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BR - BAYERN2/1085: Woche vom 22.09. bis 28.09.2018


Radioprogramm Bayern 2 – 39. Woche vom 22.09. bis 28.09.2018


Samstag, 22. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Ernest Weinrauch: Große Messe C-Dur (Annette Ruoff, Sopran; Birgit Huber, Alt; Hans-Jürgen Schöpflin, Tenor; Reinhard Hagen, Bass; Martin Hölker, Violoncello; Matthias Eisenberg, Orgel; Camerata vocalis der Universität Tübingen; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Alexander Sumski); Joachim Raff: Klaviertrio a-Moll, op. 155 (Trio Opus 8); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur, KV 385 – "Haffner-Symphonie" (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Richard Wagner/Lorin Maazel: "Tannhäuser ohne Worte" (Toronto Mendelssohn Choir; Pittsburgh Symphony Orchestra: Lorin Maazel); Franz Ignaz Beck: Symphonie F-Dur, op. 4, Nr. 3 (La Stagione Frankfurt: Michael Schneider); Vincent D'Indy: "Poème des rivages", op. 77 (Orchestre Philharmonique du Luxembourg: Emmanuel Krivine)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Leroy Anderson: Klavierkonzert (Jeffrey Biegel, Klavier; BBC Concert Orchestra: Leonard Slatkin); Richard Strauss: Romanze Es-Dur (Karl-Heinz Steffens, Klarinette; Bamberger Symphoniker: Karl Anton Rickenbacher); Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur (hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (54 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


05:57 Gedanken zum Tag (3 Min.)

Als Podcast verfügbar


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 Bayern 2-Rucksackradio (115 Min.)
Alles über Berge, Outdoor und Natur
7.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Bayerisches Feuilleton (55 Min.)
Die Bayern im Ersten Weltkrieg

"Tu ein jeder freudig seine Pflicht!" Die Bayern im Ersten Weltkrieg Von Michael Zametzer Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Bayern im Krieg – seit 1871 hat es das nicht gegeben. Über vierzig Jahre Frieden der Prinzregentenzeit haben die Erinnerung verklärt. Die alten Reservisten am Stammtisch erzählen bierselig von Sedan und Metz. Freilich: Es gibt die prächtigen Manöver, zusammen mit den Preußen. Und auch in der bayerischen Gesellschaft hat das Militär sein Ansehen, aber ein Kriegervolk sind die Bayern wohl auch 1914 nicht. Trotzdem schreien viele Bayern "Hurra!". Das Deutsche Reich macht mobil, und Bayern marschiert mit. Das Königlich-Bayerische Leibregiment zieht unter dem Beifall der Münchner aus der Residenz - stellvertretend für eine halbe Million Soldaten aus Altbayern, Franken, Schwaben. "Tu jeder freudig seine Pflicht!", ruft König Ludwig III. seinen Bayern zu. Fern der Städte, auf dem Land, da jubeln sie nicht. Es rufen andere Pflichten. Die Bauern sorgen sich weniger um Deutschlands Ehre als um die Ernte. Wer soll den Hof bestellen, wenn Söhne und Knechte ins Feld ziehen? Anders die Stimmung an den Schulen und Universitäten: Ganze Klassen melden sich geschlossen an die Front. Der Krieg soll nur ja nicht ohne sie losgehen. Die Ernüchterung kommt schnell. Nach wenigen Wochen erstarrt die Front in Frankreich, wo die meisten Bayern kämpfen, im Stellungskrieg. In Briefen, Tagebüchern und Feldpostbriefen erzählen sie noch heute, nach 100 Jahren, von ihren Hoffnungen, Zweifeln und Ängsten - eine "verlorene Generation" junger Bayern. Und die Künstler, die Schriftsteller, die Geistesgrößen? Viele setzten sich freiwillig die Pickelhaube auf. Franz Marc meldet sich euphorisch zur Artillerie. Lena Christ ist hin und her gerissen zwischen patriotischer Begeisterung und Angst. Für den Augsburger Gymnasiasten Berthold Brecht ist der Krieg unumgänglich. Und selbst der "Simplicissimus" – sonst messerscharfes Satireblatt - respektiert den Burgfrieden. Der Erste Weltkrieg ist aber vor allem eins: Der Anfang vom Ende der "guten alten Zeit" in Bayern. Am Ende nämlich wird die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen. Und nach dem Krieg ist vor dem Krieg …


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 Bayern 2 am Samstagvormittag (175 Min.)
Moderation: Johannes Marchl

10.00 / 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Zeit für Bayern (55 Min.)
Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Höher, schneller, weniger Bayerns Volksfeste im Wandel Von Carlo Schindhelm Elvis in Bayern Eine Spurensuche Von Joseph Berlinger Wiederholung um 21.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Höher, schneller, weniger Bayerns Volksfeste im Wandel Von Carlo Schindhelm Gebrannte Mandeln, Blasmusik und natürlich ein Karussell gehören zu einem Volksfest einfach dazu. Hier hat mancher seine erste große Liebe kennengelernt, alte Bekannte treffen sich, die sich das ganze Jahr über nicht gesehen haben. Doch egal ob Kirchweih in Franken oder Maibaumfest in Oberbayern: die Zahl der Volksfeste in Bayern ist rückläufig. Gerade kleine und mittlere Volksfeste sind verschwunden. Manchmal ist der Grund ganz simpel. Es gibt in dem betroffenen Ort einfach keine Flächen mehr, weil sie bebaut wurden. Auch gestiegene Sicherheitsauflagen machen den Veranstaltern zu schaffen. Oder die Nachbarschaft macht nicht mit, die sich vom Festlärm belästigt fühlt. Streitigkeiten landen inzwischen auch vor Gericht. Die sinkende Zahl der Besucher und Feste bekommen auch die Schausteller mit ihren Fahrgeschäften und Imbissbetrieben zu spüren. Die Volksfeste müssen im Wettbewerb mit Clubs und Diskotheken immer professioneller werden. Dabei sind es vor allem Ehrenamtliche und Vereine, die bei kleinen und mittleren Festen eine lange Tradition lebendig halten. Carlo Schindhelm zeichnet den Wandel der Volksfeste in der "Zeit für Bayern" nach. Elvis in Bayern Eine Spurensuche Von Joseph Berlinger Im Spätherbst 1958, vor 60 Jahren also, ist Elvis Presley als Soldat der U.S. Army beim Manöver in der nördlichen Oberpfalz. Er ist zwar bereits der "King of Rock 'n' Roll", aber Auftritte während seiner Militärdienstzeit sind ihm verboten. Auch wenn die offizielle Musikgeschichtsschreibung behauptet, Elvis habe nie ein Konzert in Deutschland gegeben: der Zeitzeuge Raimund Rodler weiß es besser. Im Tanzlokal von Rodlers Eltern hat Elvis dem Personal ein Privatkonzert geschenkt. Als Geste des Dankes für die fürsorgliche Beherbergung. Rodlers Mutter hatte für Elvis jeden Morgen eine Schnitzelsemmel zubereitet. Der Flügel, auf dem der Sänger sein "Love me tender" begleitet hat, war bis vor wenigen Jahren in Rodlers Besitz. Dann hat er ihn dem Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr übergeben. Wenn Raimund Rodler von Elvis erzählt, kommt er ins Schwärmen.

Er war damals begeistert von der Natürlichkeit des Weltstars, den er als "jugendlich scheu" empfand. Elvis lebte nach seinem Tod in Bayern weiter: der Zahnarzt Klaus Kohlpaintner aus Burgkirchen bei Burghausen doubelte ihn als "Dr. Kingsize" und gab im weißen Glitzeranzug umjubelte Konzerte, Peter Heigl aus Nürnberg tourt mit einer Ausstellung erfolgreich durch die Republik, und zwei von Elvis besessene Damen aus Regensburg, Mutter und Tochter, haben ihre Wohnung in Gedenkräume verwandelt und ernähren sich an jedem 8. Januar, dem Geburtstag von Elvis, exakt wie ihr Gott. Und verderben sich dabei ihre Mägen … Wiederholung vom 12. Oktober 2008


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioFeature (55 Min.)
Dunkelkammern der Demokratie

Dunkelkammern der Demokratie Populistische Stimmungsmacher und ihre Schattenspender Von Peter Kreysler DLF 2018 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Schattenspender haben den AfD-Wahlkampf mit geschätzt 13 Millionen Euro unterstützt, ohne dass dieses Geld in den Büchern der Partei auftaucht. Auch in England kamen erhebliche Mittel für die Brexit-Kampagne aus nebulösen Quellen. Das Feature geht den dubiosen Geldern nach und fragt: Gefährden Schattenspender unsere Demokratie? Überall in Europa profitieren populistische Parteien von Schattenspendern. Mit großen Summen unbekannter Herkunft werden manipulative Wahlkämpfe geführt. Die Wahlkommissionen agieren hilflos, die Spender bleiben anonym. Um ihre Macht zu stärken, nutzen populistische Parteien die lockeren Parteiengesetze aggressiv aus. Anonyme Großspender pumpen zweistellige Millionenbeträge in Wahlkämpfe. Für die Brexit-Kampagne in Großbritannien zahlte der Geschäftsmann Arron Banks 12 Million Pfund – angeblich aus seinem Privatvermögen, obwohl es seine finanziellen Mittel bei weitem überstieg. Wer waren seine Hintermänner? In Deutschland nutzte die AfD wohl einen Trick, um über einen Verein Gleichgesinnter die Wahlkampfkasse prall zu füllen. Die tatsächliche Quelle der beiden Millionenspenden blieb bisher unbekannt. Die Wahlkommissionen in England wie in Deutschland konnten die wahren Spender nicht ermitteln. Mit den Geldern wurden polarisierende, emotionalisierende Wahlkämpfe geführt. Populisten verbreiteten Halbwahrheiten oder glatte Fehlinformationen. Firmen wie Cambridge Analytica konnten dank umfangreicher illegal erworbener Daten Bürger punktgenau kontaktieren und manipulieren. Inzwischen dämmert der Politik, welche Gefahr in dieser Entwicklung steckt, wie die Fundamente der Demokratie zerbröseln. Veraltete Regulierungen und Gesetze greifen nicht mehr. Nicht nur Bürger fordern deshalb kompromisslose Transparenz: Wenn die Helfer der Populisten weiter im Dunkeln agieren können, wird das den Diskurs in unserer politischen Kultur grundlegend verändern.


14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 Breitengrad (25 Min.)
Palästinenser – die vergessenen Flüchtlinge

Die vergessenen Flüchtlinge – Palästinenser in Jordanien Von Jörg Kaminski Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Mit dem Begriff "palästinensische Flüchtlinge" verbinden die meisten Menschen überwiegend den Gazastreifen und das Westjordanland. Wenn im Gazastreifen Palästinenser und Israelis aufeinander losgehen, sind die Augen der Welt auf sie gerichtet.

Dass auf der anderen Seite des Jordan, im Haschemitischen Königreich, fast genauso viele Menschen mit palästinensischen Wurzeln leben, ist weitgehend unbekannt. Jordanien – ist das nicht das Land mit den vielen syrischen Flüchtlingen? Ja, das stimmt. Aber, die Zahl der im Lande lebenden Palästinenser mit und ohne jordanische Staatsbürgerschaft übertrifft die der Syrer bei weitem. Seit 70 Jahren, also seit der im Arabischen Nakba bezeichneten Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat, nimmt das Königreich immer wieder große Wellen von Flüchtlingen von dort auf. Wie hält Jordanien das angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Krisen aus? Glauben die palästinensischen Flüchtlinge noch an die Rückkehr in die Heimat? Jörg Kaminski ist diesen Fragen bei seinen Recherchen in Jordanien nachgegangen.


