlang des Äquators zeigt die Arbeit von Rettern: Menschen, die sich die Bewahrung des Lebens zur Aufgabe gemacht haben.
Der Inselstaat Kiribati ist eine Ansammlung von besonders flachen Atollen im Pazifik. Der ansteigende Meeresspiegel reißt immer größere Teile der Inseln ins Meer. Drei couragierte Frauen aus Kiribati zeigen, wie sie sich dem Untergang ihrer Heimat entgegenstellen: mit Sandsäcken, durch das Anpflanzen von Mangroven und der Organisation internationaler Kampagnen.
In Afrika herrscht in weiten Landstrichen eine unzureichende medizinische Versorgung. Gut ausgebildete Ärzte und Kliniken liegen weit auseinander. Um Verletzte und Schwerkranke aus entlegenen Gebieten zu retten, kommen die "Flying Doctors" zum Einsatz. In der kenianischen Hauptstadt Nairobi ist ihr Hauptquartier. Eine fliegende Krankenschwester hat sich auf ihren abenteuerlichen Rettungsflügen mit der Kamera begleiten lassen.
Ecuador war ein paradiesischer Ort für Amphibien. Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl dramatisch verringert. Viele Arten sind bereits völlig verschwunden. Dr. Luis Como, ein international bekannter Amphibien-Forscher, ist dem rätselhaften Phänomen auf der Spur. Er bereist die Anden, um versprengte Vertreter ihrer Art zu finden. In seinem Amphibienzentrum in der Hauptstadt Quito vermehren sich nun Frösche, die als längst ausgestorben galten.


Äquator – Die Linie des Lebens
14:45 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Die Letzten ihrer Art
Folge 8 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Kevin McMahon

Auf den Galapagos-Inseln erforscht der Zoologe Dr. Stephen Blake das Migrationsverhalten von Riesenschildkröten, um deren Überleben zu sichern.
In Uganda wehren sich Bauern mit Bienen gegen Elefanten, die sich über ihre Ernten hermachen.
Und auf Borneo zieht eine Stiftung Orang-Utan-Babys auf, deren Mütter getötet wurden. Sie bringen den Waisen in einer Waldschule das ABC für das Überleben in der Wildnis bei. Dort, wo der Äquator Land durchquert, zieht er sich noch immer über weite Strecken durch abgelegene Gebiete mit einer reichhaltigen Tierwelt. Doch der Mensch ist auf dem Vormarsch. Meist müssen die Tiere weichen. Viele Arten sterben aus. Die Menschen verteidigen ihre Ernten. Die Konkurrenz um Platz und Nahrung wächst. Es wird enger, auch im Paradies.
Die Galapagos-Inseln waren einst ein Refugium für Riesenschildkröten. Doch seit der Entdeckung der Inseln droht ihnen Gefahr. In den letzten zwei Jahrhunderten wurden schätzungsweise 200.000 Tiere getötet. Heute leben noch etwa 15.000. Um das Überleben zu sichern, untersucht der Zoologe Dr. Stephen Blake die Gründe für die jährliche Schildkrötenwanderung vom Tiefland in das vulkanische Hochland.
In Uganda ignorieren Elefanten die künstlichen Grenzen, die ihnen der Mensch mit den Nationalparks gesteckt hat. Viele Kleinbauern sind verzweifelt, denn nachts fallen Elefanten über ihre Felder her. Die Bauern versuchten erfolglos, sie zu vertreiben. Doch Forscher haben entdeckt, dass die Dickhäuter Angst vor Bienen haben. Jetzt wird das Gemüse mit Bienenzäunen geschützt.
Auf Borneo sind Orang-Utans vom Aussterben bedroht. Durch Regenwaldrodungen für Palmöl-Plantagen fehlt ihnen der Lebensraum. Zudem werden die Tiere von Palmöl-Bauern getötet und verletzt. Die "Borneo Orangutan Survival Foundation" versorgt die verletzten und traumatisierten Tiere. Meist sind es Affenbabys, deren Mütter getötet wurden. Die hilflosen Orang-Utan-Waisen lernen das ABC für das Überleben und werden dann in geschützte Regenwälder ausgewildert.


Äquator – Die Linie des Lebens
15:40 Äquator – Die Linie des Lebens (50 Min.)
Kreislauf des Wassers
Folge 9 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Kevin McMahon

Wie halten Menschen und Tiere die Folgen des Klimawandels am Äquator aus? Auf den Galapagos-Inseln sind die Pinguine vor allem durch El Niño vom Aussterben bedroht. Es fehlt ihnen an Nahrung.
In Kolumbien ist der Kaffee-Anbau in den klassischen Anbaugebieten wegen steigender Temperaturen in Gefahr.
Und im Nordosten Brasiliens leiden die Menschen im Sertão unter der größten Dürre seit über 100 Jahren. Können Tiere und Menschen die Folgen des Klimawandels kompensieren? Der Klimawandel wirkt sich auch am Äquator aus. In vielen Regionen wird es heißer, El Nino-Effekte häufen und verstärken sich, nötiger Regen bleibt aus. Wie kommen Menschen und Tiere mit den Folgen zurecht?
Auf den Galapagos-Inseln patrouilliert der Tierarzt Gustavo Jimenez auf entlegenen Küstenstreifen, um die Pinguin-Population zu überwachen. Dort leben die einzigen Pinguine, die am Äquator eine Nische gefunden haben. Doch die Anpassung stößt an ihre Grenzen. Die Hauptbedrohung für die Tiere ist El Niño. Die Nahrung im Meer wird dann so knapp, dass oft die Hälfte der Population verhungert. Die Forscher fürchten um das Überleben der Art.
El Nino macht nicht nur den Bewohnern des Meeres zu schaffen. In Kolumbien nimmt das Wetterphänomen auch das Land in den Schwitzkasten. Im Zentrum der kolumbianischen Andenregion herrscht eigentlich ein gemäßigtes tropisches Klima. Perfekt für den berühmten Arabica-Kaffee. Doch seit einiger Zeit wollen die Pflanzen nicht richtig wachsen. Schädlinge vermehren sich, die Pflanzen werden krank. Jetzt ziehen erste Plantagen weiter ins Hochland, um den Klimawandel zu kompensieren.
Im Nordosten Brasiliens herrscht die schlimmste Dürre seit über 100 Jahren. Wegen El Nino bleibt der spärliche Regen immer häufiger ganz aus. Der Sertão ist eine unwirtliche Halbwüste, das Überleben war dort schon immer hart. Doch jetzt bedroht der extreme Wassermangel zwölf Millionen Kleinbauern. Sie leiden unter der sogenannten "grünen Dürre". Der Boden hält genug Wasser für robuste Pflanzen, nicht aber für Gemüse.


Äquator – Die Linie des Lebens
16:30 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Moderne Zeiten
Folge 10 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Hannah Prinzler

Die Reise entlang des Äquators führt auch in den brasilianischen Regenwald zum ATTO-Turm und in die Geisterstadt Fortlandia. Außerdem geht es nach Nairobi, wo ein Radio-DJ mitten aus dem größten Slum der Stadt sendet, sowie in die Metropole Singapur, die sich als Gartenstadt in den Tropen gerade neu erfindet.
Über mehr als 1.000 Kilometer verläuft der Breitengrad 0 durch den Amazonas-Regenwald. Inmitten dieses einzigartigen Dschungels in Brasilien ragt der ATTO-Tower in den Himmel.
Der 325 Meter hohe Stahlturm dient der Erforschung des Klimas. Er ist ein Projekt für die Zukunft der Äquatorregion. An gescheiterte Utopien der Vergangenheit erinnern dagegen die Überreste der Geisterstadt Fortlandia. Dort baute Henry Ford zu Beginn des 20. Jahrhunderts mitten im Urwald Fabriken für seine Ford Motor Company. Doch dieses Projekt blieb ohne Erfolg.
Kibera ist der größte Slum Nairobis. Immer mehr Menschen in Kenia fliehen vom Land in die Stadt in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Der Radio-DJ Boy Dallas verleiht den Bewohnern eine Stimme und sendet täglich eine Radioshow direkt aus dem Slum. Er lebte schon dort, als Kibera noch ein kleines Dorf im Dschungel war.
Die Metropole Singapur wächst und verwandelt sich in rasendem Tempo. Visionäre Architekten entwickeln deshalb Ideen für die Städte der Zukunft – und bauen sie auch. Dort stehen auch die faszinierenden Gebäude der beiden Singapurer Architekten Richard Hassel und Wong Mun Summ. Mit ihrem international renommierten Architekturbüro WOHA wollen die beiden eine "atmende Architektur" schaffen und die Natur zurück in die Großstadt holen.


Äquator – Die Linie des Lebens
17:25 Äquator – Die Linie des Lebens (50 Min.)
Abenteurer und Pioniere
Folge 11 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Kevin McMahon

Rund um den Äquator lebt eine junge, moderne Generation. Vernetzt mit der Welt. Sie lieben ihre Heimat und sie kämpfen für sie. Ugandas erfolgreichster Regisseur und Filmproduzent hat nie eine Filmschule besucht. Issac Nabwana ist in Kampalas Slum Wakaliga aufgewachsen und hat daraus eine Traumfabrik gemacht. Der Slum gab der aufstrebenden Filmindustrie ihren Namen: Wakaliwood. Mit minimalem Budget und größtem Einsatz realisiert Isaac Action-Filme, die dank Internet inzwischen international bekannt sind. Die Schauspieler kommen alle aus dem Slum. Requisiten werden aus Schrott gebaut. Der Erfolg der Filme ist in Uganda extraordinär. Isaac Nabwana will nicht raus aus dem Slum, sondern den Slum verändern.
In Brasilien zieht der Biologe Diogo Souza verwaiste Manatis auf. Die Rundschwanz-Seekühe leben im Amazonasgebiet und stehen vor der Ausrottung, weil sie wegen ihres Fleisches überjagt wurden. Für die Auswilderung der geretteten Jungtiere startet der Biologe ein großes PR-Event und stellt sie auf einer abenteuerlichen Amazonas-Kreuzfahrt der Welt vor. Dabei lernen auch die Bewohner von kleinen Amazonas-Dörfern den Wert der Manatis zu schätzen.
Auf Kiribati sucht die Schauspielerin Lulu DeBoer nach ihrem Kindheitsparadies. Sie wurde dort geboren, wuchs aber in Texas auf. Jetzt ist sie zurückgekehrt in den Inselstaat, der wohl in wenigen Jahrzehnten vom Meer verschlungen sein wird. Lulu möchte einen Film über Kiribati drehen und den Atollen ein Gesicht geben. Sie hofft, dass die Menschheit versteht, wie schützenswert ihr Paradies ist, und mehr gegen den Klimawandel unternimmt.


Äquator – Die Linie des Lebens
18:15 Äquator – Die Linie des Lebens (55 Min.)
Tanz unter der Sonne
Folge 12 von 12
Dokumentationsreihe Deutschland / Kanada, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11

Regie: Christian Schidlowski

Die Äquatorregion ist in vieler Hinsicht einzigartig: Nur dort steht die Sonne wirklich jemals im Zenit – an der sogenannten Tagundnachtgleiche, die zweimal im Jahr stattfindet. Für einen kurzen Augenblick gibt es dann einen Moment ohne Schatten. An vielen Orten der Welt wird dieser Tag ausgiebig gefeiert.
Im Reich der Seefahrer umranken den Äquator wilde Mythen und Geschichten. Wer ihn zum ersten Mal auf hoher See überquert, wird noch heute der Äquatortaufe unterzogen. Die Äquatorregion ist in vieler Hinsicht einzigartig: Nur an der sogenannten Tagundnachtgleiche, die zweimal im Jahr stattfindet, steht die Sonne wirklich jemals im Zenit. Für einen kurzen Augenblick gibt es dann einen Moment ohne Schatten. An vielen Orten der Welt wird dieser Tag ausgiebig gefeiert.
Im Reich der Seefahrer umranken den Äquator zahlreiche wilde Mythen und Geschichten. Wer ihn zum ersten Mal auf hoher See überquert, wird noch heute der Äquatortaufe unterzogen.
Die Inselrepublik São Tomé und Príncipe ist der zweitkleinste Staat Afrikas. Jahrhundertelang wurden die beiden Inseln von den Portugiesen als Kakao- und Kaffee-Plantage genutzt. Der in Portugal zu Ruhm gekommene Fernsehkoch João Carlos Silva versucht nun, seinem Land auf die Beine zu helfen.
Der Großsegler "Bark Europa" auf seiner Atlantikreise von Nord- nach Südamerika: Ein solcher Törn mit so einem großen Segelschiff ist ein Abenteuer. Diejenigen, die zum ersten Mal den Äquator überqueren, erwartet eine mysteriöse Zeremonie, bei der alles passieren kann.
In der indonesischen Hafenstadt Pontianak auf der Insel Borneo findet jährlich an dem Tag, an dem die Sonne mittags im Zenit steht, ein Fest statt. Tausende kommen zusammen, um diesen Moment zu feiern.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 23/09


19:30 Die gefährlichsten Schulwege der Welt (45 Min.) (HDTV)
Äthiopien/Danakil-Wüste: Der heißeste Ort der Welt
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 22/09 bis 29/09

Regie: Natalia Lucic

In dieser Folge geht es in die Danakil-Wüste im Nordosten Äthiopiens. Die Danakil-Wüste im Nordosten Äthiopiens ist die heißeste Region der Welt – die Bodentemperatur beträgt hier an manchen Tagen mehr als 60 Grad Celsius. Seit Jahrhunderten ist dieser Ort die Heimat des Volks der Afar. Ihr Leben in der Danakil-Wüste ist rau und ungemütlich. Die Afar sind Halbnomaden und hausen in einfachen Zelthütten. Ihre wenigen Dörfer liegen kilometerweit auseinander, noch viel weiter entfernt ist meist die nächste Schule.
Kamele, Ziegen und Schafe sind der wertvollste Besitz der Afar. Das Versorgen der Tiere steht für sie an erster Stelle. Obwohl in Äthiopien offiziell Schulpflicht herrscht, schicken viele ihre Kinder gar nicht oder erst sehr spät zur Schule, denn jede helfende Hand wird gebraucht. Trotzdem wollen mittlerweile immer mehr Afar, dass ihr Nachwuchs Lesen und Schreiben lernt, denn Bildung ist für sie die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben. Dafür nehmen sie viel in Kauf: Die Schüler laufen jeden Tag quer durch die Wüste, bis zu 15 Kilometer weit. Schon der Hinweg ist ein täglicher Kampf gegen Hitze und Durst. Zu Fuß wandern sie durch scheinbar endlose Weiten, in denen es immer heißer wird. Etwas zu trinken gibt es auf dem stundenlangen Marsch nur in den seltensten Fällen. Doch nicht nur Sonne und Durst machen den Schulweg so gefährlich – in den plötzlich aufkommenden Sandstürmen verirren sich immer wieder Schüler. Nach dem Unterricht wird es noch einmal besonders hart: Wenn die Kinder ihren Rückweg antreten, misst das Thermometer bis zu 50 Grad.

Hintergrundinfo:
Sie kämpfen sich bei minus 36 Grad durch eisige Weiten, klettern auf 1.950 Meter hohe Berge oder riskieren ihr Leben in maroden Booten. Ihre Pfade führen sie durch spektakuläre Naturlandschaften und manchmal dauert es Tage, bis sie ihr Ziel erreichen: Schüler auf dem Weg zur Schule. Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel hat ARTE sich noch einmal auf die Spuren der gefährlichsten Schulwege der Welt begeben.


20:15 Denkmäler der Ewigkeit (80 Min.) (HDTV)
Petra, Schönheit im Felsmassiv
Dokumentarfilmreihe Frankreich, 2014
Originalvertonung
Online verfügbar von 22/09 bis 29/09

Regie: Olivier Julien, Gary Glassman

Im heutigen Jordanien, an der Grenze dreier Wüsten, der Syrischen Wüste, der Arabischen Wüste und der Wüste Negev, liegt die geheimnisvolle Felsenstadt Petra, eine der großartigsten und faszinierendsten Stätten der Antike. Heute ist Petra die größte Touristenattraktion in Jordanien. Europäische Forschungsreisende haben die rätselhaften Ruinen im 19. Jahrhundert entdeckt: Die in den Fels gemeißelten Grabtempel mit ihren monumentalen Fassaden wurden vor ungefähr 2.000 Jahren errichtet und ihre Bauweise steht der Architektur der größten Gebäude Roms oder Alexandriens in nichts nach. Aber die Zivilisation, die sie hervorgebracht hat, war zu jener Zeit völlig unbekannt. Wer hat diese Bauten an diesem entlegenen Ort erschaffen? Und vor allem wie und wozu? Zwei griechische Autoren erwähnen Petra in ihren Berichten als das Herz eines florierenden Königreichs inmitten der von nabatäischen Nomaden bewohnten Wüste. Der eine beschreibt Petra als eine gigantische Nomadensiedlung, während der andere von einer luxuriösen Stadt spricht, deren Bewohner einen gehobenen Lebensstil pflegten. Wie hätte sich eine solche Stadt in dieser kargen Umgebung entwickeln können? Im Laufe der letzten 20 Jahre arbeiteten internationale Archäologenteams daran, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Am Fuße der Grabstätten gibt der Sand die Reste einer Metropole frei, die über eine raffinierte Infrastruktur verfügte. 200 Kilometer weiter im Süden, im heutigen Saudi-Arabien, liefern die Ausgrabungen an einer anderen nabatäischen Stätte, Hegra, wertvolle Informationen, die es uns heute ermöglichen, die Geschichte dieser einzigartigen antiken Überreste zu rekonstruieren. Ein Puzzlestück fügt sich zum anderen, und so ergibt sich eine komplett neue Sicht auf das sagenumwobene Petra mit seinen Kulturdenkmälern, die heute zum UNESCO-Welterbe gehören.


21:35 Die Schule von morgen (55 Min.) (HDTV)
Schule und Hirn
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Frédéric Castaignède

Seit Beginn der 2000er Jahre liefern neue Bildgebungsverfahren bahnbrechende Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns. Ein Grundmerkmal ist die Eigenschaft einzelner Synapsen, Nervenzellen und ganzer Gehirnareale, sich unter Auswertung von Lern- und Erfahrungsprozessen zu verändern. Um Kinder beim Erwerb von Wissen zu unterstützen, plädieren die Forscher der kognitiven Wissenschaften dafür, die Hauptfunktionen zur Beschleunigung und Erleichterung des Lernens zu stärken.
Eine wichtige Funktion ist die Aufmerksamkeit. Forscher der Universität Oregon entwickelten Techniken, um diese bei Kindern zu trainieren. Ein weiterer Mechanismus heißt aktive Beteiligung: Ein Kind lernt besser, wenn es aktiv ist. Immer mehr Lehrer bauen Elemente des Erforschens, Entdeckens und Experimentierens in ihren Unterricht ein. Außerdem sind Irrtümer und Fehler unverzichtbare Bestandteile des Lernens. Das Erkennen von Fehlern löst eine Neuverknüpfung der neuronalen Netze aus. Am Ende des Prozesses steht die Festigung des Erlernten durch Wiederholung. Je häufiger eine Synapse beansprucht wird, umso stärker wird sie. Es empfiehlt sich also, das Unterrichtspensum zu portionieren.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation zeigt auch die Vorreiterrolle französischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung von Bildgebungsverfahren zur Erforschung der Rechen- und Lesefunktionen des Gehirns. Seit 2016 werden neue Lernmethoden mit ausgewählten französischen Schul- und Vorschulklassen getestet. Erprobt wird etwa die Nutzung von Lernsoftwares und Tablets. Die ersten Ergebnisse sorgten für Überraschungen.


22:30 Vererbte Narben (55 Min.) (HDTV)
Generationsübergreifende Traumata
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/09 bis 29/09

Regie: Liz Wieskerstrauch

Ein Vierjähriger wird von Sirenenalarm aus dem Schlaf gerissen. Die Eltern sind nicht da. Panisch verlässt er das Haus und flüchtet unter eine Brücke – und das mitten im Frieden.
Seine Mutter kann sich das nicht anders erklären, als dass er ihre erlebte Angst vor Bomben im Krieg sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat. Dabei wollten die Eltern ihre Kinder bewusst angstfrei erziehen. Ein Algerier in Paris hat gleich mehrere Traumafolgestörungen seiner Vorfahren übernommen, sogar noch aus dem Ersten Weltkrieg. Eine junge Frau deckt den von Generation zu Generation wiederholten Kindesmissbrauch innerhalb ihrer Familie auf. Familiengeheimnisse, körperliche und seelische Traumata, familiärer Stress und zementierte Glaubenssätze wirken sich nicht nur auf diejenigen aus, die es selbst erleiden, es kann sich sogar auf die nachfolgenden Generationen auswirken. Diese entwickeln dann Symptome, als hätten sie das Leid der Eltern selbst erlebt: unerklärliche Ängste, Beziehungsstörungen, Alpträume und psychosomatische Erkrankungen. Und sie inszenieren die Schrecknisse der Eltern und Großeltern unbewusst immer wieder neu. Die schlimmsten Verursacher von Traumafolgestörungen und deren Übertragung auf die nachfolgenden Generationen sind Kriege. Sie produzieren Schmerz, Verlust und großes Leid auch bei den Kriegskindern, obwohl ihnen doch die Gnade der späten Geburt zuteil wurde.

Hintergrundinfo:
Die Wissenschaftsdokumentation von Liz Wieskerstrauch zeigt in einfühlsamer Weise aktuelle Forschungsergebnisse wie beeindruckende Fallbeispiele und eröffnet einen Zugang zu dem komplexen Thema, der familiäre Phänomene unter neuem Licht erscheinen lässt.


23:25 Philosophie (25 Min.)
Keine Probleme mit der Verschwendung
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 21/11
Erstausstrahlung

Regie: Philippe Truffault
Gäste: Martin Bobel

Bérangère Abba

Ist Verschwendung eine Gesellschaftskrankheit? Warum wundert sich keiner darüber, dass Gegenstände heute eine kürzere Lebensdauer haben als Menschen? Geplante Obsoleszenz, Einwegartikel – es herrscht eine Wegwerfkultur, in der kaum noch jemand Wert auf Gegenstände legt oder sich für die Kunst ihrer Herstellung und Nutzung interessiert. Sollte man nicht zur Bekämpfung der unseligen Verschwendung die Lebensdauer von Gegenständen verlängern?
Gespräch mit Martin Bobel, dem Koordinator von REFER (Réseau Francilien du Réemploi), einem Netzwerk für Kreislauf-Ökonomie mit genossenschaftlich betriebenen Wertstoffhöfen und Recyclinganlagen im Großraum Paris: Er bringt Hilfs- und Umweltvereine miteinander in Verbindung, um Lösungen für die ökologische und die soziale Krise zugleich zu finden. Außerdem zu Gast ist Bérangère Abba, LREM-Abgeordnete für den ersten Wahlbezirk des Départements Haute-Marne. Sie sitzt im Ausschuss des französischen Parlaments für nachhaltige Entwicklung und Raumplanung und ist Mitglied des Nationalrats für die ökologische Wende.

Hintergrundinfo:
Jeden Samstag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema.


23:50 Square Idee (30 Min.)
Schmerz: Skandal oder Notwendigkeit?
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 22/10
Erstausstrahlung


00:20 Kurzschluss – Das Magazin (50 Min.)
Schwerpunkt "Auf engstem Raum"
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 22/09 bis 29/09
Erstausstrahlung

Be Deng – Stillschweigend

Kurzfilm von L. Rezan Yesilbas, Türkei 2012

Wir schreiben das Jahr 1984. In der Haftanstalt von Diyarbakir möchte die dreifache Mutter Zeynep ihren Mann in der Gefangenschaft besuchen. Sie spricht kein Wort Türkisch, sondern nur ihre Muttersprache Kurdisch. In der Haftanstalt ist Kurdisch allerdings strengstens verboten. Zeynep hat ein neues Paar Schuhe für ihren Mann dabei, das sie ihm gerne geben möchte, was aber ebenso streng untersagt ist …

Hintergrundinfo:
L. Rezan Yesilbas, Jahrgang 1977, machte 2008 seinen Abschluss im Fach Film und Fernsehen an der Marmara-Universität in Istanbul. Sein Film "Hüküm" ("Urteil", 2008) ist der erste Teil seiner Trilogie über Frauen. "Be Deng – Stillschweigend" ist der zweite Teil dieser Trilogie. Der Film gewann die Goldene Palme bei den 65. Filmfestspielen von Cannes und war 2012 für den Europäischen Filmpreis nominiert.


01:10 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 22.09.


01:35 Die wahre Miss Marple (90 Min.) (HDTV)
Der Fall Margaret Rutherford
Dokumentation Deutschland, 2012

Regie: Rieke Brendel, Andrew Davies

In vier Leinwand-Adaptionen der berühmten Agatha-Christie-Romane kämpfte sich Margaret Rutherford als äußerst scharfsinnige und schrullige Miss Marple durch die kniffligsten Mordfälle. Erstaunen erregten dabei nicht nur die überraschenden Wendungen und zielsicheren Analysen ihrer Ermittlungsarbeit, sondern auch ihre unerschütterlich robuste Erscheinung: Die Nase zum detektivischen Schnüffeln stets einsatzbereit, das Kinn frech nach vorne geschoben und – last, but not least – das Herz am richtigen Fleck.Das eigene Leben der Margaret Rutherford war mindestens so exzentrisch und skurril wie die Geschichten, in denen sie als Leinwanddetektivin ermittelte. Ihr Vater erschlägt den eigenen Vater, einen Pastor, mit einem Nachttopf. Ihre Mutter begeht in der fernen britischen Kolonie Indien Selbstmord. Ein transsexueller Adoptivsohn, der sich als einer der ersten Männer zur Frau umoperieren lässt, ehelicht seinen schwarzen Butler. Und ein Cousin wird ein bekannter britischer Labour-Politiker. Den Ungereimtheiten und Geheimnissen im Leben der Miss Rutherford auf die Schliche zu kommen, gleicht der brisanten Detektivarbeit ihrer filmischen Doppelgängerin.Jenseits der Marke Miss Marple offenbart der Dokumentarfilm eine gleichzeitig nachdenkliche wie großzügige, vor allem aber erstaunliche mutige Lady, die ihrer berühmtesten Rolle in nichts nachstand. Rutherfords Traum war es stets, Shakespeares feminin-zerbrechliche Julia zu spielen. Die Rolle ihres Lebens hingegen sollte sie im Alter von 70 Jahren mit vollem Einsatz und fern jeder Zartheit verkörpern. Die Komik der frechen und anpackenden Miss Marple steht dabei im Kontrast zu der tragischen Vergangenheit von Miss Rutherford – und wurde zu ihrem späten Triumph.


