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JUSTIZ/8022: Kriminalität und Rechtsprechung - 06.01.2019 (SB)


VOM TAGE


Menschenhandel 2016

Das Uno-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hat seinen Bericht für 2016 vorgelegt. Demnach wurden damals rund 25.000 Menschen als Opfer von Menschenhandel registriert. Innerhalb von fünf Jahren war ihre Zahl um 39 Prozent gestiegen, soweit es die Daten jener 45 Länder betrifft, die seit 2007 systematisch Fallzahlen veröffentlichen. 49 Prozent der Opfer von Menschenhandel waren Frauen und 23 Prozent Mädchen. 83 Prozent der Frauen und 72 Prozent der Mädchen wurden sexuell ausgebeutet. Verschleppte Männer wurden zu 82 Prozent als Zwangsarbeiter eingesetzt. Opfer von Menschenhandel werden oft auch gezwungen, zu betteln oder sich Organe für Transplantationen entnehmen zu lassen. Als Menschenhandel gilt die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder Aufnahme von Personen zum Zweck der Ausbeutung etwa durch Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung, Mißbrauch von Macht oder Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit. Nahezu jedes Land hat inzwischen eine Gesetzgebung, welche diesen Menschenhandel kriminalisiert.

6. Januar 2019


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