14:30 Nahaufnahme (30 Min.)
Die Reportage

Wiederholung vom Freitag, 15.30 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 Hörspiel (98 Min.)
Strugazki: Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang

Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang Eine unter seltsamen Umständen aufgefundene Handschrift Aus dem Russischen von Welta Ehlert Von Arkadi Strugazki/Boris Strugazki Mit Axel Milberg, Michael Wittenborn, Ulrich Matthes, Matthias Bundschuh, Robert Dölle, Hanns Jörg Krumpholz und anderen Bearbeitung und Regie: Walter Adler SWR 2016

Leningrad in den 1970er-Jahren: Der Astrophysiker Maljanow wird durch eine Reihe ungewöhnlicher Ereignisse von der Vollendung seiner Arbeit über "Die Wechselwirkung der Sterne und der diffusen Materie" abgehalten: Steckt hinter diesen Vorgängen eine außerirdische Superzivilisation, die den Fortschritt der Menschheit aufhalten will? Geprägt von persönlichen Erlebnissen mit der Sowjetregierung erzählt die Science-Fiction der Strugazki-Brüder vom Widerstand des Menschen gegen eine unbarmherzige und unnachgiebige Macht. Arkadi Strugazki (1925-91) und Boris Strugazki (1933-2012), russische Schriftsteller. Drehbuch zu Andrei Tarkowskis "Stalker" (1978). Hörspieladaptionen u.a. "Ein Käfer im Ameisenhaufen" (BR / hr 1986), "Die dritte Zivilisation" (BR 1999), "Die hässlichen Schwäne" (BR 1979).


16:43 Bayern 2-Playlist (17 Min.)


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 Jazz & Politik (50 Min.)
Politisches Feuilleton

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:55 Zum Sonntag (5 Min.)


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Weltempfänger (25 Min.)


18:30 radioMikro (30 Min.)
radioMikro Ruhestörung

radioMikro Ruhestörung: Musik in der Werbung Von und mit Eser Aktay kein Podcast möglich

Gute Werbung braucht Musik! Aber manchmal kann einem das ständige Gedudel auch ganz schön auf den Wecker gehen. Wir erklären, wie man Werbung mit guter Musik richtig aufpeppen kann.


19:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


20:05 radioSpitzen (55 Min.)
20 Jahre Hofgarten Aschaffenburg (Teil 1)

Kabarett und Comedy 20 Jahre Hofgarten Aschaffenburg – Urban Priol & Gäste (1) Gäste: Georg Schramm, Volker Pispers, Erwin Pelzig, dem Duo "Die Feisten", Jochen Malmsheimer und dem "Babenhäuser Pfarrerkabarett" Aufnahme vom 16. September 2018 im Hofgarten-Kabarett in Aschaffenburg Wiederholung vom Freitag, 14.05 Uhr Teil 2: Freitag, 12. Oktober 2018, 14.05 Uhr Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Beiträge auf bayern2.de als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wie alles begann Die Geschichte begann vor genau zwanzig Jahren. 1998 eröffnete Urban Priol das Hofgarten-Kabarett. Es gab große Anfangsschwierigkeiten und die Akzeptanz, zumindest in der Kommunalpolitik, war nicht sehr groß. Doch Urban Priol, der so verrückt war, sein eigenes Geld in ein denkmalgeschütztes Haus zu stecken, um dort eine Kabarettbühne zu etablieren, ließ sich nicht beirren und zog dieses Projekt mit viel Enthusiasmus durch. Kabarettfest Heute gehört der Hofgarten, genau wie sein Gründer Urban Priol, zur ersten Liga im deutschen Kabarett. Man geht gern in den Hofgarten. Und weil das ein Grund zum Feiern ist, trafen sich Urban Priol und seine Gäste am 16. September 2018 zu einem spontanen Kabarettfest – ganz ohne die üblichen Reden, Festschriften oder Grußworte. Keine Lobhudelei, dafür Kabarett satt! Freunde und Weggefährten Gefeiert wurde mit vielen Künstlern, Freunden und Weggefährten, wie Georg Schramm, Volker Pispers, Erwin Pelzig, dem Duo "Die Feisten", Jochen Malmsheimer und dem "Babenhäuser Pfarrerkabarett". Teil 2 folgt am Freitag und Samstag, 12. und 13. Oktober 2018, in den "radioSpitzen".


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 Zeit für Bayern (55 Min.)
Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Höher, schneller, weniger Bayerns Volksfeste im Wandel Von Carlo Schindhelm Elvis in Bayern Eine Spurensuche Von Joseph Berlinger Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Höher, schneller, weniger Bayerns Volksfeste im Wandel Von Carlo Schindhelm Gebrannte Mandeln, Blasmusik und natürlich ein Karussell gehören zu einem Volksfest einfach dazu. Hier hat mancher seine erste große Liebe kennengelernt, alte Bekannte treffen sich, die sich das ganze Jahr über nicht gesehen haben. Doch egal ob Kirchweih in Franken oder Maibaumfest in Oberbayern: die Zahl der Volksfeste in Bayern ist rückläufig. Gerade kleine und mittlere Volksfeste sind verschwunden. Manchmal ist der Grund ganz simpel. Es gibt in dem betroffenen Ort einfach keine Flächen mehr, weil sie bebaut wurden. Auch gestiegene Sicherheitsauflagen machen den Veranstaltern zu schaffen. Oder die Nachbarschaft macht nicht mit, die sich vom Festlärm belästigt fühlt. Streitigkeiten landen inzwischen auch vor Gericht. Die sinkende Zahl der Besucher und Feste bekommen auch die Schausteller mit ihren Fahrgeschäften und Imbissbetrieben zu spüren. Die Volksfeste müssen im Wettbewerb mit Clubs und Diskotheken immer professioneller werden. Dabei sind es vor allem Ehrenamtliche und Vereine, die bei kleinen und mittleren Festen eine lange Tradition lebendig halten. Carlo Schindhelm zeichnet den Wandel der Volksfeste in der "Zeit für Bayern" nach. Elvis in Bayern Eine Spurensuche Von Joseph Berlinger Im Spätherbst 1958, vor 60 Jahren also, ist Elvis Presley als Soldat der U.S. Army beim Manöver in der nördlichen Oberpfalz. Er ist zwar bereits der "King of Rock 'n' Roll", aber Auftritte während seiner Militärdienstzeit sind ihm verboten. Auch wenn die offizielle Musikgeschichtsschreibung behauptet, Elvis habe nie ein Konzert in Deutschland gegeben: der Zeitzeuge Raimund Rodler weiß es besser. Im Tanzlokal von Rodlers Eltern hat Elvis dem Personal ein Privatkonzert geschenkt. Als Geste des Dankes für die fürsorgliche Beherbergung. Rodlers Mutter hatte für Elvis jeden Morgen eine Schnitzelsemmel zubereitet. Der Flügel, auf dem der Sänger sein "Love me tender" begleitet hat, war bis vor wenigen Jahren in Rodlers Besitz. Dann hat er ihn dem Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr übergeben. Wenn Raimund Rodler von Elvis erzählt, kommt er ins Schwärmen.

Er war damals begeistert von der Natürlichkeit des Weltstars, den er als "jugendlich scheu" empfand. Elvis lebte nach seinem Tod in Bayern weiter: der Zahnarzt Klaus Kohlpaintner aus Burgkirchen bei Burghausen doubelte ihn als "Dr. Kingsize" und gab im weißen Glitzeranzug umjubelte Konzerte, Peter Heigl aus Nürnberg tourt mit einer Ausstellung erfolgreich durch die Republik, und zwei von Elvis besessene Damen aus Regensburg, Mutter und Tochter, haben ihre Wohnung in Gedenkräume verwandelt und ernähren sich an jedem 8. Januar, dem Geburtstag von Elvis, exakt wie ihr Gott. Und verderben sich dabei ihre Mägen… (Wiederholung vom 12.10.2008)


22:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung vom Freitag, 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
Mit Michael Bartle
Lost and Found

*

Sonntag, 23. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 radioJazznacht (115 Min.)
Mit Peter Veit

Neues aus den Jazz-Charts


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Johannes Brahms: Klavierquartett A-Dur, op. 26 (Eldar Nebolsin, Klavier; Anton Barachovsky, Violine; Alexander Zemtsov, Viola; Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello); Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur, BWV 1066 (Le Concert Français: Pierre Hantaï); Giuseppe Verdi: "Pater noster" (Chor des Bayerischen Rundfunks: Peter Dijkstra); Ottorino Respighi: "Antiche danze ed arie", Suite Nr. 3 (Berliner Philharmoniker: Herbert von Karajan); Gabriel Pierné: Fantasie-Ballet B-Dur, op. 6 (Jean-Efflam Bavouzet, Klavier; BBC Philharmonic: Juanjo Mena)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Karl Friedrich Zelter: Violakonzert Es-Dur (Münchener Kammerorchester, Viola und Leitung: Hariolf Schlichtig); Franz Schubert: Symphonie Nr. 4 c-Moll – "Tragische" (Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Marcello Viotti); Edvard Grieg: Arietta (Jan Garbarek Group)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 BR-Heimatspiegel (40 Min.)
Moderation: Nora Kaltenbeck

Mit Nora Kaltenbeck Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt. 7.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


06:45 Positionen (15 Min.)
Religions- und Weltanschauungs-Gemeinschaften

Heute: Neuapostolische Kirche


07:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


07:05 radioMikro (55 Min.)
Magazin

Das radioMikro Lachlabor: Können blinde Hühner wirklich ein Korn finden? Von und mit Tina Gentner und Mischa Drautz 7.30 Sonntagshuhn Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Katholische Welt (25 Min.)
Geburtsort Kloster

Geburtsort Kloster Die jüdischen Babys von St. Ottilien Von Tilmann Kleinjung Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

David Avnir lebt in Jerusalem. In seinem Pass steht als Geburtsdatum der 12. Juni 1947. Und als Geburtsort: St. Ottilien. Auch David Stopnitzer aus München ist in dem oberbayerischen Kloster geboren. Beide sind Söhne von Holocaustüberlebenden – von Eltern , die es irgendwie geschafft haben, der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie zu entgehen. Doch warum sind sie ausgerechnet in einem Benediktinerkloster nördlich des Ammersees zur Welt gekommen? Tilmann Kleinjung erzählt eine ganz besondere Geburtsgeschichte und begleitet zwei Männer zurück an ihren Geburtsort: Von 1945 bis 1948 hatte die amerikanische Armee im oberbayerischen Kloster St. Ottilien ein Krankenhaus für ehemalige jüdische KZ-Häftlinge, Displaced Persons (DPs), eingerichtet. St. Ottilien entwickelte sich in diesen Jahren nach dem Holocaust zu einem kulturellen und politischen Zentrum für den Neubeginn jüdischen Lebens in Deutschland. Es gab Toraschulen und Synagogen, hier wurde die erste Talmudausgabe in Deutschland nach dem Krieg gedruckt und ein eigenes "Ottilien-Orchestra" trat in den DP-Lagern der Umgebung auf. Von Mai 1946 bis April 1948 wurde in St. Ottilien außerdem eine Entbindungsstation betrieben, wo über 400 Kinder zur Welt kamen, die sogenannten Ottilien Babys.


