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MELDUNG/258: Grüße des EKD-Ratsvorsitzenden zum Fastenmonat Ramadan 2020 (EKD)


Evangelische Kirche in Deutschland - Pressemitteilung vom 21.04.2020

Wir halten zusammen

Grüße des EKD-Ratsvorsitzenden zum Fastenmonat Ramadan 2020


Zum Fastenmonat Ramadan, der in diesem Jahr am Donnerstagabend, 23. April, beginnt und am Sonntagabend, 23. Mai, vor dem Fest des Fastenbrechens endet, hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in einem Brief an die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger herzliche Grüße und Wünsche dazu übermittelt, "dass Sie sich auch in diesen schwierigen Zeiten von der Gnade Gottes geleitet wissen."

In diesem Jahr liegen zwischen Ostern und Ramadan nur knapp zwei Wochen. Doch nicht nur die zeitliche Nähe betonte der Ratsvorsitzende in seinem Schreiben: "Bei allen bestehenden Unterschieden zeigt sich eine elementare Gemeinsamkeit. Die Zusammenkunft mit anderen im Gebet und die gemeinschaftliche religiöse Praxis sind Grundbedürfnisse, die Christinnen und Christen mit Musliminnen und Muslimen verbinden."

Da durch die Corona-Pandemie derzeit keine Veranstaltungen in Gotteshäusern stattfinden können, wird es auch im Ramadan nicht möglich sein, zum gemeinsamen Gebet in der Moschee zusammenzukommen. Er könne zwar nur erahnen, was es für muslimische Familien und Moscheegemeinden bedeuten muss, wenn Ramadan ohne das abendliche gemeinschaftliche Fastenbrechen und ohne das Gebet in der Moschee stattfindet, schrieb Bedford-Strohm: "Ich möchte Ihnen aber auf diesem Wege die herzlichen Grüße der Evangelischen Kirche in Deutschland übermitteln und Ihnen versichern, dass meine Gedanken und Segenswünsche bei Ihnen sind, auch dann, wenn es in diesem Jahr nicht zu direkten Begegnungen im Monat Ramadan kommen kann", so Bedford-Strohm.

Zudem betonte der Ratsvorsitzende, wie wichtig derzeit gesellschaftliche Solidarität sei: "Wir halten Abstand, aber wir halten auch zusammen. Das muss für den Dialog und das Miteinander von Menschen christlichen und islamischen Glaubens genauso gelten wie für die Gesellschaft insgesamt. Denn Krisenzeiten sind auch Bewährungsproben für unsere ethischen und religiösen Grundüberzeugungen."

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Quelle:
Pressemitteilung 57/2020 vom 21.04.2020
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Pressestelle
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Telefon: (0511) 2796-268/269/265/267, Fax: (0511) 2796-777
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Internet: www.ekd.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 22. April 2020

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