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GEWERKSCHAFT/096: Journalisten-Union - Auch Politik den Ansprüchen an Pressefreiheit verpflichtet (ver.di)


ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - Presseinformation vom 2. Januar 2012

dju: Auch Politik den Ansprüchen an Pressefreiheit verpflichtet


Berlin, 02.01.2012 - Aus gegebenem Anlass mahnt die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di für das neue Jahr einen demokratischen und den Ansprüchen an Pressefreiheit und Aufklärung angemessenen und verpflichteten Umgang vor allem der Politik mit Medien und Journalisten an.

"Wer in der Öffentlichkeit steht, einen öffentlichen gesellschaftlichen Auftrag hat und dem Gemeinwohl verpflichtet ist, muss auch das Interesse der Öffentlichkeit an seinem Verhalten akzeptieren. Auch der Bundespräsident muss sich selbstverständlich kritische Berichterstattung gefallen lassen", betonte Ulrich Janßen, dju-Vorsitzender. Dazu gehöre auch das Ertragen von Recherche und Berichterstattung ohne jede Einflussnahme sowie eine eigenständige und vollständige korrekte Information der Öffentlichkeit.

"Es ist folgerichtig Aufgabe von Journalisten, auch bei Amtsträgern wie dem Bundespräsidenten, genau hinzugucken, nachzuhaken und Ungereimtheiten offen zu legen", sagte Janßen, und weiter: "Der Respekt vor dem hohen Amt des Bundespräsidenten gebietet es geradezu, den Amtsinhaber kritisch zu begleiten."

Die dju werde auch im neuen Jahr keine Verletzung dieser Prinzipien und keine Beeinträchtigung der Arbeitsmöglichkeiten ihrer Kolleginnen und Kollegen aller Medien hinnehmen, sondern im Gegenteil auch weiterhin allen den Rücken stärken, die sich dagegen zur Wehr setzen. "Wir müssen uns gegen alle Versuche wehren, Journalisten an ihrer Aufgabe zu hindern. Berühmtheit oder Prominenz dürfen dabei keine Rolle spielen", betonte der dju-Vorsitzende.


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Quelle:
Presseinformation vom 02.01.2012
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Christiane Scheller - ver.di-Bundesvorstand
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veröffentlicht im Schattenblick zum 4. Januar 2012