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WISSENSCHAFT/9157: Nachrichten - BR Text 05.12.2019


BR Text vom 05.12.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Umweltbundesamt fordert harte Maßnahmen +++ Zwei Münchner erhalten Leibniz-Preis +++ Generalstreik in Frankreich +++ Acht Tote bei Gasexplosion in Polen +++ Glatteis in Teilen Deutschlands möglich +++ 5 Wissenschaft/Umwelt Kurzmeldungen +++

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Umweltbundesamt fordert harte Maßnahmen

Um die deutschen Klimaziele im Verkehr
zu erreichen, hält das Umweltbundesamt
drastische Maßnahmen für nötig.

Alle Privilegien etwa für Dienstwagen
und Dieselkraftstoffe müssten wegfal-
len, heißt es in einem internen Papier
der Behörde, über das die "Süddeutsche
Zeitung" berichtete. Auch die Pendler-
pauschale müsse abgeschafft werden. Zu-
dem müsste die Maut für Lkw stark stei-
gen und auf Autobahnen ein Tempolimit
von 120 km/h eingeführt werden.

Das Papier war demnach im Juni erstellt
worden, als Berlin das Klimapaket vor-
bereitete. Öffentlich wurde es nie.

*

Zwei Münchner erhalten Leibniz-Preis

Zwei Forscher der Technischen Universi-
tät München werden im kommenden Jahr
mit dem hochdotierten Leibniz-Preis
ausgezeichnet.

Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft
mitteilte, erhält Thorsten Bach den
Preis für seine richtungsweisende Ar-
beiten auf dem Gebiet der Organischen
Photochemie. Thomas Neumann wird für
seine international anerkannte Arbeiten
zur effizienten Verwaltung und Analyse
großer Datenmengen geehrt.

Insgesamt werden zehn Wissenschaftler
ausgezeichnet. Der Preis ist mit je-
weils 2,5 Millionen Euro dotiert.

*

Generalstreik in Frankreich

Wegen Streiks bei der staatlichen Bahn
SNCF und der Pariser Nahverkehrsgesell-
schaft RATP kommt es in Frankreich zu
massiven Verkehrsbehinderungen.

Berichten zufolge stauten sich v.a. in
und um Paris die Autos. Auch an Schu-
len, im öffentlichen Dienst, in Kran-
kenhäusern und Museen sollte die Arbeit
niedergelegt werden. Die Proteste rich-
ten sich gegen die Rentenreform-Pläne.
Die Regierung will Vorrechte für viele
Berufsgruppen streichen.

Die Deutsche Bahn rechnet mit starken
Beeinträchtigungen bei Zügen nach
Frankreich.

*

Acht Tote bei Gasexplosion in Polen

Bei einer Gasexplosion im Süden Polens
sind acht Menschen ums Leben gekommen,
darunter vier Kinder.

100 Rettungskräfte suchten weiter nach
anderen möglichen Opfern unter den
Trümmern des Hauses, das bei der Explo-
sion zerstört worden war. Das Unglück
ereignete sich im Skiort Szczyrk.

Dem örtlichen Gasversorger zufolge
könnte eine Gasleitung in der Nähe des
Hauses beschädigt worden sein und die
Explosion ausgelöst haben. In der Nähe
des Unglücksortes gab es demnach Arbei-
ten an Wasserleitungen.

*

Glatteis in Teilen Deutschlands möglich

Gleich drei Atlantiktiefs bestimmen in
den kommenden Tagen die Wetterlage in
Deutschland und können bei Regen regio-
nal für Glatteis sorgen.

Wie der Deutsche Wetterdienst/DWD mit-
teilte, könnte es morgen in einigen
Mittelgebirgstälern zu gefrierendem
Regen kommen. In der Nacht zu Samstag
könne örtlich im Südosten Glatteis
auftreten.

Auch am Samstag erwarten die DWD-Meteo-
rologen im äußersten Südosten und in
Alpentälern in den frühen Morgenstunden
gebietsweise etwas Regen mit Glatteis-
gefahr.

*

5 WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Wellington: Angesichts des Masernaus-
bruchs mit mindestens 62 Toten hat der
polynesische Inselstaat Samoa seine Ge-
genmaßnahmen verstärkt. Einsatzteams
gingen von Tür zu Tür, um Impfungen zu
verabreichen. Familien wurden angehal-
ten, rote Flaggen aus ihren Häusern zu
hängen, falls sie Impfschutz benötig-
ten. Beamte und Arbeiter wurden aufge-
fordert, zu Hause zu bleiben.

Sydney: Die Buschbrände in Australien
haben in Sydney zu einer beispiellosen
Luftverschmutzung geführt. Die Staub-
partikel hätten einen der höchsten
Luftverschmutzungswerte verursacht, der
je in Australien gemessen worden sei,
so die Umweltbehörde. Viele Bewohner
klagten inzwischen über Atemprobleme.

Stuttgart: Die Zauneidechse ist das
"Reptil des Jahres 2020". Sie sei
derzeit noch nicht in der Roten Liste
als gefährdet aufgeführt, teilte die
Deutsche Gesellschaft für Herpetologie
und Terrarienkunde mit. Sie stehe aber
auf der sogenannten Vorwarnliste, ihre
Lage könne sich in den nächsten Jahren
also verschlechtern.

Berlin: Die Deutsche Bahn verfehlt auch
in diesem Jahr ihr Pünktlichkeitsziel.
Man werde etwa ein Prozentpunkt besser
sein als im Vorjahr, sagte Infrastruk-
turvorstand Ronald Pofalla. Das Ziel,
1,5 bis 1,6 Prozentpunkte besser zu
sein, werde aber nicht erreicht. Im
vergangenen Jahr waren 74,9 % der Fern-
züge pünktlich, das heißt: Sie kamen
weniger als sechs Minuten zu spät.

Honolulu: Auf dem US-Militärstützpunkt
Pearl Harbour-Hickam auf Hawaii hat ein
Matrose das Feuer eröffnet und zwei
Menschen getötet. Danach habe der
Schütze sich selbst gerichtet, teilte
das Militär mit. Motiv und Identität
des Täters waren zunächst unklar.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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