03:05 Kunst für alle (55 Min.) (HDTV)
200 Jahre Städel Museum Frankfurt
Dokumentation Deutschland, 2015
Online verfügbar von 22/09 bis 22/10

Regie: Natascha Pflaumbaum

Der Frankfurter Gewürzhändler und Bankier Johann Friedrich Städel war ein Visionär. Mit seinem Testament von 1815 gründete er die Städelsche Kulturstiftung als weltweit erste Bürgerstiftung in Sachen Kunst. Er hinterließ der Welt damit ein Erbe, das groß, beispiellos und zukunftsweisend war: eine prächtige Gemäldesammlung von über 500 Kunstwerken und ein immenses Vermögen von 1,4 Million Gulden. Noch heute bilden sie den Grundstock des Frankfurter Städel Museums, das mittlerweile zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas zählt. 2015 feierte das Städel Museum Frankfurt seinen Gründer und dessen einzigartiges Testament.
Über Monate hinweg hat das Filmteam im Frankfurter Städel Museum gedreht: In den drei Galerien des Museums, aber auch in den Depots, der Jubiläumsausstellung "Monet und die Geburt des Impressionismus" und in den Werkstätten, wo auf höchstem wissenschaftlichen Niveau begutachtet und restauriert wird. Die Dokumentation zeigt zudem die Ateliers, in denen Kinder und Jugendliche in Malkursen experimentieren, und eine Computerspiel-Entwicklerfirma im Frankfurter Bahnhofsviertel, die ein witzig-intelligentes "Städel Game" für den großen Geburtstag entwickelt.

Hintergrundinfo:
Max Hollein, Direktor des Städel Museums, Neil MacGregor, Direktor des British Museum und Kenner der internationalen Museumsszene, Corina Meyer, Museumshistorikerin, Sylvia und Friedrich von Metzler, moderne Mäzenaten des Städel Museums: Sie alle erzählen die Geschichte dieser einmaligen Vision Johann Friedrich Städels, die auch nach 200-jähriger Geschichte lebendig und zukunftsweisend ist.


04:00 Abenteuer Armenien (43 Min.) (HDTV, UT)
Von Seiltänzern, Geiern und kosmischer Strahlung
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 25.08.

Regie: Till Lehmann


04:43 Sendeschluss

*

Sonntag, 23. September 2018


05:20 Konzert des Gewandhausorchesters mit Werken von Tschaikowsky und (100 Min.) (HDTV)
Mahler
Musik Deutschland, 2015
Originalvertonung
Online verfügbar von 23/09 bis 22/12

Regie: Ute Feudel

Mitwirkende: Julian Rachlin (Violine)
Dirigent: Riccardo Chailly

Innerhalb weniger Wochen komponierte Peter Iljitsch Tschaikowsky in beglücktem Schaffensrausch zu Beginn des Jahres 1878 sein Violinkonzert, das bis heute zu den meistgespielten weltweit gehört. Doch bei der Uraufführung 1881 in Wien fielen die Reaktionen gemischt aus: So fragte der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick, "ob es Musikstücke gäbe, die man stinken hört". Tschaikowsky ließ sich von derlei Missgunst jedoch nicht beeindrucken und brachte bereits im Folgejahr den ersten Satz in Leipzig zu Gehör. Kurze Zeit später war sich die Musikwelt einig, dass das Werk zu den großen Violinkonzerten des Jahrhunderts zählt.
Im Frühjahr 1888 entstand die 1. Symphonie des 28-jährigen Gustav Mahler. Die Erstfassung umfasste nicht nur vier, sondern fünf Sätze. Mahler, der seit 1880 eine Doppelexistenz als Dirigent und Komponist führte und bis zur Jahrhundertwende in der Öffentlichkeit eher als "komponierender Dirigent" denn als Tonsetzer wahrgenommen wurde, wirkte zu dieser Zeit als Kapellmeister am Stadttheater Leipzig. 1893 präsentierte er sein Werk erstmals in Hamburg.
Mit dem Posten des Gewandhauskapellmeisters trat Riccardo Chailly 2005 in die Fußstapfen großer Dirigenten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Arthur Nikisch und Kurt Masur. Wie seine Vorgänger hat er dazu beigetragen, dass das Orchester heute zu den profiliertesten Klangkörpern der Welt gehört. Der in Litauen geborene Violinist Julian Rachlin ist eine der charismatischen Musikerpersönlichkeiten seiner Generation. Inzwischen hat er das Kammermusikfestival "Julian Rachlin & Friends" in Dubrovnik gegründet, das international große Aufmerksamkeit erhält.


07:00 Karambolage (10 Min.) (UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2017
Wiederholung vom 16.09.

Regie: Claire Doutriaux


07:10 Kur Royal (50 Min.) (HDTV)
Vichy – Die Königin der Heilbäder
Dokumentationsreihe Deutschland, 2011
Wiederholung vom 02.09.

Regie: Meike Hemschemeier


08:00 Schau in meine Welt! (25 Min.) (HDTV, UT)
Angelina und die Schildkröten
Kindersendung Deutschland, 2017
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09

Regie: Guido Holz

Angelina ist zwölf Jahre alt und lebt auf der kleinen Karibikinsel Curaçao. Ihre Mutter arbeitet dort als Hotelmanagerin. Viele Touristen kommen wegen der beeindruckenden Unterwasserwelt hierher und gehen mit Fischen und Wasserschildkröten tauchen. Manche Taucher nehmen dabei wenig Rücksicht auf die bedrohten Schildkröten, die ihre Eier am Strand in den Sand legen. Deshalb wurde auf Curaçao das Sea Turtle Conservation Center gegründet, eine Art Tierschutzverein, in dem sich jugendliche Helfer um den Schutz der Schildkröten kümmern.
Angelina wünscht sich, einmal Wasserschildkröten im Meer zu fotografieren. Sie ist nämlich eine begeisterte Fotografin und bearbeitet ihre Bilder schon selbst an ihrem Computer. Für die Unterwasserfotografie muss Angelina nur noch Schnorcheln lernen. Sie kann zwar tief tauchen und dabei lange die Luft anhalten, aber mit Tauchermaske und Schnorchel war sie noch nicht im Meer unterwegs. In einer Tauchschule bekommt sie eine Einweisung. Ein deutscher Fotograf, der gerade im Hotel ihrer Mutter wohnt, gibt ihr außerdem wertvolle Tipps. Gut vorbereitet muss sie am berühmten Playa Grandi nun nur noch auf die Schildkröten warten, die hier vom Fischabfall angelockt werden, den die Fischer ins Meer werfen …


08:25 Das 672k-Mädchen (15 Min.) (HDTV)
Kindersendung Niederlande, 2016
Online verfügbar von 23/09 bis 23/10
Erstausstrahlung

Regie: Mirjam Marks

Die 15-jährige Annegien postet schon seit Jahren Fotos auf Instagram. Sie kann gut fotografieren und setzt ihre Aufnahmen durch gezielte Bearbeitung gekonnt in Szene. Weil sie viele Follower hat, bieten ihr immer mehr Websites und Online-Kanäle Partnerschaften an. Annegien ist im Zwiespalt. Sie will ihre Follower nicht benutzen und Geld an ihnen verdienen, aber andererseits könnte sie sich mit den Einnahmen eine bessere Ausrüstung kaufen …
Weil sie viele Follower hat, bieten ihr immer mehr Websites und Online-Kanäle Partnerschaften an. Zuerst fand Annegien die Idee toll, mit ihren Posts Geld zu verdienen. Doch sie kann sich nicht recht entscheiden: Einerseits könnte sie sich mit dem monatlichen Einkommen eine gute Ausrüstung kaufen und noch bessere Fotos machen, andererseits hat sie aber Angst, dabei ihre Seele zu verkaufen.
Denn letztlich verdankt sie es den Followern, dass sie ihrer Leidenschaft nachgehen und sich verbessern kann und dabei auch noch bekannt wird. Ist es also richtig, auf deren Kosten Geld anzuhäufen?


08:40 Mein schönes Dorf in Ladakh, Indien (25 Min.) (HDTV)
Kindersendung Frankreich, 2016
Online verfügbar von 23/09 bis 23/10

Regie: Christiane Mordelet, Stanzin Dorjai Gya

Wie andere Kinder auch, geht die zwölfjährige Padma zur Schule oder verbringt ihre Zeit damit, ihrer Familie im Haushalt zu helfen. Doch die Besonderheit ist, dass Padma aus dem in 4.300 Meter Höhe gelegenen Dorf Gya in der nordindischen Region Ladakh kommt, wo ein ganz anderes Alltagsleben herrscht als in Europa. Um zu ihrer Schule zur gelangen, muss Padma nämlich 72 Kilometer mit dem Bus fahren. Dort besucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester Kaskeet ein Internat, wo sie manchmal bis zu zwei Monate am Stück bleibt, ohne ihre Familie zu sehen. Wenn Padma und Kaskeet zu Hause in Gya sind, sind sie immer bereit zu helfen: der Großmutter beim Haarewaschen, der Mutter beim Pferdefüttern, dem Vater, wenn er "Steinflaggen" auf dem Dach anbringt, und den Dorfbewohnern, wenn im Frühjahr die Feldarbeiten anfangen. In diesem Jahr beschließen die beiden Schwestern, zum ersten Mal beim großen Dorfumzug Gotchak mitzumachen. Dafür bekommen sie extra schulfrei. Drei Tage und zwei Nächte lang bewegt sich die Prozession voran. Die Pilger verbeugen sich ständig, um allen empfindsamen Wesen Frieden und Harmonie zu bringen. Die beiden Mädchen sind die Jüngsten und werden von allen für ihr Durchhaltevermögen bewundert: Selbst wenn sie vor Erschöpfung fast nicht mehr können, geben sie nicht auf, denn eine solche Herausforderung zu meistern, ist für sie das größte Glück.

Hintergrundinfo:
"Mein schönes Dorf in …" lädt den Zuschauer dazu ein, das Leben und den Alltag von Jugendlichen in weit von uns in Europa entfernten Regionen der Welt wie dem Libanon, Chile oder den Arabischen Emiraten zu entdecken.


09:05 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09
Erstausstrahlung


09:20 Le Magnifique – Ich bin der Größte (95 Min.) (HDTV)
Spielfilm Frankreich / Italien, 1973
Wiederholung vom 09.09.
Produktion: Les Films Ariane, Mondex Films, Cerito Films, Oceania Produzioni Internazionali Cinematografiche, Rizzoli Film

Rollen und Darsteller:
François Merlin/Bob Saint-Clar – Jean-Paul Belmondo
Christine/Tatiana – Jacqueline Bisset
Georges Charron/Oberst Karpof – Vittorio Caprioli
Mme Berger – Monique Tarbès
General Pontaubert – Raymond Gérôme
Elektriker – Jean Levebvre
Klempner – André Weber

Regie: Philippe de Broca
Produzent: Alexandre Mnouchkine, Georges Dancigers, Robert Amon
Drehbuch: Vittorio Caprioli, Jean-Paul Rappenau, Philippe de Broca, Francis Veber
Musik: Claude Bolling
Kamera: René Mathelin
Schnitt: Henri Lanoë


10:55 Vox Pop (25 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/09 bis 22/11
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi

Wird Antisemitismus banalisiert?
Ist der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch? Und wird das Phänomen banalisiert? 76 Prozent der Europäer glauben, dass der Judenhass in den letzten fünf Jahren zugenommen hat. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien ist die Zahl der Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft stark angestiegen; 2016 im Vereinten Königreich sogar um mehr als 36 Prozent.
Recherche der Woche: In Deutschland scheinen alte Dämonen wieder aufzuerstehen. Seit 2013 hat sich die Zahl der Straftaten mit antisemitischem Hintergrund verdoppelt. Der Judenhass schleicht sich zurück in Alltag und Schulen. Angesichts dieser alarmierenden Feststellung hat die Bundesregierung eine in Europa einzigartige Stelle geschaffen: den Beauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus.

Hintergrundinfo:
"Vox Pop" berichtet über zwei Themen, die in Europa heiß diskutiert werden: das Wiedererstarken des Antisemitismus in Europa, zu dem "Vox Pop" in Deutschland recherchiert, und die steigenden Obdachlosenzahlen. Im Interview spricht "Vox Pop" mit dem Finnen Juha Kaakinen, dem Gründer des Programms "Housing First", mit dem alle Wohnungslosen von der Straße geholt werden sollen.


11:20 Wo die Wale zur Welt kommen (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Australien, 2015
Wiederholung vom 11.08.

Regie: Leighton De Barros, Jonathan Rowdon


12:05 Extreme der Tiefsee (45 Min.) (HDTV, UT)
Eisige Abgründe
Dokumentation Japan, 2017
Wiederholung vom 10.09.

Regie: Manabu Hirose


12:50 Japan von oben (45 Min.) (HDTV)
Land der Götter
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 06.09.

Regie: Xavier Lefebvre


13:35 Japan von oben (45 Min.) (HDTV)
Schatzinseln
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 07.09.

Regie: Xavier Lefebvre


14:20 Denkmäler der Ewigkeit (80 Min.) (HDTV)
Petra, Schönheit im Felsmassiv
Dokumentarfilmreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 22.09.
Originalvertonung

Regie: Olivier Julien, Gary Glassman


15:40 Die Kunst- und Wunderkammer der Renaissance (50 Min.)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09
Erstausstrahlung

Regie: Frédérique Zepter

In der Spätrenaissance gab es überall in Europa Sammlungen mit Objekten unterschiedlichster Herkunft und Bestimmung, die gemeinsam präsentiert wurden: In den Kuriositätenkabinetten standen ausgestopfte Krokodile neben Bildern, Medaillons, Adlersteine, die geheimnisvoll klapperten, wenn man sie schüttelte, und allerhand mehr. Anhand dieser Sammlungen, die die ganze Vielfalt der göttlichen Schöpfung veranschaulichen sollten, stellte der Mensch sein kreatives Genie dem der Natur gegenüber. Die Dokumentation zeichnet die fantastische Geschichte der Kuriositätenkabinette nach, die in der Spätrenaissance in Mode waren und aus heutiger Sicht als Frühphase der Museumsgeschichte gelten.
Heute feiern Kuriositätenkabinette ein Comeback, und man findet immer mehr rekonstruierte Originale. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts erlagen Fürsten, Gelehrte und wohlhabende Bürger gleichermaßen einem Sammelfieber für außergewöhnliche Objekte. In allen europäischen Fürstenhäusern fanden sich Räume, in denen Objekte unterschiedlichster Herkunft und Bestimmung gemeinsam präsentiert wurden, als anschauliche Belege für eine im Wandel befindliche Welt. Heute gibt es diese mysteriösen Sammelorte nicht mehr, in denen Nixenschwänze neben den Gemälden großer Maler zur Schau gestellt wurden.
Die Begeisterung für Naturalienkabinette dauerte bis ins 18. Jahrhundert, aber die Zeit der großen fürstlichen Wunder- oder Kunstkammern, in denen jedes Objekt eine Hinterfragung des Universums war, endete mit dem 16. Jahrhundert. Was war der Grund dafür? Die Dokumentation geht auf Spurensuche und ermittelt, was in diesen Raritätenkammern zu finden war, wo es sie gab und warum sie wieder aus der Mode kamen. Waren sie einfach nur Weichensteller für das spätere Konzept des Museums?

Hintergrundinfo:
Zu Wort kommen Hochschulprofessoren, Sammler und Historiker. Sie schildern die Geschichte der fürstlichen Kunst- und Wunderkammern der Renaissance, von ihrem Höhepunkt über ihr Verschwinden bis zu ihrer Wiederentdeckung in der modernen Zeit. Was verraten ein Porträt, eine Landschaft, eine Tür oder ein Instrument zum Sternegucken? Interessant sind nicht nur die Gegenstände selbst, sondern die jeweils daran geknüpften Welten.


16:30 Erstaunliche Gärten (30 Min.) (HDTV)
Cranebourne Gardens in Australien
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09

Regie: Pat Marcel, Stéphane Carrel

Aus der Luft sieht es aus, als hätte jemand mit rotem Farbpulver ein abstraktes Bild gemalt: Den Mittelpunkt der Cranbourne Gardens bildet ein roter Sandgarten, der die Wüste verkörpert und den Zauber eines Zen-Gartens innehat. Von Nahem erschließt sich dem Besucher eine der ungewöhnlichsten botanischen Sammlungen der Welt: Auf einer Fläche von knapp 25 Hektar befinden sich rund 170.000 Pflanzen, die 1.700 Arten angehören. Es sind exemplarische Arten, die alle in Australien beheimatet sind. Somit folgt der Garten in Cranbourne, einem Vorort südöstlich von Melbourne, einem neuen Konzept, denn traditionell trägt man seit Gründung der ersten botanischen Gärten in der Renaissance in diesen Anlagen Pflanzen aus aller Herren Länder zusammen. Darüber hinaus geht es in Cranbourne nicht nur um Artenschutz, sondern auch um Ästhetik, denn künstlerische Aspekte spielen bei der Gestaltung der stilisierten Landschaften eine wichtige Rolle. Ein weiteres wichtiges Gestaltungselement ist das Wasser, das vielerorts in Australien mal Mangelware und mal im Überfluss vorhanden ist. Dem Lauf des Wassers folgt der Besucher auch bei der Erkundung des fantastischen Parks.

Hintergrundinfo:
Die fünfteilige Reihe "Erstaunliche Gärten" besucht außergewöhnliche Gärten weltweit und stellt jüngste Entwicklungen in der Landschaftsgestaltung vor. Außerdem lässt sie Menschen zu Wort kommen, die mit viel Kreativität und Erfindungsgeist poetische Freiräume in einer zunehmend verstädterten Welt schaffen.


17:00 Metropolis (45 Min.)
Monaco
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 23/09 bis 22/12
Erstausstrahlung

Metropolenreport: Monaco – Kunst im Milliardärsparadies
Monaco gilt als der teuerste Wohnort der Welt. Der Stadtstaat an der Côte d'Azur bietet attraktive Steuerkonditionen, und Kunst wird hier auf höchstem finanziellen Niveau gehandelt. Doch kann in einer von sozialen Spannungen befreiten Zone auch Kunst entstehen? Ist das Steuerparadies auch ein Paradies für Künstler? "Metropolis" reist in das kapitalistische Wunderland, trifft den Ballett-Chef Jean-Christophe Maillot, die Operndiva Cecilia Bartoli und die Künstlerin Agnès Roux, die unter anderem Monacos alternativen Kulturclub "Le Logoscope" gegründet hat.

(1): Metropolenreport: Monaco – Kunst im Milliardärsparadies
(2): Andreas Schmid – Meister der chinesischen Kalligraphie


17:45 Piotr Anderszewski und das Klavier (45 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2018
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09
Erstausstrahlung

Regie: Andreas Morell

Mitwirkende: Piotr Anderszewski (Klavier)
Dirigent: Thomas Hengelbrock

Piotr Anderszewski ist einer der besten Pianisten unserer Zeit. Er ist ein Perfektionist, der stets auf der Suche nach dem idealen Klang ist und zugleich hofft, ihn nie zu finden. Dieses Spiel ohne Netz und doppelten Boden macht seine Konzerte für das Publikum zu unvergesslichen Erlebnissen.
In seinem musikalischen Alltag muss er damit zurechtkommen, dass er als Pianist nicht immer das perfekte Instrument am Spielort vorfindet. "Es ist eine komplizierte Beziehung. Manchmal fände ich es besser, es würde das Instrument gar nicht geben", sagt Piotr Anderszewski. "Am liebsten würde ich Musik telepathisch übermitteln – ohne physische Töne."
Bei einem Konzert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Thomas Hengelbrock spielt er Mozarts Klavierkonzert Nr. 24 in c-Moll. Sowohl im Konzert als auch in der Probe fordert Piotr Anderszewski jeden einzelnen Ton neu heraus. Er ringt dabei dem Klavier die unterschiedlichsten Klangfarben ab. "Wissen Sie, das Klavier ist ein Schlaginstrument, das vorgibt, singen zu können. Aber das bleibt eine Behauptung. Auch wenn man sich insgeheim wünscht, es könne wirklich singen."
In der Steinway-Fabrik besichtigt Piotr Anderszewski die Perfektion in der Herstellung seines Instruments. Für ihn ist ganz klar: "Klaviere sind unterschiedlich. Aber ganz ehrlich: Mir ist das im Grunde egal. Natürlich bevorzuge ich ein Klavier, mit dem ich mich wohlfühle. Aber am Ende ist die Partitur viel wichtiger für mich."


18:30 Zu Tisch (25 Min.) (HDTV)
La Gomera
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Online verfügbar von 23/09 bis 23/10
Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutisch
Erstausstrahlung

Regie: Friederike Schlumbom

Die kanarische Insel La Gomera ist für ihre Götterspeise, den Palmhonig, bekannt. Er wird in den Sommermonaten aus dem Saft der Palmen gewonnen, die vor allem im grünen Norden der Insel in der Region Vallehermoso wachsen. Tanausú Chavez González steigt jeden Tag auf seine Palmen. Er erntet aus ihnen die Grundlage für den Palmhonig, den er weiterverarbeitet.
Seine Nachbarin Rosa Maria Aguiar Rizo ist eine dankbare Abnehmerin, denn sie liebt Süßspeisen und verwendet den Palmhonig als Topping für Leche asada, eine Art süßen Eierstich, und als Zutat von Turrón gomero, eine Süßigkeit aus dem kanarischen Gofio-Mehl. Rosa führt den örtlichen Souvenirshop von Vallehermoso. Er ist ein beliebter Treffpunkt nicht nur für Touristen, sondern besonders für die Dorfbewohner, die hier ihre lokalen Produkte verkaufen können. Vor der Arbeit bereitet Rosa für ihre Großfamilie Potaje de Berros zu, einen gomerischen Eintopf aus Brunnenkresse, Gemüse und Schweinefleisch.
Der Süden der Insel ist im Vergleich zum Norden karg und bietet den zahlreichen Ziegen Nahrung. Die Ziegenhirten haben eine eigene Sprache entwickelt, mit der sie sich über die vielen Schluchten und Täler hinweg verständigen können. Rosas Schwester Fidelia besitzt in der Nähe der Hauptstadt San Sebastián de La Gomera 200 Tiere und stellt geräucherten Ziegenkäse her, eine weitere Spezialität der Insel. Sie kocht gerne herzhafte Gerichte. Am Wochenende, wenn ihre Schwester sie mit der Großfamilie besucht, bereitet sie die gomerische Vorspeise Almogrote aus dem hauseigenen Käse zu. Als Hauptgericht gibt es einen Lammeintopf.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.


18:55 Karambolage (15 Min.) (UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/09 bis 07/09
Mehr Infos unter: www.arte.tv/karambolage
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Der Ausdruck
Jeanette Konrad erzählt die abenteuerliche Geschichte des Ausdrucks "Retourkutsche".

Sonntags gegen 19.00 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 23/09 bis 24/09


19:30 Kur Royal (45 Min.) (HDTV)
Montecatini Terme – Kuren à la Dolce Vita
Dokumentationsreihe Deutschland, 2011
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09

Regie: Nina Koshofer

Montecatini Terme in der Toskana ist eines der größten und berühmtesten Heilbäder Italiens. Schon die Römer sollen die Heilkraft der salzhaltigen Quellen in dieser Region geschätzt haben. Der kleine Ort zwischen Florenz und Pisa war vor allem in der Vergangenheit ein beliebtes Ziel internationaler Prominenz: Berühmte Komponisten wie Rossini, Verdi oder Puccini kurierten sich hier von ihren Leiden, der Schah von Persien und seine Frau tranken das Heilwasser, Fürst Rainier und Fürstin Gracia Patricia von Monaco flanierten über die breite Kurstraße. Heute präsentiert sich Montecatini Terme etwas gealtert, doch der Charme des Kurortes und seiner einzigartigen Architektur ist immer noch deutlich spürbar. In der Dokumentation von Nina Koshofer erzählen Einwohner und Gäste von der glanzvollen und wechselhaften Geschichte Montecatinis, den Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Genüssen sowie von der bis heute andauernden Anziehungskraft der toskanischen Thermenstadt.
Es gibt sie noch, die glanzvollen Heilbäder der Belle Epoque mit ihrer exzentrischen Architektur, den exklusiven Grandhotels, mondänen Thermen, lichten Säulenhallen, verspielten Trinkbrunnen und ausgedehnten Promenaden. Die erfolgreichsten unter ihnen haben es geschafft, das alte Wissen vom guten Leben zu bewahren und sich gleichzeitig der Moderne zu stellen. In den reizvollsten Landschaften Europas pflegen die Kurorte das Wissen über die Heilkraft der Natur – von Luft, Wasser, Salz, Gestein, Vegetation und Klima. Und sie erleben deshalb heute eine eindrucksvolle Renaissance, wie die Dokumentationsreihe beweist.

Hintergrundinfo:
In Zeiten, in denen "Burn-out" einer der meistgegoogelten Begriffe ist und Kuren als "Medical Wellness" einen großen Zulauf erleben, lohnt sich ein Besuch der klassischen Kurorte. Sie treten heute wie früher mit einem doppelten Versprechen an: Verjüngung und Genuss. Die fünfteilige Dokumentationsreihe "Kur Royal" begibt sich auf Spurensuche nach den besten Rezepten für das gute Leben. Mit unterschiedlichen Ritualen und Methoden verfolgt man immer das gleiche Ziel, ob in Bad Ischl, Vichy, Montecatini, im böhmischen Bäderdreieck oder in Bad Ragaz. Überall verstehen gut ausgebildete Kräfte, die Anwendungen der Naturheilkunde mit modernen Anti-Aging-Therapien zu verbinden. Das sichert eine zunehmend junge Fan-Gemeinde, die dem alltäglichen Stress in luxuriösen Spa-Landschaften entfliehen möchte. Und so gelingt es den erfolgreichen Kurorten, nicht nur ihre Gäste, sondern auch sich selbst immer wieder zu verjüngen.


