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JUSTIZ/8070: Kriminalität und Rechtsprechung - 23.02.2019 (SB)


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Entschädigung für Hinterbliebene einer von Kühen getöteten Frau

In Österreich muß ein Landwirt den Hinterbliebenen einer Deutschen, die von einer Kuhherde getötet wurde, eine Entschädigung von rund 180.000 Euro zahlen. Außerdem bekommen der Witwer und der Sohn eine Rente von monatlich 1200 bzw. 350 Euro. Das Landgericht Innsbruck hielt dem Bauer vor, seine Kühe nicht eingezäunt und nur unzureichend auf die von ihnen ausgehende Gefahr verwiesen zu haben. Die 45jährige Frau aus Rheinland-Pfalz war 2014 mit ihrem Hund in Tirol zwischen die Kühe geraten, die offenbar ihre Kälber schützen wollten. Die Frau hatte den Hund mit einem Karabiner am Körper fixiert und konnte ihn nicht sofort loslassen. Das wertete das Gericht als sorglos. Außerdem hätte die Frau wissen müssen, daß Mutterkühe auf Hunde aggressiv reagieren können.

23. Februar 2019


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