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AUSLAND/8061: Aus aller Welt - 02.02.2019 (SB)


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Opposition in Venezuela ruft zur Massendemonstration auf

In Venezuela hat der selbsternannte Interimspräsident Guaidó für Samstagnachmittag (hiesige Zeit) zu einer Massendemonstration aufgerufen, um Präsident Maduro aus dem Amt zu drängen. Guaidó will mit dem Protest die Position mehrerer europäischer Regierungen unterstützen, die ihn als legitimen Präsidenten seines Landes anerkennen wollen. Deswegen sollte der Protestmarsch vor der Vertretung der Europäischen Union in Caracas beginnen. Ebenfalls in der Hauptstadt war eine Kundgebung zum 20. Jahrestag der Bolivarischen Revolution geplant, in deren Verlauf Venezuela unter Maduros Amtsvorgänger Chávez den Sozialismus propagierte und die Ölindustrie des an Ressourcen reichen Landes in staatliche Hand brachte.

Die US-Regierung hat Guaidó unmittelbar nach dessen inszenierter Amtsvereidigung als legitimen Präsidenten Venezuelas anerkannt. US-Vizepräsident Pence rief am Freitag in einer Rede vor Exil-Venezolanern in Miami zur sofortigen und tatkräftigen Beendigung der "Herrschaft des Linksnationalisten Maduro" auf.

Mexiko und Uruguay wollen zwischen Guaidó und Maduro vermitteln. Sie haben für den 7. Februar eine Konferenz in Montevideo angekündigt. Guaidó wird daran nicht teilnehmen, wie er dem kolumbianischen Sender NTN24 sagte.

2. Februar 2019


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