20:15 Ein Abend mit Agatha Christie (100 Min.)
Schwerpunkt

Agatha Christie ist eine Autorin der Superlative: Sie ist die weltweit meistübersetzte Schriftstellerin mit einer Auflage von mehr als einer Milliarde Exemplare und die Begründerin des modernen britischen Kriminalromans. ARTE widmet ihr einen Abend und zeigt zum einen Michael Winners Romanverfilmung "Rendez-vous mit einer Leiche" und gibt in der Dokumentation "Agatha Christie – Queen of Crime" außerdem Einblicke hinter die Kulissen ihrer Karriere.
Den Auftakt macht Christies Meisterdetektiv Hercule Poirot in Micheal Winners "Rendezvous mit einer Leiche" – der Verfilmung des 1938 von ihr verfassten Kriminalromans "Der Tod wartet". Es handelt sich hier um den letzten von insgesamt sechs Kinoauftritten des berühmten Helden, der seinem berüchtigten Gespür und Scharfsinn auch in diesem Fall mal wieder alle Ehre macht. Für ihre Hercule-Poirot-Reihe erhielt Christie im Jahr 2000 den US-amerikanischen Anthony Award als beste Kriminal- und Mystery-Serie des Jahrhunderts.Danach wirft André Schäfer in seinem Film "Agatha Christie – Queen of Crime" einen Blick hinter die Kulissen des Lebens der erfolgreichen Schriftstellerin. Er begibt sich auf eine biografische Spurensuche und porträtiert dabei eine schillernde Persönlichkeit, deren Biografie und Werk durch das Weltgeschehen des 20. Jahrhunderts geprägt wurden.


Ein Abend mit Agatha Christie
20:15 Rendezvous mit einer Leiche (100 Min.)
(Appointment with Death)
Spielfilm USA, 1988
Produktion: Golan-Globus Productions

Rollen und Darsteller:
Hercule Poirot – Peter Ustinov
Lady Westholme – Lauren Bacall
Nadine Boynton – Carrie Fisher
Colonel Carbury – John Gielgud
Emily Boynton – Piper Laurie
Miss Quinton – Hayley Mills
Dr. Sarah King – Jenny Seagrove
Lord Peel – Michael Craig

Regie: Michael Winner
Produzent: Michael Winner
Drehbuch: Peter Buckman, Anthony Shaffer, Michael Winner
Musik: Pino Donaggio
Kamera: David Gurfinkel
Schnitt: Arnold Crust

Ein zu Geld gekommener Gefängnisdirektor hat kurz vor seinem Tod sein Testament geändert – zum Missfallen seiner zweiten Frau Emily Boynton, einer ehemaligen Aufseherin der Haftanstalt. Laut Testament soll das nicht unbeachtliche Vermögen unter Emily und den Kindern gleichmäßig aufgeteilt werden. Doch die Witwe bringt den Anwalt der Familie durch Erpressung dazu, das Testament zu vernichten. Demnach tritt das ursprüngliche Testament wieder in Kraft, nach dem das Vermögen allein der Witwe zufällt. Die Familie macht gute Miene zum bösen Spiel und unternimmt eine Reise auf einem Luxuskreuzer nach Israel. Der Anwalt, der eine Affäre mit Emilys Schwiegertochter hat, reist der Familie nach. Zufällig befindet sich auf dem Schiff auch der berüchtigte Detektiv Hercule Poirot. Über gemeinsame Bekannte lernt er die Familie kennen und macht mit ihr einen Ausflug zum Toten Meer, wo Emilys Schicksal besiegelt wird: Die Witwe fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Hercule Poirot beginnt sofort mit den Ermittlungen und löst den Fall auf bewährte Weise …

Hintergrundinfo:
Michael Winners Verfilmung des 1938 von Agatha Christie verfassten Kriminalromans blieb Winners einziger Poirot-Film und sollte auch Poirots letzter Auftritt auf der Kinoleinwand bleiben. Für Multitalent Peter Ustinov handelte es sich damit um seine letzte von insgesamt sechs Darbietungen des Meisterdetektivs, den er auch in diesem Fall mit unvergleichlich feiner Ironie verkörpert. Der 2004 im Alter von 82 Jahren verstorbene Schauspieler erlangte Weltruhm mit Filmen wie "Spartacus" (1960) und "Topkapi" (1964), für die er jeweils mit dem Oscar für die beste Nebenrolle ausgezeichnet wurde.


Ein Abend mit Agatha Christie
21:55 Agatha Christie (50 Min.) (HDTV)
The Queen of Crime
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 23/09 bis 23/10
Erstausstrahlung

Regie: André Schäfer

Agatha Christie ist eine Autorin der Superlative: Sie ist die weltweit meistübersetzte Schriftstellerin mit einer Auflage von mehr als einer Milliarde Exemplare und die Begründerin des modernen britischen Kriminalromans. Ihre Helden Hercule Poirot und Miss Marple kennt jeder und ihr Theaterstück "Die Mausefalle" bricht Jahr um Jahr alle Rekorde. Die Dokumentation begibt sich auf eine biografische Spurensuche und porträtiert dabei eine schillernde Persönlichkeit, deren Biografie und Werk durch das Weltgeschehen des 20. Jahrhunderts geprägt wurden. Denn Agatha Christie war nicht nur eine disziplinierte Arbeiterin, die 66 Romane sowie Kurzgeschichten und Bühnenstücke schrieb. Sie war eine Frau, der Konventionen egal waren, die Musik, Tanz und ausgedehnte Reisen liebte. Die Schriftstellerin wurde schon früh von ihren Eltern zur Eigenständigkeit ermutigt und entwickelte sich zu einer modernen, emanzipierten Frau, die sich zeit ihres Lebens nie von den Regeln der englischen Gesellschaft hat einengen lassen.

Hintergrundinfo:
Mit Hilfe von bisher nie gezeigten Filmaufnahmen und Fotos aus dem Privatbesitz der Autorin nähert sich "Agatha Christie – The Queen of Crime" auf eine sehr persönliche Art seiner legendären Protagonistin. Janet Morgan, Agatha Christies einzige autorisierte Biografin, und der Christie-Experte John Curran erzählen von den wichtigsten Stationen in deren bewegtem Leben. Die französischen Graphic-Novel-Autoren Anne Martinetti und Guillaume Lebeau erläutern, warum Agatha Christie eine moderne Frau war. Ihr Enkel Mathew Prichard und sein Sohn James runden das persönliche Bild ab.


22:45 Prélude für Debussy (55 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Online verfügbar von 23/09 bis 22/11
Erstausstrahlung

Regie: Manuela Dalle

Am 25. März 1918 starb Claude Debussy in Paris. Anlässlich des 100. Todestags des Komponisten erläutern zeitgenössische Künstler wie der Dirigent Philippe Jordan, die Sängerin Barbara Hannigan, der Pianist Alexandre Tharaud, der Choreograph Nicolas Le Riche, die Sopranistin Julie Fuchs und der Pianist Simon Ghraichy, was sie mit Debussy verbindet.
Ihre Schilderungen machen deutlich, inwiefern der Komponist mit seiner Musik Neuland betrat, und liefern wertvolle Hinweise zum besseren Verständnis seines Werks. Die Dokumentation zeigt Debussy als Menschen und als Künstler im Paris des frühen 20. Jahrhunderts. Sie zeichnet die Stationen seines Lebens nach, schildert seine Schaffenskrisen und analysiert die Kontroversen, die er durch seine Musik und seine Schriften auslöste.

Hintergrundinfo:
Bislang unveröffentlichte Interviews, beispielsweise mit der Pianistin Marguerite Long, Archivaufnahmen mit großen Debussy-Interpreten wie Samson François, Leonard Bernstein oder Pierre Boulez sowie Konzertmitschnitte ("Pelléas et Mélisande", "Prélude à l'après-midi d'un faune") machen Lust darauf, noch tiefer in die Welt des großen Komponisten einzutauchen. Die Dokumentation bringt dem Zuschauer Claude Debussys Leben und Werk anhand von Auszügen aus seinen Kompositionen, aber auch aus seinen Briefen und kritischen Schriften nahe. Außerdem zeigt die Sendung in diesem Jubiläumsjahr auch, dass Debussy beträchtlichen Einfluss auf die Avantgarde des 20. Jahrhunderts hatte und zeitgenössische Künstler bis heute prägt.


23:40 Pelléas et Mélisande (175 Min.) (HDTV, UT)
Oper Frankreich, 2016
Online verfügbar von 23/09 bis 30/09
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Pelléas – Stéphane Degout
Mélisande – Barbara Hannigan
Golaud – Laurent Naouri
Arkel – Franz Josef Selig
Geneviève – Sylvie Brunet-Grupposo
Yniold – Chloé Briot
Der Arzt – Thomas Dear

Regie: Corentin Leconte
Kostüm: Chloé Lamford Inszenierung: Katie Mitchell
Choreographie: Joseph W. Alford
Mitwirkende: Philharmonia Orchestra
Bühnenbild: Lizzie Clachan, Esa-Pekka Salonen
Bauten: Lizzie Clachan
Chor: Cape Town Opera Chorus
Chorleitung: Marvin Kernelle

Golaud verläuft sich in einem Wald und trifft dort auf Mélisande. Er heiratet sie und bringt sie in seine Heimat, in das Schloss seiner Familie. Hier lernt Mélisande den Halbbruder von Golaud kennen: Pelléas. Etwas entsteht zwischen den beiden. "Etwas, das stärker ist als ich", murmelt Mélisande. Etwas, das für Golaud rätselhaft bleibt und schließlich zur Tragödie führt. Vor dieser Rahmenhandlung, die so alt ist wie der Okzident, webte der symbolistische Schriftsteller Maurice Maeterlinck ein Schauspiel aus Licht und Schatten.
Claude Debussy verwandelte den Text in eine mythische Oper der leisen Töne. In ihrer Produktion betont Katie Mitchell den traumhaften Realismus dieses Meisterwerks und wird dabei vom Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen unterstützt. So erstrahlt das Werk in seiner ganzen atemberaubenden Schönheit.
Nach "Written on Skin" (2012) und "Alcina" (2015) bedient sich Katie Mitchell auch dieses Mal bei einer ihrer Lieblingsgattungen, dem Eifersuchtsdrama: Nachdem Pelléas durch das Schwert von Golaud umkommt, stirbt auch Mélisande. Mitchells Bühnenwelten bestechen durch unklare Zeitlichkeiten, traumähnliche Bilder und eine Grundstimmung von einer beunruhigenden Befremdlichkeit.

Hintergrundinfo:
Die Sänger unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen, einem der renommiertesten Dirigenten der heutigen Zeit, begeistern ein internationales Publikum: Laurent Naouri als Golaud, Stéphane Degout als Pelléas und Barbara Hannigan, die für das Festival d'Aix-en-Provence bereits die Agnès in "Written on Skin" verkörperte, in einem grandiosen Rollendebüt als Mélisande.


02:35 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.09.


02:55 Der Maler Franz Xaver Winterhalter (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland / Frankreich / Großbritannien, 2015
Wiederholung vom 16.09.

Regie: Grit Lederer


03:50 Wie das Land, so der Mensch (25 Min.) (HDTV)
Frankreich – Der Marais Poitevin
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Wiederholung vom 16.08.
Originalvertonung

Regie: Emmanuel Descombes


04:15 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
Montags gibt's Zaziki
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 13.09.

Regie: Mathieu Signolet


04:18 Sendeschluss

*

Montag, 24. September 2018


05:00 Murray Perahia spielt Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 (45 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2014
Wiederholung vom 16.09.
Originalvertonung

Regie: Hanne Kaisik
Mitwirkende: Murray Perahia (Klavier)
Dirigent: Murray Perahia


05:45 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Kurzsichtige Kinder – Warum werden immer mehr Kinder kurzsichtig – und kann man etwas
dagegen tun?
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 21.09.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:15 Die Schule von morgen (55 Min.) (HDTV)
Schule und Innovation
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 15.09.

Regie: Frédéric Castaignède


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 01/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Indien, heilendes Ayurveda
Reportage Deutschland, 2016
Wiederholung vom 19.08.

Regie: Andrea Oster


08:00 Metropolen von unten (45 Min.) (HDTV)
St. Petersburg
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 08.09.

Regie: Gerrit Jöns-Anders


08:45 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 21.09.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Die Baumkletterer von Kalifornien
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014
Online verfügbar von 24/09 bis 01/10

Regie: Gordian Arneth

Kalifornien ist die Heimat der Mammutbäume. Die stattlichen Riesen werden bis zu 3.000 Jahre alt und nicht selten mehr als 100 Meter hoch. Inzwischen gibt es nur noch wenige von ihnen. Wissenschaftler und Forstmitarbeiter bemühen sich um die letzten verbliebenen Exemplare, katalogisieren, vermessen und untersuchen sie. Doch bis in die Kronen wagt sich nur eine besonders waghalsige Gruppe von Männern – die Baumkletterer. Chad Brey gilt als einer der besten der USA. Deshalb wird der 38-Jährige immer wieder für Aufträge angeheuert, die als schwierig oder waghalsig gelten. Wie etwa das vertikale Vermessen eines Mammutbaums, dessen angegebene Höhe von etwa 90 Metern letztmalig vor 40 Jahren gemessen wurde. Inzwischen sollte der Baum um einiges höher sein. Selbst in Kalifornien gibt es derart hohe Bäume nur noch selten. Für die kalifornische Holzindustrie wurden im letzten Jahrhundert 96 Prozent des Bestandes gefällt, und selbst heute möchte die Industrie nicht auf das wertvolle Baumaterial verzichten. Während Aktivisten und Umweltschützer zum offenen Kampf gegen die Wirtschaft aufrufen, sucht Chad mit Wissenschaftlern nach anderen Wegen. Für seinen neuen Auftrag soll er alte und gut entwickelte Bäume finden, von denen Biologen Ableger ziehen wollen, um sie in anderen Teilen der Welt anzupflanzen. Die Zeit drängt, denn mittlerweile wird Kalifornien in jedem Sommer von verheerenden Waldbränden heimgesucht, die auch die letzten Exemplare der Mammutbäume bedrohen.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:30 360° Geo Reportage (50 Min.) (HDTV)
Island – Der große Schafabtrieb
Reportage Deutschland, 2012
Online verfügbar von 24/09 bis 01/10

Regie: Svea Andersson

Jedes Jahr im frühen Herbst feiern die Isländer ihr traditionell wichtigstes Fest: das "Réttir", den Abtrieb der Schafe von den wilden Sommerweiden. Eine Aufgabe, die kein Landwirt allein erledigen könnte. In dem extrem dünn besiedelten Gebiet braucht es die Zusammenarbeit ganzer Gemeinden, um alle Schafe rechtzeitig vor dem Winter ins Tal zu bringen. Anfang Mai werden auf den isländischen Höfen die Lämmer geboren. Die Bauern haben dann alle Hände voll zu tun, denn schon wenige Wochen später sollen die Schafe in die Berge getrieben werden. An den südlichen Hängen Islands grasen dann mehrere Tausend Schafe für über zwei Monate frei in den Bergen, bis sie im September in einem spektakulären Trieb zusammengesammelt und zurück auf die Höfe geholt werden. Dieses Ereignis gehört zu den größten der Insel. Ganze Familienverbände schließen sich zusammen, um daran teilzunehmen. Jedes einzelne Schaf wird dabei mit der Hand gefangen, entweder zu Fuß verfolgt oder vom Rücken eines Pferdes, das für diesen Einsatz sorgfältig ausgewählt wurde. Eine Sisyphusarbeit. Überhaupt ist der ganze Einsatz eine Frage der Organisation. Zuständig dafür ist der sogenannte Bergkönig, ein besonders guter und erfahrener Treiber. Derzeit ist das Kristinn Gudnarsson. Er übt das Amt seit fast 30 Jahren aus und denkt langsam über einen Nachfolger nach. Sein Schwiegersohn Ellindur scheint ihm geeignet, sicher ist sich Kristinn jedoch noch nicht. Besonnenheit und Ruhe, die zwei wichtigsten Eigenschaften, kommen erst im Alter, und Ellindur ist noch keine 40 Jahre alt. Dafür gehören er und seine Frau Berglind zu den größten Schafhaltern der Region. Etwa 1.200 Tiere nennen sie ihr Eigen. Und ein Großteil davon wird auch dieses Jahr in den Bergen sein. Es bleibt abzuwarten, ob am Ende des Sommers wieder alle zusammengetrieben werden können.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:20 Laos – Alles hat seinen Preis (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Niederlande, 2015
Wiederholung vom 06.09.

Regie: Daan Veldhuizen


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 25/09


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Kreuzfahrt auf dem Nil mit Agatha Christie
Die Nubischen Tempel, das Tal der Könige, Luxor und die antike Pharaonenstadt Theben - bei einer Kreuzfahrt auf dem Nil ziehen 5.000 Jahre Geschichte vorbei. Die grandiosen Landschaften Oberägyptens waren das Dekor für die Verfilmung von Agatha Christies Krimiklassiker "Tod auf dem Nil". 1933 entdeckte die Schöpferin von Detektiv Hercule Poirot diese Region bei einer Reise. Die ägyptischen Mythen, die Anfänge des Tourismus, die verblassende Kolonialatmosphäre und die fast beunruhigend schönen Landschaften inspirierten sie zu ihrem berühmten Roman.

(1): Kreuzfahrt auf dem Nil mit Agatha Christie
(2): Katalonien: Auf den Spuren der Römer
(3): Das absolute Muss: Paris, Napoleons Sturz an der Place Vendôme


13:55 In Wahrheit (90 Min.) (HDTV, AD, UT)
Mord am Engelsgraben
Fernsehfilm Deutschland, 2017
Wiederholung vom 21.09.
Produktion: Network Movie Film-und Fernsehproduktion, ZDF, ARTE

Rollen und Darsteller:
Judith Mohn – Christina Hecke
Markus Zerner – Rudolf Kowalski
Freddy Breyer – Robin Sondermann
Niklas Mohn – Juergen Maurer
Erich Kupka – Christian Berkel
Heike Kupka – Anna Loos
Paul Satzmann – Constantin von Jascheroff
Herr Mahn – Sebastian Rudolph
Maria Schäffler – Emilia Bernsdorf
Laura Schäffler – Paula Kroh
Frau Schäffler – Ulrike Krumbiegel
Herr Schäffler – Peter Kremer
Nele – Sophie Melbinger

Regie: Miguel Alexandre
Produzent: Jutta Lieck-Klenke
Drehbuch: Harald Göckeritz, Miguel Alexandre
Musik: Wolfram de Marco
Kamera: Miguel Alexandre
Kostüm: Nana Kolbinger
Szenenbild: Patrick Steve Müller: Patrick Steve Müller
Redaktion: Günther van Endert, Olaf Grunert
Schnitt: Marcel Peragine


15:25 Wie das Land, so der Mensch (25 Min.) (HDTV)
Frankreich – Das Baskenland
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Wiederholung vom 17.08.
Originalvertonung

Regie: Stéphane Corréa


15:50 Naturwunder des Nordens (55 Min.) (HDTV)
Lemminge
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 24/09 bis 01/10

Regie: Zoltán Török

Wie schaffen es die Berglemminge, der Kälte zu trotzen? Sie leben in einer Parallelwelt - unter der Schneedecke. Normalerweise sind sie Einzelgänger, doch der Winter zwingt sie dazu, zusammenzurücken. Die Zeit wissen sie zu nutzen und vermehren sich kräftig. Wenn im Frühling dann der Schnee taut, fällt die Welt der Lemminge buchstäblich in sich zusammen. Ihres schützenden Dachs beraubt, müssen sie sich neue Unterschlüpfe suchen.
Und dabei auch noch mit dem vielen Schmelzwasser klarkommen. Viele stürzen sich deshalb todesmutig ins Wasser – aber nicht um Selbstmord zu begehen, wie der Mythos uns glauben lassen will. Sondern um das nächste Ufer zu erreichen, und dort vielleicht einen neuen Lebensraum. Bald schon sind alle Unterschlüpfe besetzt, und die Lemminge vermehren sich fleißig weiter. Da Lemminge bereits im Alter von einem Monat geschlechtsreif werden, kann es ein Weibchen nach einem Jahr auf über tausend Nachkommen bringen. Theoretisch. Denn natürlich überleben längst nicht alle: Raubmöwen, Polarfuchs und neuerdings aufgrund des Klimawandels auch der Rotfuchs stellen ihnen nach. Sie alle hängen von dem kleinen Nager ab – bleibt er aus, wandern sie wieder ab oder bringen ihre Jungen nicht durch. Schließlich vermehren sich die Lemminge so stark, dass sie wieder auf Wanderschaft gehen müssen – Richtung Süden unterhalb der Baumgrenze, weil es dort mehr zu fressen gibt. Dort sind sie allerdings nicht willkommen: Ihr Verwandter, der Waldlemming, hält das Terrain besetzt. Ein Überlebenskampf beginnt. Entkräftet und fern der vertrauten Umgebung gehen die meisten zugrunde. Dann wird es still um die buntgescheckten Nager – manchmal jahrelang. Ob der Klimawandel bereits eine Rolle dabei spielt, dass die Lemmingjahre immer seltener werden, ist noch unklar. Sicher ist nur: Er wird die Welt des Lemmings verändern – und damit auch all der Tiere, die von ihm abhängig sind.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Mein eigener Strom – So lohnt sich das Mini-Kraftwerk daheim
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 23/12
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Viele Menschen wünschen sich mehr Unabhängigkeit von teuren Stromanbietern, und die Chancen dafür stehen besser denn je. Dank sogenannter Kleinkraftwerke kann man heute schon autark von fossilen Energieträgern und Stadtwerken werden. "Xenius" will wissen, wie das gelingt und für wen sich ein eigenes Mini-Kraftwerk wirklich lohnt.
Im Energieforschungspark Lichtenegg in Österreich treffen sich die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard mit Jonathan Schreiber, der Windräder mit Teilen aus dem Baumarkt selbst bastelt. Zusammen mit Jonathan und Kurt Leonhartsberger von der Fachhochschule Technikum Wien stellen die "Xenius"-Moderatoren eines von Jonathans Windrädern auf und testen, ob es mit kommerziellen Modellen mithalten kann. Ein Züricher Start-up hat aufgrund des Platzmangels in der Stadt ein Mini-Kraftwerk für die Dachkante entwickelt, das den Aufwind an Hausfassaden nutzt und in saubere Energie umwandelt.
Wasserkraft gilt als besonders klimaschonend, doch herkömmliche Wasserkraftwerke bedeuten meist große Einschnitte in die Natur. Der Forscher Stéphan Guignard von der Universität Aix-Marseille will das ändern. Er hat eine Wasserturbine erfunden, die Fische und Gewässer schont und trotzdem effizient arbeitet.
Ein Haus ohne Stromanschluss, nur versorgt durch erneuerbare Energien? Viele halten das in unseren Breitengraden für unmöglich. Doch das energieautarke Haus von Martin Schröferl zeigt, dass es geht. Extrem effiziente Solar- und Wärmepumpenanlagen und eine besonders gute Dämmung sorgen dafür, dass der Ingenieur auch im Winter genügend Strom und Wärme zur Verfügung hat.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Fair handeln (30 Min.) (HDTV)
Teppiche aus Nepal
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 24/09 bis 23/12

Regie: Sibylle Smolka

In Kathmandu ernähren Sita und ihr Mann Lima ihre Familie, indem sie in einer der wenigen Werkstätten Tibets Teppiche knüpfen, die für den fairen Handel produzieren. Nepals Hauptstadt Kathmandu ist für Sinnsucher ein spiritueller Sehnsuchtsort, für Trekkingtouristen das Tor in die Bergwelt des Himalayas. Aber wer hier lebt und Arbeit sucht, hat es schwer. Täglich kommen verarmte Bauern aus dem Umland in die Metropole und hoffen auf einen Job, weil die Landwirtschaft nicht mehr genug abwirft. Fast die Hälfte der Ankömmlinge kann weder lesen noch schreiben. Das Knüpfen von Teppichen ist eine der wenigen Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Doch die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen in den Teppichwerkstätten sind meist miserabel.
Auch Sita und ihr Mann Lima haben ihre Dörfer verlassen, um in der Stadt als Teppichknüpfer ein Auskommen zu finden. Sie arbeiten in einer der wenigen Werkstätten, die für den fairen Handel produzieren. Ihr Lohn ist mehr als doppelt so hoch wie der in anderen Werkstätten, die Arbeitsbedingungen werden kontrolliert, Kinderarbeit ist tabu, und es gibt sogar eine Betreuung für die Kinder der Arbeiter. Hannes Jaenicke hat Sita und Lima bei der Arbeit und in ihrem Zuhause besucht. Was hat sich für sie geändert und verdienen sie jetzt genug, um mit ihren vier Söhnen über die Runden zu kommen? Die Teppichwerkstätten in Kathmandu wurden in den 60er Jahren als Entwicklungshilfeprojekt für tibetische Flüchtlinge gegründet. Heute arbeiten dort überwiegend Nepalesen, aber die tibetische Kultur ist noch gegenwärtig. Eine Produzentin berichtet von der traditionellen Teppichherstellung in ihrer Heimat Tibet und gibt Einblick in den Alltag tibetischer Flüchtlinge in Kathmandu. Dabei zeigt sich, dass der faire Handel nicht nur für die Arbeiter in den Werkstätten positive Auswirkungen hat.
Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.

Hintergrundinfo:
Bauernfamilien und Plantagenarbeiter in den Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen Zwischenhandels. Der faire Handel bietet den sonst Benachteiligten die Möglichkeit, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Der Schauspieler Hannes Jaenicke hat Kleinbauern und Produzenten auf der ganzen Welt besucht, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.


