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JUSTIZ/8114: Kriminalität und Rechtsprechung - 08.04.2019 (SB)


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US-Waffenhersteller und -händler werden wegen Schulmassaker verklagt

Das Oberste Gericht des US-Bundesstaats Connecticut hat im März im Zusammenhang mit dem Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown den Weg für Klagen gegen den inzwischen insolventen Waffenhersteller Remington freigemacht. 2012 hatte der 20jährige Lanza seine Mutter, 20 Kinder, sechs Schulangestellte und sich selbst mit einem halbautomatischen Gewehr von Remington erschossen.

Wie die New York Times aktuell berichtete, wollen Waffengegner in den USA gegen die Vermarktungsstrategien von Waffenproduzenten klagen. Vorbild ist die erfolgreiche Prozeß-Kampagne gegen die Zigarettenindustrie. Angehörige der Sandy-Hook-Opfer verklagen Remington, die Vertriebsfirma Camfour und das Geschäft, welche das Sturmgewehr verkaufte. Anwälte der Angehörigen von Opfern des Massakers in Parkland in Florida planen Klagen gegen Smith & Wesson, den Produzenten der Tatwaffe.

8. April 2019


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