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JUSTIZ/8071: Kriminalität und Rechtsprechung - 24.02.2019 (SB)


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Fremdenhaß im Osten deutlich höher als im Westen

Das Mannheimer Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat untersucht, welche gesellschaftlichen Bedingungen in West- und Ostdeutschland zu Haßverbrechen gegenüber Zuwanderern führen. Im Ergebnis ist das Risiko der Migranten, Opfer derartiger Verbrechen zu werden, in den ostdeutschen Bundesländern zehnmal so hoch wie in den westdeutschen. Das hängt wesentlich nicht mit der Zahl der Migranten zusammen, sondern damit, wieviel Erfahrung die alteingesessenen Bewohner der Bundesländer mit Migranten haben. Auch der wirtschaftliche Status der Bevölkerung spielt eine nur untergeordnete Rolle. Es zeigt sich offenbar auch eine Verfestigung fremdenfeindlicher Sichtweisen in Regionen, in denen es in der Vergangenheit bereits zu Haßverbrechen gekommen ist.

24. Februar 2019


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