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JUSTIZ/8021: Kriminalität und Rechtsprechung - 05.01.2019 (SB)


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Nach Detonation vor AfD-Büro in Döbeln Tatverdächtige auf freiem Fuß

Am frühen Donnerstagabend hat sich vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln eine Explosion ereignet. Zeitungsberichten zufolge war ein für Großfeuerwerke vorgesehener Feuerwerkskörper der Kategorie F4 in einer Mülltonne detoniert. Es gab Beschädigungen an mehreren Gebäuden und Fahrzeugen. Drei verdächtige Männer wurden von Augenzeugen beobachtet, als sie in einem Auto davonfuhren. Dessen Kennzeichen konnte registriert werden. Außerdem existieren Aufnahmen der Videokamera des Parteibüros. Die Männer aus Döbeln im Alter von 29, 32 und 50 Jahren wurden noch in der Nacht festgenommen. Nach Angaben des Landeskriminalamts wurden sie nach ihrer Vernehmung wieder entlassen, weil keine Fluchtgefahr bestand. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hatte keinen Haftantrag gestellt. Die mutmaßlichen Täter haben sich zunächst nicht zu ihrem Motiv geäußert. Eine Zuordnung zum linkextremen Spektrum wäre spekulativ. Der Staatsschutz geht jedoch von einer politisch motivierten Tat aus. Der sächsische AfD-Vorsitzende Urban forderte bei einem Auftritt am Tatort, Linksextremismus müsse als sächsisches Problem definiert und bekämpft werden.

5. Januar 2019


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