08:30 Evangelische Perspektiven (30 Min.)
Opfer der Nachkriegszeit

Heimkinder unter dem Dach der Kirche Opfer der Nachkriegszeit oder einer zweiten Schuld der Kirche? Von Simon Berninger Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Medikamente statt Zuwendung, Strafen statt Nächstenliebe – der Alltag in deutschen Kinderheimen – kirchlichen wie staatlichen – sah in der Nachkriegszeit düster aus. Kinder wurden massenweise verwahrt statt individuell versorgt. Ruhigstellen mit Medikamenten, nächtelanges Einsperren oder Schläge waren an der Tagesordnung. Schätzungen zufolge waren über 800.000 Kinder bis Anfang der 1970er Jahre betroffen. Im Nachgang einer öffentlichen Bitte um Entschuldigung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Jahr 2011 leistet die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Pionierarbeit: Sie hat die Vergangenheit ihrer Kinderheime in den Jahren zwischen 1945 und 1975 so umfassend aufgearbeitet wie bislang keine andere Landeskirche. Doch stellt sich die Frage, ob eine Aufarbeitung ab Stunde Null nicht zu spät einsetzt, um zu verstehen, woher die menschenverachtende Haltung gegenüber Heimkindern tatsächlich kommt. In den diakonischen Anstalten Hephata im nordhessischen Treysa etwa, die durch Recherchen der Filmemacherin Sonja Toepfer in den Fokus der kirchlichen Aufarbeitung gerückt sind, war nach dem Krieg der Nazi-Arzt Willi Enke beschäftigt. Enke beförderte in Hephata zwar keine Krankenmorde mehr wie es sie vor 1945 vielerorts gab, doch missbrauchte er die Heimkinder für skrupellose Forschungen – alles unter dem Dach der Kirche. Simon Berninger hat sich auf Spurensuche gemacht.


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 Bayern 2 am Sonntagvormittag (175 Min.)
Sonntagsbeilage: Kultur. Alltag. Feuilleton.

10.00 / 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 kulturWelt (25 Min.)


12:30 radioTexte – Das offene Buch (30 Min.)
André Jung liest Guram Dotschanaschwili

Ehrengast Georgien: "Das erste Gewand", das Lieblingsbuch der Georgier, ist eine Fabel von Liebe und Freundschaft, politischer Tyrannei und der Sehnsucht des Menschen nach Freiheit. Besuch bei Guram Dotschanaschwili Moderation: Cornelia Zetzsche Nach der Sendung als kostenloser Podcast verfügbar

Domenico ist unerfahren. Als Sohn des Dorfältesten, der "Das erste Gewand" hütet und weitergibt, zieht es den Jungen hinaus in die Welt. Drei Städte lernt er kennen, bevor er am Ziel ist: das höfliche "Feinstadt" mit rosafarbenen und himmelblauen Häusern, wo alles Spiel und Spaß und Oberfläche ist; "Kamora", die grausame Stadt, in der Willkür und Gewalt regieren; und schließlich Canudos, wo – nach einer Revolte der Hirten – Träume, Freiheit und Selbstbestimmung ihre Erfüllung finden und Domenico zum Vater zurückkehren kann. Mit 27 Jahren begann Guram Dotschanaschwili dieses 700-Seiten-Epos vom verlorenen Sohn und der Sehnsucht des Menschen nach Freiheit. Zwölf Jahre später schrieb er den letzten Satz und machte aus Freude und Übermut einen Handstand. Aber kein Verlag wollte den Roman damals drucken. Heute ist "Das erste Gewand" das Lieblingsbuch der Georgier und Guram Dotschanaschwili der hochverehrte Meister und Grandseigneur unter den zeitgenössischen Literaten Georgiens. 1939 in Tbilisi als Arztsohn geboren, spielte Guram Dotschanaschwili hervorragend Geige, boxte und studierte Archäologie, bevor er sich dem Schreiben verschrieb. Sein moderner Klassiker "Das erste Gewand" ist, stilistisch und sprachlich virtuos, mit Neologismen durchsetzt, manche sind heute Teil der georgischen Alltagssprache.

Die Wortschöpfungen habe er den Zensoren zu verdanken, sagt der Achtzigjährige heute augenzwinkernd, sie zwangen ihn dazu, verschlüsselt zu schreiben, kreativ zu werden und immer neue Ausdrucksformen zu erfinden. "Das erste Gewand" ist der zweite Teil der Georgien-Reihe. Der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler André Jung liest aus den modernen und sehr lebendigen Klassiker: dienstags "Afterwork" mit Live-Musik im Literaturhaus München, sonntags in "radioTexte – Das offene Buch": ein Besuch bei Guram Dotschanaschwili in Tbilisi. Moderation: Cornelia Zetzsche Georgien-Reihe: "Reise nach Karabach" Shenja Lacher liest Aka Morchiladze 16.9.2018 "radioTexte – Das offene Buch", 12.30-13.00 Uhr auf Bayern 2 "Das erste Gewand" André Jung liest Guram Dotschanaschwili Live-Musik: Sänger/Innen des Iberisi-Chors 18.9.2018 Literaturhaus München, 18.30-19.15 Uhr im Foyer 23.9.2018 "radioTexte – Das offene Buch", 12.30-13.00 Uhr auf Bayern 2 "Ich fahre nach Madrid" Franz Pätzold liest Naira Gelaschwili Live-Musik: Nino Gurevich (Klavier) 25.9.2018 Literaturhaus München, 18.30-19.15 Uhr im Foyer 30.9.2018 "radioTexte – Das offene Buch", 12.30-13.00 Uhr auf Bayern 2 "Das Birnenfeld" Ulrike Kriener liest Nana Ekvtimishvili Live-Musik: Nino Gurevich (Klavier) 2.10.2018 Literaturhaus München, 18.30-19.15 Uhr Foyer 7.10.2018 "radioTexte – Das offene Buch", 12.30-13.00 Uhr auf Bayern 2


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioReisen (55 Min.)
Einfach woanders sein

Wiederholung am Montag, 14.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 Diwan (55 Min.)
Das Büchermagazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 Hörspiel (55 Min.)
Mirna Funk: Auf einem einzigen Blatt Papier

Auf einem einzigen Blatt Papier Von Mirna Funk Mit Michaela Steiger, Thomas Hauser, Anna Drexler, Walter Hess, Krista Posch, Xenia Tiling, Julia Riedler und Christian Löber Komposition: Malakoff Kowalski Regie: Stefanie Ramb BR 2018 Ursendung Wiederholung am Montag, 20.05 Uhr Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

Jonathan ist ein Mann, der kein Gestern und kein Morgen hat. Dessen gesamtes Leben auf einem einzigen Blatt Papier stattfindet, das immer wieder gelöscht und neu beschrieben wird. Jonathan hat Israel, das Land, indem er geboren ist, noch nie verlassen. Er kann es nicht verlassen, weil er sich selbst nicht bewohnt. Er hat quasi keinen Körper, mit dem er reisen könnte. Keinen Körper, mit dem er Dinge schaffen könnte. Keinen Körper, um mit anderen in Kontakt zu treten. Er ist ein Lufthauch. Eine Sphäre. Er existiert nur als Reaktion.

Es gibt von ihm ausgehend keine Aktion. Nichts, das aus ihm heraus agiert. Er reagiert nur auf Dinge, Menschen und Situationen. Sein Leben findet parallel zu all dem statt, was heute die moderne Welt mit ihren zahlreichen Möglichkeiten, dem Netzwerken, dem Reisen und dem sich selbst Entdecken ausmacht. Dieser Mann ist ein Gegenentwurf zur gegenwärtigen Gesellschaft und doch erfahren wir viel durch ihn über eben diese Gesellschaft. "Wir leben in einer Zeit, in der sich alles um persönliche Weiterentwicklung dreht, in der jeder Einzelne davon überzeugt ist, er könne alles tun und jeder sein. Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen glauben, immer wieder neu anfangen zu können. Ja, dass es viele verschiedene Leben in diesem einen gibt. Und wir leben in einer Zeit, in der wir fest davon überzeugt sind, dass wir frei sind. Auch Jonathan, der Protagonist meines Hörspiels, ist überzeugt davon, frei zu sein. Immer, wenn sein Leben nicht so läuft, wie er es sich wünscht, beginnt er einfach von vorn. So glaubt er jedenfalls. Er gibt sich einen neuen Namen, kleidet sich neu ein, beginnt einen neuen Job und eine neue Beziehung. Er verändert sein gesamtes Setting und denkt, dass nun alles anders wird. Aber das wird es nicht. Weil wir nicht neu beginnen können. Weil wir uns, unsere Traumata und unsere Geschichte mitschleppen. Ein ganzes Leben lang. Denn wir werden uns nicht los. Niemals." (Mirna Funk) Mirna Funk, geb. 1981 in Ost-Berlin, Schriftstellerin und Journalistin. Artikel und Essays für verschiedene Magazine und Zeitungen. Auszeichnungen u. a. Uwe-Johnson-Preis, 2015. Roman "Winternähe" (2015).


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Hans Förstl, Psychiater und Alzheimer-Experte

Stephanie Heinzeller im Gespräch mit Hans Förstl, Psychiater und Alzheimer-Experte Aufnahme von 2011 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Hans Förstls bekanntestes Buch ist das "Anti-Alzheimer-Buch". Sein berühmtester Patient ist Ludwig II. – auch wenn er ihn persönlich nie kennengelernt hat. Zum Welt-Alzheimertag am 21.09. wiederholen wir ein Gespräch mit dem Münchner Psychiater aus dem Jahr 2011. Der Traum vom Entdecker-Leben Schon früh will Hans Förstl Forscher werden: "Mit der Machete durch Südamerika", das ist sein Kindheitstraum. Aber die Machete hat den Pasinger Garten nie verlassen. Als Hans Förster herausfindet, dass es keine weißen Flecken mehr auf der Landkarte gibt, ist der Traum vom humboldtianischen Entdecker-Leben erst einmal geplatzt.

Später, beim Zivildienst im Schwabinger Krankenhaus, entdeckt er allerdings, wie wichtig ihm der Kontakt zu Patienten ist und studiert Medizin. Sein Spezialgebiet: Alzheimer. Auch heute ist ihm der positive Umgang mit den Patienten ein besonderes Anliegen, den oft belehrenden Ton von Ärzten gegenüber ihren Patienten hält er für einen Kardinalfehler. Zeit zum Forschen bleibt ihm später nur wenig: Seit 1997 leitet Hans Förstl die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Münchner Klinikum rechts der Isar. Schokolade und Bildung fürs Hirn In "Eins zu Eins. Der Talk" riet Hans Förstl Moderatorin Stephanie Heinzeller 2011, das Gehirn mit Schokolade und Bildung zu befeuern. Außerdem erklärte er, warum er Boxen zutiefst verabscheut und Australien einfach zu schön für ihn ist.


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioDoku (25 Min.)
Reihenweise Geschichten entdecken

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17:30 Bayern 2-Playlist (30 Min.)


