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AUSLAND/8074: Aus aller Welt - 15.02.2019 (SB)


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Weitere Sanktionen gegen Beamte und Manager in Venezuela

Die USA haben laut Mitteilung des Finanzministeriums vom Freitag weitere Sanktionen gegen führende Beamte und Manager in Venezuela verhängt. Die Strafmaßnahmen gelten zwei ranghohen Geheimdienstmitarbeitern, dem Leiter der Polizeispezialeinheit Faes und dem Präsidenten des staatlichen Ölkonzerns PDVSA. Deren Konten und Vermögenswerte, soweit sie in den USA liegen, werden eingefroren. US-Bürgern ist verboten, mit den Betroffenen Geschäfte zu machen. Die US-Regierung will die sozialistische Regierung in Caracas beseitigen und schließt militärische Maßnahmen zu diesem Zweck nicht aus. Venezuela verfügt unter anderem über die reichsten Erdölvorräte der Welt, kann sie jedoch nicht zum Wohl der Bevölkerung ausbeuten und veräußern. Die Wirtschaft des Landes wurde in den Jahren nach dem Tod von Präsident Hugo Chávez in die Knie gezwungen. Inzwischen ist die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr gesichert.

Der britische Multimilliardär Richard Branson will der Bitte des selbsternannten venezolanischen Interimspräsident Juan Guaidó nachkommen, am 22. Februar für die notleidende Bevölkerung des südamerikanischen Landes ein Benefizkonzert an dessen Grenze auf kolumbianischer Seite zu veranstalten. Der amtierende Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, lehnt Hilfslieferungen aus dem Ausland als überflüssig und politischen Affront ab.

15. Februar 2019


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