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AUSLAND/8040: Aus aller Welt - 12.01.2019 (SB)


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Parlament in Skopje stimmt für Nordmazedonien als Landesname

Das Parlament in Skopje hat am Freitagabend mit Zweidrittelmehrheit die Umbenennung der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien in Nordmazedonien beschlossen. Für die Verfassungsänderung stimmten 81 der 120 Abgeordneten. Es gab weder Gegenstimmen noch Enthaltungen, jedoch hatte die nationalistische Opposition aus Protest an der Abstimmung nicht teilgenommen. Nordmazedonien wird der neuen Verfassung zufolge auf Gebietsansprüche an die benachbarte griechische Provinz Makedonien verzichten. Beide Beschlüsse sind Voraussetzung dafür, daß Griechenland sich einem Beitritt Nordmazedoniens in die EU und die NATO nicht mehr in den Weg stellt. Dazu fehlt noch die Zustimmung des Parlaments in Athen. Diese kann mit einfacher Mehrheit erfolgen. Allerdings verweigern sich dem Vorhaben die an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten "Unabhängige Griechen". Mazedonien war aus der gewaltsamen Zerschlagung des Vielvölkerstaats Jugoslawien 1991 als eigenständiger Staat hervorgegangen.

12. Januar 2019


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