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Kulturjournal (85 Min.)
Kritik. Dialog. Essay

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19:30 Musik für Bayern (30 Min.)
Konzertante Blasmusik

Ernst Hutter & die Egerländer Musikanten –
die neue Tournee 2018/19 Mit Werner Aumüller


20:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


20:05 Bayerisches Feuilleton (55 Min.)
Die Bayern im Ersten Weltkrieg

"Tu ein jeder freudig seine Pflicht!" Die Bayern im Ersten Weltkrieg Von Michael Zametzer Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Bayern im Krieg – seit 1871 hat es das nicht gegeben. Über vierzig Jahre Frieden der Prinzregentenzeit haben die Erinnerung verklärt. Die alten Reservisten am Stammtisch erzählen bierselig von Sedan und Metz. Freilich: Es gibt die prächtigen Manöver, zusammen mit den Preußen. Und auch in der bayerischen Gesellschaft hat das Militär sein Ansehen, aber ein Kriegervolk sind die Bayern wohl auch 1914 nicht. Trotzdem schreien viele Bayern "Hurra!". Das Deutsche Reich macht mobil, und Bayern marschiert mit. Das Königlich-Bayerische Leibregiment zieht unter dem Beifall der Münchner aus der Residenz - stellvertretend für eine halbe Million Soldaten aus Altbayern, Franken, Schwaben. "Tu jeder freudig seine Pflicht!", ruft König Ludwig III. seinen Bayern zu. Fern der Städte, auf dem Land, da jubeln sie nicht. Es rufen andere Pflichten. Die Bauern sorgen sich weniger um Deutschlands Ehre als um die Ernte. Wer soll den Hof bestellen, wenn Söhne und Knechte ins Feld ziehen? Anders die Stimmung an den Schulen und Universitäten: Ganze Klassen melden sich geschlossen an die Front. Der Krieg soll nur ja nicht ohne sie losgehen. Die Ernüchterung kommt schnell. Nach wenigen Wochen erstarrt die Front in Frankreich, wo die meisten Bayern kämpfen, im Stellungskrieg. In Briefen, Tagebüchern und Feldpostbriefen erzählen sie noch heute, nach 100 Jahren, von ihren Hoffnungen, Zweifeln und Ängsten - eine "verlorene Generation" junger Bayern. Und die Künstler, die Schriftsteller, die Geistesgrößen? Viele setzten sich freiwillig die Pickelhaube auf. Franz Marc meldet sich euphorisch zur Artillerie. Lena Christ ist hin und her gerissen zwischen patriotischer Begeisterung und Angst. Für den Augsburger Gymnasiasten Berthold Brecht ist der Krieg unumgänglich. Und selbst der "Simplicissimus" – sonst messerscharfes Satireblatt - respektiert den Burgfrieden. Der Erste Weltkrieg ist aber vor allem eins: Der Anfang vom Ende der "guten alten Zeit" in Bayern. Am Ende nämlich wird die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen. Und nach dem Krieg ist vor dem Krieg …


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 radioFeature (55 Min.)
Dunkelkammern der Demokratie

Dunkelkammern der Demokratie Populistische Stimmungsmacher und ihre Schattenspender Von Peter Kreysler DLF 2018 Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Schattenspender haben den AfD-Wahlkampf mit geschätzt 13 Millionen Euro unterstützt, ohne dass dieses Geld in den Büchern der Partei auftaucht. Auch in England kamen erhebliche Mittel für die Brexit-Kampagne aus nebulösen Quellen. Das Feature geht den dubiosen Geldern nach und fragt: Gefährden Schattenspender unsere Demokratie? Überall in Europa profitieren populistische Parteien von Schattenspendern. Mit großen Summen unbekannter Herkunft werden manipulative Wahlkämpfe geführt. Die Wahlkommissionen agieren hilflos, die Spender bleiben anonym. Um ihre Macht zu stärken, nutzen populistische Parteien die lockeren Parteiengesetze aggressiv aus. Anonyme Großspender pumpen zweistellige Millionenbeträge in Wahlkämpfe. Für die Brexit-Kampagne in Großbritannien zahlte der Geschäftsmann Arron Banks 12 Million Pfund – angeblich aus seinem Privatvermögen, obwohl es seine finanziellen Mittel bei weitem überstieg. Wer waren seine Hintermänner? In Deutschland nutzte die AfD wohl einen Trick, um über einen Verein Gleichgesinnter die Wahlkampfkasse prall zu füllen. Die tatsächliche Quelle der beiden Millionenspenden blieb bisher unbekannt. Die Wahlkommissionen in England wie in Deutschland konnten die wahren Spender nicht ermitteln. Mit den Geldern wurden polarisierende, emotionalisierende Wahlkämpfe geführt. Populisten verbreiteten Halbwahrheiten oder glatte Fehlinformationen. Firmen wie Cambridge Analytica konnten dank umfangreicher illegal erworbener Daten Bürger punktgenau kontaktieren und manipulieren. Inzwischen dämmert der Politik, welche Gefahr in dieser Entwicklung steckt, wie die Fundamente der Demokratie zerbröseln. Veraltete Regulierungen und Gesetze greifen nicht mehr. Nicht nur Bürger fordern deshalb kompromisslose Transparenz: Wenn die Helfer der Populisten weiter im Dunkeln agieren können, wird das den Diskurs in unserer politischen Kultur grundlegend verändern.


22:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


22:05 Zündfunk Generator (55 Min.)
Ideen aus Pop, Politik und Gesellschaft

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

*

Montag, 24. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5 c-Moll (David Briggs, Orgel); Thomas Schmidt-Kowalski: Drei Nocturnos, op. 48 – "Gesänge der Nacht" (Alexander Baillie, Violoncello; James Lisney, Klavier); Jacques-François Gallay: Hornquartett, op. 26 (Leipziger Hornquartett); Johannes Brahms: "Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz", op. 29, Nr. 2 (Rundfunkchor Leipzig: Wolf-Dieter Hauschild)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Ludwig van Beethoven: Symponie Nr. 3 Es-Dur – "Eroica" (Berliner Philharmoniker: Herbert von Karajan); Carl Stamitz: Oktett Nr. 1 B-Dur (Consortium Classicum); Zdenek Fibich: Symphonie Nr. 3 e-Moll (Tschechische Philharmonie: Gerd Albrecht); Juan Cabanilles: Tiento XXIII por A la mi re (Hespèrion XX: Jordi Savall); Hanns Eisler: Kleine Symphonie, op. 29 (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Hans E. Zimmer)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Hector Berlioz: "Sara la baigneuse" (Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis); Johann Sebastian Bach: Suite D-Dur, BWV 1012 (Jean-Guihen Queyras, Violoncello); Ferdinand Hiller: Klavierkonzert fis-Moll, op. 69 (Tasmanian Symphony Orchestra, Klavier und Leitung: Howard Shelley)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Münchner Abkommen

Das Münchner Abkommen Der letzte Friede vor Hitlers Krieg Die Deutschen im Sudentenland Zwischen 1919 und 1946 Das Kalenderblatt 24.9.1806 Bayern reformiert Biersteuer Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das Münchner Abkommen – Der letzte Friede vor Hitlers Krieg Autorin: Sabine Straßer / Regie: Sabine Kienhöfer In der Nacht zum 30. September 1938 fällt im Münchner "Führerbau" eine folgenschwere Entscheidung. Der britische Premier Chamberlain und der französische Ministerpräsident Daladier haben den italienischen Diktator Mussolini zum Vermittler in der Sudetenkrise bestellt. Heraus kommt am Ende ein Abkommen mit Adolf Hitler: Deutschland darf mit offizieller Genehmigung der Westmächte das mehrheitlich deutschsprachig besiedelte Sudetenland in der Tschechoslowakei besetzen. England und Frankreich wollen mit dieser Beschwichtigungspolitik, die unter dem Namen "Appeasement" in die Geschichte eingeht, den Krieg verhindern. Winston Churchill schleudert seiner Regierung danach im Parlament entgegen: "Sie hatten die Wahl zwischen Krieg und Schande. Sie haben die Schande gewählt und werden den Krieg bekommen." Er sollte Recht behalten. Hitler holt die Sudetendeutschen "heim ins Reich" – und marschiert knapp ein Jahr später, am 1. September 1939, in Polen ein. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die Deutschen im Sudentenland – Zwischen 1919 und 1946 Autor und Regie: Rainer Volk Als Böhmen und Mähren Teil des Habsburger Reiches waren, sprach "man" deutsch.

Tschechisch galt als Sprache der Hausangestellten und Bauern. Trotzdem lebten Deutsche und Tschechen mehr oder weniger gut neben- und miteinander. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs, nach dem Ende der Donaumonarchie wurde das von Asch im Westen bis Troppau im Osten reichende deutsche Siedlungsgebiet Teil der neu entstandenen Tschechoslowakei; und die verstand sich – trotz einer großen deutschen und einer großen ungarischen Minderheit – als Nationalstaat. Viele Deutsche – aber eben nicht alle - wünschten sich deshalb einen Anschluss an Deutschland. Rainer Volk erzählt die Geschichte der Deutschen im Sudentenland, zwischen 1919 und 1946, als die meisten aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Anschließend porträtiert Dorit Kreissl den Mann, dessen Name für die Deutschen mit Enteignung, Vertreibung, Flucht verbunden ist: Edvard Beneš, der zweite Präsident der Republik und Nachfolger des legendären Präsidenten Thomas Garrigue Masaryk war Namensgeber der – bis heute gültigen – Dekrete. Auch im eigenen Land ist Beneš nicht unumstritten. Den einen gilt er als Sinnbild eines demokratischen, weltoffenen und liberalen Politikers; als tschechischer Patriot und Diplomat, der verhandeln konnte wie kein zweiter, ein Analytiker und Taktiker. Andere charakterisieren ihn als ehrgeizigen, kleinlichen Politiker, der 1938 sein Volk im Stich gelassen und 1948 die Tschechoslowakei an Moskau ausgeliefert habe. Moderation: Redaktion: Thomas Morawetz Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Das Verschwinden der Elektrogitarre

Nah dran: Das Verschwinden der Elektrogitarre Von Stephan Lina und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 radioReisen (55 Min.)

Einfach woanders sein

Wiederholung vom Sonntag, 13.05 Uhr
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15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Das Erbe Roms

Wie multikulturell war Rom? Weltoffenheit und Größe Roms christliche Katakomben Ruhestätte eines jungen Glaubens Das Kalenderblatt 24.9.1806 Bayern reformiert Biersteuer Von Ulrich Trebbin Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wie multikulturell war Rom? – Weltoffenheit und Größe Autorin: Imogen Rhia Herrad / Regie: Martin Trauner Der Glaube, die überfremdenden Horden der Völkerwanderung hätten das Ende des Römischen Reiches verursacht, ist immer noch weit verbreitet. Dabei war Rom schon seit Beginn seiner Glanzzeit ein multikulturelles Imperium. Wie kein anderer antiker Staat war Rom freigiebig mit seinem Bürgerrecht: So wurden eroberte Völker für die römische Sache gewonnen. Man konnte Ausländer und Römer zugleich sein. So war schon früh die Bügerschaft multiethnisch und vielsprachig. Fremde Götter kamen nach Rom und wurden römisch. Im Jahr 212 n. Chr. schließlich wurden alle freien Einwohner des inzwischen (die bekannte) Welt umspannenden Imperiums zu Römern. Das Geheimnis von Roms Größe waren Flexibilität und Weltoffenheit. Roms christliche Katakomben – Ruhestätte eines jungen Glaubens Autorin: Prisca Straub / Regie: Martin Trauner Sie heißen Priscilla, Sebastiano, Callisto, Domitilla und Agnese. Benannt nach römischen Märtyrerinnen und Märtyrern, die in den unterirdischen Ruhestätten Seite an Seite mit Tausenden namenloser Toter bestattet wurden. Die ersten Katakomben entstanden in Rom in der Zeit um 150 – noch war das Christentum nicht zur Staatsreligion erhoben. Entgegen der landläufigen Meinung dienten Roms Katakomben zu keinem Zeitpunkt als Zufluchtsort während der Christenverfolgungen. Es waren dunkle, feuchte und schlecht belüftete Orte – und die in den Tuff geschlagenen Wandgräber waren nicht viel mehr als eine praktische und billige, unterirdische Ruhestätte. Mit dem Entstehen der frühchristlichen Basiliken wurden die Gebeine der Märtyrer dann an die Oberfläche geholt. Die ausgedehnten unterirdischen Komplexe gerieten in Vergessenheit. Einige von ihnen bis heute. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur
ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


20:05 Hörspiel (55 Min.)
Funk: Auf einem einzigen Blatt Papier

Auf einem einzigen Blatt Papier Von Mirna Funk Mit Michaela Steiger, Thomas Hauser, Anna Drexler, Walter Hess, Krista Posch, Xenia Tiling, Julia Riedler und Christian Löber Komposition: Malakoff Kowalski Regie: Stefanie Ramb BR 2018 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

Jonathan ist ein Mann, der kein Gestern und kein Morgen hat. Dessen gesamtes Leben auf einem einzigen Blatt Papier stattfindet, das immer wieder gelöscht und neu beschrieben wird. Jonathan hat Israel, das Land, indem er geboren ist, noch nie verlassen. Er kann es nicht verlassen, weil er sich selbst nicht bewohnt. Er hat quasi keinen Körper, mit dem er reisen könnte. Keinen Körper, mit dem er Dinge schaffen könnte. Keinen Körper, um mit anderen in Kontakt zu treten. Er ist ein Lufthauch. Eine Sphäre. Er existiert nur als Reaktion.