17:40 Jinju – Wandertheater in China (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 01/10

Regie: Thibault Férié

Regisseur Thibault Férié hat über mehrere Wochen hinweg eine Theatertruppe, die im ländlichen China durch die Dörfer zieht, zusammen mit seinem Kamerateam begleitet. Die Truppe des Herrn Liu hat populäre Werke der klassischen chinesischen Oper in ihrem Repertoire – Stücke, die Gesang und Tanz mit akrobatischen Künsten kombinieren. Wenn die Darsteller mit ihrem Bus und ihrem Bühnen-Lkw für ein paar Tage in den Dörfern gastieren, ist dies für die bäuerliche Bevölkerung der Höhepunkt des Jahres. Die Dokumentation bewegt sich vor allem hinter den Kulissen, die Kamera ist dabei, wenn die Schauspieler in improvisierten Masken- und Umkleideräumen fantastische Kostüme anlegen und ihre Gesichter mit greller Schminke bemalen. Er beobachtet sie aber auch in ihrem Alltag, wenn sie von den stundenlangen Aufführungen erschöpft sind, wenn sie proben oder in Kontakt mit den Dorfbewohnern kommen. Ob in der Begegnung mit dem Direktor Herrn Liu, der weiblichen Hauptdarstellerin Ping, die immer die Rollen von adeligen Damen oder Kaiserinnen übernimmt, oder mit dem Nachwuchstalent Li – wir erfahren, wie diszipliniert und zugleich entbehrungsreich der Alltag dieser Artisten ist. In ihrem Beruf verdienen sie gerade so viel wie ein Wanderarbeiter. Und so wie diese führen sie ein Leben mit stets gepackten Koffern, ohne Gewissheit, ob sie nach der laufenden Saison ein weiteres Engagement erhalten. Demgegenüber stehen die Bewunderung, die das Publikum den Bühnenstars entgegenbringt, sowie die Freude und Ergriffenheit, die die meist komödiantischen Opern bei ihm auslösen. Stets geht es in den Stücken um Liebe, Eifersucht, Intrigen und Ungerechtigkeit, natürlich verlagert in das alte China. Doch auf sublime Weise wird mit den alten Texten auch Kritik an Ungerechtigkeit und Korruption im heutigen China geübt.


18:35 Patina-Paradiese (45 Min.) (HDTV, UT)
Altbauten in Agonie
Folge 1 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 24/10

Regie: Thierry Berrod

Überall auf der Welt hat die Natur leerstehende Gebäude, verlassene Fabrikhallen und verfallene Burgruinen auf faszinierende Weise zurückerobert und zu Oasen für Tiere und Pflanzen gemacht. Der Zutritt zu diesen spektakulären Orten ist oft untersagt; stillgelegte Industrieanlagen, Inseln, Dörfer, Einkaufszentren und Vergnügungsparks werden oft eine Zeit lang sich selbst überlassen, bevor über ihren Abriss – oder ihre Weiterverwendung - entschieden wird.
Gerettet werden sie meist von couragierten Einzelkämpfern oder kleinen Gruppen, die in ihnen wertvolle Zeugnisse vergangener Zeitalter erkennen. Manche von ihnen fallen trotz aller Bemühungen modernen Stadtplanungskonzepten zum Opfer. Heute faszinieren diese "Lost Places" weltweit Ruinenfreaks, Stadtstreicher, Umweltaktivisten, Ranger, Künstler und Touristen. Und immer lauter werden die Forderungen, sie für die Nachwelt zu erhalten.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 25/09


19:40 Re: (35 Min.)
Liebe halal – Muslimische Hochzeiten in England
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 24/10

Viele junge Muslime in Europa heiraten schnell. Denn die religiösen Regeln verbieten, dass sie sich erstmal unverbindlich treffen. Doch nicht alle dieser islamischen Ehen werden rechtsgültig registriert. Kommt es zur Trennung, haben vor allem die Frauen viel zu verlieren. Betroffene aus Großbritannien fordern mehr Aufklärung und rechtlichen Schutz. Walia und Ali sind junge, verliebte und gläubige Muslime. Die 25-jährigen Briten aus London haben sich erst vor kurzem über die Dating-App "muzmatch" kennengelernt. Wer so zusammen kommt, tut das offiziell nur aus einem Grund: Heirat. Schon beim zweiten Treffen waren die Eltern dabei, um die Hochzeit zu besprechen. Denn erst nach der Nikah, der muslimischen Eheschließung, dürfen die beiden richtig zusammen sein. Dann ist ihre Liebe halal – aber deshalb nicht unbedingt rechtsgültig.
Rund 60% der muslimischen Ehen in England werden nicht registriert, weil es gesetzlich nicht notwendig ist. Damit unterliegen die Ehen nur dem religiösen Gesetz (sharia). Trennt sich ein Paar, stellt es vor allem Frauen vor große Probleme. Frauen wie Sarah Shahzad aus Bradford. Die 28-jährige trennt sich nach zwölf Jahren und sieben Kindern von ihrem Partner, mit dem sie nur durch die Nikah verbunden ist.
Als er begann sie zu schlagen, verließ sie ihn und nahm die Kinder mit. Doch nach der Trennung bekommt Sarah nun keinerlei finanzielle Unterstützung durch ihren Ex-Partner. Sie hat keinen rechtlichen Anspruch auf die Aufteilung des gemeinsamen Besitzes. Auch beim Unterhalt für die Kinder gibt es bürokratische Hürden. Jetzt steht Sarah ohne Geld und ohne Ausbildung da.
Sarahs Geschichte ist kein Einzelfall. Deswegen setzt sich die Anwältin Aina Khan seit Jahren für die Registrierung muslimischer Ehen ein. Mit ihrer Initiative "Register Our Marriage" reist sie durchs Land, hält Vorträge, klärt muslimische Frauen auf und versucht eine Gesetzesänderung durchzuboxen.


20:15 Alexis Sorbas (140 Min.)
Spielfilm Griechenland / Großbritannien / USA, 1964
Produktion: 20th Century Fox

Rollen und Darsteller:
Witwe – Irene Papas
Alexis Sorbas – Anthony Quinn
Basil – Alan Bates
Madame Hortense – Lila Kedrova
Mavrandoni – Giorgos Foundas
Mimithos – Sotiris Moustakas
Pavlo – Yorgo Voyagis
Soul – Anna Kyriakou
Lola – Eleni Anousaki

Regie: Michael Cacoyannis
Produzent: Michael Cacoyannis
Drehbuch: Michael Cacoyannis
Kamera: Walter Lassally
Schnitt: Michael Cacoyannis

Der vernunftgesteuerte englische Schriftsteller Basil hat auf Kreta eine Kohlenmine geerbt. Er macht sich auf den Weg, um diese in Betrieb zu nehmen, und trifft dort auf den Mazedonier und sprudelnden Lebemann Alexis Sorbas. Kurzerhand engagiert er ihn als Vorarbeiter. Bald darauf lernt Basil die schöne Witwe Surmelina kennen, deren unnahbarer Art er alsbald verfällt. Er ist jedoch nicht ihr einziger Verehrer, auch der Grieche Pavlo hat ein Auge auf sie geworfen. Sogleich versucht Sorbas, seinen neuen Freund mit der jungen Witwe zu verkuppeln, doch dieser wagt es nicht, den ersten Schritt zu tun.
Unterdessen geraten die Arbeiten an der baufälligen Mine ins Stocken. Sorbas reist in die Stadt, um nötiges Baumaterial zu kaufen, investiert jedoch alles Geld in ein Bordell. Basil ist extrem verärgert, wagt es aber endlich, sich Surmelina zu offenbaren und eine Nacht mit ihr zu verbringen. Als Pavlo wenig später davon erfährt, begeht er, einmal mehr von seiner Herzdame zurückgewiesen, Selbstmord.
Aus Rache hetzt sein verzweifelter Vater die Männer des Dorfes auf, und Basil und Alexis müssen zusehen, wie Surmelina brutal ermordet wird. Doch damit nicht genug. Eine nicht enden wollende Pechsträhne verfolgt die beiden Männer, bis sie am Ende vor dem Nichts stehen und wissen, dass sich ihre Wege nun wieder trennen werden. Doch anstatt Trübsal zu blasen, hat Basil seinem Freund längst vergeben und bittet ihn, ihm das Tanzen beizubringen. Mit einem Sirtaki und fröhlichem Gelächter feiern sie gemeinsam das Leben - mit all seinen Höhen und Tiefen.

Hintergrundinfo:
Michael Cacoyannis hat mit "Alexis Sorbas" einen eindrucksvollen Kultfilm geschaffen, der die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt. Es ist die Konfrontation zweier fremder Welten, zweier unterschiedlicher Charaktere, die von Anthony Quinn und Alan Bates großartig umgesetzt werden. "Mit ausgezeichneten Darstellern in kraftvollem Stil inszenierte Verfilmung eines Kazantzakis-Romans, die die Vorlage nicht voll ausschöpft. Auf die Faszination des Hauptdarstellers hin inszeniert, entzieht sich der Film jeder Verbindlichkeit und stellt eine exotisch-fesselnde Welt aus." (Filmdienst)


22:35 Wajma – Eine afghanische Liebesgeschichte (80 Min.) (HDTV, UT)
(Wajma)
Spielfilm Frankreich / Afghanistan, 2013
Produktion: Kabuli Film, Ariroad
Online verfügbar von 24/09 bis 01/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Wajma – Wajma Bahar
Mustafa – Mustafa Habibi
Mutter – Breshna Bahar
Vater – Haji Gul
Bruder – Assib Ibrahim
Großmutter – Saleha Ibrahim
Tahera – Tahera Hashemi

Regie: Barmak Akram
Drehbuch: Barmak Akram
Musik: Barmak Akram, Matthieu Chedid, Susheela Raman
Kamera: Barmak Akram
Schnitt: Hervé de Luze, Isabelle Ingold, Barmak Akram

Wajma ist eine junge afghanische Frau, die mit ihrer Familie in Kabul lebt. Sie ist Teil einer Generation, die zwischen Tradition und Moderne versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Wajma, deren Pläne von ihrer Familie bislang weitestgehend unterstützt wurden, hat sich für ein Jurastudium beworben, sie möchte bald schon auf eigenen Beinen stehen. Dies imponiert auch dem Kellner Mustafa, einem Bekannten der Familie, der sich gern mit westlichem Flair umgibt und Wajma schöne Augen macht.
Die junge Frau fühlt sich geschmeichelt und lässt sich schließlich auf eine heimliche Romanze ein. Sie weiß um die gesellschaftlichen Regeln, die sie bricht, glaubt jedoch fest daran, dass Mustafas Liebesbeteuerungen ehrlich sind, und erlebt mit ihm ihr erstes Mal. Als Wajma dann erfährt, dass sie schwanger ist, wendet sie sich verzweifelt an den Vater ihres Kindes, doch der will von all dem nichts wissen. Weder von der zuvor geschworenen Liebe, noch von einer Heirat – Wajmas einziger Rettung. Sie ist verzweifelt, ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich ihrer Familie anzuvertrauen.
Während die Reaktionen der Mutter und Großmutter von Mitgefühl zeugen, entfesselt die Nachricht des "Ehrverlusts" in Wajmas Vater eine unbändige Wut, die ihn alle Hemmungen verlieren und scheinbar vor nichts mehr zurückschrecken lässt. Er wird brutal, geht auf Wajma los und lässt sie in einem Verschlag hungern und frieren. Nun steht er vor der Wahl: Hält er an seinem kulturell weiterhin legitimierten Recht auf Familienehre fest oder glaubt er an das Leben und die Zukunft seiner Tochter?

Hintergrundinfo:
"Nach mehreren wahren Geschichten" heißt es zu Beginn des Films, in dem Regisseur Barmak Akram den Konflikt der afghanischen Gesellschaft zwischen Tradition und Moderne am Beispiel eines jungen Paars darstellt. Wenn auch fiktiv erzählt, spielt Akram hier mit den Mitteln des Dokumentarischen, sowohl auf visueller als auch auf schauspielerischer Ebene, denn die Mehrzahl der Charaktere verkörpert sich im Film selbst. Für seine erzählerische Leistung wurde dem Film auf dem Sundance Film Festival der Drehbuchpreis in der Kategorie Internationaler Spielfilm verliehen.


23:55 Der Geiger von Florenz (90 Min.)
Stummfilm Deutschland, 1926
Produktion: UFA
Online verfügbar von 24/09 bis 24/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Maler – Walter Rilla
Renée – Elisabeth Bergner
Vater – Conrad Veidt
Stiefmutter – Nora Gregor
Schwester des Malers – Grete Mosheim

Regie: Paul Czinner
Produzent: Erich Pommer
Drehbuch: Paul Czinner
Musik: Giuseppe Becce
Kamera: Otto Kanturek, Adolf Schlasy, Arpad Viragh
Szenenbild: Erich Czerwonski: Erich Czerwonski

Der 1926 gedrehte Film ist der zweite, der in der Zusammenarbeit von Paul Czinner und Elisabeth Bergner entstanden ist. Czinner, gebürtiger Wiener, war Anfang der 1920er Jahre nach Berlin gekommen. Dort feierte Elisabeth Bergner als Darstellerin in Shakespeare-Inszenierungen große Erfolge, legendär ist ihre Darstellung der Rosalinde in "Wie es euch gefällt"; damit brillierte sich auch später im Exil in der 1936 entstandenen Verfilmung des Theaterstücks.
Paul Czinner schrieb Elisabeth Bergner die Titelrolle vom "Geiger von Florenz" sozusagen auf den Leib. In Anlehnung an die Rollenmuster der Verwechslungskomödien von William Shakespeare erfindet er in der Rolle von Renée einen modernen Typus. Mit ihrer knabenhaften Erscheinung war Elisabeth Bergner für Hosenrollen und die Darstellung androgyner Charakter prädestiniert. So wechselt sie auch in diesem Film sehr virtuos die Rollenfächer – vom stürmischen jungen Mädchen, das heimlich in den Vater verliebt ist, über die renitent-provokative Schülerin bis hin zum coolen jungen Mann, der durch Italien trampt und schließlich bei einem Maler unterkommt.
Eine längst fällige Wiederentdeckung ist dieser Film, der nach langen Jahren wieder in einer vollständigen Fassung vorliegt. Dazu schrieb der Frankfurter Musiker und Komponist Uwe Dierksen eine vielstimmige Ensemblemusik, die elegant und mit einem Schuss Ironie zwischen den verschiedenen Musik-Genres changiert. Ihre gefeierte Uraufführung erlebten die restaurierte Filmfassung und neu komponierte Musik auf den Ufa-Filmnächten 2018 in Berlin.

Hintergrundinfo:
Elisabeth Bergner (1897-1986) schrieb internationale Film- und Theatergeschichte. 1923 lernte sie den Bühnenautor und Filmregisseur Paul Czinner kennen, mit dem sie fast alle ihre Filme realisierte. 1933 emigrierte das Paar nach London und später in die USA, wo Elisabeth Bergner als eine der wenigen Exil-Schauspielerinnen ihre erfolgreiche Karriere im Film und auf der Bühne fortsetzen konnte. Den Höhepunkt markiert die Broadway-Produktion "The Two Mrs. Carolls" mit 585 Auftritten. 1949 kehrte sie mit Bibellesungen nach Deutschland zurück, wohnte aber weiterhin in London, wo sie 1986 starb.


01:25 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 24.09.


01:50 Offline (80 Min.) (HDTV, AD, UT)
Das Leben ist kein Bonuslevel
Fernsehfilm Deutschland, 2015
Wiederholung vom 06.09.
Produktion: Rat Pack Filmproduktion, SWR, ARTE, BR, Karl Filmproduktion, Filmakademie Baden-Württemberg

Rollen und Darsteller:
Jan – Moritz Jahn
Karo – Mala Emde
Deniz – Ugur Ekeroglu
Tristan – Hannes Wegener
Ben – David Schütter
Jule – Amelie Plaas-Link
Cron – Kida Khodr Ramadan
Polizist Berger – Vilmar Bieri
Polizist Huber – Dominik Weber
Elsa Lechner – Dana Golombek
Vivi Lechner – Anima Lila Bagdadi
Skuld – Florence Kasumba
Heimdall – Marc Zwinz
Frig – Henning Peker
Quang – Yung Ngo

Regie: Florian Schnell
Produzent: Benjamin Munz, Marc Junker, Daniela Mayer, Christian Becker
Drehbuch: Jan Cronauer, Florian Schnell
Musik: Marius Kirsten, Renée Abe
Kamera: Dominik Berg
Kostüm: Tanja Gierich, Ulé Barcelos
Szenenbild: Johanna John: Johanna John
Redaktion: Stefanie Groß, Barbara Häbe, Cornelius Conrad
Schnitt: Matthias Scharfi
Songs: Otto Normal


03:10 Laos – Das Dorf über den Wolken (45 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 08.09.

Regie: Ulrike Bremer


03:55 28 Minuten (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 23/11
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:45 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
Eros-Partnervermittlung.com
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 24/09 bis 19/09
Erstausstrahlung

Regie: Mathieu Signolet

Eros ist verzweifelt: Die Sache mit der Liebe ist heutzutage gar nicht mehr so einfach. Bogen und Pfeil durchs Herz – das ist sowas von vorgestern! Deshalb betreibt er jetzt ein Dating-Portal.

Hintergrundinfo:
Von ARTE wurde bereits Juls Comicserie "Silex and the City" ausgestrahlt. Mit 1,3 Millionen Zuschauern war "Silex and the City" im Jahr 2013 die Animationssendung mit den meisten Zuschauern in Frankreich. Die Comicalben zu "50 Shades of Greek" werden Ende des Jahres erscheinen.


04:48 Sendeschluss

*

Dienstag, 25. September 2018


05:00 Konzert auf dem Mailänder Domplatz (45 Min.) (HDTV)
Denis Matsuev & Riccardo Chailly
Musik Frankreich / Italien, 2018
ARTE / RAI
Wiederholung vom 09.09.
Originalvertonung

Regie: Patrizia Carmine
Mitwirkende: Denis Matsuev (Klavier)
Dirigent: Riccardo Chailly


05:45 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Mein eigener Strom – So lohnt sich das Mini-Kraftwerk daheim
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 24.09.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:15 Vererbte Narben (55 Min.) (HDTV)
Generationsübergreifende Traumata
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 22.09.

Regie: Liz Wieskerstrauch


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/09 bis 02/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Moskaus berühmte Sprengstoffhunde
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 15.09.

Regie: Yuri Burak


08:00 Die gefährlichsten Schulwege der Welt (45 Min.) (HDTV)
Nicaragua/Raan Province: Der lange Weg durch den Dschungel
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 15.09.

Regie: Leonhard Steinbichler


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 24.09.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Kampf der Kriegeraffen (85 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Großbritannien, 2016
Wiederholung vom 20.09.

Regie: James Reed


10:55 Stadt der Läufer (55 Min.) (HDTV)
Bekoji, Äthiopien
Dokumentation Großbritannien, 2012
Wiederholung vom 05.09.

Regie: Jerry Rothwell


11:50 Stippvisite Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Durch die Himmlischen Berge von Kirgistan
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 10.09.

Regie: Julia Finkernagel


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 24.09.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/09 bis 26/09


13:00 Stadt Land Kunst (75 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Lübeck: Thomas Manns Patrizierstadt
Die Markenzeichen von Lübeck sind Backsteingotik, Salzspeicher, Kirchenbauten und Patrizierhäuser. Sie stammen aus der Zeit, als die Stadt der Hauptort der mächtigen Hanse war, zu der sich ab dem 12. Jahrhundert die norddeutschen Kaufleute zusammenschlossen. Lübeck ist auch die Heimat von Thomas Mann. Der Literaturnobelpreisträger, der selbst einer Familie wohlhabender Kaufleute entstammte, beschrieb dieses großbürgerliche Milieu in seinem ersten Roman "Buddenbrooks – Verfall einer Familie".

(1): Lübeck: Thomas Manns Patrizierstadt
(2): Costa Rica: Drei Jahrhunderte Goldrausch
(3): Das absolute Muss: Die Festungsmauer von Saint-Malo


14:15 Gold (95 Min.) (HDTV, AD)
Spielfilm Deutschland, 2013
Produktion: Schramm Film Koerner & Weber, Red Cedar Films, Bayerischer Rundfunk, ARD Degeto, WDR, ARTE
Online verfügbar von 25/09 bis 02/10

Rollen und Darsteller:
Emily Meyer – Nina Hoss
Carl Boehmer – Marko Mandic
Gustav Müller – Uwe Bohm
Joseph Rossmann – Lars Rudoph
Maria Dietz – Rosa Enskat
Wilhelm Laser – Peter Kurth
Otto Dietz – Wolfgang Packhäuser

Regie: Thomas Arslan
Produzent: Florian Koerner von Gustorf, Michael Weber
Drehbuch: Thomas Arslan
Musik: Dylan Carlson
Kamera: Patrick Orth
Schnitt: Bettina Böhler

Sommer 1898, Kanada zur Zeit des Klondike-Goldrauschs: Emily Meyer schließt sich einer Gruppe deutscher Amerika-Auswanderer an, um sich auf den langen Weg nach Dawson zu den kurz zuvor entdeckten Goldfeldern zu machen. Die Teilnehmer der Gruppe gehen aufs Ganze, um ihre ärmlichen Lebensbedingungen hinter sich zu lassen. Als die sieben Goldsucher voller Zuversicht von Ashcroft, der nördlichsten Bahnstation in Kanada, aufbrechen, haben sie keine Vorstellung davon, welche Strapazen sie auf der Reise erwarten. Immer tiefer führt sie ihr Weg in die unermessliche, unwirtliche Wildnis des kanadischen Inlands. Die Landkarten erweisen sich als unzuverlässig, der Planwagen mit dem Proviant wird zum Hindernis, die Packpferde sind der Belastung kaum gewachsen. Unsicherheit und Erschöpfung zerren an den Nerven der Reisenden. Die Konflikte zwischen den ungleichen Teilnehmern spitzen sich zu. Angetrieben von ihrem Traum und der Hoffnung auf ein besseres Leben arbeitet sich die Gruppe um Emily Meyer durch das weite Land auf ein Ziel zu, das sich mit jedem Schritt weiter zu entfernen scheint.

Hintergrundinfo:
Nach der Premiere im Wettbewerb der Berlinale kam "Gold" noch vor dem deutschen Kinostart in Frankreich heraus. Die Berliner Schule ist in Frankreich ein Begriff – und Arslan vielleicht derjenige unter den Regisseurinnen und Regisseuren, der seinem Stil am ehesten treu geblieben ist, wenn es darum geht, eine für die Filmfiguren schwierige, beinahe unmögliche Situation auszuloten. Die "Welt am Sonntag" schreibt über den Film: "Schlafwandlerisch sicher balanciert Arslan zwischen den Mythen des Genres und der dokumentarischen Wahrhaftigkeit, in einem Film, der noch lange nachwirkt."


15:50 Naturwunder des Nordens (50 Min.) (HDTV)
Fjorde
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 25/09 bis 02/10

Regie: Jan Haft

Norwegens Fjorde gehören zum Spektakulärsten, was Europa zu bieten hat. Bis zu 200 Kilometer ziehen sie sich von der Atlantikküste ins Land hinein, manche sind mehr als tausend Meter tief. Sie sind Relikte der Eiszeit, als gewaltige Gletscher Täler ausfrästen und selbst härtestes Gestein zermalmten. Obwohl ihr Wasser kalt und dunkel ist und kaum ein Lichtstrahl in die Abgründe fällt, ist das Leben im Fjord erstaunlich bunt und üppig. Im Reich der Finsternis wachsen Korallenriffe, und in der Strömung wogen fluoreszierende Seefedern und seltsam leuchtende Meeresschnecken. Im Winter treiben Orcas riesige Heringsschwärme tief in die Meeresarme hinein. Was von ihrer Mahlzeit übrig bleibt, ernten Vögel, Fische und Seesterne. Im Sommer wandern Lachse die Flüsse der Fjorde hinauf, um oberhalb der Wasserfälle und Stromschnellen, fernab der Feinde im Meer, zu laichen. Bis zu fünf Jahre werden die Junglachse in geschützten Buchten ausharren, bevor sie zurück ins Salzwasser der Fjorde wandern. Wie aber kommt es, dass unter den extremen Bedingungen im und am Fjord ein so großer Reichtum herrscht? Was ist das Geheimnis der Fjorde?

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation taucht ein in die unergründlich scheinenden Tiefen der Fjorde Norwegens und zeigt die Vielfalt des Lebens im und am Wasser der "ertrunkenen Täler". Mit aufwendigen Zeitlupen und Zeitraffern, Nachtaufnahmen und teils noch nie gesehenem Tierverhalten zeichnet Naturfilmer Jan Haft ein spannendes wie informatives Porträt der Fjorde – bei Mitternachtssonne und Mondschein, bei Eis und Schnee sowie im Glanz der Polarlichter.


16:40 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Allergien – Was hilft gegen Allergien?
Magazin Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Es kratzt im Hals, die Nase juckt und die Augen tränen. Rund 18 Millionen Menschen in Frankreich und etwa 30 Millionen in Deutschland leiden unter einer Allergie. Die Zahl der Allergiker nimmt in den letzten Jahren rasant zu. Woran liegt das? Und wie schützen sich Allergiker am besten gegen die unangenehmen und mitunter sogar lebensgefährlichen Symptome ihres Leidens?
Dörthe Eickelberg und Pierre Girard treffen in Hemmoor bei Cuxhaven Schülerin Johanna und ihre Hündin Lotta. Lotta ist für Johanna viel mehr als nur ein Haustier. Sie ist ihre Lebensversicherung. Denn Johanna ist allergisch gegen Erdnüsse. Schon kleinste Mengen davon können bei ihr zu einem anaphylaktischen Schock führen.
Wie erkennen Patienten und Ärzte überhaupt Allergien und was hilft gegen die unangenehmen Symptome? "Xenius" stellt die verschiedenen Allergietests und Behandlungsmethoden vor und erklärt, warum der Klimawandel schuld daran ist, dass es immer mehr Heuschnupfenpatienten gibt.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Fair handeln (30 Min.) (HDTV)
Reis aus Thailand
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 25/09 bis 24/12

Regie: Sibylle Smolka

Der Reisbauer Teerawat lebt im Nordosten Thailands, in einer ländlichen Region mit großer Armut. Der Reisanbau ist dort für viele Menschen die einzige Einnahmequelle. Aber weil wegen des trockenen Klimas nur eine Ernte im Jahr möglich ist, haben es die Reisbauern besonders schwer. Der meiste Reis wird konventionell angebaut, die Bauern müssen Kredite aufnehmen, um Pestizide, Dünger und Saatgut zu kaufen. Dabei ist ungewiss, ob die Ernte ausreichen wird, um die Schulden wieder zurückzubezahlen, denn der Marktpreis schwankt und es gibt weltweit immer mehr Konkurrenz, unter anderem durch genmanipulierten Reis aus den USA.
Wie viele Reisbauern in Thailand konnte auch Teerawat lange Zeit nicht von seiner Arbeit leben und musste zusätzlich in Bangkok auf dem Bau arbeiten, um seine Familie zu ernähren. Aber seit er Mitglied einer Genossenschaft ist, die den fairen Handel beliefert, hat sich sein Leben verändert. Sein Bio-Jasminreis wird von Gourmets überall auf der Welt als besondere Delikatesse geschätzt und ist ein begehrtes Export-Produkt. Die Rückkehr zu traditionellen Anbaumethoden macht die Bauern unabhängig und ist sowohl für die Menschen besser als auch für die Natur.
Hannes Jaenicke begleitet Teerawat und einige seiner Kollegen bei der gemeinsamen Ernte und lernt das Alltagsleben in einem thailändischen Dorf kennen. Nebenbei erfährt er auch einiges über jahrhundertealte buddhistische Rituale und die herausragende Bedeutung von Reis in Thailand.

