ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - Presseinformation vom 26. Januar 2011
49. Deutscher Verkehrsgerichtstag:
ver.di und ACE für Kollektiv-Punktekonto - Forderungskatalog
vorgestellt
Berlin, 26.01.2011 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der ACE Auto Club Europa setzen sich für die Einführung eines kollektiven Punktekontos kompletter Fuhrparks ein, um systematische Fahrverstöße einzelner Unternehmen zulasten der Fahrer und der Allgemeinheit besser ahnden zu können. Lässt das kollektive Punktekonto darauf schließen, dass die Missachtung der Regeln zum Geschäftsmodell gehöre, sei als letztes Mittel einem solchen Unternehmen die Gewerbeerlaubnis zu entziehen, heißt es in einem am Mittwoch anlässlich des 49. Deutschen Verkehrsgerichtstags in Goslar veröffentlichten Neun-Punkte-Katalogs von ver.di und ACE.
Zudem setzen sich ver.di und ACE im Interesse einer besseren Ladungs- und Transportsicherheit für die Einführung eines spezialisierten Lademeisters in Speditionen ab einer bestimmten Fuhrparkgröße ein. Derartige Lademeister sollten künftig - wie schon in der Luftfracht üblich - auch bei Lkw auf die sachgemäße Beladung achten. Ein geeignetes Berufsbild "Lademeister" sei noch zu entwickeln.
Mit Blick auf die Umwelt machen sich ver.di und ACE darüber hinaus für einen Ausbau intelligenter Verkehrsleit- und Navigationssysteme stark, die etwa die automatisierte Erfassung und Statusmeldung von Gefahrguttransporten ermöglichen sollen.
Weitere Forderungen im gemeinsamen Papier von ver.di und ACE befassen sich mit der Einhaltung der Sozialvorschriften, der Modernisierung der Fahrzeugtechnik sowie der Anpassung von Lenk- und Ruhezeiten an den Biorhythmus. "Lkw mit Überlänge, so genannte Gigaliner, lehnen ver.di und ACE strikt ab", heißt es zudem im Neun-Punkte-Papier.
Kurz-Link zum Forderungskatalog: https://presse.verdi.de/-/idz
Quelle:
Presseinformation vom 26.01.2011
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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veröffentlicht im Schattenblick zum 28. Januar 2011