Es gibt von ihm ausgehend keine Aktion. Nichts, das aus ihm heraus agiert. Er reagiert nur auf Dinge, Menschen und Situationen. Sein Leben findet parallel zu all dem statt, was heute die moderne Welt mit ihren zahlreichen Möglichkeiten, dem Netzwerken, dem Reisen und dem sich selbst Entdecken ausmacht. Dieser Mann ist ein Gegenentwurf zur gegenwärtigen Gesellschaft und doch erfahren wir viel durch ihn über ebendiese Gesellschaft. "Wir leben in einer Zeit, in der sich alles um persönliche Weiterentwicklung dreht, in der jeder Einzelne davon überzeugt ist, er könne alles tun und jeder sein. Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen glauben, immer wieder neu anfangen zu können. Ja, dass es viele verschiedene Leben in diesem einen gibt. Und wir leben in einer Zeit, in der wir fest davon überzeugt sind, dass wir frei sind. Auch Jonathan, der Protagonist meines Hörspiels, ist überzeugt davon, frei zu sein. Immer, wenn sein Leben nicht so läuft, wie er es sich wünscht, beginnt er einfach von vorn. So glaubt er jedenfalls. Er gibt sich einen neuen Namen, kleidet sich neu ein, beginnt einen neuen Job und eine neue Beziehung. Er verändert sein gesamtes Setting und denkt, dass nun alles anders wird. Aber das wird es nicht. Weil wir nicht neu beginnen können. Weil wir uns, unsere Traumata und unsere Geschichte mitschleppen. Ein ganzes Leben lang. Denn wir werden uns nicht los. Niemals." (Mirna Funk) Mirna Funk, geb. 1981 in Ost-Berlin, Schriftstellerin und Journalistin. Artikel und Essays für verschiedene Magazine und Zeitungen. Auszeichnungen u. a. Uwe-Johnson-Preis, 2015. Roman "Winternähe" (2015).


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 Theo.Logik (55 Min.)
Über Gott und die Welt

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22:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
Mit Ralf Summer
Blue Monday

*

Dienstag, 25. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt 25.9.1755 – Wunderheiler Johann Joseph Gaßner zwingt den Teufel in die Knie Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Robert Delanoff: "Birken im Herbst" (trio songuina); Günter Bialas: "Herbstzeit" (Christian Altenburger, Violine; Barbara Westphal, Viola; Julius Berger, Violoncello; Siegfried Mauser, Klavier); Rudolf Mors: Sechs Lieder nach Gedichten von Li Tai-pe (Dietrich Henschel, Bariton; Graham Cox, Klavier); Gloria Coates: Streichquartett Nr. 8 – "11. September 2001" (Henschel Quartett); Markus Zahnhausen: "Jahreszeichen", Blätter im Wind und Goldene Strahlen (Susanna Laurin, Blockflöte); Wilhelm Killmayer: "Schweigen und Kindheit" (Markus Schäfer, Tenor; Siegfried Mauser, Klavier); Meinrad Schmitt: "Herbstmusik" (Residenz-Quintett München); Carl Mansker: "Der Fächer im Herbst" (trio songuina)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur (Israel Philharmonic: Leonard Bernstein); Anton Bruckner: Streichquartett c-Moll (L'Archibudelli); Muzio Clementi: Symphonie Nr. 2 D-Dur (The Philharmonia: Francesco d'Avalos); Niccolò Jommelli: "La Gelosia", Arie (Yetzabel Arias Fernández, Sopran; Stile Galante: Stefano Aresi); John Field: Sonate Es-Dur, op. 1, Nr. 1 (Míceál O'Rourke, Klavier)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Eduard Erdmann: Symphonie Nr. 2 (Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Israel Yinon); Georg Philipp Telemann: Doppelkonzert F-Dur (Frans Brüggen, Blockflöte; Otto Fleischmann, Fagott; Concentus Musicus: Nikolaus Harnoncourt); Frédéric Chopin: Ballade As-Dur, op. 47 (Seong-Jin Cho, Klavier)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Paul Auster und Bruce Springsteen

Paul Auster Auf der Suche nach dem eigenen Ich Bruce Springsteen Born to Run Das Kalenderblatt 25.9.1755 Wunderheiler Johann Joseph Gaßner zwingt den Teufel in die Knie Von Simon Demmelhuber Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Paul Auster – Auf der Suche nach dem eigenen Ich Autorin: Gabriele Knetsch / Regie: Irene Schuck Paul Auster ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und ein erfolgreicher Romanautor, ein New Yorker Linksintellektueller, der Donald Trump hasst. Er gilt als europäischster unter den amerikanischen Schriftstellern und ist in Europa populärer als in den USA. Vielleicht auch deshalb, weil Auster die großen europäischen Romanciers bewundert: Cervantes, Tolstoi, Dostojewski. Die Texte dieses Autors, der aus einer osteuropäischen Einwandererfamilie stammt, werden zu einer Entdeckungsreise durch die Literatur – durch Zitate aus anderen Büchern, Protagonisten, die in anderen Werken vorkommen oder literarische Anspielungen. Seine Helden sind oft Schriftsteller oder Außenseiter. Paul Auster schreibe im Grunde genommen immer über sich selbst, sagen seine Kritiker. Man kann es auch anders sehen: Paul Auster hat einen eigenen Romantypus erfunden, den jeder Leser sofort als typische Auster-Figur erkennt. Bruce Springsteen – Born to Run Autor: Florian Kummert / Regie: Kirsten Böttcher "Born to Run" und "Born in the USA" - die größten Hits von Bruce Springsteen. Amerikanische Geschichten, verpackt in Ohrwurm-Melodien, die manchmal kaschieren, dass hier einer kritisch auf sein Land blickt.

Archetypen der US-Literatur packt Bruce Springsteen in seine Songs, die Reise, die ewige Suche, die einen immer weiterzieht, die Sehnsucht abzuhauen, der Traum der Straße, die offen vor einem liegt, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, oder die Werte, für die die US-Flagge einmal stand. Springsteen, 1949 in New Jersey in eine streng katholische, irisch-italienischstämmige Familie hineingeboren, flüchtete vor den Gewaltausbrüchen des Vaters in die Musik, spielte stundenlang auf der Gitarre, tingelte jahrelang durch die Clubszene, fand Zuflucht in seiner Band, der E Street Band, und symbolisiert bis heute den Arbeitertyp, der eloquent die Probleme seiner Zeit anprangert, ein Prediger mit der Macht des Rock' n' Rolls und eines knackigen 3-Minuten-Songs. Mittlerweile gibt es Uni-Seminare über seinen kurzen, präzisen Stil zu texten. Seine 2016 erschienene Autobiographie "Born to Run" erzählt von Depressionen und der heilenden Kraft der Musik. Seine Songs sind missverstanden und politisch missbraucht worden, etwa das trotzige "Born in the USA" aus dem Reagan-Wahljahr 1984, das von einem Vietnam-Veteranen erzählt, der in seiner Heimat ein zweites Mal verlorengeht. Oder "American Skin" von 1999, ein Song über schwarze Opfer weißer Polizeigewalt. Er ist – wie sein Spitzname "Boss" sagt – einer, der seine Band im Griff hat, und der trotzdem ein "Jedermann" geblieben ist, kein abgehobener Star, sondern einer dessen Musik seinen Fans auf Augenhöhe aus der Seele spricht. Moderation: Redaktion: Petra Herrmann Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Migranten als U-Bahnfahrer

Nah dran: Nachwuchs dringend gesucht – Migranten als U-Bahnfahrer Von Leonie Thim und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

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13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 Bayern 2-Favoriten (55 Min.)
Empfehlungen von Bayern 2

Empfehlungen für Bücher, Musik, Filme und mehr
Ausgewählte Beiträge als Podcast
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15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Bossanova und José Saramago

Bossanova Musik des politischen Aufbruchs José Saramago Das "Evangelium" eines Unbequemen Das Kalenderblatt 25.9.1755 Wunderheiler Johann Joseph Gaßner zwingt den Teufel in die Knie Von Simon Demmelhuber Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Bossanova – Musik des politischen Aufbruchs Autor: Markus Mähner / Regie: Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts experimentieren weltweit junge, intellektuelle Schriftsteller, Musiker und Filmemacher mit neuen Formen. So entsteht in Frankreich der "Nouveau Roman" und das Kino der "Nouvelle Vague". In Deutschland schaffen Filmemacher wie Alexander Kluge, Volker Schlöndorff oder Wim Wenders wenige Jahre später den "Neuen Deutschen Film". Auf der anderen Seite des Atlantiks passiert Ähnliches in Rio De Janeiro, Brasilien: Eine modern-urbane Mittelschicht versucht sich an neuen Ausdrucksformen in Film und Musik. Der Bossa Nova entsteht. Am bekanntesten und einflussreichsten wird die Musik, die sich sowohl an dem feurigen Rhythmus des brasilianischen Samba bedient als auch der Coolness des zeitgenössischen amerikanischen Jazz. Der Film "Orfeu Negro" von Marcel Camus macht 1959 die Lieder von Antonino Carlos Jobim, Luiz Bonfa und Joao Gilberto weltberühmt. Doch die politische Aufbruchsstimmung, zu der der Bossa Nova den perfekten Soundtrack liefert, findet Mitte der 60er mit einen Militärputsch ein jähes Ende. Viele Intellektuelle und Künstler sind zur Emigration gezwungen. José Saramago – Das "Evangelium" eines Unbequemen Autorin: Prisca Straub / Regie: Christiane Klenz "Ich bin kein Pessimist", soll José Saramago einmal gesagt haben – "nur ein besonders gut informierter Optimist!" Mit dieser Haltung hat der aus ärmlichen Verhältnissen stammende, 2010 verstorbene portugiesische Schriftsteller, Essayist und Nobelpreisträger immer wieder Anstoß erregt. Zeitlebens hat er sich in aktuelle politische Debatten eingemischt, galt als konfrontativ, direkt und umstritten. Und: Er war der bekannteste Kommunist Portugals, der seiner Heimat allerdings zeitweise den Rücken kehrte, nachdem er immer wieder scharf attackiert worden war. Wie in der Endzeitparabel "Die Stadt der Blinden" kritisiert José Saramago die gesellschaftlichen Verhältnisse unnachgiebig – aber nie mit erhobenem Zeigefinger. Mit "Das Evangelium nach Jesus Christus" legt sich der Autor sogar mit dem Christentum an: Saramago schildert einen Jesus, der von einem korrupten Gott arglistig hinters Licht geführt wird. Die Bibel war ein Buch, das den erklärten Atheisten nie losgelassen hat. Moderation: Redaktion: Petra Herrmann Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
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17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
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18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Zähneknirschen

Zähneknirschen Wie wir unsere Sorgen zermalmen wollen Von Anne Kleinknecht Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wann waren Sie zuletzt zerknirscht, haben vor Schmerz die Zähne zusammengebissen oder auf einem Problem herumgekaut? Unsere Zähne und Kiefergelenke bekommen einiges ab von dem, was wir an Sorgen, Pein und Ärger mit uns herumtragen. Was genau hinter dem Phänomen steckt, versuchen Forscher seit ein paar Jahren zu umreißen. Fest steht: Die Zahl der Menschen, die mit den Zähnen knirschen oder pressen, steigt Jahr für Jahr. Wenn ein sogenannter "Bruxist" – also jemand, der ständig mit den Zähnen knirscht – den Mund öffnet, präsentiert sich Zahnärzten häufig ein erschreckendes Bild: abgeschmirgelter Zahnschmelz, angeknackste und zerbrochene Kronen, steife und schmerzhafte Kiefergelenke und -muskeln. Mit Aufbiss-Schienen versuchen die Mediziner, schlimmere Schäden zu verhindern und den Kauapparat zu schützen. Die Ursachen für das Verbeißen in Ängste und Sorgen müssen die Betroffenen allerdings selbst in den Griff bekommen. Sport oder Entspannungsübungen können ein erster Schritt sein. Redaktion: Gerda Kuhn


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur
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19:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)

Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören
unter: www.bayern2.de/zuendfunk
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und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


20:05 Nachtstudio (55 Min.)
Viva la vulva!