Hintergrundinfo:
Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.


17:40 Taiwan – Kung Fu Girls (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Republik China, 2014
Wiederholung vom 07.09.

Regie: Da Jung Chang, Pei-Chyi Wan


18:30 Patina-Paradiese (50 Min.) (HDTV, UT)
Letzter Halt, letzter Hafen
Folge 2 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/09 bis 25/10

Regie: Thierry Berrod

Schiffs- und Zugfriedhöfe gibt es fast überall – in manchen Ländern werden sie bedenkenlos zerstört, anderswo entwickeln sie sich zu geheimen Pilgerorten oder beliebten Touristenattraktionen. Einblicke in die faszinierendsten Schiffs- und Zugfriedhöfe in Frankreich, Mauretanien, Kasachstan, Bolivien, Chile und den USA. Einst beförderten sie Passagiere, Vieh und Waren aller Art über die Berge und Meere dieser Welt – heute haben sie ausgedient und versinken im Schlamm oder werden von Moos und Unkraut überwuchert. Die Schiffe, Züge und Flugzeuge, die nun auf improvisierten Friedhöfen verrotten, erinnern noch heute an die Macht der Maschinen während des Industriezeitalters. Lange hat man diese Wracks, von denen die moderne Welt nichts mehr wissen wollte, einfach sich selbst überlassen. Die einen sehen sie als ökologisches Desaster, andere als Teil der Landschaft, als historische Zeugnisse oder sogar als Kunstwerke. Klar ist: Die versteinerten Riesen lassen niemanden kalt. Heute muss bereits in der Planungsphase von Land-, Luft- und Seefahrzeugen nachgewiesen werden, dass ein steigender Anteil der Baumaterialien recycelt werden kann, um die Produktion zusätzlichen Abfalls bei ihrer Stilllegung zu vermeiden. Wrack-Fans versuchen deshalb, zumindest lohnenswerte Überreste als Erinnerungsstücke zu erhalten. Eisenbahn- und Flugzeugfans, Kulturliebhaber, Sammler und Künstler begeistern sich heute für die stummen Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/09 bis 26/09


19:40 Re: (35 Min.)
Dicke Luft! – Der Kampf gegen den Transitverkehr
Reportage Deutschland, 2018

Europas schöne Alpentäler sind bedroht! Mit 2,5 Millionen LKW im letzten Jahr ist die Brennerroute über die Inntalautobahn der meist befahrene Pass über die Alpen. Der Tiroler Fritz Gurgiser hat vor dreißig Jahren das Transitforum Austria gegründet. Eine Bürgerinitiative, die sich gegen den immer stärker werdenden Transitverkehr wehrt. Europas schöne Alpentäler sind bedroht! Mit 2,5 Millionen LKW im letzten Jahr ist die Brennerroute über die Inntalautobahn der meist befahrene Pass über die Alpen. Der Tiroler Fritz Gurgiser hat vor dreißig Jahren das Transitforum Austria gegründet. Eine Bürgerinitiative, die sich gegen den immer stärker werdenden Transitverkehr wehrt. Es ist ein Kampf David gegen Goliath. Denn entgegen allen Versprechungen gelingt bislang die Verlagerung der Güter auf die Schiene nicht. Doch Fritz Gurgiser gibt nicht auf. Sein Druckmittel: Artikel 36 im Europarecht. Der besagt unter anderem, dass der freie Warenverkehr überall dort begrenzt werden kann, wo es zum Schutze der Gesundheit der Menschen nötig ist. Dies zu beweisen ist Gurgisers Mission: Er macht Lärmpegelmessungen und sammelt die Beschwerden Asthma kranker Anwohner. Gurgiser und seine Initiative haben für Tirol bereits einiges erkämpft: Der gesamte österreichische Teilabschnitt der Inntalautobahn ist mit einem "Flüsterasphalt" belegt, es gibt ein Tempolimit vom 100 km/h und ein Nachtfahrverbot für LKW. Über weite Strecken wurde ein guter Schallschutz gebaut. Bei Innsbruck wurde die Autobahn sogar überbaut. Vor allem aber wurde der Brenner-Basistunnel in Angriff genommen. Doch alle Maßnahmen nützen nur wenig, wenn das Nachbarland Deutschland nicht mitzieht. Obwohl im Mai 2009 vertraglich zugesichert, stockt die Planung der Zulauftrassen. Und auch weitere zugesicherte Maßnahmen zur Eindämmung des Güterverkehrs lassen auf sich warten. Nun haben bayerische Anwohner den österreichischen Aktivisten zur Hilfe gerufen …


20:15 Vitamania (90 Min.) (HDTV)
Wie viele Vitamine braucht der Mensch?
Dokumentarfilm Australien, 2017
Online verfügbar von 25/09 bis 13/10
Erstausstrahlung

Regie: Sonya Pemberton

Künstliche Vitamine sind ein Milliardengeschäft. Ob gesunde Menschen sie wirklich brauchen, ist umstritten. Die synthetischen Mikronährstoffe werden vielen Lebensmitteln beigemischt, obwohl in Deutschland keine Gefahr besteht, dass Menschen mit Vitaminen unterversorgt wären – bis auf wenige Risikogruppen wie Schwangere oder ältere Menschen. Sind Vitamine überdosiert, steigern sie in den schlimmsten Fällen das Krebsrisiko und können sogar lebensbedrohlich werden. In Entwicklungsländern oder bei bestimmten Mangelerscheinungen hingegen sind Vitamine dringend notwendig. Der australisch-kanadische Physiker Derek Muller, der für seine Wissenschaftsvideos auf YouTube bekannt ist, hat für die Sendung weltweit über die Wirkung von Vitaminen recherchiert. Mehr als eine Milliarde Menschen nehmen künstliche Vitamine oder andere Nahrungsergänzungsmittel, um so lange wie möglich so gesund wie möglich zu bleiben. Doch die wenigsten wissen, was sie genau nehmen. Oft enthalten unsere Mahlzeiten bereits alle lebensnotwendigen Vitamine und Nährstoffe. Jährlich werden weltweit über 90 Milliarden Dollar für künstliche Vitamine ausgegeben. Sie sind ein kolossaler Wachstumsmarkt und ein gutes Geschäft für die Pharmaindustrie.
Ständig werden ihnen neue positive Wirkungen nachgesagt: Sie sollen die gesunde Zukunft unserer Kinder garantieren, werden zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung gegen Krankheiten und Alterserscheinungen eingenommen. Aber was ist dran an der Wirkung von künstlich hergestellten Vitaminpräparaten? Welche Vitamine sollten eingenommen werden und in welchen Dosierungen? Was sind die Langzeitwirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln und welche Risiken sind mit der Einnahme verbunden? Viele Ärzte kritisieren die pauschale Vermarktung von Vitaminen, denn einige nützen wenig, andere sind sogar gefährlich. Doch darüber sind viele Verbraucher nicht informiert.

Hintergrundinfo:
Derek Muller macht sich auf, um mehr über die komplexe Wirkung von Vitaminen zu erfahren. Er stellt neueste Studien – beispielsweise zu Vitamin D – vor und klärt anhand verschiedenster Fälle über die Gefahren einer Überdosierung auf. Außerdem blickt er in die Medizingeschichte und erklärt, wann Wissenschaftler zum ersten Mal dem Geheimnis der Vitamine auf die Spur kamen und ihre Wirkung entdeckten. Auf ARTE war der YouTube-Star und promovierte Physiker Derek Muller bereits in der Sendung "Uran und Mensch – Ein gespaltenes Verhältnis" zu sehen.


21:45 Die Babyfabrik von Manila (60 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Philippinen, 2017
Online verfügbar von 25/09 bis 24/11
Erstausstrahlung

Regie: Ramona S. Diaz

Die Notaufnahme der Entbindungsstation in Manila ist eine der überfülltesten der Welt. Sie zählt im Schnitt 60 Geburten pro Tag; manchmal bis zu 100. Die Gänge stehen voller Betten, die sich zwei Frauen teilen müssen. Manchmal entbinden sie ohne den "Luxus" des Kreißsaals. Nach der Entbindung werden alle Frauen in einen riesigen, schwülen Raum gebracht, in dem Buch geführt wird: Heute sind es 150 Mütter und 115 Babys.
Die Geburtsstation gleicht einer Fabrik: überfüllte Flure und Doppelbelegungen von Betten zur Bewältigung des Geburtenansturms, Informationsvermittlung durch Mikrofonansagen, Besuchszeiten als logistisches Großunterfangen. Ein Baby geht verloren, taucht wieder auf. Der Ton, der in dem Massenbetrieb herrscht, ist rüde.
Wer mit dem Stillen nicht zurechtkommt, bittet eine andere Frau um Hilfe. Viele Mütter sind sehr jung und wirken verloren; sie gehorchen blind ihren eigenen Müttern. Meist befehlen ihnen diese, die von der Familienberatung angebotenen Verhütungsmittel abzulehnen - selbst wenn ihre Familie eigentlich zu arm ist, um noch mehr Kinder zu ernähren. Oft kann noch nicht einmal der Kindesvater zu Besuch kommen, weil er sich den Bus nicht leisten kann.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation liefert vielschichtige Einblicke in die philippinische Gesellschaft, die von tief verankertem Katholizismus geprägt ist – 86 Prozent der Bevölkerung sind katholisch -, von der Ohnmacht der Armen und einer Geburtenexplosion.
In der Tradition des Cinéma Vérité verzichtet Regisseurin Ramona S. Diaz auf jegliche Interviews und beobachtet mit der Kamera das bloße Geschehen. Hautnah erlebt der Zuschauer die Körper, die Emotionen und die drückende Hitze auf der Geburtsstation; der Zuschauer der Dokumentation ist wie die Patientinnen und das Personal dem realen Geräuschpegel ausgesetzt. Eindringlich dokumentiert die Kamera alle Beteiligten – Mütter, Krankenschwestern, Ärzte, Besucher – ohne Filter und ohne Tabu.


22:45 Von der Dunkelheit ins Licht (60 Min.) (HDTV)
Eine kleine Geschichte der urbanen Beleuchtung
Dokumentation Frankreich, 2016
Online verfügbar von 25/09 bis 24/11
Erstausstrahlung

Regie: Agnès Bovet-Pavy

Die Geschichte der urbanen Beleuchtung verläuft an der Schnittstelle zwischen Ordnung und Chaos. Was als Instrument polizeilicher Kontrolle gedacht war, eröffnete den Menschen neue Freiheiten. Mit dem Verschwinden der Dunkelheit erwachte das Nachtleben. Licht im öffentlichen Raum vermittelt das Gefühl von mehr Sicherheit. Diesem Glauben widersprechen Kriminalstatistiken und Experimente, bei welchen Stadtverwaltungen ihre Straßenbeleuchtung nachts abschalteten. Das Ergebnis: Umfassenden Schutz bietet die Dunkelheit. Dass Menschen sich auf erleuchteten Straßen und Plätzen sicherer fühlen, ist ein rein kulturelles Konstrukt, dessen Entwicklung man über die Jahrhunderte hinweg verfolgen kann. Grund für das erhöhte Sicherheitsempfinden sind die begrenzten Fähigkeiten des Menschen. Unfähig im Dunkeln zu sehen, kann der Mensch durch Kunstlicht seine unmittelbare Umgebung visuell erfassen. Das Verhältnis des Menschen zur Dunkelheit hängt von sehr persönlichen Erfahrungen ab. Die urbane Beleuchtung betrifft den Menschen sowohl als Individuum als auch als soziales Wesen. "Von der Dunkelheit ins Licht" eröffnet dem Zuschauer eine ungeahnte oder vielleicht nur vergessene Welt und zeigt, wie aus Gedankenspielen mit Licht und Schatten konkrete, beinahe schon extravagante Projekte wurden. Der menschliche Erfindergeist ist ebenso lebendig wie der Wunsch nach Freiheit. Die Bedeutung der städtischen Beleuchtung zu unterschätzen bedeutet, im 21. Jahrhundert der sich durchsetzenden LED-Technik womöglich wieder die Freiheit zu verlieren, unbehelligt seiner nächtlichen Wege ziehen zu können.


23:45 Sri Lanka – Gegen das Vergessen (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich / Indien, 2016
Online verfügbar von 25/09 bis 02/10

Regie: Vanessa Dougnac, Fabrice Launay Grafiker: Claire Braud

Zeichner: Claire Braud

Einige Jahre nach Ende des Bürgerkrieges in Sri Lanka durchreist die Journalistin Vanessa Dougnac den Norden der Insel auf der Suche nach den Spuren dieses vergessenen Krieges. 2008 und 2009 verloren hier Zehntausende Zivilisten ihr Leben, als Regierungstruppen die von der Guerilla-Gruppe Tamil Tigers besetzten Gebiete zurückeroberten.
Diese Toten geistern bis heute durch die Erinnerungen der Überlebenden. Aber in der Version der siegreichen Regierung ist kein Platz für die zivilen Opfer. Für sie gehörten sie alle zum Lager der Aufständischen. Der damalige Präsident Mahinda Rajapaksa rühmte sich sogar damit, als erstes Land einen Krieg gegen den Terror gewonnen zu haben – koste es, was es wolle.
In diesem Film lassen Vanessa Dougnac und Fabrice Launay Zeitzeugen zu Wort kommen, die sich trauen, vor laufender Kamera zu sprechen. Sie sichten die Überreste von Kleidung und Alltagsgegenständen, von denen die paradiesischen Strände nach den wahllosen Bombardements noch heute übersät sind. Claire Braud illustriert in ihren Zeichnungen die überstürzte Flucht von 300.000 Tamilen, die zwischen den zwei kompromisslosen Lagern aufgerieben wurden.
Kann man die Aussöhnungsbemühungen von Sri Lanka ernst nehmen, wenn keine der im Nachhinein von den Vereinten Nationen geforderten Untersuchungen abgeschlossen wurde? Wenn Zeugen, oftmals Frauen, eingeschüchtert, belästigt und verfolgt werden, nur weil sie wissen möchten, was aus ihrem Sohn oder Bruder wurde, nachdem dieser zur Armee gegangen ist? Die tamilische Bevölkerung versucht heute in einem angeblich befriedeten Sri Lanka mit den Singhalesen zusammenzuleben. Doch welchen Preis zahlen sie für diese so wichtige Integration?


00:40 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 25.09.


01:00 Die Klinik des Dr. Blanche (95 Min.) (HDTV, UT)
La clinique du Docteur Blanche
Fernsehfilm Frankreich, 2014
Wiederholung vom 13.09.
Produktion: Pampa Production, ARTE F, France Télévisions, TV5 Monde

Rollen und Darsteller:
Emile Blanche – Stanley Weber
Professor Leuret – Lionnel Astier
Esprit Blanche – Philippe Laudenbach
Gérard de Nerval – Bruno Lochet
Saturnin – Serge Riaboukine

Regie: Sarah Lévy
Produzent: Nicolas Traube
Drehbuch: Daniel Tonachella, Sarah Lévy
Musik: Ramon Pipin, Jean-Philippe Goude
Kamera: Christophe Graillot
Kostüm: Sylvie de Segonzac
Szenenbild: Chantal Giuliani: Chantal Giuliani
Redaktion: Arnaud Jalbert
Schnitt: Didier Vandewattyne


02:35 So schläft die Welt (30 Min.) (HDTV)
Frankreich
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 07.09.

Regie: Marion Schmidt


03:05 Tasmanien – Eine Insel steht Kopf (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Österreich, 2017
Wiederholung vom 13.08.

Regie: Matt Hamilton


03:50 28 Minuten (70 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 25/09 bis 24/11
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:30 Sendeschluss

*

Mittwoch, 26. September 2018


05:00 splash! Festival 2018 (85 Min.)
Musik Deutschland, 2018
Wiederholung vom 07.09.

Regie: Paul Hauptmann

Mitwirkende: Tyler the Creator


06:25 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Allergien – Was hilft gegen Allergien?
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 25.09.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:50 Klimpern mit Anna (15 Min.) (HDTV)
Die Noten auf der Tastatur
Kindersendung Frankreich, 2013
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10

Regie: Philippe Le Dem

Eddy liebt Musik, hat aber im Prinzip keine Ahnung, wie man Musik macht, geschweige denn, was Musik überhaupt ist. Deshalb beschließt er, Musikunterricht zu nehmen – und zwar bei der erfahrenen Klavierlehrerin Anna. Die Serie eröffnet Kindern spielerisch die nicht immer leicht zugängliche Welt der Musik: Welche Instrumente gibt es? Welche Rolle spielten sie in der Geschichte? Und welche Berufe und Musikrichtungen gibt es? Die amüsante Kindersendung führt die Zuschauer in kleinen Schritten und mit viel Humor an die Musiklehre Nach einer klassischen Klavierausbildung am Pariser Konservatorium studierte Anna-Zofia Borowiec Musikpädagogik und erforscht seitdem immer wieder neue Wege der Musikvermittlung. Auf ihrer 2012 von der Académie Charles Cros ausgezeichneten Doppel-CD "Pianotine" spielte sie selbst komponierte Neuinterpretationen bekannter Kinderstücke ein. Seit mehr als 15 Jahren unterrichtet Anna-Zofia Borowiec Kinder und Erwachsene im Fach Klavier.


07:05 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10


07:10 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Das Koala-Hospital
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 17.09.

Regie: Therese Engels


07:55 Die gefährlichsten Schulwege der Welt (45 Min.) (HDTV)
Äthiopien/Danakil-Wüste: Der heißeste Ort der Welt
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 22.09.

Regie: Natalia Lucic


08:40 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 25.09.

Regie: Fabrice Michelin


09:20 Starbucks ungefiltert (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2017
Wiederholung vom 28.08.

Regie: Luc Hermann, Gilles Bovon


10:55 Die Samen und Rentiere: Eine Art Liebe (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Schweden, 2017
Wiederholung vom 03.09.

Regie: Per-Josef Idivuoma, August Sandström


11:50 Stippvisite Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Karawane von Kirgistan nach Tadschikistan
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 11.09.

Regie: Julia Finkernagel


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 25.09.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 27/09


13:00 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Le Clézio und sein faszinierendes Seoul
Seoul ist eine Stadt mit Hunderten Facetten. Von der faszinierenden Skyline und den futuristischen Bauwerken der südkoreanischen Hauptstadt geht eine packende Energie aus. Dieses brodelnde Seoul entdeckte der Literaturnobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio im Jahr 2001. Die von Spiritualität geprägte tausendjährige Kultur und die bewegte Geschichte des seit 1945 gespaltenen Korea zogen ihn in den Bann. Ein Jahr lang unterrichtete der Schriftsteller französische Literatur in Seoul und schrieb danach seinen Roman "Bitna, sous le ciel de Séoul".

(1): Le Clézio und sein faszinierendes Seoul
(2): Als die Vendée protestantisch war
(3): Das absolute Muss: Venice Beach Watch bei L.A.


14:00 Alexis Sorbas (140 Min.)
Spielfilm Griechenland / Großbritannien / USA, 1964
Wiederholung vom 24.09.
Produktion: 20th Century Fox

Rollen und Darsteller:
Witwe – Irene Papas
Alexis Sorbas – Anthony Quinn
Basil – Alan Bates
Madame Hortense – Lila Kedrova
Mavrandoni – Giorgos Foundas
Mimithos – Sotiris Moustakas
Pavlo – Yorgo Voyagis
Soul – Anna Kyriakou
Lola – Eleni Anousaki

Regie: Michael Cacoyannis
Produzent: Michael Cacoyannis
Drehbuch: Michael Cacoyannis
Kamera: Walter Lassally
Schnitt: Michael Cacoyannis


16:20 Wie das Land, so der Mensch (25 Min.) (HDTV)
Frankreich – Der Marais Poitevin
Dokumentationsreihe Frankreich, 2012
Wiederholung vom 16.08.
Originalvertonung

Regie: Emmanuel Descombes


16:45 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Armes Kalb – Das Kalb – Ein Abfallprodukt der Milchindustrie?
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 25/12
Erstausstrahlung

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Café au lait, Joghurt, Käse – die Deutschen und Franzosen lieben Milch und brauchen dafür viele Kühe. Deutschland ist mit 4,2 Millionen Tieren der größte Milcherzeuger Europas. Dicht gefolgt von Frankreich mit 3,2 Millionen. Zusammen macht das über sieben Millionen Tiere, die pro Jahr mindestens ein Kalb auf die Welt bringen. Denn ohne Nachwuchs keine Milch. Aber was passiert mit den Kälbern? Für viele Landwirte sind sie ein lästiges und teures Nebenprodukt der Milchherstellung. Darum werden vor allem die männlichen Kälber auf einigen Höfen anscheinend vernachlässigt.
Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard treffen einen der wenigen Landwirte, der es anders macht. Auf Andreas Schneids Hof im Allgäu steht das Glück der Kühe und Kälber an erster Stelle. Viel Auslauf, Milch von der Mutterkuh und Heu als Futter - da bleiben keine Kälberwünsche offen. Die "Xenius"-Moderatoren packen beim Melken und Füttern mit an. Bauer Schneid verrät ihnen, warum die muttergebundene Aufzucht die artgerechteste ist und ob sie sich rechnet.
Denn fast immer sind männliche Kälber für Milchbauern ein Verlustgeschäft. Die Aufzucht kostet oft mehr, als das Tier beim Verkauf einbringt. Insider erzählen, mancher Landwirt lasse die schwachen Tiere sogar verenden. Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus der Schweiz. Hier setzen sich Landwirte für artgerechte Haltung ein und die Verbraucher zahlen dafür ein bisschen mehr.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:15 Fair handeln (25 Min.) (HDTV)
Kakao aus der Elfenbeinküste
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 26/09 bis 25/12

Regie: Sibylle Smolka

Die Kakaobäuerin Emma baut seit 20 Jahren Kakao an. Seit vier Jahren ist sie Mitglied einer Kooperative, die ihr den Kakao zu fairen Bedingungen abkauft. Emma hat sechs Kinder und zehn Enkelkinder. Die jüngeren Kinder und alle Enkelkinder gehen zur Schule, statt wie in der Branche üblich beim Kakaoanbau und der Weiterverarbeitung zu arbeiten. Bei Emma gibt es keine Kinderarbeit, denn die Mitglieder der Kooperative helfen sich gegenseitig. Alle, die für den fairen Handel arbeiten, verdienen genug, um davon bescheiden leben zu können. Aber das ist beim Kakaoanbau in der Elfenbeinküste noch eine große Ausnahme.
Hannes Jaenicke besucht die Kakaobäuerin Emma während der Ernte. Sie zeigt ihm, wie die Kakaobäume gepflegt werden müssen und welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis die Kakaobohnen das typische Schokoladenaroma entwickeln. Und sie erzählt ihm, wie der faire Handel ihr Leben verändert hat und was sie sich in Zukunft für ihre Familie noch wünscht. Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.


17:40 Island – Sommer der Polarfüchse (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10

Regie: Tobias Mennle

Eine Wunderwelt geprägt von gewaltigen Kräften der Natur: Island. Nur ein Landtier gelangte aus eigener Kraft auf die entlegene Vulkaninsel – der Polarfuchs. Am See nahe der Steilküste haben sich Mutter und Vater Seefuchs als erfahrenes Paar in die "High Society" der Füchse gekämpft und eines der besten Reviere erobert, mit Zugang zu den Klippen, wo viele Seevögel brüten. Aber begehrliche Nachbarn müssen in Schach gehalten werden, und sieben immer hungrige Fuchskinder in nur 90 Tagen großzuziehen erfordert den vollen Einsatz der Eltern. Dabei wäre ein Fehltritt auf der Vogeljagd tödlich. Nur im senkrechten Fels sind die Dreizehenmöwen für Füchse unerreichbar, dort bauen sie ihre Nester und ziehen ihre Jungen über dem Abgrund groß.Am Kiesstrand auf der anderen Seite der Halbinsel hat ein junges Fuchspaar sechs Welpen bekommen, aber hier gibt es keine Seevögel als Beute, nur spärliche Nahrung am Meeresufer. Erst als das schwächste Junge verhungert ist und eine Fliegeninvasion eine neue Futterquelle bietet, haben die jungen Strandfüchse eine Chance, den Sommer zu überleben. Mit den gerade flüggen Dreizehenmöwen, die erschöpft in den Fuchsrevieren notlanden, beginnt endlich eine bessere Zeit auch für die Verlierer vom Strand. Werden alle Fuchskinder bis Mitte August stark genug werden, um ohne ihre Eltern durch den Winter zu kommen?.

Hintergrundinfo:
Zwei Jahre lang nahm der Filmemacher Tobias Mennle am Familienleben der Polarfüchse teil. Mutter Seefuchs schenkte ihm ihr Vertrauen, und so fand er sich mitten im Gewusel der Jungfüchse und filmte aus nächster Nähe die schönsten und dramatischsten Momente.


18:35 Patina-Paradiese (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Reich der Rostlauben
Folge 3 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 26/10

Regie: Thierry Berrod

Tausende ausgediente Militärfahrzeuge rosten weltweit auf Schrottplätzen, auf Industriebrachen und in Seehäfen vor sich hin. Leidenschaftliche Sammler, Geschichtsfreaks, Künstler und Stadtstreicher in den USA, dem Tschad, in Frankreich, Belgien und Bosnien geben Einblicke in das zweite Leben der Oldtimer. Tausende ausgediente Militärfahrzeuge rosten weltweit auf Schrottplätzen, auf Industriebrachen und in Seehäfen vor sich hin. Manche wurden im Gefecht zerstört, andere waren einfach zu alt oder wurden von moderneren Geräten abgelöst. Nicht wenige verschwinden unter treibendem Wüstensand oder werden von Unkraut überwuchert.
Entkernte Karosserien bieten wilden Tieren ein willkommenes Versteck; willentlich versenkte Schiffswracks bilden eine Symbiose mit Korallenriffs und sind abenteuerliche Attraktionen für Hobbytaucher. Andere wiederum, wie die sowjetischen Atom-U-Boote an den russischen Küsten, stellen eine echte Gefahr für die Umwelt dar.

