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JUSTIZ/8076: Kriminalität und Rechtsprechung - 01.03.2019 (SB)


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Bundesgerichtshof bestätigt Mordurteil gegen Unfallverursacher

Der Bundesgerichtshof hat die Verurteilung eines Mannes, der mit einem gestohlenen Taxi einen tödlichen Unfall verursachte, durch das Hamburger Landgericht bestätigt. Dieses hatte den Mann vor einem Jahr wegen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft sowie ein Schmerzensgeld von 20.000 Euro an die Mutter des ums Leben gekommenen jungen Menschen verurteilt. Außerdem wurde der Angeklagte in eine Erziehungsanstalt eingewiesen. Gegen das Urteil war die Verteidigung in Revision gegangen. Der zum Tatzeitpunkt 24 Jahre alte Mann war in Hamburg im betrunkenen Zustand vor der Polizei geflohen und mit 130 Stundenkilometern mit dem unbeleuchteten Fahrzeug auf die linke Fahrspur geraten. Er stieß frontal mit einem entgegenkommenden Taxi zusammen. Ein Mensch wurde getötet, zwei wurden verletzt. Das Landgericht Hamburg sah in dem Vorgehen des Angeklagten einen bedingten Tötungsvorsatz.

1. März 2019


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