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JUSTIZ/8019: Kriminalität und Rechtsprechung - 03.01.2019 (SB)


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Strenge Waffengesetze lassen Mord- und Suizidraten sinken

Politikwissenschaftler vom Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) haben den Zusammenhang zwischen dem Waffenrecht in westeuropäischen Ländern und der Zahl von Morden und Suiziden untersucht. Demnach sinkt die Zahl der Tötungen mit der Strenge der Gesetzgebung und der entsprechend geringen Verfügbarkeit von Schußwaffen deutlich. Das gilt auch für Fälle von Mord und Suizid, bei denen keine Schußwaffe eingesetzt wurde. Unter den 16 untersuchten Ländern stach Großbritannien als besonders restriktiv hinsichtlich Schußwaffen hervor. Die Schweiz und Finnland erwiesen sich als liberal. Die LMU-Forscher hatten bei ihrer Untersuchung Faktoren berücksichtigt wie das gänzliche oder eingeschränkte Verbot von Waffenbesitz, persönliche Voraussetzungen, welche ein Waffenhalter erfüllen muß, und welchen Auflagen er nachkommen muß. Die Studie bezieht sich auf die Jahre 1980 bis 2010.

3. Januar 2019


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