Wildes Denken geht vor den Frauen auf die Knie Moderation: Joana Ortmann Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wir sind verwirrt. Ein wunderbarer Zustand. Endlich wieder kann uns etwas überraschen. Die Geschlechterverhältnisse verändern sich. Die alles verschlingende Vulva wandelt sich zum weiblichen Füllhorn. Aus den Sexbomben werden MILF, mothers I would like to fuck, aus den Frauenkreisen der 1970er, in denen die Vulven der anderen bestaunt wurden, wird das Pamphlet: Die potente Frau. Wildes Denken, potent zwar, aber von jeher das keuscheste aller Magazine, fragt nach, wie es um die Lust der Frauen steht.


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 radioTexte am Dienstag (55 Min.)
Olivier Rolin: Baikal-Amur / nemo: das Ratespiel

Sie ist das bedeutendste Eisenbahnbauwerk des 20. Jahrhunderts: 4.287 Kilometer Schienenweg, 2.230 Brücken, 212 Bahnstationen, drei Zeitzonen Ein Reisebericht von Olivier Rolin

Die Baikal-Amur-Magistrale verläuft nördlich der Transsibirischen Eisenbahn zwischen Taischet und dem Pazifischen Ozean. Geplant zur Erschließung Sibiriens, wurde sie in den 1930er Jahren zu einem Denkmal des stalinistischen Terrors, für das Hunderttausende von Zwangsarbeitern ihr Leben ließen. Der französische Autor Olivier Rolin hat auf der Baikal-Amur Magistrale eine Reise in das Herz Russlands unternommen. Er erinnert an die jüngste Geschichte der Sowjetunion, beschreibt die Tricks der sowjetischen Propaganda, schildert seine Begegnungen mit Menschen in einer überwältigenden Natur. Anschließend lösen die literarischen Ermittler von nemo neue literarische Fälle.


22:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
Mit Roderich Fabian
Past Present Future

*

Mittwoch, 26. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt 26.9.1580 – Francis Drake beendet Weltumseglung Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Fränkische Komponisten

Roland Schmidt: "B-A-C-H" (Cabaza Percussion Quartet); Paul Damjakob: "An Mozart" (Paul Damjakob, Orgel); Hans-Günther Allers: Variationen mit Fuge über ein Thema von Niccolò Paganini, op. 82 (Cassiopeia Quintett); Bernhard Weidner: "Mit Brahms" (Holger Berndsen, Klavier); Stefan David Hummel: "Behind the quietness" (il capriccio: Friedemann Wezel); Volker Blumenthaler: "Glasnacht" (Norma Enns, Sopran; Volker Blumenthaler, Violoncello; L'art pour l'art)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Antonín Dvorák: Klaviertrio f-Moll, op. 65 (Trio Bamberg); Claude Debussy: "Khamma" (Philharmonisches Orchester Rotterdam: James Conlon); Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll, op. 47 (Wladimir Spiwakow, Violine; St. Petersburg Philharmoniker: Jurij Temirkanow); Franz Danzi: Bläserquintett F-Dur, op. 68, Nr. 2 (Ensemble Wien-Berlin)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Jules Massenet: "Scènes dramatiques" (National Philharmonic Orchestra: Richard Bonynge); Franz Schreker: Kammersymphonie (Orquesta Filarmónica de Gran Canaria: Pedro Halffter); Giuseppe Torelli: Trompetenkonzert D-Dur (Josef Hofbauer, Trompete; Schönbrunn Festival Orchestra Vienna: Guido Mancusi)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Sinnstiftung in der Psychotherapie

Weise Interventionen Wenn weniger mehr ist Viktor Frankl Sinn des Lebens, Sinn des Leidens Das Kalenderblatt 26.9.1580 Francis Drake beendet Weltumseglung Von Ulrike Rückert Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Weise Interventionen – Wenn weniger mehr ist Autorin: Prisca Straub / Regie: Martin Trauner Vermeintlich unbedeutende Beeinflussungen können beachtliche Wirkungen entfalten: Subtile Botschaften entscheiden mit darüber, wie erfolgreich wir im Studium sind, wie zufrieden mit dem Partner – und wie versöhnlich mit den Kollegen. Die psychologische Forschung zeigt: Statt langer Therapie und teurem Coaching reicht manchmal auch eine unscheinbare Mitteilung, ein kleiner Hinweis – das stärkt das Selbstwertgefühl und kurbelt das Engagement an: Ein positiver Kreislauf der Selbstvergewisserung setzt sich in Gang - spielerisch und scheinbar wie von selbst! Wie von selbst? Mit geringem Aufwand lässt sich erstaunlich viel erreichen. Doch das wissen auch Wirtschaftspsychologen und setzen dieses Wissen entsprechend ein. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf: Wann ist weise Intervention eine sanfte Form der Therapie – und wann wird sie zur bewusst eingesetzten Manipulation.

Viktor Frankl – Sinn des Lebens, Sinn des Leidens Autorin: Justina Schreiber / Regie: Irene Schuck Was ist der Sinn des Lebens? Zu dieser Frage hielt Viktor Frankl bereits mit 16 Jahren seinen ersten Vortrag. Sie blieb der rote Faden seiner Arbeit. Aus Gesprächen mit Selbstmordkandidatinnen und mit Schülern am Tag der Zeugnisvergabe zog der österreichische Psychiater den Schluss, dass der Mensch über einen "Willen zum Sinn" verfügt und seelisch erkrankt, wenn sein Sinnbedürfnis frustriert wird. Eine Theorie, die er durch die eigenen Erfahrungen in deutschen Konzentrationslagern bestätigt fand. Viktor Frankl begründete die sogenannte dritte Wiener Schule der Psychotherapie – nach Sigmund Freud und Alfred Adler. Seine Methode der Logotherapie und Existenzanalyse unterstützt den Prozess der Sinnfindung, der bei jedem Patienten anders aussieht. Grundsätzlich jedoch geht es immer darum, von sich selbst und dem eigenen Leid abzusehen, um Erfüllung in einer Aufgabe finden zu können. Wie es Frankl selbst gelang, beschrieb er in seinem berühmten Buch "… trotzdem Ja zum Leben sagen": Die Vorstellung, dass er eines Tages Vorlesungen über die Auswirkungen des Konzentrationslagers auf die Psyche halten würde, hielt ihn in Auschwitz und Kaufering am Leben. Er starb als hochangesehener Wissenschaftler mit 92 Jahren in Wien. Moderation: Redaktion: Susanne Poelchau Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


10:05 Notizbuch – Gesundheitsgespräch (55 Min.)
Allergietherapien im Herbst

Heuschnupfen überstanden – und nächstes Jahr? Mit Dr. Marianne Koch und Prof. Tilo Biedermann, Direktor der Hautklinik am Biederstein Moderation: Klaus Schneider Telefon: 0800 – 246 246 9 gebührenfrei E-Mail: gesundheitsgespraech@bayern2.de Internet: www.bayern2.de/gesundheitsgespraech Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Endlich durchatmen! Die Heuschnupfensaison geht zu Ende, doch klingt die Allergie ab, vergisst der Mensch, dass eine Therapie helfen könnte. Dabei ist der Herbst die Zeit dafür, sagt Hautarzt und Allergologe Prof. Tilo Biedermann. Im Gesundheitsgespräch, Hörertelefon 0800/246 246 9, geschaltet immer mittwochs ab 9 Uhr und auf Sendung in Bayern 2 ab 10.05 Uhr.


11:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


11:05 Notizbuch (55 Min.)
Paare und Porno

Nah dran: Paare und Porno – wie Pornokonsum die Beziehung beeinflusst Von Claudia Decker und anderes 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 Breitengrad (55 Min.)
Palästinenser – die vergessenen Flüchtlinge

Die vergessenen Flüchtlinge – Palästinenser in Jordanien Von Jörg Kaminski Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Mit dem Begriff "palästinensische Flüchtlinge" verbinden die meisten Menschen überwiegend den Gazastreifen und das Westjordanland. Wenn im Gazastreifen Palästinenser und Israelis aufeinander losgehen, sind die Augen der Welt auf sie gerichtet. Dass auf der anderen Seite des Jordan, im Haschemitischen Königreich, fast genauso viele Menschen mit palästinensischen Wurzeln leben, ist weitgehend unbekannt. Jordanien – ist das nicht das Land mit den vielen syrischen Flüchtlingen? Ja, das stimmt. Aber, die Zahl der im Lande lebenden Palästinenser mit und ohne jordanische Staatsbürgerschaft übertrifft die der Syrer bei weitem. Seit 70 Jahren, also seit der im Arabischen Nakba bezeichneten Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat, nimmt das Königreich immer wieder große Wellen von Flüchtlingen von dort auf. Wie hält Jordanien das angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Krisen aus? Glauben die palästinensischen Flüchtlinge noch an die Rückkehr in die Heimat? Jörg Kaminski ist diesen Fragen bei seinen Recherchen in Jordanien nachgegangen.


15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Gedanken zur Heimat

Aufgeklärter Patriotismus? Ein philosophischer Exkurs Fremde Heimat Philosophische Gedanken zur Migration Das Kalenderblatt 26.9.1580 Francis Drake beendet Weltumseglung Von Ulrike Rückert Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Aufgeklärter Patriotismus? – Ein philosophischer Exkurs Autor: Fabian Mader / Regie: Irene Schuck Patriotismus ist ein Gefühl, eine Welle, die Menschen mit sich reißen kann. So sehr, dass er in Deutschland immer in Verdacht steht, in eine neue Katastrophe zu führen. Ist so etwas wie ein aufgeklärter, also rational verstandener und kontrollierter Patriotismus überhaupt denkbar? Philosophen beschäftigen sich gerade in den vergangenen Jahren mit der Rationalität von Gefühlen – was lässt sich daraus über einen aufgeklärten Patriotismus lernen? Die Philosophin und Publizistin Thea Dorn hat sich kürzlich mit einem Leitfaden für aufgeklärte Patrioten nach vorn gewagt. Ihre These: Aufklärung und Patriotismus gehören zusammen. Fremde Heimat – Philosophische Gedanken zur Migration Autor: Reinhard Schlüter / Regie: Frank Halbach Der Gedanke mag überraschen, aber eine der wenigen kulturellen Gemeinsamkeiten von uns mehr als sieben Milliarden Menschen ist der uns allen von Anbeginn anhaftende Migrationshintergrund. Betrachtet man die Geschichte des Homo sapiens, so vollzog sich dessen von Zentralafrika ausgehende Ausbreitung und Vermehrung binnen rund 120.000 Jahren als eine, allenfalls eiszeitbedingt unterbrochene, stetige Abfolge von Migrationsbewegungen. So bilden jene Zigmillionen Menschen, die sich Jahr für Jahr - sei es durch Flucht und Vertreibung oder auf der Suche nach einem besseren Leben - weltweit auf den Weg in eine neue "Heimat" machen, nur die Momentaufnahme einer sich scheinbar endlos fortsetzenden Entwicklung. Doch finden die Migranten im jeweils "gelobten Land" auch wirklich das, was man "Heimat" nennt? Welche Auswirkung haben Integration oder Desintegration auf die eigene Identität? Und welche Rolle spielt bei alledem die jeweils aufnehmende Gesellschaft? Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur
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19:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


20:05 radioKrimi (55 Min.)
Anne Chaplet: Schneesterben (2/2)

Schneesterben (2/2) Von Anne Chaplet Mit Gert Heidenreich, Axel Milberg, Eva Gosciejewicz, Peter Kremer, Rita Russek, Natalie Spinell, Horst Sachtleben und anderen Komposition: Pierre Oser Bearbeitung und Regie: Walter Adler BR 2006 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

Klein-Roda in der Rhön. Paul Bremer versucht, das gut gehütete Geheimnis des Ortes zu ergründen. Was war das damals für eine Geschichte, als zwei Jugendliche ein Kind zu Tode folterten? Ausgerechnet in jenem Tunnel, in dem die Nazis Zwangsarbeiter bis zum Tod schuften ließen für den Bau ihrer Wunderwaffe. Und warum muss der Kinderarzt Thomas Regler in der Vollzugsanstalt sterben? Auch Karen Stark, Staatsanwältin aus Frankfurt, versucht die Wahrheit hinter all den Lügen und Ausreden zu finden. Anne Chaplet, eigentl. Cora Stephan, geb. 1951, lebt in Frankfurt am Main und Südfrankreich. Studium der Politikwissenschaften und Geschichte. Arbeitete als Übersetzerin, Lektorin, Dozentin und Rundfunkmoderatorin. Veröffentlichung von Büchern zu historischen und politischen Themen. Romane u.a. "Caruso singt nicht mehr" (1998), "Nichts als die Wahrheit" (2000, Deutscher Krimipreis 2001), "Die Fotografin" (2002), "Sauberer Abgang" (2006), "Erleuchtung" (2012), "In tiefen Schluchten" (2017). Weitere BR-Hörspieladaptionen: "Caruso singt nicht mehr" (2003), "Nichts als die Wahrheit" (2005).