Hintergrundinfo:
Auf Schrottplätzen oder Autofriedhöfen erleben die alten Militärfahrzeuge überraschende, oft faszinierende Verwandlungen. Leidenschaftliche Sammler, Geschichts- und Militärfreaks, Künstler und Stadtstreicher engagieren sich für die Aufrechterhaltung dieser einmaligen Orte und verschaffen den etwas anderen Oldtimern ein unverhofftes zweites Leben.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 27/09


19:40 Re: (35 Min.)
Rebell im Priestergewand – Pater Ángel und seine offene Kirche
Reportage Deutschland, 2018

Mitten in Madrid leitet Padre Ángel García Rodríguez eine der außergewöhnlichsten Kirchengemeinden Spaniens: San Antón. 24 Stunden am Tag ist das Gotteshaus geöffnet, weiche Sessel ersetzen harte Kirchenbänke. Obdachlose nutzen sie gern, um sich auf ihnen auszuruhen oder zu schlafen. Freies WLAN, Frühstück und Mittagessen für Hilfsbedürftige, Public Viewing im Kirchenschiff, wenn die spanische Nationalmannschaft spielt: Padre Angel macht San Antón zu einem Ort der Gemeinschaft für alle.
Der 81-jährige will eine Kirche, die wieder näher an die Lebenswelt der Menschen rückt. Dabei rüttelt er an den Grundfesten der katholischen Morallehre, auch was Homosexualität angeht. San Antón liegt mitten in Chueca, dem Homosexuellen-Viertel von Madrid. Oft bitten gleichgeschlechtliche Paare García um seinen Segen. Padre Ángel erfüllt ihnen den Wunsch, auch wenn er damit gegen die kirchliche Lehre verstößt.
Neben der Arbeit als Priester hat García die NGO "Botschafter des Friedens" ins Leben gerufen, die sich um sozial benachteiligte Menschen kümmert. Doch die NGO ist umstritten. Kritiker werfen García vor, mit seinen sozialen Projekten den spanischen Staat aus seiner Pflicht zu nehmen und gewinnorientiert zu arbeiten.

Hintergrundinfo:

"Re:" besucht den streitbaren Pater und seine Gemeinde in Madrid.


20:15 El Olivo – Der Olivenbaum (95 Min.) (HDTV, AD, UT)
(El olivo)
Spielfilm Deutschland / Spanien, 2015
Produktion: Morena Films, Deutscher Filmförderfonds, Eurimages, Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderungsanstalt (FFA), Instituto de la Cinematografía y de las Artes Audiovisuales, Movistar+, Natixis Coficiné, El Olivo La Película, Televisión Española (TVE), The Match Factory
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Alma – Anna Castillo
Rafa – Pep Ambròs
Alcachofa – Javier Gutiérrez
Ramón – Manuel Cucala
Luis – Miguel Angel Aladren
Vanessa – Carme Pla
Alma mit 8 Jahren – Ines Ruiz
Sole – Ana Mena
Wiki – María Romero
Adelle – Paula Usero

Regie: Icíar Bollaín
Produzent: Juan Gordon, Viola Fügen, Michael Weber
Drehbuch: Paul Laverty
Musik: Pascal Gaigne
Kamera: Sergi Gallardo
Schnitt: Nacho Ruiz Capillas

Die Erinnerung an ihre glückliche Kindheit inmitten eines Olivenhains und die Liebe zu ihrem Großvater bringen die junge Spanierin Alma dazu, ein waghalsiges Unternehmen zu starten: Sie will den größten Wunsch des inzwischen verstummten und in seiner Alterswelt oder vielleicht im Schmerz verlorenen Großvaters erfüllen. Mit ihrem Onkel Alcachofa und dem Kollegen Rafa, die sie anfangs nicht einweiht, will sie den nach Deutschland verkauften uralten Olivenbaum nach Hause zurückholen. Alma ist Anfang 20, rebellisch und impulsiv. Seit Jahren erlebt sie in ihrer spanischen Heimat, was der Immobilien- und Finanzcrash von 2007 im Leben ihrer Familie und in ihrem Umfeld angerichtet hat. So betreibt ihre Familie inzwischen eine große Hühnerfarm. Dagegen steht die Erinnerung an ihre glückliche Kindheit, an die Fröhlichkeit des Großvaters, den Zauber seines Olivenhains. Ihre ganze Liebe gilt ihrem Großvater, der nicht mehr spricht und zusehends im Nebel des Alters verloren geht, seit die Familie gegen seinen Willen den Hain samt einem uralten Olivenbaum, an dem sein ganzes Herz hing, verkauft hat. Alma beschließt zu handeln: Sie will den Olivenbaum nach Hause zurückholen, um so dem Großvater seinen größten Wunsch zu erfüllen. Doch der Baum steht längst als Symbol für Nachhaltigkeit eingetopft im Atrium eines Düsseldorfer Energiekonzerns. Hals über Kopf stürzt sich Alma in eine Reise, die Don Quijote alle Ehre machen würde. Umso mehr, als die beiden Sancho Panzas, ihr schräger Onkel Alcachofa und ihr heimlich in sie verliebter Kollege Rafa, keine Ahnung davon haben, wie schwierig die Unternehmung ist, auf die sie sich da eingelassen haben. Mit Zärtlichkeit, emotionaler Wahrhaftigkeit und tragikomischem Humor erzählt "El Olivo - Der Olivenbaum" die Geschichte einer jungen Frau, die auszieht, das Unmögliche zu versuchen: eine Reise, die niemanden unberührt lässt, am wenigsten sie selbst. "Eine spannend-unterhaltsame Sozialkomödie, die pointiert Katerstimmung und Minderwertigkeitskomplexe im krisengeplagten Spanien aufzeigt. Einfühlsam schildert sie den Bruch zwischen den Generationen, aber auch die Möglichkeit eines Neuanfangs durch Überwindung von Antipathien und Vorurteilen." (Filmdienst)


21:50 Dichter und Abenteurer – Blaise Cendrars (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Michel Meurice

Der Schweizer Schriftsteller und Dichter Blaise Cendrars mit Wohnsitz in Paris war ein Weltenbummler und stets auf der Suche nach Abenteuern. Sein Werk spiegelt die rauschhafte Auf- und Umbruchsstimmung wider, die von Europa ausgehend die Welt im letzten Jahrhundert in zwei Kriege stürzte. Und Cendrars war mittendrin, als Reisender zwischen Peking, Petersburg und New York, als Soldat der Fremdenlegion und als Künstler der Avantgarde in Paris. Diese Dokumentation erzählt das romaneske Leben des Autors und gibt Einblicke in sein umfassendes Werk. Der Schweizer Schriftsteller und Dichter Blaise Cendrars zog 1914 als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg und verlor seinen rechten Arm. Er war mit Apollinaire, Satie, Modigliani, Braque, Picasso und Léger befreundet und assistierte Abel Gance bei seinem Film "J'accuse" ("Ich klage an"). Daneben war er Tierfilmautor, Weltenbummler, Abenteurer, erfolgreicher Schriftsteller und ein großartiger Reporter. Er wurde vor allem durch seine Werke "Die Prosa von der Transsibirischen Eisenbahn und der Kleinen Jehanne von Frankreich", "Moloch. Das Leben des Moravagine" und "Die Signatur des Feuers" bekannt. Sein weltweit gefeierter Roman "Gold. Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Suter" wurde 1925 veröffentlicht und handelt vom Leben des einst reichsten Mannes der Welt, der durch den Goldrausch in Kalifornien ruiniert wurde. Mit einem Zusammenschnitt imaginärer Bilder und Metaphern, die an Dsiga Wertows "Der Mann mit der Kamera" erinnern, zeichnet Jean-Michel Meurice das Leben des Hasardeurs und Literaten Cendrars nach, so wie er es selbst in mehreren Radiointerviews dargestellt hatte. 1905 machte Cendrars sich nach Russland auf und arbeitete für einen Juwelenhändler; 1911 zog er weiter nach New York, wo er die künstlerische Avantgarde für sich entdeckte und mit seinem Werk "Ostern in New York" den Grundstein der modernen Poesie legte. Die Dokumentation begleitet ihn in die Kreise der Pariser Bohème der ausklingenden Belle Epoque, mit Modigliani, Apollinaire und Delaunay, in die Schützengräben des Ersten Weltkriegs, zu den Dreharbeiten von "J'accuse" und "La Roue" mit Abel Gance, während des Goldrauschs und bei der Jagd in Brasilien bis hin nach Hollywood zur Verfilmung seines Romans "Gold". Ob all diese Begebenheiten wahr sind, spielt keine Rolle: Eine Geschichte muss wie das Leben sein, um zu begeistern.


22:45 Liebe auf den ersten Schlag (90 Min.) (HDTV)
(Les combattants)
Spielfilm Frankreich, 2014
Produktion: Nord-Ouest Productions, Haut et Court, Appaloosa Distribution
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Madeleine Beaulieu – Adèle Haenel
Arnaud Labrède – Kévin Azaïs
Hélène Labrède – Brigitte Roüan
Manu Labrède – Antoine Laurent
Xavier – William Lebghil
Victor – Thibaut Berducat
Lieutenant Schlieffer – Nicolas Wanczycki

Regie: Thomas Cailley
Produzent: Pierre Guyard
Drehbuch: Thomas Cailley, Claude Le Pape
Musik: Philippe Deshaies, Lionel Flairs, Benoît Rault
Kamera: David Cailley
Schnitt: Lilian Corbeille

In einem Ort an der Südwestküste Frankreichs verbringt Arnaud den Sommer mit seinen Freunden und arbeitet mit dem älteren Bruder in der Schreinerei der Familie. Eigentlich hat er keine großen Ansprüche und Pläne für sein Leben und stellt sich nicht zu viele Fragen. Bis er auf Madeleine trifft. Sie ist ein starkes Mädchen und trainiert wie verrückt mit dem Ziel, in die härteste Division der französischen Armee einzutreten. Sie ist davon überzeugt, dass der Weltuntergang bevorsteht, und will für das Überleben vorbereitet sein: Sie trinkt rohe Herings-Smoothies, taucht in ihrem Schwimmbad mit Gewichten, nimmt leidenschaftlich an Kampftrainings teil.
Zum ersten Mal begegnen sich Arnaud und Madeleine bei einer Infotournee der Armee, als sie es schafft, bei einem Probekampf Arnaud zu schlagen. Später bekommt er den Auftrag, auf dem Grundstück von Madeleines Eltern ein Gartenhäuschen zu bauen. Dort lernen sie sich besser kennen. Als sie von ihren Plänen erzählt, an einem Survival-Programm der Armee teilzunehmen, entscheidet sich Arnaud, mitzukommen, auch wenn das bedeutet, seinen Bruder und die Schreinerei für den Sommer im Stich zu lassen.
Die beiden fahren zusammen los, das Trainingscamp spielt sich aber nicht so ab, wie Madeleine dachte: Es werden keine wahrhaften Überlebenstechniken vermittelt. Arnaud und Madeleine trennen sich von der Gruppe und fangen an, ihr eigenes Training zu gestalten. In der Unvorhersehbarkeit der Natur, ihren Wäldern und riesigen Seen lernt Madeleine die wichtigste Lektion: Sich die Zeit vertreiben, nichts Besonderes machen oder denken – das heißt überleben.

Hintergrundinfo:
"Liebe auf den ersten Schlag" wurde mit drei Césars ausgezeichnet. Die französische Romantikkomödie von Regisseur Thomas Cailley gewann in den Kategorien Beste Hauptdarstellerin, Bester Nachwuchsdarsteller und Bestes Filmdebüt. Eingerahmt von der flachen, stillen Landschaft des Département Landes – der waldreichsten Region Frankreichs - und von Elektromusik spielen die Hauptdarsteller Adèle Haenel ("Die unerschütterliche Liebe der Suzanne", 2013) und Kévin Azaïs ("Heute trage ich Rock!", 2008) das ungleiche Paar mit einer mitreißenden Intensität. Der Film wurde in Frankreich zum Kinosommerhit des Jahres 2014.


00:15 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 26.09.


00:40 Die Erbschaft (55 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Folge 1 von 10
Fernsehserie Dänemark, 2014
Produktion: DR
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe Larsen – Marie Bach Hansen
Veronika Grønnegaard – Kirsten Olesen
Thomas – Jesper Christensen
Andreas – Kenneth M. Christensen
Solveig – Lene Maria Christensen
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann
Robert – Trond Espen Seim

Regie: Pernilla August
Produzent: Christian Rank
Drehbuch: Maya Ilsøe
Musik: Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Erik Molberg Hansen
Kostüm: Stine Gudmundsen-Holmgreen, Stine Terp, Tanja Spang
Bühnenbild: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Åsa Mossberg, Kasper Leick

Als Signe Larsen mitten in der Nacht von der international bekannten Bildhauerin Veronika Grønnegaard gebeten wird, zu ihr zu kommen, hat die junge Floristin keine Erklärung dafür. Doch als sie dann auch noch von Veronika erfährt, dass sie ihre Tochter sein soll, fällt Signe aus allen Wolken. Veronika überreicht Signe einen Brief und bricht kurz darauf vor ihren Augen zusammen. Veronikas älteste Tochter Gro begleitet ihre Mutter ins Krankenhaus, doch die Ärzte können Veronika nicht mehr helfen.
Gro informiert ihren Bruder Frederik über den Tod der Mutter. Dieser gibt die Nachricht an seinen jüngeren Bruder Emil weiter, der sich in Thailand aufhält. Am selben Abend stellt Signe ihre Eltern zur Rede, die ihr bislang nichts von ihrer wahren Herkunft erzählt haben. Verletzt darüber, die Wahrheit über ihre leibliche Mutter erst so spät zu erfahren, verlässt Signe abrupt das Elternhaus und fährt mit ihrem Freund Andreas nach Hause.
Am nächsten Morgen erfährt Signe aus den Nachrichten, dass Veronika in der Nacht gestorben ist. Während sich Sohn Frederik bereits auf das Erbe freut, ahnt er nicht, welche Folgen Veronikas Brief an Signe hat. Denn das Gut der Familie hinterlässt Veronika zur Überraschung aller ausgerechnet ihrer jüngsten Tochter Signe. Schon bald kommt es zum erbitterten Streit um das Erbe, bei dem viele gut gehütete Familiengeheimnisse ans Licht kommen …

Hintergrundinfo:
Die Schwedin Pernilla August wurde 1999 international bekannt durch ihre Rolle der Shmi Skywalker in "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung". 2005 gab August ihr Debüt als Regisseurin und inszenierte den Kurzfilm "Time-Bomb". 2010 folgte mit dem Drama "Bessere Zeiten" ihr preisgekröntes Spielfilmdebüt, das ihr den schwedischen Filmpreis Guldbagge als beste Regisseurin einbrachte. Trine Dyrholm, die die älteste Tochter Gro gibt, gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin 2016 den Silbernen Bären für ihre darstellerische Leistung in "Die Kommune" (Regie: Thomas Vinterberg).


01:35 Die Erbschaft (55 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Folge 2 von 10
Fernsehserie Dänemark, 2014
Produktion: DR
Online verfügbar von 26/09 bis 03/10

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe Larsen – Marie Bach Hansen
Veronika Grønnegaard – Kirsten Olesen
Thomas – Jesper Christensen
Andreas – Kenneth M. Christensen
Solveig – Lene Maria Christensen
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann
Robert – Trond Espen Seim

Regie: Pernilla August
Produzent: Christian Rank
Drehbuch: Maya Ilsøe
Musik: Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Erik Molberg Hansen
Kostüm: Stine Gudmundsen-Holmgreen, Stine Terp, Tanja Spang
Bühnenbild: Mia Stensgaard: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Åsa Mossberg,
Kasper Leick

Während der Vorbereitungen für die Trauerfeier von Veronika Grønnegaard schmieden Gro, Frederik und Emil ihre ganz eigenen Pläne, was sie mit dem Erbe ihrer Mutter anfangen könnten. Unterdessen beschließt Signe, ihren Erbteil nicht anzunehmen. In dem Glauben, dem letzten Willen Veronikas zu folgen, begeht Gro eine Straftat – nicht zuletzt, um die Hinterlassenschaft ihrer Mutter für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.
Emil, der bislang dank der finanziellen Unterstützung durch Veronika ein sorgloses Leben in Thailand führen konnte, macht sich auf den Weg zurück nach Dänemark zur Beerdigung seiner Mutter. Bis jetzt weiß nur Gro von Veronikas Vorhaben, das Familienanwesen in ein Museum zu verwandeln und das gesamte Erbe einer Kunststiftung zu überlassen. Ihr Liebhaber Robert, Veronikas Agent, rät Gro, den letzten Willen ihrer Mutter bei der Trauerfeier zu verkünden.
Doch dann findet Gro auf einmal die Stiftungspapiere – ohne Veronikas Unterschrift. In der Überzeugung, das Richtige zu tun, greift Gro zum Stift. Als Frederik von den Museumsplänen hört, fühlt er sich hintergangen und verlässt abrupt die Trauerfeier …


02:30 Augenschmaus (30 Min.) (HDTV)
Stillleben mit Tomaten und Kirschen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Online verfügbar von 26/09 bis 25/11

Regie: Franck Gombert


03:00 Mission Fortpflanzung: Schlüssel zum Erfolg (45 Min.) (HDTV)
Von Kreisläufen und Lebensspannen
Dokumentation Südkorea, 2017
Wiederholung vom 13.09.

Regie: Park Seo-ung, Heo Chan-seok


03:45 28 Minuten (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 25/11
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:30 50 Shades of Greek (30 Min.) (HDTV)
Liebling, ich habe die Kinder verschluckt
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 26/09 bis 21/09
Erstausstrahlung

Regie: Mathieu Signolet

Rhea trauert um ihre sechs Kinder, die Kronos einfach aufisst. Zu gerne würde sie mit einem Babygott im Parthenon spazieren gehen. Da hat sie eine Idee, wie sie ihre Kinder wieder zurückbekommen kann …

Hintergrundinfo:
Die Mythologie lebt! Und wie! Die Zeichentrickserie "50 Shades of Greek" transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit. Die Serie basiert auf den Comics des französischen Cartoonisten Jul, der für "Silex and the City" bekannt ist.


04:33 Sendeschluss

*

Donnerstag, 27. September 2018


05:00 Piotr Anderszewski und das Klavier (50 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2018
Wiederholung vom 23.09.

Regie: Andreas Morell
Interpret: Piotr Anderszewski
Dirigent: Thomas Hengelbrock


05:50 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Armes Kalb – Das Kalb – Ein Abfallprodukt der Milchindustrie?
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 26.09.

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard


06:15 Sicherheit auf See (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 08.09.

Regie: Andrea Hauner


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Fort McMurray, Kanada im Ölfieber
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013
Wiederholung vom 17.09.

Regie: Andreas Gräfenstein


08:00 Mission Fortpflanzung: Schlüssel zum Erfolg (45 Min.) (HDTV)
Von Kreisläufen und Lebensspannen
Dokumentation Südkorea, 2017
Wiederholung vom 13.09.

Regie: Park Seo-ung, Heo Chan-seok


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 26.09.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Mythos Gotthard – Pass der Pioniere (95 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2018
Wiederholung vom 08.09.

Regie: Verena Schönauer


11:05 Der Papageitaucher, Nomade des nördlichen Atlantiks (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Kanada, 2015
Wiederholung vom 31.08.

Regie: Scott Dobson


11:50 Stippvisite Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Gastfreundschaft auf Tadschikisch
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 12.09.

Regie: Julia Finkernagel


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 26.09.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/09 bis 28/09


13:00 Stadt Land Kunst (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das absolute Muss: Taylor-und-Burton-Hochzeit in Montréal
Das Ritz-Carlton im schicksten Viertel von Montréal verbirgt hinter einer nüchternen Fassade äußerstes Raffinement. Seit 1912 steigen in diesem Luxushotel die Reichen und Schönen dieser Welt ab, um sich an seinem palmengesäumten Innenhof und seinen schattigen Gärtchen zu erfreuen oder auch an subversiven Hochzeiten teilzunehmen …

(1): Jules Verne: Reise zum Mittelpunkt der Somme-Bucht
(2): Iran: Der leuchtende Glaube der Zoroastrier
(3): Das absolute Muss: Taylor-und-Burton-Hochzeit in Montréal


13:40 Eine einfache Geschichte (130 Min.) (HDTV)
(Une histoire simple)
Spielfilm Deutschland / Frankreich, 1978
Wiederholung vom 17.09.
Produktion: Renn Productions, Rialto Film, France 3 Cinéma, Sara Films

Rollen und Darsteller:
Marie – Romy Schneider
Serge – Claude Brasseur
Georges – Bruno Cremer
Gabrielle – Arlette Bonnard
Esther – Sophie Daumier
Anna – Eva Darlan
Francine – Francine Bergé
Mutter – Madeleine Robinson
Jérôme – Roger Pigaut
Maurice – Nicolas Sempé
Charles – Jacques Sereys
Denisold – Xavier Gélin
Herr Chenal – Jean Deschamps
Doktorin – Nadine Alari
Patrick – Pierre Semmler

Regie: Claude Sautet
Produzent: Horst Wendlandt
Drehbuch: Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie
Musik: Philippe Sarde
Kamera: Jean Boffety
Schnitt: Jacqueline Thiédot


15:50 Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn? (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/09 bis 27/10

Regie: Herbert Ostwald, Sebastian Koerner

Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer.
So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich ungewöhnlich nah Autos und Spaziergängern näherten, wurden sie zu "Problemwölfen" erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland.Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren.Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt "Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?" eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Zukunft des Fliegens – Wie funktioniert moderner Flugzeugbau?
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 27/09 bis 26/12

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Moderne Flugzeuge sind fliegende Hightech-Maschinen. Ihre Hersteller müssen sie ständig noch kostengünstiger und komfortabler machen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dafür kommen immer neue Spitzentechnologien im Herstellungsprozess zum Einsatz:
Superleichte Materialien wie CFK, 3D-Druck zur Fertigung von Einzelteilen und virtuelles Kabinendesign revolutionieren gerade den Flugzeugbau. All das und mehr sehen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard bei ihrem Besuch des Airbus-Werks in Toulouse. Von der Tragflächenmontage über die Cockpitelektronik bis zur Gepäckablage erleben sie, wie eine ultramoderne Passagiermaschine vom Typ A330 entsteht. Und für Zuschauer, die sich schon immer mal in eigener Regie in so einem Flugzeugwerk umschauen wollten, gibt es online ein ganz besonderes Zusatzangebot:
Auf der 360°-ARTE-App können sie in einer 360°-Reportage aus verschiedensten Blickwinkeln sehen, wie ein Airbus A380 entsteht. Der Zuschauer entscheidet selbst, was er sich genauer ansehen möchte, wenn vor seinen Augen das größte Passagierflugzeug der Welt entsteht.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Fair handeln (30 Min.) (HDTV)
Tee aus Sri Lanka
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 27/09 bis 26/12

Regie: Sibylle Smolka

Die Tropeninsel Sri Lanka ist nicht nur berühmt für ihre Traumstrände, sondern auch für ihren Tee. Von den britischen Kolonialherren vor rund 150 Jahren angelegt, sind die zahlreichen Teeplantagen neben dem Tourismus die Haupteinnahmequelle des Landes. Im Landesinneren, wo es kaum Arbeit gibt, ist ein Job auf der Plantage oder in der Teefabrik eine der wenigen Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Aber noch immer leben viele Pflückerinnen in extremer Armut und werden von ihren Arbeitgebern ausgebeutet. Der faire Handel geht einen anderen Weg. Sumithra ist selbstständige Teebäuerin und erntet den Tee von ihren eigenen Teebüschen. Mit Unterstützung ihrer Kooperative hat sie ein karges Stück Land in einen üppigen Teegarten verwandelt. Während der meiste Tee auf Sri Lanka noch konventionell mit Pestiziden und Kunstdünger angebaut wird, verwendet Sumithra für ihren Bio-Tee keine Chemikalien. Hannes Jaenicke besucht Sumithra bei der Arbeit im Teegarten und lernt auch ihre Familie kennen. Wie profitiert sie vom fairen Handel und was unterscheidet ihr Leben von dem der anderen Teepflückerinnen? Er erfährt, wie die frischen Teeblätter in der Fabrik zu Bio-Grüntee verarbeitet werden und besucht im zentralen Hochland ein Dorf, in dem sich einst verarmte Teepflücker-Familien mit Hilfe des fairen Handels eine neue Existenz aufgebaut haben. Zur Erfolgsgeschichte der Kooperative gehört auch der Export von Gewürzen. Ein Gewürzbauer zeigt Hannes Jaenicke, in welch üppigem Dschungelgarten auf Sri Lanka Bio-Gewürze wachsen und wie Zimt, Muskatnuss, Pfeffer und Ingwer geerntet werden.

Hintergrundinfo:
Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.


17:40 Stadt der Läufer (55 Min.) (HDTV)
Bekoji, Äthiopien
Dokumentation Großbritannien, 2012
Wiederholung vom 05.09.

