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KULTUR/7960: Sprache, Kunst und Medium - 21.01.2019 (SB)


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In der Höhlenstadt Matera hat das Kulturhauptstadtjahr begonnen

Eine Woche nach dem bulgarischen Plowdiw wurde auch das Programm in der zweiten Kulturhauptstadt 2019, Matera, in Italiens tiefem Süden gestartet.

Laut ZDF heute erschien zur Eröffnung viel Prominenz in dem apulischen Städtchen, in dem zahlreiche Musikgruppen aus der Region sowie Bands aus ganz Europa spielten.

Vor einigen Jahrzehnten schämte sich Italien noch der Armut und technischen Rückständigkeit der Bewohner des Mezzogiorno mit ihren rund 3000 in den weichen Fels getriebenen Wohnhöhlen. Tatsächlich machte die Feuchtigkeit vielen Materanern schwer zu schaffen. Die Stadt galt als "nationale Schande", von den Behörden angeordnet wurden die Bewohner größtenteils umgesiedelt.

Doch dann wurden die in den Fels getriebenen Siedlungen, die zerstört werden sollten, dank einer privaten Initiative saniert und erfreuen sich heute bei den Touristen großer Beliebtheit. Unter dem Motto "Open Future" finden nun das ganze Jahr über Ausstellungen, Konzerte, Workshops und andere Veranstaltungen statt.

21. Januar 2019


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