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KULTUR/8002: Sprache, Kunst und Medium - 04.03.2019 (SB)


VOM TAGE


Zehntausende wollten unbedingt geschreddertes Banksy-Bild sehen

Das von dem anonymen britischen Street-Art-Künstler Banksy geschaffene Bild "Girl with balloon" ("Mädchen mit Ballon") wird zweifellos in die Kunstgeschichte eingehen.

Die ansonsten nicht besonders spektakuläre Arbeit, die ein Mädchen zeigt, das einem fliegenden Luftballon nachschaut, war in London im Oktober vergangenen Jahres teil einer Auktion bei Sotheby's. Kurz nachdem der Hammer bei einem Gebot von 1,2 Million Euro gefallen war, setzte vor den Augen des Publikums ein im Rahmen des Bildes eingelassener Schredder ein und schnitt sich durch die Leinwand. Nach etwa der Hälfte des Bildes verstummte das Schneidegerät und beendete sein Werk.

Natürlich sorgte der Vorgang für einen Tumult. Der anonymen Bieterin wurde aber offenbar schnell klar, daß es sich um einen genialen Einfall handelte und erklärte, das Bild behalten zu wollen.

Inzwischen haben rund 60.000 Besucher die Arbeit, die inzwischen in "Love is in the bin" ("Liebe ist im Eimer") umbenannt wurde, im Baden-Badener Burda-Museum gesehen, wo es vom 5. Februar bis zum 3. März kostenlos gezeigt wurde. Ab kommenden Donnerstag ist das Bild in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen.

4. März 2019


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