Regie: Jerry Rothwell


18:35 Patina-Paradiese (45 Min.) (HDTV, UT)
Im Reich der Rostlauben
Folge 4 von 4
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/09 bis 27/10

Regie: Thierry Berrod

Auf Autofriedhöfen vollziehen sich oft faszinierende Verwandlungen: Edle Karosserien verrosten und verschmelzen langsam mit der Natur; viele von ihnen bieten wilden Tieren und Pflanzen ein neues Zuhause. Eine Zeitlang versenkte man entkernte und entgiftete Autowracks sogar bewusst im Meer, um die unterseeischen Landschaften zu bereichern und die Herausbildung neuer Ökosysteme zu fördern.
In den letzten Jahren hat sich der Wind gedreht; immer mehr Autofriedhöfe werden geräumt. Das ist bedauerlich, denn Autowracks können faszinierende Zeitzeugen sein, die faszinierende Einblicke in die Bauart und Ästhetik der Automobilproduktion im 20. Jahrhundert geben. Angesichts der jüngsten Krisen und Skandale in der Automobilindustrie in Europa und den USA stellt sich zudem die Frage: Wandern künftig vielleicht auch Tausende Neuwagen direkt auf die Schrotthalden? Ist das Automobil ein Auslaufmodell? Autofreaks, Kulturliebhaber, Sammler, Künstler, Fotografen und Wrackjäger setzen sich für Erhaltung der Orte ein, an denen sie ihren Kultobjekten auf ihre Weise gedenken können.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/09 bis 28/09


19:40 Re: (35 Min.)
Evgenia gibt nicht auf – Leere Netze in der Ägäis
Reportage Deutschland, 2018

Zehn bis 20 Kilo Fisch am Tag haben Evgenia Floris und ihr Mann Georgios früher in der Ostägäis rund um Chios gefangen. Ein gutes Einkommen. Heute sind es höchstens fünf Kilo. Die Fische werden immer kleiner, manche Arten finden sie überhaupt nicht mehr in ihren Netzen.
Für das Fischerpaar aus Mestá reicht es nicht mehr zum Leben, manchmal nicht einmal für das Benzin für ihr Boot.
93 Prozent der Fischbestände im Mittelmeer sind überfischt, so eine EU-Studie. Vor allem die großen Trawler sind daran beteiligt. Aber es wird auch von "Kleinen" illegal gefischt: mit Dynamit beispielsweise. Oder ohne Lizenz. Staatliche Kontrollen gibt es in Griechenland so gut wie nicht.
Wie soll es weitergehen, fragen sich Evgenia und Georgios. Wovon sollen sie leben? Sie sind jetzt 69 und 78 Jahre alt und werden fischen, solange sie können. Denn es ist immer noch ihr Traumberuf. Aber ihnen ist klar: Eine Tradition geht zu Ende. Ihre Kinder werden nicht mehr als Fischer arbeiten.


20:15 Mythos Wal (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2017
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10
Erstausstrahlung

Regie: Leighton De Barros, Peter Moers

Jahrhundertelang war Walfang ein lukrativer Wirtschaftszweig. Noch Mitte der 60er Jahre wurden 30.000 Tiere jährlich getötet. Heute riskieren Walretter für jedes einzelne Tier ihr Leben. Wann hat sich die Beziehung vom Menschen zum Wal verändert? Ein Pionier der Walrettung ist der Australier Doug Coughran: Als er zum ersten Mal einen Wal aus einem Fischereinetz befreite, waren die Meeressäuger fast ausgestorben. Dougs Erfahrung als Walretter ist mittlerweile weltweit gefragt, der Schutz der Wale zu einem internationalen Anliegen geworden.
1970 veröffentlichte ein US-Biologe eine Schallplatte mit den Gesängen von Buckelwalen. Sie war die Initialzündung für eine umfassende Naturschutzbewegung. Roger Payne wollte etwas zur Rettung der Wale beitragen und ließ die melodischen Tonfolgen der Buckelwalmännchen auf Vinyl pressen. Paynes Botschaft: Liebt die Wale! Schützt sie vor der Ausrottung!
Das Buch "Moby Dick" des Amerikaners Herman Melville ist für viele Menschen das Erste, was ihnen zu Walen einfällt. Der Hollywood-Film über den zornigen Kapitän Ahab und seine selbstmörderische Jagd nach dem weißen Pottwal hat "Moby Dick" weltweit berühmt gemacht. Doch für den New Yorker Melville-Biografen John L. Bryant steckt mehr hinter der facettenreichen Sammlung von Mythen und Wal-Anekdoten: die Angst der Menschen vor dem von Gott gesandten Seeungeheuer.

Hintergrundinfo:
Getragen von eindrucksvollen Superzeitlupe-Aufnahmen, geht der Film der Faszination rund um die Riesen der Ozeane nach. Empfindet der Mensch eine tiefe Verbundenheit oder ein Schuldgefühl gegenüber den Walen?


21:45 Quakquak und die Nichtmenschen (55 Min.)
Fernsehserie Frankreich, 2018
Nach dem Erfolg der französischen Miniserie "Kindkind" von Bruno Dumont folgt nun die
zweite Staffel. Die mysteriöse Entdeckung eines außerirdischen Magmas zieht Kindkind, der
sich inzwischen Quakquak nennt, sowie die Inspektoren Roger Van der Weyden und Rudy
Carpentier in den Strudel eines neuen verrückten und sehr existenziellen Krimiabenteuers …


Quakquak und die Nichtmenschen
21:45 Quakquak und die Nichtmenschen (55 Min.) (HDTV)
Coincoin et les Z'inhumains
Schmiere, überall Schmiere!
Folge 3 von 4
Fernsehserie Frankreich, 2018
Produktion: Taos Films
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Quakquak – Alane Delhaye
Van der Weyden – Bernard Pruvost
Carpentier – Philippe Jore
Eve Terrier – Lucy Caron
Kevin "der Dicke" – Julien Bodart
Jenny – Alexia Depret
Corinne – Priscilla Benoist
Maurice Leleu – Christophe Verheeck
Onkel Dany – Jason Cirot
D'nis – Nicolas Leclaire
Quakquaks Vater – Philippe Peuvion

Regie: Bruno Dumont
Drehbuch: Bruno Dumont

Gleich drei neue Zwillingspaare in der kleinen nordfranzösischen Küstenstadt Marquise? In der dritten Episode der Fortsetzung von Bruno Dumonts Miniserie kommen selbst Commandant Van der Weyden und Lieutenant Carpentier nicht mehr umhin, die Theorie des Klonens in Betracht zu ziehen. Aber warum werden die Bewohner des Ortes geklont und vor allem von wem? Das skurrile Polizisten-Duo steht vor einem Rätsel und gerät immer mehr unter Druck, Ermittlungsergebnisse zu liefern. Denn auch die schwarzen, schmiereartigen Pfützen fallen weiterhin überall im Ort vom Himmel und machen noch nicht einmal vor dem monumentalen Obelisken "Dover Patrol" auf dem Cap Blanc-Nez halt. Die dort versammelten Bewohner sind sich einig – eine Apokalypse steht kurz bevor! Der Staatsanwalt fordert Antworten, Antworten und Antworten.
Der 17-jährige Quakquak hat währenddessen ganz andere Sorgen. Denn gerade als seine Chancen bei der hübschen Jenny steigen, der Tochter des Vertreters der patriotischen "Bloc"-Partei aus Calais, küsst ihn unerwartet seine Jugendliebe Eve. Aber eigentlich liebt Eve Corinne, oder war das etwa gar nicht wirklich Eve, sondern ihr Klon?
Auch Carpentier kann sich plötzlich nicht mehr sicher sein, ob neben ihm wirklich Van der Weyden sitzt oder ob der echte Commandant ihn gerade anruft. Als Commandant Van der Weyden sich leibhaftig in Form seines Klons gegenübersteht, verschwimmt die Grenze zwischen Mensch und Nichtmensch weiter. Doch endlich haben die Polizisten eine Spur und nehmen die Verfolgung auf …

Hintergrundinfo:
"Willkommen bei den Sch'tis" trifft auf Jacques Tati – nur ausgeflippter. In der Fortsetzung seiner unkonventionellen Miniserie entführt uns Bruno Dumont wieder in die skurrile abgelegene Kleinstadt Marquise im Norden Frankreichs. Dort konfrontiert der Regisseur seine Protagonisten – den inzwischen 17-jährigen Kindkind, der nun Quakquak genannt wird, und Commandant Van der Weyden – diesmal mit einer Klon-Invasion und einer drohenden Apokalypse. Dabei nimmt Dumont aktuelle Themen wie Flüchtlingspolitik, Lokalpatriotismus und Menschlichkeit beziehungsweise Nichtmenschlichkeit aufs Korn.
In der zweiten Staffel der Miniserie nimmt Dumont den Zuschauer aufs Neue mit in seine flämische Heimat im Norden Frankreichs. Er wagt den erzählerisch-humoristischen Spagat zwischen aktuellen Themen wie Fremdenfeindlichkeit und populistischer Lokalpolitik sowie einem skurril-überspitzten Weltuntergangsszenario. Bruno Dumont, ursprünglich Philosophielehrer, erhielt 1997 in Cannes die Camera d'Or für "Das Leben Jesu". Zwei Jahre später wurde sein Film "Humanität" (1999) ebenfalls in Cannes mit dem Grand Prix du Jury ausgezeichnet. 2006 erhielt Dumont für "Flandern" (2006) dieselbe Auszeichnung. Zuletzt drehte er 2016 den Kinofilm "Feine Gesellschaft" mit Juliette Binoche.


Quakquak und die Nichtmenschen
22:40 Quakquak und die Nichtmenschen (55 Min.) (HDTV)
Coincoin et les z'inhumains
Die Apokalypse
Folge 4 von 4
Fernsehserie Frankreich, 2018
Produktion: Taos Films
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Quakquak – Alane Delhaye
Van der Weyden – Bernard Pruvost
Carpentier – Philippe Jore
Eve Terrier – Lucy Caron
Kevin "der Dicke" Julien Bodart
Jenny – Alexia Depret
Corinne – Priscilla Benoist
Maurice Leleu – Christophe Verheeck
Onkel Dany – Jason Cirot
D'nis – Nicolas Leclaire
Quakquaks Vater – Philippe Peuvion

Regie: Bruno Dumont
Drehbuch: Bruno Dumont

Zwei identische Commandants Van der Weyden? In der letzten Episode der Fortsetzung von Bruno Dumonts Miniserie sieht Lieutenant Carpentier plötzlich doppelt. Denn wie viele andere Bewohner der kleinen nordfranzösischen Küstenstadt Marquise ist nun auch sein Vorgesetzter Van der Weyden mit Hilfe der grauen Schmiere, die überall im Ort vom Himmel fällt, geklont worden. Für das skurrile Polizisten-Duo steht nun endgültig fest, dass die sich selbst replizierenden Klone die Kontrolle über die Küstenstadt übernehmen werden und die Apokalypse kurz bevorsteht. Doch was tun? Während der Commandant, konfrontiert mit seinem Klon, der Frage nach dem eigenen Sein und Dasein nachgeht, gilt Quakquaks Sorge seiner neuen Freundin Jenny. Die Tochter des Vertreters der patriotischen "Bloc"-Partei aus Calais steckt umgeben von Nichtmenschen auf einem von grauer Schmiere verseuchten Campingplatz fest. Zusammen mit seinem Kumpel Kevin gelingt Quakquak Jennys Rettung.
Zu den wenigen im Ort verbliebenen Menschen zählend, verbünden sich die Jugendlichen mit den Ermittlern. Gemeinsam verfolgen sie eine Gruppe von Nichtmenschen. Unter ihnen sind auch die Klone von Van der Weyden und Quakquaks Onkel Dany. Aber was haben die Klone auf dem Friedhof vor? Als plötzlich sogar die Toten aus ihren Gräbern steigen, ist die Grenze zwischen Mensch und Nichtmensch nicht mehr auszumachen.
Am Ende finden sich alle – Menschen, Nichtmenschen, Untote, Schwarze und Weiße – zu einem überraschenden Karnevals-Showdown zusammen. Unabhängig von Herkunft, Aussehen und Gesinnung zählt nur noch die Gemeinschaft …

Hintergrundinfo:
"Willkommen bei den Sch'tis" trifft auf Jacques Tati – nur ausgeflippter. In der Fortsetzung seiner unkonventionellen Miniserie entführt uns Bruno Dumont wieder in die skurrile abgelegene Kleinstadt Marquise im Norden Frankreichs. Dort konfrontiert der Regisseur seine Protagonisten – den inzwischen 17-jährigen Kindkind, der nun Quakquak genannt wird, und Commandant Van der Weyden – diesmal mit einer Klon-Invasion und einer drohenden Apokalypse. Dabei nimmt Dumont aktuelle Themen wie Flüchtlingspolitik, Lokalpatriotismus und Menschlichkeit beziehungsweise Nichtmenschlichkeit aufs Korn.


23:35 Traumland (95 Min.) (HDTV)
Fernsehfilm Schweiz, 2013
SSR
Produktion: Zodiac Pictures, Wüste Film Ost, SRF, SRG SSR, ARTE
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10

Rollen und Darsteller:
Mia – Luna Zimic Mijovic
Maria – Marisa Paredes
Rolf – André Jung
Lena – Ursina Lardi
Judith – Bettina Stucky
Martin – Devid Striesow
Jonas – Stefan Kurt
Dávid – Kire Gjorevski

Regie: Petra Volpe
Produzent: Lukas Hobi, Reto Schaerli
Drehbuch: Petra Volpe
Musik: Sascha Ring, Nackt
Kamera: Judith Kaufmann
Kostüm: Linda Harper
Szenenbild: Su Erdt: Su Erdt
Redaktion: Tamara Mattle, Urs Fitze, Sven Wälti, Eric Morfaux
Schnitt: Hansjörg Weissbrich

Eine Hochhaussiedlung in der Vorstadt von Zürich: Bunte Lichterketten und Plastikweihnachtsmänner blinken in allen Fenstern – man bereitet sich auf das Weihnachtsfest vor. Da fällt aus dem Nichts ein brennender Weihnachtsbaum aus einem der höchsten Gebäude an zehn Stockwerken vorbei und zerstört die mühsam heraufbeschworene Feststimmung. Ähnlich geht es auch verschiedenen Bewohnern der Stadt, die am Heiligabend auf Mia, eine junge Bulgarin, treffen. Die 18-Jährige ist mit ihrem Freund Dávid in die Schweiz gekommen und verdient ihr Geld im Rotlichtmilieu. Am nächsten Tag will sie endlich ihre kleine Tochter in Bulgarien besuchen, sie muss nur noch an Heiligabend dafür arbeiten – doch dann kommt alles anders.
Auch der geschiedene Rolf, die schwangere Lena, die Spanierin Maria und die Sozialarbeiterin Judith bereiten sich auf das Fest der Liebe vor. Dabei zerbrechen jedoch einige Illusionen: Die hart arbeitende Judith wird gezwungen, ihrem Freund ihre Affäre zu gestehen, und auch Lena muss feststellen, dass in ihrer Ehe nicht alles gut läuft. Ihr Sohn findet im Familienauto Gleitgel, und so findet Lena heraus, dass ihr Mann zu Prostituierten geht. Während der alleinstehende Rolf um eine Beziehung zu seiner Tochter kämpft, traut sich endlich die strenggläubige Maria, seit Jahren Witwe, ihren Bekannten zu einem romantischen Abendessen einzuladen. Doch dann treffen all die gut situierten Schweizer auf Mia, und der Ausgang des Fests scheint für niemanden mehr sicher zu sein … "Traumland" erzählt von engen und losen, familiären und sexuellen Beziehungen und der Suche nach emotionaler Geborgenheit. Die Kunst von Drehbuchautorin und Regisseurin Petra Volpe ist es, das Schicksal ganz unterschiedlicher Menschen fein nachzuzeichnen und nebenbei universelle Probleme in der Gesellschaft aufzugreifen.

Hintergrundinfo:
Für "Traumland", ihren ersten Kinospielfilm, verbrachte Petra Volpe mehrere Jahre mit Recherche und Arbeit am Drehbuch. Als Studentin wohnte sie selbst im Züricher Rotlichtviertel und arbeitete eine Zeit lang aus Neugierde als Telefonsex-Operatrice. "Traumland" konnte sie mit einer Starbesetzung verfilmen: Europäische Schauspielgrößen wie Marisa Paredes ("Das Leben ist schön" von Roberto Benigni), André Jung ("Giulias Verschwinden") oder Devid Striesow, der unter anderem in "Zeit der Kannibalen" (2014) und "Die vierte Gewalt" (2016) zu sehen war, verkörpern die Schweizer. Luna Zimic Mijovic, die ihre Schauspielkarriere im Alter von 13 Jahren mit dem preisgekrönten Film "Esmas Geheimnis – Grbavica" begann (Goldener Bär der Berlinale 2006), spielt die junge Prostituierte Mia. Beim Zurich Film Festival 2014 lief "Traumland" im internationalen Spielfilmwettbewerb.


01:10 Die Erbschaft (60 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Folge 3 von 10
Fernsehserie Dänemark, 2014
Produktion: DR
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe Larsen – Marie Bach Hansen
Veronika Grønnegaard – Kirsten Olesen
Thomas – Jesper Christensen
Andreas – Kenneth M. Christensen
Solveig – Lene Maria Christensen
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann
Robert – Trond Espen Seim
Lone – Kirsten Lehfeldt

Regie: Pernilla August
Produzent: Christian Rank
Drehbuch: Maya Ilsøe, Per Daumiller
Musik: Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Erik Molberg Hansen
Kostüm: Stine Gudmundsen-Holmgreen, Stine Terp, Tanja Spang
Bühnenbild: Mia Stensgaard: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Åsa Mossberg, Kasper Leick

Um mehr über ihre frühe Kindheit zu erfahren, nimmt Signe Kontakt zu ihren Geschwistern auf. Sie wird herzlich aufgenommen, doch in Wahrheit versucht Gro, Signe von Veronikas lebenslanger Vision eines eigenen Museums zu überzeugen, damit Signe sich entscheidet, das Haus an die Stiftung abzutreten. Weder Frederik noch Emil wissen derweil von der Existenz eines Nottestaments, und Gro setzt alles daran, dass dies auch so bleibt … Gros Hoffnung darauf, dass das Museumsprojekt doch noch Wirklichkeit wird, zerschlägt sich, als Lone ihr eröffnet, dass die Stiftung in dem Nottestament, das sich in Signes Besitz befindet, Erwähnung gefunden hat und damit hinfällig ist. Dies ist umso schlimmer, da es Gro inzwischen gelungen ist, Investoren für das Projekt zu verpflichten. Sie sucht Kontakt zu Signe, die ihr wiederholt versichert, dass sie kein Interesse daran hat, Gebrauch von Veronikas Brief zu machen. Viel lieber möchte sie an dem Museums-Projekt beteiligt werden.
Signe nimmt eine Einladung von Gro zum Abendessen an, zu dem sich auch Emil und Thomas gesellen. Gemeinsam sehen sie sich alte Fotos und Filme an, und Signe wird klar, dass sie bis zu ihrem dritten Lebensjahr Teil dieser Familie war. Sie erfährt, dass ihr Vater John sich erneut auf ein Verhältnis mit Veronika eingelassen und Lise ihn vor die Wahl gestellt hatte. Johns Entscheidung für Lise bedeutete den Bruch mit Signes Herkunftsfamilie. Die Besuche auf Grønnegaard hatten ein Ende, und die Geschwister sahen sich nicht mehr. Signe bricht mit Lise und John. Eine Übertragungsvereinbarung für das Haus, die Gro vorbereitet, nimmt Signe mit nach Hause. Sie hatte ihrem Freund Andreas versprochen, nichts ungeprüft zu unterschreiben. Frederik und Emil wissen weder von Veronikas Letztem Willen noch von Signes Plan, das Haus der Stiftung zu übertragen. Die Brüder wähnen sich enterbt …


02:10 Die Erbschaft (55 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Folge 4 von 10
Fernsehserie Dänemark, 2014
Produktion: DR
Online verfügbar von 27/09 bis 04/10

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe Larsen – Marie Bach Hansen
Veronika Grønnegaard – Kirsten Olesen
Thomas – Jesper Christensen
Andreas – Kenneth M. Christensen
Solveig – Lene Maria Christensen
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann
Robert – Trond Espen Seim
Lone – Kirsten Lehfeldt

Regie: Jesper Christensen
Produzent: Christian Rank
Drehbuch: Maya Ilsøe, Per Daumiller, Lolita Bellstar, Anders August
Musik: Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Jørgen Johansson
Kostüm: Stine Gudmundsen-Holmgreen, Stine Terp, Tanja Spang
Bühnenbild: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Morten Giese, Carsten Søsted

In ihrer Euphorie hat Gro bereits erste Schritte zur Gründung des Museums unternommen. Thomas, Veronikas erster Ehemann und Vater von Gro, ist nicht darüber erbaut, dass er samt seiner Behausung vom Grundstück des Familienanwesens weichen soll. Der Clubanwalt prüft das Nottestament und die Übertragungsvereinbarung, und als er bestätigt, dass alles korrekt ist, entscheidet Signe sich, der Stiftung das Haus zu überschreiben und damit den Herzenswunsch ihrer verstorbenen Mutter Wirklichkeit werden zu lassen. Aber der Anwalt macht Signe darauf aufmerksam, dass Frederik und Emil gegen das Museum sind. Als sie von Gro erfährt, dass beide weder von Veronikas Brief noch von der Übertragungsvereinbarung wissen, sieht sie sich gezwungen, mit den Brüdern darüber zu reden, ehe sie den Vertrag unterschreibt. Sie lädt die Geschwister zu sich nach Hause ein und macht den Vorschlag, dass alle ein neues Zuhause auf dem Grønnegaard-Anwesen finden sollen und das Museum trotzdem dort seinen Platz bekommt. Aber das Treffen endet in einem Desaster. Zwischen Gro und Frederik kommt es sogar zu Handgreiflichkeiten. Wenig später informiert Thomas Frederik über seinen Verdacht, dass es sich auf den Stiftungsdokumenten nicht um Veronikas Unterschrift handelt. Er hofft, dass ihn Frederik, sollte er doch noch in den Besitz des Hauses gelangen, nicht vom Gelände des Anwesens vertreiben wird …

Hintergrundinfo:
Trine Dyrholm, Darstellerin der ältesten Tochter Gro, gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin 2016 den Silbernen Bären für ihre darstellerische Leistung in "Die Kommune" (Regie: Thomas Vinterberg).


03:05 Unterwegs im Ural (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 14.09.

Regie: Christophe Raylat, Cédric Gras


04:00 28 Minuten (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/09 bis 26/11
Erstausstrahlung

Moderation: Elisabeth Quin


04:50 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
Göttlicher Fußball
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 27/09 bis 22/09
Erstausstrahlung

Regie: Mathieu Signolet

Sportgott Apollo ist überzeugt: Der Olymp braucht ein eigenes Fußballteam! Doch wer ist fähig genug, um für "Jupiter United" zu spielen?

Die Mythologie lebt! Und wie! Die Zeichentrickserie "50 Shades of Greek" transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit. Die Serie basiert auf den Comics des französischen Cartoonisten Jul, der für "Silex and the City" bekannt ist.


04:53 Sendeschluss

*

Freitag, 28. September 2018


05:00 Passion Piano (70 Min.) (HDTV, UT)
Gulbenkian Klavierfestival aus Lissabon
Musik Deutschland, 2018
Wiederholung vom 16.09.

Regie: Andreas Morell
Mitwirkende: Daniil Trifonov
Dirigent: Hannu Lintu, Leo Hussain


06:10 Das Kind, der Lama und der Lauf der Dinge (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Südkorea, 2017
Wiederholung vom 19. 09. 2018

Regie: Moon Cahng-yong, Jin Jeon

Bereits als kleines Kind wird Padma Angdu von seiner Mutter in einem kleinen Bergdorf in Ladakh ins Kloster geschickt, damit er Mönch wird. Der etwa 60-jährige Lama Urgain Rigzin soll sich dort um ihn kümmern. Er ist Arzt für traditionelle Medizin und hat während seines gesamten bisherigen Lebens dem Tathok-Kloster gedient.
Der junge Padma Angdu wächst im Glauben auf, die Reinkarnation eines bedeutenden Lama aus der tibetischen Region Kham zu sein. Im Jahr 2010, als Padma sechs Jahre alt ist, wird er von seiner Gemeinde und den großen Lamas der umliegenden Dörfer als sogenannter Rinpoche anerkannt. Er träumt davon, nach Tibet zurückzukehren. Und so bemüht sich Urgain Rigzin, seinen Schützling auch von der dortigen buddhistischen Glaubensgemeinschaft anerkennen zu lassen. Doch sein Versuch schlägt fehl. Daraufhin wird Padma Angdu auch von seiner bisherigen Gemeinde ausgeschlossen und muss 2014 das Kloster verlassen. Urgain Rigzin stellt sich auf die Seite seines Schützlings und muss ebenfalls gehen. Für die beiden ist es der Anfang eines Lebens in Abgeschiedenheit und Armut. Im Dorf beziehen sie ein kleines Haus, wo sie sich dem Studium buddhistischer Texte widmen. Urgain Rigzin sorgt weiter für den jungen Mönch. Er tut alles, um Padma Angdus Anerkennung doch noch durchzusetzen. 2016 begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise Richtung Tibet. Zu Fuß, per Anhalter und mit dem Zug durchqueren sie halb Indien und schaffen es in zwei Monaten bis nach Sikkim an der tibetischen Grenze. Die Einreise nach Tibet bleibt ihnen wegen chinesischer Grenzkontrollen aber trotz aller Bemühungen verwehrt. Ein indisches Kloster in Grenznähe nimmt den jungen Mönch schließlich auf. Padma Angdu und Urgain Rigzin müssen Abschied voneinander nehmen - hier trennen sich ihre Wege.


07:05 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/09 bis 05/10


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Island – Der große Schafabtrieb
Reportage Deutschland, 2012
Wiederholung vom 24.09.

Regie: Svea Andersson


08:00 Mission Fortpflanzung: Schlüssel zum Erfolg (40 Min.) (HDTV)
Vom Werben und Vergehen
Dokumentation Südkorea, 2017
Wiederholung vom 14.09.

Regie: Park Seo-ung, Heo Chan-seok


08:40 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Wiederholung vom 27.09.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 Inside Lehman Brothers (80 Min.) (UT)
Whistleblower packen aus
Dokumentarfilm Finnland / Frankreich, 2018
YLE
Wiederholung vom 18.09.

Regie: Jennifer Deschamps


10:55 Die Entdeckung der Riesensaurier (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2015
Wiederholung vom 08.09.

Regie: Charlotte Scott


11:50 Stippvisite Seidenstraße (25 Min.) (HDTV)
Tausendundeine Tradition in Usbekistan
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 13.09.

Regie: Julia Finkernagel


12:15 Re: (35 Min.)
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 27.09.