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 Dossier Politik (55 Min.)
Hintergrund, Analyse, Meinung

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


22:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

*

Donnerstag, 27. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt 27.9.1804 – Josef Pichler führt Erstbesteigung des Ortlers durch Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Charles Kálmán: "Ein Tag im Kurort" (German Symphonic Pops Orchestra: Reto Parolari); Ulrich Sommerlatte: "Traumballett" (Thüringen Philharmonie: Olaf Koch); Werner Thomas-Mifune: "Haydn's südamerikanische Saitensprünge" (Norbert Groh, Benedikt Köhlen, Klavier); "Zwei vergnügliche Etüden" (Norbert Groh, Klavier); Bernd Scholz: "Japanisches Konzert", 2. Satz (Siegfried Behrend, Gitarre; Münchner Rundfunkorchester: Curt Cremer); Mark Lothar: "Zwei Herren aus Verona", Kleine Theater-Suite, op. 28 (Münchner Rundfunkorchester: Jan Koetsier); Hans Stadlmair: "Sinfonia serena" (Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair); Wilhelm Killmayer: "Pas de deux classique" (Münchner Rundfunkorchester: Wilhelm Killmayer)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Johannes Brahms: Serenade D-Dur, op. 11 (Scottish Chamber Orchestra: Charles Mackerras); Ludwig van Beethoven: Klaviertrio G-Dur, op. 1, Nr. 2 (Trio Fontenay); Georg Philipp Telemann: Suite F-Dur (Carin van Heerden, Wolfgang Dey, Oboe; L'Orfeo Barockorchester); Johann Nepomuk Hummel: "Das Zauberschloß", Suite (London Mozart Players: Howard Shelley)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 78 c-Moll (Orpheus Chamber Orchestra); Louis Spohr: Violinkonzert e-Moll, op. 38 (Takako Nishizaki, Violine; Philharmonic Chamber Orchestra: Libor Pešek); John Williams: "Hook", Flight to Neverlands (Boston Pops Orchestra: John Williams)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
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08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
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09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Prinzip Kooperation

Symbiosen Vom Miteinander in der Natur Das große Insektensterben Was uns verloren geht Das Kalenderblatt 27.9.1804 Josef Pichler führt Erstbesteigung des Ortlers durch Von Regina Fanderl Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Symbiosen – Vom Miteinander in der Natur Autorin und Regie: Sabine Kienhöfer Sie begann vor Millionen von Jahren und machte Pflanzen, Tiere und auch den Menschen erst möglich: die Symbiose. Dieses Prinzip des Zusammenlebens verschiedener Arten von Lebewesen dient dem Überleben und funktioniert nur dann, wenn beide Partner einen Nutzen daraus ziehen. Manche Symbiosen sind locker und unverbindlich, andere dagegen so eng, dass die Partner wie eine Einheit wirken. Symbiotische Beziehungen durchziehen die gesamte Natur: Bakterien versorgen Pflanzen mit lebenswichtigem Stickstoff und erhalten von ihnen als Gegenleistung Zucker. Pilzgeflechte im Boden tauschen mit Bäumen Nährstoffe und Mineralien aus. Insekten bestäuben Pflanzen und werden dafür mit Pollen und Nektar versorgt. Krokodile beschützen Vogelnester und kommen dafür in den Genuss von Fischen. Und auch wir Menschen sind Teil der Symbiose. In und auf uns gibt es etwa zehn mal mehr Bakterien, Viren und Pilze, als der menschliche Körper Zellen hat. Ohne diese Lebensgemeinschaft würden auch wir nicht überleben. Das große Insektensterben – Was uns verloren geht Autorin Renate Ell / Regie: Sabine Kienhöfer 75 Prozent weniger Fluginsekten als 1989 – diese Meldung rüttelt auf. Zwar basiert sie nur auf Zählungen in Nordrhein-Westfalen, aber Fachleute widersprechen nicht der Vermutung, dass es in anderen Teilen Deutschlands ähnliche Entwicklungen gab. Dafür sprechen Beobachtungsdaten ebenso wie die Tatsache, dass die Landschaft in den letzten Jahrzehnten überall durch immer mehr Straßen und Siedlungen zerstückelt, die Agrarlandschaft überall eintöniger wurde. Bunt blühende Wiesen etwa, der wichtigste Lebensraum für viele Insekten, sind häufig monotonen "Grasäckern" gewichen oder wurden gleich in Maisfelder umgewandelt. Insekten bilden das Fundament unserer Ökosysteme, als Bestäuber, als Futter für Vögel und andere Kleintiere, als "Abfall-Recycler". Fast eine Million Arten sind bekannt – Fachleute schätzen aufgrund von Stichproben, dass es weit mehr gibt.

Und die Zahl der einzelnen Tiere übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Welche Folgen hat es für die Ökosysteme, wenn innerhalb relativ kurzer Zeit ein großer Teil der Insekten verschwindet, wenn einzelne Arten nicht mehr vorkommen? Und wie könnte man diese Entwicklung aufhalten? Moderation: Redaktion: Gerda Kuhn Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Wie Aufforstung in Afrika gelingt

Nah dran: Bäume im Wüstensand – wie Aufforstung in Afrika gelingt Von Thomas Kruchem 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Bäume im Wüstensand – wie Aufforstung in Afrika gelingt Jahrzehntelang wurden im Sahel-Land Niger Bäume abgeholzt; die Wüste drang immer weiter vor. Dann jedoch kam Tony Rinaudo. Und heute stehen im Süden Nigers 280 Millionen Bäume – vierzig Mal so viele wie vor dreißig Jahren.


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

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13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
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14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 kulturLeben (55 Min.)
Das Wochenende in Bayern

Wiederholung um 20.05 Uhr Als Podcast verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Nahrungsspezialisten und ihre Lebensgrundlage

Der Koala Feinschmecker mit Eukalyptus-Stammbaum Der Eukalyptus Ein umstrittener Baum Das Kalenderblatt 27.9.1804 Josef Pichler führt Erstbesteigung des Ortlers durch Von Regina Fanderl Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Koala – Feinschmecker mit Eukalyptus-Stammbaum Autorin: Margarete Blümel / Regie: Sabine Kienhöfer Koala: "trinkt nicht". Mit dieser – wörtlich-korrekten – Übersetzung aus einer Aborigine-Sprache nimmt das Missverständnis in Sachen "Koala-Bären" seinen Lauf. Denn: Koalas beziehen zwar einen Gutteil ihres Flüssigkeitsbedarfs aus ihrem Leibgericht, einer Auswahl ganz bestimmter Eukalyptusblätter. Dennoch sind die nachtaktiven Baumbewohner aber zusätzlich auf Wasser angewiesen. Außerdem sind die Vertreter der australischen Ikone keine Bären, sondern Beuteltiere. Und: Wer dieser Spezies Faulheit unterstellt, tut dem Koala Unrecht. Koalas verbringen den größten Teil des Tages im Energiespar-Modus auf ihrem Eukalyptus-Stammbaum, weil ihre Blättermahlzeit ihnen zwar viele Ballaststoffe und harte Fasern, aber nur einen geringen Nährwert beschert. Das machen die Tiere mit einem langsamen Stoffwechsel wett, der ihren Energiebedarf reduziert und das Futter besonders lange im Verdauungsapparat speichert. Diese Umstände machen die possierlich wirkenden Beuteltiere aber auch besonders anfällig. Weil sie nicht schnell genug sind, fallen sie Buschbränden zum Opfer. Oder sie sterben, weil ihre Nahrungs- und Schlafbäume abgeholzt werden und sie auf der Futtersuche auf Hunde und Füchse treffen. Deshalb werden die silbrig-grauen Baumbewohner in ihrer Heimat mithilfe neu aufgelegter Programme besonders geschützt. Schließlich sind sie, wie es im Volksmund heißt, "Koalas, the little Australians we'd all hate to lose" – "die kleinen Australier, die wir alle nicht missen möchten". Der Eukalyptus – Ein umstrittener Baum Autorin: Christiane Seiler / Regie: Eva Demmelhuber Niedliche Koalabären, schleimlösende Eukalyptusbonbons, Bodenerosion durch Plantagenwirtschaft – der Eukalyptus ruft widersprüchliche Assoziationen hervor. Wer weiß aber, dass der Eukalyptus in vieler Hinsicht ein Baum der Superlative ist? Mit über 600 bekannten Arten ist er eine der artenreichsten Baumgattungen. Außerdem kann der immergrüne Laubbaum zu erstaunlichen Höhen emporwachsen, mit bis zu 100 Metern gilt der Königseukalyptus als einer der höchsten Bäume der Welt. Erst Ende des 18. Jahrhunderts, als Australien zu einer englischen Kolonie geworden war, kamen europäische Naturkundler und Pharmakologen in Kontakt mit dem Eukalyptus und erkannten schnell die erstaunlichen Eigenschaften des Baums und die heilsamen oder schädlichen Wirkungen der zahlreichen ätherischen Öle, die der Eukalyptus hervorbringt. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts breitete sich der Eukalyptus dann über alle anderen Erdteile aus und zählt mittlerweile zu den wichtigsten "Cash Crops" weltweit – in der globalisierten Zellstoffindustrie werden damit Milliarden umgesetzt. Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
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18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Mikroplastik

Mikroplastik Zivilisationsmüll und die Folgen Von Johannes Kaiser Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Sie verhelfen Kosmetika zu sanfter Reinigungswirkung – winzig kleine Plastikkügelchen. Bei jeder Wäsche gelangen sie ins Abwasser – Tausende feine Kunststofffasern. Und Wind und Wetter zerreiben unzählige Fischernetze, Plastikflaschen und anderen Plastikmüll. All die klitzekleinen Plastikteilchen rutschen durch die Filter von Kläranlagen, finden sich im Klärschlamm wieder, sammeln an ihrer Oberfläche gefährliche Schadstoffe, werden in die Meere gespült, lagern sich in den Organen der Wasserorganismen ab und vergiften sie langsam, aber stetig. Damit können sie letztlich auch auf unserem Teller landen. Doch niemand kennt das tatsächliche Risiko, zumal sich Mikroplastik in der Natur nur extrem langsam abbaut, also stetig mehr wird. Die Forschung steht erst am Anfang. Redaktion: Hellmuth Nordwig


18:30 radioMikro (30 Min.)
radioMikro Wunderlampe

radioMikro Wunderlampe
Die Spielesendung in radioMikro


19:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


20:05 kulturLeben (55 Min.)
Das Wochenende in Bayern

Wiederholung von 14.05 Uhr Als Podcast verfügbar


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 radioTexte am Donnerstag (55 Min.)
Lion Feuchtwanger: Erfolg (4/8)

