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MILITÄR/7478: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 17.07.2017 (SB)


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Afghanistan für Zivilisten lebensgefährlich

In Afghanistan haben Militärs, Milizen und Attentäter in den ersten sechs Monaten dieses Jahres so viele Zivilisten getötet und verwundet wie noch nie seit Beginn der Zählung durch die Uno-Mission Unama Anfang 2009. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden 1662 Zivilisten umgebracht. 3581 erlitten Verletzungen. Etwas 40 Prozent fielen Bombenanschlägen zum Opfer. Für 67 Prozent sind Islamisten wie die Milizen von Taliban und Islamischem Staat verantwortlich. Unter den Toten sind laut Uno-Halbjahresbericht 436 Kinder und 174 Frauen. Insgesamt hat Unama in dem Land mehr als 26.500 getötete und fast 49.000 verletzte Zivilisten gezählt. Das Auswärtige Amt in Berlin arbeitet zur Zeit an einem Lagebericht zur Situation in Afghanistan. Dabei geht es auch um die Rechtfertigung von Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber aus Deutschland.

17. Juli 2017


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