Was Europa bewegt


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/09 bis 29/09


13:00 Stadt Land Kunst (65 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Das Baskenland des Sängers Luis Mariano
Halb in Frankreich und halb in Spanien liegt das Baskenland mit seinen vielfältigen Landschaften: lange Strände, grüne Hügel, pittoreske Badeorte. Hier vermischen sich französische, spanische und baskische Kultur und hier wurde 1915 der als die "baskische Nachtigall" bekannte Luis Mariano geboren. Der Belcanto-Sänger verzauberte seine Zeitgenossen mit Operettenmelodien wie "Le Chanteur de Mexico", "La belle de Cadix" und "Fandango du Pays Basque", die alle vom Geist seiner Heimatregion durchdrungen sind.

(1): Das Baskenland des Sängers Luis Mariano
(2): Das Kambodscha der Franzosen
(3): Das absolute Muss: Katalonien, die Schätze von Montserrat


14:05 César und Rosalie (105 Min.) (HDTV)
(César et Rosalie)
Spielfilm Deutschland / Frankreich / Italien, 1972
Wiederholung vom 16.09.
Produktion: Fildebroc, Mega Film, Paramount-Orion Filmproduktion

Rollen und Darsteller:
César – Yves Montand
Rosalie – Romy Schneider
David – Sami Frey
Marite – Isabelle Huppert
Michel – Bernard Le Coq
Antoine – Umberto Orsini
Lucie Artigues – Eva Maria Meineke

Regie: Claude Sautet
Produzent: Michelle de Broca
Drehbuch: Jean-Loup Dabadie, Claude Sautet, Claude Néron
Musik: Philippe Sarde
Kamera: Jean Boffety
Schnitt: Jacqueline Thiédot


15:50 Die Rückkehr der Wölfe (55 Min.) (HDTV, UT)
Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark
Dokumentation Deutschland / Frankreich, 2017
Online verfügbar von 28/09 bis 28/10

Regie: Simone Stripp, Jürgen Hansen

70 Jahre lang vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nahezu ungebremst. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme an Hirschen zu begrenzen, breiteten sich diese immer weiter aus und zerstörten weite Teile der Vegetation des Parks. Sie fraßen den Nationalpark buchstäblich kahl. Doch mit der gezielten Wiederansiedlung von 41 kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 bis 1997 ereignete sich geradezu ein Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht in den Nationalpark zurück. Die Wölfe jagten die Wapitis und, was noch entscheidender war, sie beeinflussten das Verhalten der Hirsche, sodass diese sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Das eigentlich Faszinierende daran: Durch die Anwesenheit der Wölfe reduzierte sich nicht nur die Population der Wapiti-Hirsche von 20.000 auf circa 7.000 Tiere, auch die Pflanzenwelt des Nationalparks erholte sich und es entstand neuer Lebensraum für andere Tierarten. Die Wissenschaftler und Experten sprechen bei diesem Phänomen von einer sogenannten trophischen Kaskade, einer Kettenreaktion, die durch die Veränderung der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation "Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark" zeigt die erstaunlichen und dramatischen Folgen, die die Wiederansiedlung der Wölfe auf das gesamte Ökosystem des Nationalparks hat. Entgegen ihrem eigentlichen Ruf der gnadenlos tötenden Räuber, sind die Wölfe Schöpfer neuen Lebens, die das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wiederherstellen.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Wetter und Architektur – Wie werden wir in Zukunft bauen?
Magazin Deutschland, 2016
Online verfügbar von 28/09 bis 28/10
Mehr zu den einzelnen Themen unter: arte.tv/xenius

Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard

Das Klima und seine Veränderungen beeinflussen unser Leben – auch unser Wohnen und Bauen. Der Klimawandel und extreme Wetterereignisse stellen uns vor neue Herausforderungen. Architekten, Bauingenieure und Materialforscher suchen deshalb nach Lösungen, um unser Wohnen an aktuelle und zukünftige Bedingungen anzupassen. So auch der Architekt Ted Givens. Er stammt aus dem Osten der USA und will Sturmschäden an Immobilien vermeiden. An der Ostküste und im Mittleren Westen werden jährlich über tausend Tornados registriert. Die Südküste ist Hurrikan-Gebiet. Ted Givens' Idee: Häuser, die sich im Erdboden versenken lassen, um nicht vom Sturm erfasst zu werden. Um für die Zukunft zu bauen, spielt nicht nur die Baustruktur eine Rolle, sondern auch, mit welchen Materialien gebaut wird. Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard erfahren heute in der Bundesanstalt für Materialforschung, wie man schon bei der Baustoffherstellung auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit achten kann.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:10 Fair handeln (30 Min.) (HDTV)
Bananen aus Peru
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Online verfügbar von 28/09 bis 27/12

Regie: Sibylle Smolka

Beim Bananenanbau gibt es immer noch viele Missstände: Kleinbauern werden ausgebeutet, und Plantagenarbeiter müssen um gerechte Bezahlung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen kämpfen. Und der massive Einsatz von Pestiziden ist lebensbedrohlich für Mensch und Natur.
Der Bananenbauer Juan zeigt, dass es auch ganz ohne Pestizide und mit fairer Bezahlung geht. Hannes Jaenicke begleitet ihn bei der Arbeit im Bananenfeld, und verfolgt den Weg der fair gehandelten Bio-Bananen von der Staude bis zur Verschiffung nach Europa. Juan erzählt, wie der faire Handel sein Leben verändert hat und was er sich in Zukunft für seine Familie noch wünscht.
Viele der in Europa verkauften Waren stammen vom anderen Ende der Welt und sind trotzdem erschreckend billig. Internationale Konzerne erzielen dabei enorme Gewinne – die Bauern vor Ort bleiben arm. Doch dazu gibt es eine Alternative. Der Schauspieler Hannes Jaenicke besucht Kleinbauern und Produzenten in aller Welt, die ihre Produkte über den fairen Handel verkaufen, und lässt sich zeigen, wie sie arbeiten und leben.


17:40 Die Samen und Rentiere: Eine Art Liebe (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Schweden, 2017
Wiederholung vom 03.09.

Regie: Per-Josef Idivuoma, August Sandström


18:35 Frappierende Frösche (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien, 2014

Regie: Benjamin G. Hewett

Vor vielen Jahrmillionen waren Amphibien die vorherrschenden Lebewesen auf Erden – die Frösche haben bis heute nichts von ihren spektakulären Fähigkeiten verloren: Sie überwinden mit einem Sprung das Achtzigfache ihrer eigenen Körpergröße, sind völlig durchsichtig, bei einigen schlüpfen die Kaulquappen lebendig aus der Rückenhaut. Die Aga-Kröte ist die Königin des afrikanischen Amphibienreichs. Als gefräßige Jägerin verschlingt sie ihre Beute meist lebendig. Ihr Körper ähnelt einer kalten, gummiartigen Masse und wird bei ausgewachsenen Männchen bis zu zwei Kilogramm schwer. Träge sind die Tiere dennoch nicht: Haben sie Hunger, werfen sie sich auf ihre Beute und verschlingen sie am Stück. Zappelt das Opfer im Bauch der Kröte zu sehr, wird es einfach mit einem Schluck Wasser ertränkt.
Ein anderes "Monster" treibt sich im südamerikanischen Dschungel herum: Die Große Wabenkröte lebt im Wasser und tarnt sich so gut, dass man hinten und vorne kaum unterscheiden kann. Sie wird tellergroß und verblüfft mit ihrer Fortpflanzungsmethode: Die Kaulquappen schlüpfen aus der schwammigen Rückenhaut des Weibchens. Die riesigen Poren dienen ihnen auch später noch als Rückzugsort bei Gefahr. Im westafrikanischen Regenwald findet man den Goliathfrosch, den größten Froschlurch der Welt. Er hat keine natürlichen Feinde, ist aber nur wenigen bekannt. Er lebt in einer winzigen Region des afrikanischen Kontinents im klaren Becken eines Wasserfalls. Doppelt so groß wie die Aga-Kröte, erreicht der gefürchtete Jäger bisweilen den Leibesumfang eines menschlichen Babys.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation zeigt auch die Missbildungen, die von giftigen Chemieprodukten verursacht werden. Manche Frösche haben drei Beine oder zwei Köpfe, andere multiple Organe oder schrecklich wuchernde Gedärme …


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/09 bis 29/09


19:40 Re: (35 Min.)
Wo der Balkan bebt – Das Trompetenfestival in Guca
Reportage Deutschland, 2018

Das Trompetenfestival im westserbischen Gu?a ist eines der faszinierendsten Musikfestivals in Europa. Jedes Jahr lockt der schrille Mix aus Nationalismus, Rummelplatz und Woodstock-Atmosphäre feierwütige Besucher aus der ganzen Welt an. Sie kommen in das verschlafene 2000-Seelen-Dorf, um sich zu serbischer Blasmusik in Ekstase zu tanzen. Drei Tage und drei Nächte lang herrscht in Gu?a der absolute Ausnahmezustand.
Tonnenweise Fleisch und zigtausend Hektoliter Bier werden angekarrt. Auf den Straßen und in den Gaststätten und Bierzelten wimmelt es vor Musikern. Blasorchester aus ganz Serbien spielen hier um die Wette. Alle mit dem gleichen Ziel: Sie wollen die "goldene Trompete" gewinnen. Denn der Festivalpreis bringt nicht nur Geld, sondern auch Bekanntheit und Aufmerksamkeit im In- und Ausland.

Hintergrundinfo:
"Re:" begleitet das Orchestra of Danijel Kostic. Die junge aufstrebende Blaskapelle tritt das erste Mal in Gu?a auf. Und das mit der einzigen weiblichen Trompeterin im Programm – ein absolutes Novum. Das Festival soll für die junge Band ein Sprungbrett sein. Wird ihr Traum von einer internationalen Karriere in Erfüllung gehen?


20:15 Der Verrat von München (110 Min.) (HDTV, UT)
(Masaryk)
Spielfilm Tschechische Republik, 2016
Produktion: In Film Praha, ZDF, ARTE, Ceska Televize, Rozhlas a televizia Slovenska
Online verfügbar von 28/09 bis 28/10
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Madla – Eva Herzigova
Edvard Benes – Oldrich Kaiser
Jan Masaryk – Karel Roden
Dr. Stein – Hanns Zischler
Marcia Davenport – Arly Jover
Konrad Henlein – Jiri Vyoralek

Regie: Julius Sevcik
Produzent: Rudolf Biermann, Julius Sevcik
Drehbuch: Petr Kolecko, Julius Sevcik, Alex Königsmark
Musik: Michal Lorenc
Kamera: Martin Strba
Schnitt: Marek Opatrny

Er war ein echter Bohemien aus Böhmen. Er liebte die Frauen, das exzessive Nachtleben der 20er und frühen 30er Jahre und durchaus auch die Drogen. Doch als Sohn des ersten Staatspräsidenten der Tschechoslowakei, Tomas Garrigue Masaryk, muss Jan Masaryk seiner Heimat bald als Diplomat dienen. 1938, als Hitler gerade ansetzt, die sudetendeutsche Frage als Vorwand für die Besetzung des Nachbarlandes zu nutzen, ist Masaryk bereits Botschafter in London. Verzweifelt versucht er die beiden Schutzmächte Großbritannien und Frankreich an ihre Pflicht, seine Heimat zu schützen, zu erinnern. Doch nach und nach verschließen sich vor ihm alle Türen: Am 29. September 1938 verhandeln die europäischen Großmächte aus Angst vor der Eskalation ohne ihn mit dem Deutschen Reich und Italien. Das Ergebnis: das Münchner Abkommen. Bereits am 1. Oktober besetzt die Wehrmacht dann Teile, Mitte März 1939 schließlich den Rest des Landes.
Masaryk erleidet daraufhin einen Zusammenbruch. In einem Sanatorium in Neuengland versucht er seiner Depression Herr zu werden, wobei sich ausgerechnet Doktor Stein, ein deutscher Arzt im Exil, des prominenten Patienten annimmt. Es gelingt ihm letztendlich Masaryk dazu zu ermutigen, in die Exilregierung in London einzutreten und über die BBC zu seinen Landsleuten zu sprechen. Und auch der ersten Nachkriegsregierung tritt Masaryk bei, bis er 1948 aus dem Fenster seines Büros in den Tod stürzt. Man geht mittlerweile von Mord aus.

Hintergrundinfo:
Julius Sevciks "Masaryk und der Verrat von München", der die Biografie des Politikers mit fiktionalen Elementen anreichert, hatte seine Weltpremiere auf der Berlinale im Februar 2017. Er gewann zwölf nationale Filmpreise in Tschechien und acht in der Slowakei. ARTE zeigt ihn aus Anlass des 80. Jahrestages des Münchner Abkommens.


22:05 Fashion Weekend 2018 (55 Min.)
Schwerpunkt

Im Herbst pulsiert die Modehauptstadt Paris wieder im Rhythmus der Fashionweek – und auch ARTE begleitet das Mode-Event wieder an einem Wochenende mit einem Programmschwerpunkt, der sich großen Namen wie Christian Dior und Balmain widmet. Pünktlich zur Fashionweek bietet ARTE eine Sonderprogrammierung "Fashion" – den Auftakt macht am Freitag "Der Stil Balmain" von Loïc Prigent. Die Dokumentation zeigt, wie der hochbegabte Olivier Rousteing, 33 Jahre alt, die Grundsätze des Stils des Hauses Balmain immer wieder neu interpretiert.
Im Anschluss folgt "Jean-Charles de Castelbajac – Verliere nie das Kind in dir!". Der französische Designer wurde damit bekannt, Popkunst in seine Mode übertragen zu haben. ARTE begibt sich auf die Spuren eines unermüdlichen Modeschöpfers, der Iggy Pop und Lady Gaga zu seinen Kunden zählt.
Der Sonntag steht unter britischer Flagge: In "British Style" nimmt der französische Regisseur Loïc Prigent die britische Kultur und Modewelt genau unter die Lupe. Anhand von Archivaufnahmen aus den 50er Jahren bis heute wird veranschaulicht, was England so reizvoll und einzigartig macht.
Weiter geht es mit einem Kostümfilm, "Love & Friendship", der ins England des 19. Jahrhundert führt. Lady Susan Vernon ist eine junge Witwe, deren Schönheit und Charme die High Society verführt und verwirrt. Als ihr Ruf und ihre finanzielle Sicherheit in Gefahr geraten, sucht sie für sich und ihre Tochter ausschließlich Männer aus wohlhabenden Kreisen.
Zurück nach Paris, der Hauptstadt der Mode, in eines der prestigeträchtigsten Modehäuser der Welt: zu Christian Dior. Der weltberühmte Designer war ein genialer Zeichner. Seine Kleider entwarf er stets selbst. Heute erzählen seine Zeichnungen die Geschichte des Mannes, der Anfang 1947 mit seiner allerersten Kollektion "The New Look" die Welt eroberte. Die Dokumentation lässt ehemalige Mitarbeiter, Freunde, Modehistoriker, aber auch Schneiderinnen zu Wort kommen, die heute für ihn arbeiten. "Die Zeichnungen des Christian Dior" ist eine Hommage an eine Stil-Ikone, deren Grundsätze bis heute gültig und erfolgreich sind.


Fashion Weekend 2018
22:05 Der Stil Balmain (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2014
Online verfügbar von 28/09 bis 05/10

Regie: Loïc Prigent

Seit dem zum Mythos gewordenen Aufstieg von Yves Saint Laurent mit 21 Jahren an die Spitze des Hauses Dior steht die Modeszene auf Wunderknaben, die mit unverfälschtem Instinkt und einer außergewöhnlichen Persönlichkeit frischen Wind in verstaubte Luxus-Labels bringen. Olivier Rousteing passt in dieses Bild. Aber er tritt kein leichtes Erbe an in dem legendären französischen Modehaus, das 1945 von Pierre Balmain gegründet wurde. Seine Kollektionen sind ausgeflippt, fantasievoll, provokant, erotisch und extrem. Der Designer setzt sich keine Grenzen, lässt sich beispielsweise von Fabergé-Eiern und ihren Vitrinen für perlmuttene Jacken mit riesigen Schulterpolstern inspirieren. Rattansessel, die er auf Kuba gesehen hat, inspirieren ihn zu bunten Flechtkleidern – echten technischen Wunderwerken, die sogar die gefürchtete Modekritikerin Suzy Menkes zutiefst bewunderte.
Natürlich hat Rousteing nicht nur Bewunderer. Man wirft ihm vor, er überbetone die weibliche Silhouette und verleihe Balmain-Trägerinnen ein extravagantes, unnahbares und unanständig reiches Image. Aber genau das funktioniert, denn zu seinen Kundinnen gehören Filmstars und Diven wie Beyoncé und Rihanna. Letztere erklärte sogar öffentlich, sie wolle Olivier Rousteing heiraten – für ihn ein spontaner Bekanntheits-Booster. Olivier Rousteing bei Balmain zu filmen ist faszinierend: Wie geht er mit dem Stress vor einer Show um? Wie hält er seine Teams zusammen? Wie gelingt es ihm, seine Modeschöpfungen so meisterhaft zu entwerfen und anschließend maßgetreu umzusetzen?
Er beherrscht sein Handwerk, steht jedoch unter riesigem Leistungsdruck. Er muss seine Marke voranbringen, Prominente bezirzen, vor unerbittlichen, erfahrenen Kritikern klare Ansagen machen – wie schafft dieser so diskret wirkende junge Mann das alles? Von den unablässig brainstormenden kreativen Köpfen im Atelier des Modeschöpfers bis hin zu den fleißigen Schneiderinnen, welche die Entwürfe mit viel Passion umsetzen, dokumentiert Loïc Prigent sämtliche Etappen des Kreativ-Marathons im Hause Balmain. So vermittelt er dem Zuschauer hautnah das hektisch-elektrische Ambiente hinter den Kulissen der Haute Couture.


Fashion Weekend 2018
23:00 Jean-Charles de Castelbajac (50 Min.) (HDTV)
Verliere nie das Kind in dir!
Dokumentation Frankreich, 2015
Online verfügbar von 28/09 bis 05/10
Erstausstrahlung

Regie: Mathieu César, Fabien Henrion, Stéphanie Trastour

Er galt in den 70ern als König der Anti-Mode und gilt heute wieder als zeitgenössisch: Jean-Charles de Castelbajac. Bei seinen Kollektionen lässt er sich von der Kunst- und Filmgeschichte, aber auch von politischen und gesellschaftlichen Strömungen beeeinflussen. In den 60ern war seine experimentelle Mode davon inspiriert, was ihn als Jugendlichen fasziniert hatte – Arbeitskleidung, Militär-Uniformen, dazu eine gehörige Prise Beatnik.
Sein eigenes Label gründete Jean-Charles de Castelbajac im Jahr 1979. In den 80er Jahren, die er selbst als seine kreativsten Jahre bezeichnet, entwarf er unter anderem Trikots für die amerikanische Olympia-Mannschaft und landete einen Coup mit einem Snoopy-Pullover, der den Schriftzug "To be or not to be" trug. Castelbajac bat auch bedeutende Künstler, Kleider aus Plastikplanen zu bemalen. 1987 beauftragte ihn Keith Haring in New York mit einem Teddybär-Mantel für Madonna. In den 90ern entwarf er Roben für den Papst und 5.500 Geistliche zum Weltjugendtag in Paris. Für Superstars wie Lady Gaga, Katy Perry, Beyoncé, Rihanna oder auch M.I.A. hat er ausgefallene Bühnen-Outfits kreiert.
Castelbajacs Mode- und Designkreationen werden regelmäßig in großen Museen gezeigt. Er liebt Kulturschocks zwischen Poesie und Pogo, Philosophie und Prêt-à-porter, Hip-Hop und Pop-Art, mittelalterlichen Wappen und Cartoon-Motiven. Ähnlich wie Vivian Westwood versuchte Castelbajac ein Leben lang, immer wieder Grenzen einzureißen.
Seine farbenfrohe und poppige Mode wird oft als verrückt bezeichnet, doch er arbeitete für zahlreiche internationale Modehäuser und verkaufte seinen Namen an koreanische, britische, italienische und amerikanische Konzerne. Er trägt einen Namen, der für französische Exzellenz und Savoir-Faire steht, für Design "à la française". Sein spielerischer Stil sprüht nur so vor Extravaganz und lässt sich in vier Initialen zusammenfassen, die in Frankreich jeder kennt: JCDC. Einblicke in das Schaffen eines Modemachers, für den der Humor unerlässlich ist – in der Mode wie im Leben.


23:50 Tracks (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Online verfügbar von 28/09 bis 27/11
Erstausstrahlung

Ic3peak
Im Jahr 2013 gründen Nastya und Nick das Duo Ic3peak und richten ihr Aufnahmestudio mitten in einem Wald nahe Moskau ein. Der düster-experimentelle Electro-Sound und Nastyas kindlich-penetrante Stimme passen zu den radikalen Statements der Band.

(1): Ic3peak
(2): Dave McKean
(3): Cosey Fanni Tutti
(4): Kendama
(5): Cemican
(6): Ala Eddine Slim


00:40 Ibeyi & Julien Doré – Reeperbahn Festival 2018 (60 Min.)
Musik Deutschland, 2018
Erstausstrahlung

Zum 13. Mal holt das Reeperbahn Festival die Zukunft der internationalen Popmusik auf den legendären Hamburger Kiez. Das größte Clubfestival Europas ist der Gradmesser für die Musik von morgen. In diesem Jahr ist Frankreich das offizielle Partnerland und präsentiert die Highlights der aufregenden französischen Musiklandschaft. ARTE zeigt den französischen Superstar Julien Doré und den grenzüberschreitenden Globetrotter-Soul von Ibeyi.
Im legendären St. Pauli Theater mitten auf der Hamburger Reeperbahn wird sich der französische Singer-Songwriter Julien Doré dem deutschen Publikum vorstellen. Der Gewinner der französischen Castingshow "Nouvelle Star" hat seit 2007 bereits vier Studioalben veröffentlicht und spielt in seiner Heimat ausverkaufte Stadion-Tourneen. Mit gefühlvollen Rock-Popsongs hat sich der 36-jährige Chansonnier in die Herzen der französischen Popwelt gespielt und nimmt nun auch Kurs auf die internationalen Bühnen.
In der Elbphilharmonie, dem neuen Wahrzeichens Hamburgs, stellen Ibeyi ihr Können unter Beweis. Die beiden Schwestern Naomi und Lisa-Kaindé von Ibeyi vereinen in ihren selbst ernannten "Contemporary Negro Spirituals" nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich karibische, westafrikanische und europäische Einflüsse. Sie singen auf Englisch, Französisch, Spanisch und Yoruba, einer nigerianische Sprache, die im 19. Jahrhundert auf den Sklavenschiffen nach Kuba gekommen ist und heute nur noch von einigen Priestern gesprochen wird. Schon als Kinder lernten die beiden Töchter des Perkussionisten des Buena Vista Social Club Anga Díaz die traditionellen Gesänge der Yoruba und mischen sie nun unter moderne Downtempo-Beats und Soulsamples.


01:40 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2018
Wiederholung vom 28.09.


02:00 Die Erbschaft (55 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Folge 5 von 10
Fernsehserie Dänemark, 2014
Produktion: DR
Online verfügbar von 28/09 bis 05/10

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe Larsen – Marie Bach Hansen
Veronika Grønnegaard – Kirsten Olesen
Thomas – Jesper Christensen
Andreas – Kenneth M. Christensen
Solveig – Lene Maria Christensen
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann
Robert – Trond Espen Seim
Lone – Kirsten Lehfeldt

Regie: Jesper Christensen
Produzent: Christian Rank
Drehbuch: Maya Ilsøe, Anders August
Musik: Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Jørgen Johansson
Kostüm: Stine Gudmundsen-Holmgreen, Stine Terp, Tanja Spang
Bühnenbild: Mia Stensgaard: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Morten Giese, Carsten Søsted

Frederik hat einen Weg gefunden, gegen Gro vorzugehen. Da er sich von ihr skrupellos um sein Erbe betrogen fühlt, schreckt er nicht davor zurück, sie vor versammelter Runde bei den Investoren des Museumsprojektes zu blamieren und ihren Ruf zu ruinieren. Signe merkt, dass es Frederik nie um den Familienzusammenhalt ging, sondern lediglich ums Geld. Egal was Frederik vorhat, sie wird sich querstellen …
Eine Schriftsachverständige bestätigt Frederik, dass es sich auf dem Stiftungsdokument nicht um Veronikas Unterschrift handelt, und er hat sofort Gro in Verdacht. Die Brüder lassen die Gründungsversammlung der Stiftung platzen und zwingen Gro unter Androhung einer Anzeige wegen Dokumentenfälschung, dem Vorstand umgehend mitzuteilen, dass es kein Museumsprojekt geben wird.
Dann setzt Frederik einen Vertrag auf, in dem er sein Erbrecht an dem Haus durchsetzen und die Geschwister mit je 2,5 Millionen Kronen auszahlen will. Signe soll dieselbe Summe erhalten, obwohl Frederik der Ansicht ist, dass ihr nichts zusteht, da Veronikas Brief als Nottestament keine Gültigkeit hat.
Signe ist von ihren Geschwistern enttäuscht und fühlt sich betrogen. Sie nimmt das Abfindungsangebot nicht an. Jetzt will sie um das Haus kämpfen …


02:55 Taiwan – Kung Fu Girls (105 Min.) (HDTV)
Dokumentation Republik China, 2014
Wiederholung vom 07.09.

Regie: Da Jung Chang, Pei-Chyi Wan


04:40 50 Shades of Greek (3 Min.) (HDTV)
Grexit
Fernsehserie Frankreich, 2018
Online verfügbar von 28/09 bis 23/09
Erstausstrahlung

Regie: Mathieu Signolet

Die Rufe der Sirenen führen die Passagiere eines griechischen Schiffs nicht nur in die Untiefen der Meere, sondern verlangen auch nach einer Steuer- und Rentenreform und fordern das Senken von Beamtengehältern sowie die Rückgabe von Hilfszahlungen in Milliardenhöhe. Kann Odysseus den Rufen der Sirenen, die im Auftrag der Europäischen Zentralbank unterwegs sind, widerstehen?

Hintergrundinfo:
Die Mythologie lebt! Und wie! Die Zeichentrickserie "50 Shades of Greek" transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit. Die Serie basiert auf den Comics des französischen Cartoonisten Jul, der für "Silex and the City" bekannt ist.


04:43 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
39. Woche – 22.09. bis 28.09.2018
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 14. September 2018

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