Rechte Verführer, gut geschmierte Seilschaften und bayerische Gemütlichkeit sind die Erfolgsfaktoren in Feuchtwangers Bayern-Epos um Justiz, Politik und Liebe Lesung mit Percy Adlon Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar München, Anfang der 1920er Jahre. Eine rechtsextreme Bewegung, die sich "die wahrhaft Deutschen" nennt, hetzt gegen alles Fremde, gegen die "jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung" und gegen die Demokratie. Die herrschenden Mächte wollen einen unbequemen Museumsdirektor loswerden, auf elegante Art, wie sie meinen, über einen inszenierten Meineidsprozess. Die Justiz funktioniert wie gewünscht. Nur eine junge Frau kämpft um Gerechtigkeit. Und am Ende steht ein Putsch … Lion Feuchtwangers opulenter Zeitroman schont niemanden, weder die Stadt München, an der er selbst mit großer Liebe hing, noch die "Menschen der bayerischen Hochebene", weder die Politiker noch die braven, bösartigen Kleinbürger, weder den Adel noch die Bohème. Bertolt Brecht fand sich in Erfolg porträtiert – und war entrüstet. Er ist nicht die einzige historische Figur, die im Personal des Romans aufscheint und treffend und böse skizziert ist. Adolf Hitler ist zu erkennen, ebenso wie sein Gegenspieler Gustav von Kahr, aber auch Karl Valentin und die ewig sich hakelnden Heimatschriftsteller Thoma und Ganghofer. Nicht zuletzt wird Feuchtwangers Frau Martha als tapfere Johanna gezeichnet und er selbst als souveräner, aber leider das Jiu-Jitsu nicht ausreichend beherrschender Schriftsteller Jacques Tüverlin. Grandios die Schilderung des Hitler-Putsches – vieles, was Feuchtwanger ausmalt, hat die historische Forschung später bestätigt. Als der Roman 1930 erschien, meinten manche, die braune Gefahr sei übertrieben dargestellt – drei Jahre später war klar, dass selbst Lion Feuchtwanger Hitler nicht ernst genug genommen hatte. Er stand auf den ersten Ausbürgerungslisten der Nationalsozialisten und überlebte vielleicht nur deshalb, weil er zum Zeitpunkt der Machtergreifung im Ausland war. Nach Deutschland kam er nie mehr zurück, 1958 starb er als weltberühmter Schriftsteller im kalifornischen Exil. Gelesen wird der Roman von Percy Adlon. Der Schauspieler und Regisseur hat seine eigene Geschichte mit Feuchtwanger – geboren in München, fasziniert von der Epoche, lebt er heute in Los Angeles - nicht weit von Feuchtwangers Alterssitz "Villa Aurora". Regie: Eva Demmelhuber. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.


22:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
Mit Matthias Hacker

Die Musik von Morgen

*

Freitag, 28. September 2018


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt 28.9.1786 – Goethe missbilligt Markusdom in Venedig Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Meinrad Schmitt: Harfenquintett (Therese Reichling, Harfe; Endres-Quartett); "Siebenkäs-Musik" (Babara Kink, Violine; Sebastian Hess, Violoncello; Moritz Eggert, Klavier); Dorothea Hofmann: Magnificat (Alice Oskera-Burghardt, Mezzosopran; Münchner Rundfunkorchester: Sian Edwards); Wilhelm Killmayer: "An John Field" (Siegfried Mauser, Klavier); Alexander Strauch: "Menschen Schneiden" (Martin Jaggi, Violoncello; Leopold Hurt, Zither); Eva Sindichakis: "Ambivalenz" (Julia Rebekka Mai, Viola; Arno Waschk, Klavier)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Sergej Rachmaninow: Symphonie Nr. 1 d-Moll (London Symphony Orchestra: Valery Gergiev); Antonio Salieri: Konzert C-Dur (Dagmar Becker, Flöte; Lajos Lenczés, Oboe; Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: Jörg Faerber); Gabriel Fauré: Klavierquintett d-Moll, op. 89 (Michel Dalberto, Klavier; Quatuor Ebène); Johann Sebastian Bach: Konzert D-Dur, BWV 1050 a (Marcello Gatti, Flöte; Enrico Gatti, Violine; Michele Barchi, Cembalo; Ensemble Aurora); Jean Sibelius: "Der Hirte", op. 58, Nr. 4 (Leif Ove Andsnes, Klavier)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur (hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff); Pablo de Sarasate: "Zigeunerweisen", op. 20 (Sarah Chang, Violine; Berliner Philharmoniker: Plácido Domingo); Ernesto Cavallini: Klarinettenkonzert Nr. 2 c-Moll (Giuseppe Porgo, Klarinette; Norddeutsche Philharmonie Rostock: Johannes Moesus)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Grüne Lebensräume

La macchia Herbe Schönheit Farne Urgestalten der Pflanzenwelt Das Kalenderblatt 28.9.1786 Goethe missbilligt Markusdom in Venedig Von Prisca Straub Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

La macchia – Herbe Schönheit Autorin: Christiane Büldt-Campetti / Regie: Susi Weichselbaumer Alle Jahre wieder im Frühling geschieht das Wunder: Dann verwandelt sich die sonst karge Küstenlandschaft des Mittelmeerraumes für kurze Zeit in ein Blütenmeer. Der Duft von gelbem Ginster, rosa Zistrosen und violetten Lavendel vermischt sich dann mit dem Wohlgeruch von Mastix, Rosmarin und Thymian. Im Sommer ziehen diese Pflanzen sich jedoch in ihre Wurzeln zurück und werfen ihre Blätter ab, halten "Sommerschlaf".

Dieses Naturspektakel, das sich im Herbst kurz wiederholt, ist zweifelsohne ein Fest der Sinne. Gleichzeitig stellt es jedoch die Anpassungsfähigkeit der Natur unter Beweis.Denn die typisch mediterrane Macchia mit ihrem undurchdringlichen Gestrüpp aus immergrünen Krüppelbäumen und Sträuchern entsteht dort, wo man Wälder abholzt und Kulturland aufgibt. Wird der Boden anschließend durch Brände oder Überweidung weiter ausgelaugt, entwickelt sich der mediterrane Buschwald allmählich zur Garigue, die dann nur noch aus niedrigen Halbsträuchern besteht. Farne – Urgestalten der Pflanzenwelt Autorin: Ingrid Kölle / Regie: Frank Halbach Farne sind weltweit verbreitet. Die größte Artenvielfalt gibt es zwar in den Tropen, aber im kühleren Neuseeland wachsen sie so gut wie überall. Der Silberfarn ist zum inoffiziellen Wahrzeichen des Landes und seiner Bewohner geworden. Den frühen Maori, Neuseelands Ureinwohnern, dienten Farne als Nahrungs- und Heilmittel, als Baumaterial und Ritualobjekte. Riesige Baumfarne prägen das Landschaftsbild ebenso wie viele Arten der zarten Hautfarngewächse. Der Lebenszyklus der Pflanzen zeichnet sich durch einen Generationenwechsel aus: eine geschlechtliche und ungeschlechtliche Phase mit voneinander unabhängig existierenden Lebensformen. Die eingerollten jungen Farnwedel oder Koru sind zum beliebten Designelement geworden. Pikopiko, junge Farnspitzen, werden in Top-Restaurants als einheimische Delikatesse serviert. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Gerda Kuhn Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Gesellschaft. Familie. Gesundheit. Interkulturelles. Verbraucher.

Mit Freitagsforum – Wiederholung um 22.30 Uhr 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


14:05 radioSpitzen (55 Min.)
Der satirische Monatsrückblick von Holger Paetz

Kabarett und Comedy "Zugespitzt" – der satirische Monatsrückblick von Holger Paetz "Angespitzt" – Gedanken zur Woche von Helmut Schleich Wiederholung am Samstag, 20.05 Uhr Diese Sendung ist auf bayern 2.de als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Münchner Kabarettist Holger Paetz ist ein ausgewiesener Meister unterschiedlicher satirischer Spielformen: Er verfasst Kabarettprogramme für die Bühne und satirische Songtexte für Lieder, hat für das Ensemble der Münchner Lach- und Schieß und für das Singspiel auf dem Nockherberg geschrieben, verfertigt satirische Monats- und Jahresrückblicke – und auch Gedichte. "So schön war's noch selten!", unter dieser Überschrift präsentiert Paetz seine satirisch-politischen Monatsrückblicke jeden letzten Sonntag eines Monats live im Turmstüberl des Münchner Valentin-Musäums und im nürnberger burgtheater. Darüber hinaus ist der "Buster Keaton des Wortes", der der so herrlich trocken über Politisches und Alltägliches räsonieren kann, mit seinem Bühnenprogramm "Ekstase in Würde" unterwegs.


15:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


15:05 Schalom (15 Min.)
Jüdischer Glaube – Jüdisches Leben

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:20 Sozusagen! (10 Min.)
Bemerkungen zur deutschen Sprache

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:30 Nahaufnahme (30 Min.)
Die Reportage

Wiederholung am Samstag, 14.30 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung am Samstag, 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Mit klaro – Nachrichten für Kinder * * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


19:05 Zündfunk (115 Min.)
Das Szenemagazin

20.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


21:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


21:05 hör!spiel!art.mix (85 Min.)
Oliver Kluck: Der Hund des alten Mannes

Der Hund des alten Mannes Von Oliver Kluck Mit Andreas Grothgar, Sonja Anders, John von Düffel, Thomas Oberender, Ulf Schmidt und Christina Zintl Regie: Leonhard Koppelmann SWR 2016 40 Jahre Kunstkopf. Ein noch nicht abgeschlossenes Kapitel der Hörspielgeschichte Von Annegret Arnold BR 2013 Als Podcast verfügbar in der artmix.galerie

Oliver Kluck rechnet mit allem ab, was er zu fassen bekommt – den Kapitalisten, den Schriftstellern, den Theatermachern, kurz: diesen Größenwahnsinnigen. "Niemanden verachten wir so, wie wir diese Leute verachten. Diese Menschenschinder. Diese null und nichtigen Schwätzer. Diese Egoisten. Diese Opportunisten. Diese Applausklatscher. Diese Massenbespaßer. Diese Verkäufer vieler Karten. Diese Produzenten am laufenden Band. Diese Verräter der Jugend. Diese Verräter der Revolte. Diese Spitzenverdiener. Diese Frau und Kind Betrüger. Diese Konsenssucher. Diese Staatsdiener. Diese ganz gewöhnlichen Bürger. Diese anständig Verheirateten. Diese Nichtssager. Diese Ausgebrannten. Diese Diener der Kultur. Diese Bewahrer des Guten. Diese Alles-richtig-Macher. Diese Netzwerker.

Diese Heimatlosen. Diese Untreuen. Diese Ängstlichen. Diese armen Menschen, die nichts anderes haben, als ihren lächerlichen Betrieb, ihre Fabriken, in denen unter der Aufbringung unvorstellbarer Opfer tatsächlich überhaupt nichts produziert wird." Oliver Kluck, geb. 1980 in Bergen auf Rügen, Schriftsteller. Werke u.a. "Über die Möglichkeiten der Punkbewegung" (2011), "Leben und Erben" (2012).


22:30 Notizbuch – Freitagsforum (30 Min.)
Gesellschaft. Familie. Gesundheit. Interkulturelles. Verbraucher.

Freitagsforum Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar
Wiederholung vom Vormittag, 10.05 Uhr


23:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
BR2 – Programminformationen
39. Woche – 22.09.2018 bis 28.09.2018
Bayerischer Rundfunk Hörfunk
RadioZeitung 39/2018, 22.09.-28.09.2018
Rundfunkplatz 1, 80335 München
Redaktion: Tel. 089/59 00-47 48
E-Mail: RadioZeitungBR@brnet.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 14. September 2018

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